Archiv der Kategorie 'Veranstaltung'

Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen der Plataforma de los Afectados por la Hipoteca (Plattform der Betroffenen von Zwangsräumungen)

In Folge der Krise werden in Spanien täglich Haushalte zwangsgeräumt. Mittlerweile sind bereits 400.000 Menschen mit Gewalt aus ihren Wohnungen vertrieben worden.
Da es in Spanien keine Privatinsolvenz gibt, werden Menschen nicht nur aus ihren Häusern geworfen weil sie die Kredite nicht bezahlen können, sondern sitzen weiterhin auf ihren Schulden.

Es regt sich aber Widerstand. Immer öfter werden Zwangsräumungen von Anwohner_innen und Aktivist_innen verhindert, die sich gemeinsam gegen die Polizei stellen. In manchen Orten organisieren obdachlos gewordene Menschen die gemeinsame Aneignung von leer stehendem Wohnraum. Außerdem gibt es Bestrebungen für eine Gesetzesinitiative, die die Entschuldung und den Erhalt der Wohnung bei einer vom Einkommen abhängigen Miete regeln soll.
Am Samstag den 8. September werden Mitglieder der Plattform der Betroffenen von Zwangsräumungen im Café Trauma von ihren Kämpfen berichten.

Wohnraum für alle, und zwar umsonst!

Samstag. 08.09/18 Uhr/Café Trauma

Evento de discusión con miembros de la Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH)

A causa de la crisis económica cada día se producen desahucios. Hasta ahora al menos 400 mil personas han hecho desalojad@s de sus viviendas violentamente. No solamente la gente que no puede pagar su deuda está despachada sino que todavía queda cargada de deudas.

Sin embargo se opone resistencia. Cada vez más vecin@s y activistas saben evitar los desahucios en contra de la policia. En algunos lugares la gente desalojada organiza apropriaciones conjuntas de viviendas vacías. Además hay empeños para una ley que regulariza un cabo de deudas y la conservación de viviendas junto a un alquiler dependiente de los incursos de la familia.

El sabado 8 de septiembre miembros de la Plataforma de Afectados por la Hipoteca reportaran sobre su lucha en el Café Trauma (Afföllerwiesen 3a en Marburg).

El derecho de la vivienda para tod@s!

Sabado. 08.09/a las 6/Café Trauma

Bildungsfest 2012

Wir beteiligen uns mit zwei Veranstaltungen am diesjährigen Marburger Bildungsfest

15.06. um 19 Uhr: Blockupy Frankfurt – Ein Erfolg?

Die FAZ titelte nach Blockupy: „Abgetaucht. Frankfurt ist das Reich der Banker. An diesem Wochenende mussten sie es räumen – zum allerersten Mal. Das tut weh.“ Unser Sieg in ihren Worten? Was hat Blockupy gebracht? Was haben wir wirklich erreicht? Was waren unsere Schwächen, was die aufscheinenden Perspektiven? Wie können wir Blockupy zum Anfang machen, und was wäre die Fortsetzung?
Wir wollen gern mit euch Bilanz ziehen, diskutieren, welche Schlüsse wir aus den Protesttagen in Frankfurt ziehen können, welche Fragen sich stellen und wie es weitergehen kann.

16.06. um 16 Uhr: Vergesellschaftung: Wohn- und Lebensräume für alle!

In Marburg steigen die Mietpreise seit Jahren unaufhörlich. Ein kleines Studi-WG-Zimmer ist mittlerweile kaum noch unter 300 Euro zu haben. Und Wohnraum wird auch insgesamt knapper, davon zeugen die jedes Jahr anwachsenden Not-Bettenlager zu Semesterbeginn. Familien oder Menschen mit niedrigem Einkommen haben sich ohnehin schon in die Außenbezirke der Stadt oder in die umliegenden Dörfer „verzogen“.
Eine Möglichkeit, steigende Mieten und die Verdrängung von einkommenschwachen MieterInnen zu stoppen, ist die Forderung, den vorhandenen Wohnraum zu vergesellschaften. Dies wollen wir mit euch diskutieren und gemeinsam Perspektiven für eine menschenwürdige, bedürfnisgerechte Organisierung von Wohnraum in Marburg zu entwerfen, frei nach dem Motto: Besetzen, bewohnen, vergesellschaften!

