Archiv der Kategorie 'Veranstaltung'

Kundgebung gegen Afd und Rheinfranken am 3. Juni – Das gleiche Paar Schuhe

Die Marburger Burschenschaft Rheinfranken hat Sven Tritschler, einen der Bundesvorsitzenden der Jungen Alternative (JA), für einen Vortrag am 03.06.2016 auf ihr Verbindungshaus eingeladen.
Gleiches Paar Schuhe
Die JA ist die Jugendorganisation der AfD, über deren „Wandel von Lucke zu Petry“ Tritschler referieren will. Seine Gastgeber, die Rheinfranken, gehören zum extrem rechten Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB). (mehr…)

VA: Queer Kurds: Die kurdische LGBTI-Bewegung am 25. Februar

Wir möchten auf eine interessante Veranstaltung der Kurdistan-Soli-Gruppe in Marburg hinweisen:

Queer Kurds: Die kurdische LGBTI-Bewegung
Mittwoch, 25. Februar um 20:30 Uhr
Cafe am Grün Marburg / Am Grün 28

Kurdische LGBTI-Bewegung

Innerhalb des nunmehr seit Jahrzehnten schwelenden Konflikts zwischen der türkischen Regierung und der kurdischen Freiheitsbewegung entwickelte sich dort eine aufstrebende Protestbewegung, die sich u.a. für die Rechte und die Wahrnehmung von Lebensweisen von LGBT-Menschen einsetzt. Diese kurdischen LGBT-Aktivist*innen finden sich in einer vielleicht ganz besonderen Situation wieder: Sie sind eine Minderheit innerhalb der Minderheit und führen einen doppelten Kampf gegen sexuelle und ethnische Diskriminierung in zwei Gesellschaften gleichzeitig. (mehr…)

Veranstaltung: Kampf um Kobanê, Ausnahmezustand in der Türkei

Seit Juli wird die kurdische Stadt Kobane vom sogenannten Islamischen Staat belagert. Ein Versuch kurdischer Selbstverwaltung, der sich im Laufe des syrischen Bürgerkrieges konstituiert hatte, steht damit seit Monaten auf dem Spiel. Anfang Oktober gelang es den Kämpfern des IS auf das Stadtgebiet von Kobane vorzudringen ? obwohl die Anti-IS-Koalition unterschiedliche Infrastruktur und Stellungen des IS bombardiert hatte, wurde die internationale Unterstützung von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) vor Ort als nicht ausreichend angesehen. Im Zentrum der kurdischen Kritik standen allerdings nicht die USA oder die internationale Anti-IS-Koalition, sondern die Türkei, welche durch ihre Grenze zu Syrien unmittelbar an die drei kurdischen Kantonen in Syrien und damit auch an Kobane liegt.

Die Türkei verweigerte über Monate nicht nur logistische oder militärische Unterstützung für die YPG (Volksverteidigungskräfte der kurdischen Bewegung in Rojava), vielmehr half sie direkt dem IS ? durch den Transfer von salafistischen Kämpfern, Versorgungsgütern und Waffen. Die Proteste gegen diese Unterstützung des IS haben sich nun in Aufstände entwickelt. Aber der türkische Staat versucht nun wiederum diese niederzuschlagen. Nicht nur mit Hilfe der Polizei, sondern eben auch mit islamistische Gruppen und türkische Faschisten, zum Teil unter den Augen der Polizei. Allein in einer Protestnacht gab es mindestens 18 Tote ? mehr als während der Monate andauernden Gezi Revolte und Ausgangssperren wurden verhängt sowie vom Militär durchgesetzt. Bereits vor seinem Vordringen nach Kobane hatte der IS im Raum Sindshar (Irak) die kurdische Jesiden aus ihren Dörfern vertrieben, viele Hingerichtet. Obwohl viele von Kämpfern der PKK vor ihrem Tod durch Verdurstung aus dem Gebirge oder ihrer Hinrichtung durch den IS gerettet werden konnten, bleibt die Gefahr von Massakern oder gar eines Genozids durch den IS bestehen ? auch in Kobane. Die de facto Unterstützung des IS durch die AKP-Regierung und die Niederschlagung der Solidaritätskundgebungen mit dem Widerstand in Kobane gefährdet nicht zuletzt den laufenden Verhandlungsprozess zwischen AKP und PKK. Im Angesicht des von der AKP zumindest billigend in Kauf genommenen drohenden Völkermordes an Kurden im Irak und Syrien durch den IS wird eine Rückkehr des türkisch-kurdischen Bürgerkriegs auch in der Türkei wahrscheinlich.

Was sind die jüngsten Entwicklungen der Lage? Welche Interessen haben die Türkei, welche die westlichen Staaten? Was kann „der Westen“, d.h.
was können wir tun?

Veranstaltet von der Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t., und dem Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK) Marburg, mit Murat Cakır (RLS Hessen)

Hier der Facebooklink zur Veranstaltung

Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am 2. August blockieren! Info- und Mobi-VA in Marburg am 29. Juli!

love2block

Auch dieses Jahr rufen Neonazis, vor allem aus dem norddeutschen Raum, zum „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf am 2. August auf. Bei diesem geschichtsrevisionistische Aufmarsch, werden sie erneut versuchen Täter*innen zu Opfern um zu deuten und ihr nationalistisches, rassistisches Gedankengut zu verbreiten.

Ein breites Bündnis ruft deshalb zur Blockade des Aufmarsches auf. Einige Menschen aus Marburg würden sich gerne daran beteiligen und
zusammen nach Bad Nennendorf fahren.