Außerdem könnt ihr uns am Sonntag, 17.06. auf dem Markt der Möglichkeiten treffen. Das ganze Programm des Bildungsfestes findet ihr hier

David Graeber-Lesekreis: „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“

Hell Yeah,
Got to get this paper,
I‘m down for the caper,
We steady on the grind!
(dead prez)

Die Blockupy-Aktionstage sind mit einer beeindruckenden Demonstration zu Ende gegangen und haben uns mit ihrem teilweisen Erfolg Mut gemacht, dass eine gemeinsame, antikapitalistische Antwort auf die Krise auch in Deutschland möglich ist. Aber zu jeder erfolgreichen Praxis gehört auch eine rebellische Theorie. Daher laden wir alle Interessierten ein, mit uns David Graebers „Schulden. Die ersten 5000 Jahre zu lesen“.
David Graeber ist intellektueller Mitbegründer der Occupy-Bewegung und Anarchist, und lehrt derzeit als Ethnologe in London. In seinem neuen Buch wirft er einen „befreienden“ (FAS) Blick auf die Wurzeln der Schuldenkrise. Schulden sind für ihn ein moralisches Prinzip, das nur die Macht der Herrschenden stützt.
Wir wollen uns mit seiner Kapitalismuskritik beschäftigen und uns die Frage stellen, ob und wenn ja welche Praxis davon ausgehend entwickelt werden kann. Wir freuen uns auf interessante Diskussionen mit euch!
Erstes Treffen:
Donnerstag, 07. Juni, 19 Uhr im Bettenhaus (Emil-Mannkopfstraße 6)
Die Kopiervorlage findet ihr in der Pol-Bib, den Text der ersten Sitzung auch hier.

Protest lässt sich nicht verbieten – Let’s Blockupy Frankfurt!

Die Stadt Frankfurt möchte Blockupy verbieten und gibt damit ein Musterbeispiel, wie die Sparpolitik autoritär durchgesetzt werden soll. Wir sind optimistisch, dass das Verbot vor Gericht keinen Bestand hat. So oder so aber macht es deutlich: Protest gegen Kürzungen und Entdemokratisierung ist jetzt nötiger denn je! Bitte unterzeichnet die Protestnote - und kommt mit uns nach Frankfurt!

Außerdem möchten wir noch einmal auf zwei Veranstaltungen zur Vorbereitung hinweisen:

Am Freitag werden AktivistInnen aus Griechenland, Italien und Spanien nach Marburg kommen, um darüber zu berichten, welche Folgen die Krise und die Sparpolitik in ihren Ländern haben, aber auch, welche Erfahrungen sie mit kollektivem Widerstand gesammelt haben und welche Perspektiven sie für eine solidarische Gesellschaft sehen. Kommt und diskutiert mit: 11. Mai, Hörsaal im CNMS (Deutschhausstraße 12), 20 Uhr.
FB-Event

Am Dienstag darauf, direkt vor den Blockupy-Aktionstagen, treffen wir uns noch einmal, um uns gemeinsam auf die Proteste vorzubereiten. Zu Beginn wird es einen kurzen Überblick über letzte Neuigkeiten und Entwicklungen geben. Danach soll weiter überlegt werden, wie ein gemeinsames Camp für AktivistInnen aus Marburg aussehen kann, bei welchen Aktionen vor Ort ein gemeinsames Vorgehen gewünscht ist und welche Aufgaben wir in Frankfurt übernehmen können, um zum Gelingen der Proteste beizutragen. Auch das Bilden von Bezugsgruppen und eine kurze Übersicht über die eigenen Rechte als DemonstrantIn beim Umgang mit der Polizei sind möglich, falls gewünscht. Darüber hinaus steht natürlich der Raum offen für Fragen und Ergänzungen. Falls ihr bereits eine Bezugsgruppe habt, mit der ihr nach Frankfurt fahrt, sprecht euch bitte möglichst vorher schon ab, an welchem Finger ihr beispielweise bei den Blockaden teilnehmen möchtet, wo eure Grenzen liegen, etc. 15. Mai, DGB-Haus (Bahnhofstraße 6), 18 Uhr.
FB-Event

Eine Übersicht über die geplanten Aktionen und einige der thematischen Finger findet ihr auf blockupy-frankfurt.org/ unter action days.

Veranstaltungen zu Blockupy Frankfurt in Marburg

Das Krisenbündnis Marburg hat eine Vielzahl an Veranstaltungen zur Analyse der europäischen Krisenpolitik, zu demokratischen Alternativen und zur konkreten Vorbereitung auf die Proteste im Mai in Frankfurt vorbereitet. Eine vorläufige Übersicht könnt ihr der Terminbox in der rechten Spalte entnehmen. Besonders hinweisen wollen wir auf die Möglichkeit der Diskussion mit AktivistInnen aus Griechenland, Spanien und Italien, die am 11. Mai im Hörsaal des CNMS (Deutschhausstraße 12) zur Krise in Südeuropa sprechen werden.

Keine Zukunft ohne Solidarität – Junge AktivistInnen aus Südeuropa berichten

Die Zeichen stehen auf Sturm. Der totgesagte Neoliberalismus feiert im Süden Europas ein politisches Comeback. Im Namen der europäischen Stabilität werden Länder wie Griechenland, Spanien und Italien auf Kosten der Bevölkerung kaputt gespart. Dabei spielt Deutschland als stärkste Macht in der EU neben Frankreich eine führende Rolle in der Durchsetzung dieses Angriffs auf die Lebensqualität und die sozialen Rechte der Betroffenen.
Insbesondere junge ArbeiterInnen und Angestellte haben kaum noch eine Chancen auf berufliche und finanzielle Perspektiven. So sind in Griechenland und Spanien die Hälfte und in Italien 30% aller unter 25-jährigen arbeitslos. Eine „europäische Agenda 2020″ soll hier durchgesetzt werden, Arbeiter_innenrechte eingedämmt und der Widerstandswille gebrochen werden. Doch in den Ländern findet ein vielfältiger Widerstand statt. Diesen Kämpfen, den dort gemachten Erfahrungen und den sich daraus ergebenden Perspektiven und Konflikten wollen wir ein Forum bieten und die Möglichkeiten von gelebter Solidarität ausloten. Deshalb haben wir AktivistInnen aus verschiedenen sozialen Kämpfen nach Deutschland eingeladen. Sie erzählen von dem Alltag unter neoliberalem Belagerungszustand, den Protesten auf den Plätzen der Städte, Generalstreiks, Protesten von Studierenden und jungen AktivistInnen, der Verhinderung von Wohnungsräumungen und der Mobilisierung zu den europäischen Aktionstagen in Frankfurt vom 16.-19. Mai.
Griechenland -Haris Triandafilidou (Jugend von SYNASPISMOS – Schwesterpartei der LINKEN) aus Athen
Italien – Shendi Vali (Studentische Aktivistin aus dem linken Netzwerk Unicommon) aus Rom
Spanien – Daniel Nieto Bravo (Teil der Bewegung der „Indignados“, antikapitalistischer Aktivist und Gewerkschaftler) aus Sevilla

Internationaler Frauenkampftag 2012 – die Interventionistische Linke ist dabei

8. März jeden Tag! Für den Feminismus! Die Emanzipation aller Menschen erkämpfen!

Während in den letzten Jahren eine massive sozialstaatliche Umgestaltung vor allem zu Lasten von Frauen* stattfindet, werden in der medialen Öffentlichkeit meist nur „feministische“ Positionen weißer karrierefähiger Frauen* verbreitet, denen der alte Feminismus zu prüde, zu unsexy und zu langweilig scheint. Dadurch wird ein Feminismus formuliert, der für neoliberale Politiken anschlussfähig ist. Vergessen werden dabei all jene (unsichtbar gemachten) Frauen*, die über weniger politische, soziale und kulturelle Ressourcen verfügen. Feminismus als Notwendigkeit gegen neoliberale und konservative „Backlashs“ braucht den Rückblick auf mehr als 100 Jahre soziale Kämpfe, emanzipatorische Bewegungen und kritische Debatten, die immer auch eine Vision einer anderen Gesellschaft entworfen haben. Trotz der Errungenschaften dieser Bewegungen haben die Kämpfe auch heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt – immer noch leisten Frauen* den größten Teil der Reproduktionsarbeit, immer noch werden ungleiche Löhne bezahlt, immer noch ist häusliche Gewalt eine alltägliche Bedrohung,…

Die gesellschaftliche Realität von sozialer Ungleichheit, patriarchalen Unterdrückungsverhältnissen und männlicher Hegemonie zeigt, dass der „historische“ Feminismus nichts von seiner Notwendigkeit verloren hat. Wir wollen anknüpfen an diese feministischen Bewegungen in ihrem Kampf um die Gleichstellung von Frau* und Mann* und gleichzeitig fernab von diesen konstruierten Kategorien Räume für vielfältige Identitäten öffnen. Denn Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität bleiben trotz Aufweichungen im öffentlichen Diskurs entscheidende Strukturelemente in unserer Gesellschaft. Ein 8. März sollte auch die Lebens- und Liebensformen in den Blick nehmen, die nicht in diese heteronormative Matrix passen. In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit all jenen in der Welt, die am 8. März demonstrieren, feiern, streiken, sabotieren und die Verhältnisse zum tanzen bringen.

Aktivitäten in den Städten: (mehr…)

Veranstaltung zum 8.März: Die Care-Seite der Krise

Diskussionsveranstaltung zum internationalen Frauentag

5. März 18.15h Trauma im G-WerkWenn aus der beruflichen Karriere nichts wird, kannst du immer noch zu Hause bleiben und dich um Kinder, Haushalt und Oma kümmern.“ Solche Äußerungen hört Frau trotz über 100 Jahren frauenbewegter Kämpfe und Bewegungen immer noch in ihrem Alltag. Seit neustem werden sie ergänzt durch Aussagen wie, „naja, wenn Oma nicht mehr kann, dann bekommt sie halt eine 24h-Polin zur Unterstützung.“ Dies offenbart, dass Pflege- und Sorgearbeiten (auch Care-Arbeiten genannt) nach wie vor nicht als gesellschaftlich notwendige und komplexe Arbeiten anerkannt werden. Und es offenbaren sich auch globale Ungleichgewichte bei der Erledigung dieser Arbeiten sowie unterschiedliche Möglichkeiten, diese Arbeiten abzudelegieren, je nachdem wie viel das eigene Portemonnaie so hergibt. Eines der Symptome der krisenhaften Entwicklungen sind die sogenannten „Care-Chains“ (Pflegeketten). (mehr…)

Internationale Solidarität gegen das Krisenkommando der Troika-Mächte!

Einladung zur Europäischen Aktionskonferenz
in Frankfurt am Main
vom 24. bis 26. Februar 2012

2011 war ein Jahr, das vieles in Bewegung gesetzt hat:
Inspiriert vom Aufbruch in Nordafrika demonstrierten rund um den Erdball immer wieder Hunderttausende gegen Unterdrückung und die globale Krise des Kapitals.
In Griechenland fand ein Generalstreik nach dem nächsten statt; in Israel zogen riesige Demonstrationen gegen steigende Lebenskosten durch die Straßen, in Spanien kampierten Zehntausende auf den zentralen Plätze, und mit occupy entstand ausgehend von den USA eine weltweite, auch in Deutschland spürbare Bewegung, die zuletzt im Russland Putins und im nigerianischen Generalstreik Resonanzen fand.
Relativ ruhig blieb es bisher in Deutschland: Höchste Zeit, auch hier einen Punkt zu setzen – ein Zeichen der Solidarität mit dem weltweiten Widerstand, ein Zeichen gegen die Troika und ihre Frankfurter und Berliner Dienstherr_innen.
Dazu trafen sich am 22. Januar 250 Aktive aus verschiedenen Netzwerken in Frankfurt und verabredeten sich zu einer europäischen Aktionskonferenz für einen heißen Frühling 2012.

Das sind die Fragen, die wir mit euch allen und unseren Freund_innen, Kolleg_innen und Genoss_innen aus verschiedenen Ländern auf der Aktionskonferenz diskutieren wollen: Wie können wir deutlich machen, dass es so nicht weiter gehen kann? Was können wir tun, damit es so nicht weiter geht? Wie lassen sich Protest und Widerstand gegen das autoritäre Krisenregime von Regierungen, Banken und Konzernen weiterentwickeln? Wie können wir der deutschen Regierung in den Rücken fallen? Wie zu einer transnationalen Organisierung der Bewegungen beitragen? Mit welchen Forderungen wollen wir mobilisieren? Wollen wir die EU demokratisieren oder auflösen? Wie verbinden wir die Kritik am kapitalistischen System mit alltäglichen sozialen Kämpfen? Wie lassen sich Massenhaftigkeit und Entschiedenheit kombinieren?
Es wird mit Workshops, Plena, Arbeitsgruppen, Talksshows und Murmelrunden viel Raum geben, um zu sich zu verständigen, zu planen, zu organisieren. Gehen wir’s an! Lasst uns gemeinsam diskutieren, streiten, weiterdenken, entwickeln wir Neues und lassen wir unseren Worten gemeinsam Taten folgen

Das sind die Aktionsideen, über die wir auf der Konferenz entscheiden wollen:
Nach der Demonstration an der EZB-Baustelle im Rahmen eines europäischen Aktionstags am 31.März wird der 1. Mai ein gemeinsamer Tag des Protests in Solidarität mit Lohnabhängigen, Erwerbslosen und den Kolleg_innen der Gewerkschaften. Ebenfalls am 31. März wird ein europäisches Vorbereitungstreffen in Mailand stattfinden, um die transnationale Koordination rund um die nächsten globalen Aktionstage zwischen dem 12. und 15. Mai 2012 zu intensivieren. An diesen Tagen wird es auch in Deutschland dezentrale, in die weltweiten Aktionen sich einbindende Aktionstage geben. Den Wind der globalen Proteste im Rücken wird es im Mai eine Vielzahl von Aktionen zentral in Frankfurt geben, dazu wird europaweit mobilisiert: Lasst uns das Finanzviertel blockieren wie die Occupistas in Oakland den Hafen. Ziel ist es, mit gleichermaßen massenhaften wie entschiedenen Aktionen ein unübersehbares Zeichen der Solidarität zu setzen. Gemeinsam, entschlossen, solidarisch, erfolgreich! Lasst uns so fruchtbare Bedingungen für einen heißen Herbst setzen, zum Jahrestag von Occupy Wallstreet im September, nach den Banken dann auch direkt gegen die Regierungen!
Über die genauen Termine zwischen dem „global actionday“ und Ende Mai wird auf der Aktionskonferenz entschieden. Ebenso über die Verstetigung der Proteste weit über den Sommer hinaus. Die Aktionskonferenz wird am Freitag, 24.2., um 19.30 Uhr mit einer zentralen Abendveranstaltung beginnen und am Sonntag 13 Uhr mit einem gemeinsamen Plenum enden. Es wird mit Workshops, Plena, Arbeitsgruppen, Talksshows und Murmelrunden viel Raum geben, um sich zu verständigen, zu planen, zu organisieren.

Weitere Informationen zu den Zielen, den EinladerInnen und dem Ablauf der Konferenz findet ihr unter European Resistance. Wir sehen uns in Frankfurt!

Termine: Marburg goes Dresden

WarmUp-Blockade-Banner
» Sa, 21.1. ab 21:00h, Bettenhaus

Soli-Techno-Sause der Gruppe D.i.s.s.i.d.e.n.t.

» Mo, 23.1. um 18:00h, Marburg

Offenes Bündnistreffen im DGB-Haus, Bahnhofsstr. 6

» Sa, 28.1. in Frankfurt

Demo „Staatliche Unterstützung für Nazis beenden – Verfassungsschutz auflösen!“

» Fr, 10.2. um 20:00h, Marburg

Mobilisierungs-Veranstaltung und Vokü, alte Mensa, Reitgasse 11

» Sa, 11.2. um 13:00h, Marburg

Blockade-Training, Radio Unerhört Marburg, Rudolf-Bultmann-Str. 2b

» Do, 16.2. um 20:30h, Marburg

Letzte Informationen zum Naziaufmarsch, Cafe am Grün, Am Grün 26

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Lecker Essen mit politischen Nachschlag!

Vokü am 11. November ab 20h in der alten Mensa

Neuen und alten MarburgerInnen bietet sich am 11. November die Möglichkeit, günstig und in netter Atmosphäre lecker vegetarisch oder vegan zu speisen. Damit ihr nicht nur gut verköstigt werdet, sondern auch der Kopf Nahrung bekommt, sind wir und andere linke Marburger Gruppen mit Infotischen am Start. Dabei haben wir nette Broschüren, Aufkleber, schicke Tragetaschen, unsere aktuellen Flugblätter und vieles mehr. Also nutzt die Gelegenheit, kommt vorbei, sprecht uns an und lernt uns kennen! Wir freuen uns auf viele neue Gesichter!

PS: Die alte Mensa findet ihr, wenn ihr mit dem Oberstadtaufzug in die Oberstadt fahrt, direkt rechts beim Bastelladen vorbei in die Haustür lauft und dann über dem Hof den Essensgerüchen und anderen Menschen folgt! Und falls ihr Bock habt, selbst bei der Vokü aktiv zu werden, schaut mal hier: http://www.vokue-marburg.de

Hundertneunundzwanzig e.V.: Ungehorsam verteidigen

UNGEHORSAM VERTEIDIGEN!

Solidarität mit den Betroffenen von staatlicher Repression
Eine Ein­füh­rung in und über die ak­tu­el­len Er­mitt­lun­gen nach §129 StGB in Sach­sen.

09.11.2011 | 20.30h | Cafè am Grün

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Bunten Hilfe Marburg

Vielen von uns ist der Erfolg der gemeinsamen Blockade des größten europäischen Naziaufmarschs in Dresden am 19.Februar diesen Jahres noch im Gedächtnis. Trotz oder gerade wegen des Erfolgs, dass sich über 20.000 Menschen an den Aktionen zivilen Ungehorsams in Form der Massenblockaden beteiligten, werden seitens der sächsischen Polizei Prozesse nach §129 zur Kriminalisierung des Protestes angestrengt. Der §129 beinhaltet den Vorwurf „der Gründung einer kriminellen Vereinigung“, in diesem Fall werden diejenigen kriminalisiert, die Nazis entschlossen entgegengetreten sind und sich nicht mit symbolischer Distanzierung zu Naziaufmärschen zufrieden geben wollten.
Das macht einmal mehr deutlich, das politische Arbeit nicht am Tag der Aktion endet, sondern sowohl in konkreter Unterstützung der von Kriminalisierung Betroffenen, als auch in der offensiven politischen Bejahung der gemeinamen Aktion zur Verhinderung des Naziaufmarsches, weitergeführt werden muss.

In der Veranstaltung wird sich deswegen diesem oft unterbelichteten Teil linker Politik gewidmet. Dafür eigeladen sind Aktivist_innen der Kampagne Hun­dert­neun­und­zwan­zig eV,die sich mit den ak­tu­el­len Er­mitt­lungs­ver­fah­ren nach Pa­ra­graph 129, der „Bil­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung“, gegen 44 Per­so­nen in und um Dres­den, beschäftigen.
Unter Ein­be­zie­hung des all­ge­mei­nen po­li­ti­schen Kli­mas in Sach­sen und den dar­aus re­sul­tie­ren­den po­li­zei­li­chen Ma­nö­vern, wie der mas­si­ven Funk­zel­len­aus­wer­tung soll zum einen auf den aktuellen Stand der Prozesse eingegangen werden. Zum anderen wird auf die politische Systematik der Kriminalisierungsversuche eingegangen werden die eine Tragweite und Ausstrahlungskraft für die Praxis Linker über Sachsen hinaus besitzt.

Minireihe: Krise. Aufstand. Revolution?

PEDRAM SHAHYAR: DIE REVOLUTION IN ÄGYPTEN

27.10.2011 | 19.00h | Hörsaal im CMNS (Orientzentrum)

In Zusammenarbeit mit attac Marburg

Den arabischen Frühling hatten wohl die wenigsten möglich gehalten. Die Ereignisse haben uns gezeigt, dass das „Ende der Geschichte“ noch lange nicht erreicht ist.

Der arabische Frühling und die Revolution in Ägypten sind seit geraumer Zeit wieder aus der medialen Wahrnehmung verschwunden. Wenn doch etwas berichtet wird sind es negative Schlagzeilen, wie die Angriffe auf die israelische Botschaft, harte Urteile gegen Kritiker des Militärs oder Tote bei Demonstrationen. Unsicherheit kommt auf, ob die Revolution nicht vor allem den reaktionären Kräften wie Militär und islamistischen Gruppierungen genutzt hat. Eine Einschätzung wie die Kräfteverhältnisse in dem Land tatsächlich aussehen fällt vielen schwer.

Wir haben Pedram Shahyar eingeladen um mit ihm über die Ereignisse zu diskutieren. Pedram war mehrere Male in Ägypten und hat dort mittlerweile viele Kontakte mit Aktivist_innen vor Ort.

Wie ist es überhaupt zu den Ereignissen in Ägypten gekommen und was ist aus dem „spontanen Kommunismus“ auf Kairos Strassen geworden? Was machen die Stadtteilkommitees jetzt? Was bedeuten die Ereignisse für die Situation der Frauen? Wie gehen die Aktivist_innen mit der wachsenden Repression durch das Militär um? Welche Perspektiven haben linke und andere fortschrittliche Kräfte?

KARL HEINZ ROTH: DAS MULTIVERSUM

Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven
Band 2 des Projekts
„Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven“

31.10.2011 | 20.00h | Hörsaal im CMNS (Orientzentrum)

Im ersten Band des Projekts „Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven“ stand die globalen Krise von 2007ff. im Zentrum der Analyse. Im zweiten Band kehrt Karl Heinz Roth die Perspektive um und zeigt, dass aus der Systemkrise ein vielschichtiges Multiversum der Unterklassen hervorgeht, das in der Lage sein könnte, auf das Krisenmanagement der herrschenden Eliten selbstbestimmt zu antworten. Jetzt werden die globalen Proletarisierungsprozesse, die den vergangenen Zyklus mitprägten, daraufhin untersucht, was auf die unteren Klassen weltweit zukommt. Auf die Betrachtung des Multiversums der Eigentumslosen folgt die Analyse möglicher Varianten der Krisenüberwindung im Spannungsfeld von Multiversum und Kapital.

Schließlich widmet sich Roth den Umrissen einer konkreten Utopie. Dabei fokussiert er den Blick auf einige konzeptionelle und praktisch-politische Handlungsfelder, aus denen ein neuer Kompass zur globalen Durchsetzung von sozialer Selbstbestimmung entstehen könnte. Es geht also um nichts weniger als die Umrisse einer alternativen Krisenüberwindung, die in einen globalen Transformationsprozess einmünden könnte. Zum anderen arbeitet Roth die Herausforderungen der aktuellen Entwicklungstendenzen der globalen Arbeitsverhältnisse an die Theorie heraus und entwickelt erste Hypothesen für eine über Marx hinausgehende Synthese von Arbeitsgeschichte und Kritik der politischen Ökonomie der Arbeit.

Studi VV gegen den Naziaufmarsch in Giessen am 5.7. nicht am 4.7.!

Fälschlicherweise haben wir den 4.7. als Termin für die VV verbreitet. Das ganze findet jedoch Dienstag, den 5.7. 20.00h im Hörsaal H statt!

Infos und Aktionstraining für Blockdorf

Don‘t miss:

Aktionstraining: Samstag 4. Juni, 12 Uhr im Gebäude von Radio Unerhört in der Rudolf-Bultmann-Str. 2b.
Info-Veranstaltung: Dienstag 7. Juni, 19 Uhr im zentralen Hörsaalgebäude, zusammen mit dem Anti-Atom-Plenum und allen Infos zu den Blockaden der Anti-AKW-Bewegung.

8.Mai Stadtrundgang zu Verfolgung und antifaschistischem Widerstand in Marburg

  • 14.00 Uhr: Stadtrundgang, Treffpunkt vor dem Bettenhaus, Emil-Mannkopf-Straße 6
  • Ab 16.00 Uhr: Feier im Garten des Bettenhauses (Bei schlechtem Wetter im Foyer)
  • Stadtrundgang zu Verfolgung und antifaschistischem Widerstand in Marburg

    Am 28. März 1945 wurde Marburg kampflos von den amerikanischen Streitkräften erobert, am 8. Mai 1945 kapitulierte das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg endete in Europa. Damit endeten zwölf Jahre des nationalsozialistischen Terrors, der unzählige Opfer gefordert hatte. (mehr…)

    Auf ein Neues: Mahnwache gegen Atomkraft

    wie jeden Montag 18.00h Elisabeth-Blochmann-Platz

    Zwei Flyer und eine Demo

    Gut erholt von der erfolgreichen Blockade des Naziaufmarschs in Dresden und nach längerer Sendepause melden wir uns mal wieder mit zwei Texten zu Wort.

    Anlässlich des 8. März fragen wir uns: 100 Jahre internationaler Frauentag – Ein Grund zum Feiern? In unserem zweiten Flyer versuchen wir, einen kurzen Überblick über die derzeitige Repression gegen soziale Bewegungen in Marburg zu geben und diese in einen größeren Kontext einzuordnen.

    Außerdem möchten wir euch ganz herzlich einladen, gemeinsam mit uns den internationalen Frauenkampftag mit einer kraftvollen Demo in Marburg zu begehen. Gemeinsam mit einem Bündnis feministischer, linker, antifaschistischer Gruppen und Initiativen rufen wir auf:

    Heraus zum 100. Frauenkampftag!

    Frauenkampftag-DEMO – 08.03.2011 – 18 Uhr – Elisabeth-Blochmann-Platz – Marburg

    Den Demoaufruf findet ihr auf der Seite von Pro Choice Marburg, am Sonntag, 06.03. findet um 16.30 Uhr noch eine Infoveranstaltung im Rahmen des Antifa-Cafès im Havanna8 statt.

    Weitere Veranstaltungen zu Dresden 2011

    Weiterhin könnt ihr Busfahrkarten zu den Gegenaktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 19.02. in Dresden im Antiquariat Roter Stern für 15/20 EUR kaufen. Informationen könnt ihr morgen, 06.02 ab 16.30 Uhr im Rahmen des Antifa-Cafès im Havanna8 bekommen. Auch während der Vokü in der Alten Mensa am 11.02. werden wir ab 20.00 Uhr mit einem Infostand präsent und ansprechbar sein. Letzte Informationen gibt es dann am 17.02. ab 20.30 Uhr im Cafè am Grün (gemeinsam mit dem SDS.Marburg).

    Nazis blockieren – Opfermythen und Extremismusquatsch bekämpfen!

    Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 19.02. in Dresden

    Wie im vergangenen Jahr werden wir auch dieses Jahr wieder nach Dresden fahren, um den bedeutendsten Naziaufmarsch Deutschlands zu blockieren. Den von uns unterstützten Aufruf des Antifabündnisses „no pasaran!“ findet ihr hier.

    Tickets für Busse aus Marburg zu den Gegenaktionen könnt ihr im Antiquariat Roter Stern für 20 Euro (VollzahlerIn) bzw. 15 Euro (Sozialtarif) kaufen.

    Außerdem bieten wir eine Info- und Mobilisierungsveranstaltung am 1. Februar um 20.30 Uhr im Café am Grün sowie ein Aktionstraining am 4. Februar von 11.00-17.00 Uhr im Radio Unerhört an. Auch im Rahmen des Antifacafés im Havanna8 am 6. Februar um 16.30 Uhr werden wir über die geplanten Gegenaktivitäten informieren. Eine weitere Infoveranstaltung mit letzten Informationen ist für die Tage vor dem 19. geplant, weitere Details werden wir so schnell wie möglich veröffentlichen.

    Wir hoffen, dass sich viele von euch entschließen, mit nach Dresden zu fahren und den Naziaufmarsch zur Geschichte zu machen!

    Gegen deutsche Opfermythen – gegen Extremismusquatsch
    Gemeinsam den Nazi-Aufmarsch in Dresden blockieren – no pasarán!

    „Caring For Communism“ – Workshop zu Arbeit und Reproduktion beim …umsGanze!-Kongress

    | Samstag, 4.12.2010 | 12.30h – 14.00h | Workshop-Phase II |
    | Workshop: „Arbeit und Reproduktion“ mit Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. |

    Die Weltwirtschaftskrise offenbart eine tiefgehende Störung der kapitalistischen Produktionsweise und ihres gegenwärtigen Akkumulationregimes. Dass mit der unmittelbaren Produktionssphäre auch eine spezifische Reproduktionsphäre verbunden ist, wird in der radikalen Linken zwar kaum geleugnet, doch findet dieser Aspekt der kapitalistischen Verwertung menschlichen Lebens kaum Eingang in die eigene kritische Analyse. Dabei ist es gerade diese Sphärentrennung, die noch immer unabdingbar für den Produktionsablauf ist. Wir denken deshalb, dass Lohnarbeit nur im Zusammenhang mit reproduktiver Arbeit gültig zu analysieren ist. Die gegenwärtige Krise verdeutlicht auch eine Reproduktionskrise, und wirft die Frage nach einer radikalen gesellschaftlichen Neuorganisation anhand menschlicher Bedürfnisse auf. Eine Kapitalismuskritik, der es ums Ganze geht, darf nicht blind sein für das Verhältnis von Geschlecht und (Re-)Produktion, das sämtliche Sphären der bürgerlichen Gesellschaft – wie auch Nationalstaat und Recht – durchdringt. Ohne eine kritische Analyse dieses Verhältnisses kann eine kommunistische Gesellschaft nicht gedacht und erst recht nicht möglich gemacht werden.