In diesem Zusammenhang soll es am Dienstag um 20.00 Uhr im DGB-Haus (Bahnhofstraße 6) eine Info- und Mobiveranstaltung geben. Dort wird es einen Bericht über die Historie des Aufmarsches und aktuelle Informationen zur Struktur und Lage vor Ort geben, sowie die Möglichkeit der Absprache zur gemeinsamen Anreise.

Den Aufruf und weitere Informationen findet ihr hier:
http://badnenndorf-blockieren.mobi/

Falls ihr Fragen zu Anreisemöglichkeiten und Sonstigem habt, schreibt uns gerne eine Mail .
Wir sehen uns in Bad Nenndorf. love2block!

Podcast_Decolonize your city _Noa Ha

Der Vortrag von Noa Ha „Decolonize your city. Prozesse von Rassifierung im Kontext neoliberaler Stadtproduktion“ ist jetzt auch online. Das ganze könnt ihr euch hier herunterladen oder hier direkt anhören:

https://soundcloud.com/gruppe_dissident/decolonize-your-city-noa-ha

[Sprache: deutsch]

Noa Ha wir auch auf dem diesjährigen BUKO sein, der Ende dieser Woche in Leipzig unter dem Motto „Alle oder nirgends“ stattfindet.

Domestic Utopias – Feministische Wohnutopien der Moderne revisited – Zeit und Ort stehen fest

Zeit und Ort für unsere Veranstaltung mit Felicita Reuschling am 19. Mai stehen endlich fest: 20 Uhr im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14 im Raum +2/0090!

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Hier nochmal der Ankündigungstext:
Das Bild der Revolution war in der Arbeiterbewegung traditionell auf Öffentlichkeit und die Aneignung von zuvor privatisierten industriellen Produktionsmitteln gerichtet. Der Organisation der Lebensform wurde weniger Beachtung geschenkt. Demgegenüber wird der Input – anknüpfend an die Ausstellung »Domestic Utopias« – Konzepte aus dem 20. Jahrhundert für eine »grand domestic revolution« vorstellen.
Im Anschluss an den Input zu den vorwiegend historischen Beispielen gibt es Gelegenheit aktuelle Wünsche und Erfahrungen mit Wohnutopien dazu in ein Verhältnis zu stellen. Was erscheint veraltet oder futuristisch und in welchem Kontext werden heute feministische Wohnutopien diskutiert?

Veranstaltungsreihe: „Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die umkämpfte Stadt.“

„Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die
umkämpfte Stadt.“

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Wer wohnt wo, und was wird wo verkauft? Wer kann sich wo in der Stadt
frei aufhalten? Was lächelt dich da vom nächsten Werbeplakat an? Was hat
es eigentlich mit diesem „Recht auf Stadt“ auf sich, von dem immer alle
reden? Für wen und von wem wird dieses Recht erstritten? Und was haben
zum Beispiel die Kämpfe der Refugees auf dem Berliner Oranienplatz mit
Widerstand gegen Zwangsräumungen und mit sozialen Zentren zu tun? Indem
wir uns und euch diese Fragen stellen, wollen wir die immer lauter
werdende Forderung nach einem Recht auf eine Stadt für alle mit anderen
emanzipatorischen Bewegungen und Kämpfen verknüpfen. Es geht dabei um
Rückaneignungen und selbstbestimmte Gestaltung von Räumen, die ansonsten
kapitalistisch verwertet und nach sexistischen und rassistischen Normen
vereinheitlicht werden. So schauen wir etwa auf historische Formen des
Widerstands in Marburg, setzen uns mit postkolonialen Perspektiven auf
Stadt auseinander, fragen nach feministischen Wohn-Utopien und basteln
selber an der bunteren Stadt von morgen.

Hier gibt es das Programm inklusive Ankündigungstexte zu den einzelnen
Veranstaltungen:

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Caring for Comunism!

[los geht’s: Samstag 15.03.14//17h//Franz- Mehring- Platz 1]

Im Rahmen unserer Aktivitäten auf der Care- Revolution Aktionskonferenz in Berlin mobilisieren wir zu einer öffentlichen Aktion: kommt vorbei & macht mit!
Am Samstag den 15.März 2014 wollen wir mit einem großen, kreativen Care-Mob den Kiez rund um das Aktionskonferenzgeschehen unsicher machen und unsere Forderungen und unser Begehren in die Öffentlichkeit tragen!

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Workshop: ‚Caring for Communism‘

Am kommenden Montag, den 24.2. veranstalten wir ab 17:30h in der Rakete im Bettenhaus unseren Workshop ‚Caring for Communism‘. Wir wollen pünktlich anfangen!

care-mob-foto

Hier der Ankünigungs-Text:

„Wir befassen uns im Workshop mit der häufig unsichtbaren Seite von Arbeit – auch Care-Arbeit, Reproduktionsarbeit oder Sorgearbeit genannt. Wir alle machen diese Arbeit täglich – im Zeichen neoliberaler Sparpolitiken unter zunehmend prekären Bedingungen. Wir begreifen Care-Arbeit als gesellschaftliches Aushandlungsfeld, auf dem entlang sozialer Ungleichheiten („race, class, gender“) Bedürfnisse ausgehandelt und Abhängigkeiten (re-)produziert werden. Im Workshop wird es darum gehen gemeinsam zu erarbeiten, was Care-Arbeit eigentlich ist, wo sie uns wie in unserem Alltag beschäftigt und wie sie organisiert wird. Ziel ist es erste Ansatzpunkte und Alternativen linker Praxis und Intervention zu finden. Wie können wir Care jenseits von Staat und Kapital organisieren? Wie aktiv werden?“

Das ganze findet im Rahmen diverser Veranstaltungen in Marburg rund um den Frauen*-Kampftag am 8.März statt. Achtet auf weitere Ankündigungen!

Soziale Reproduktion in der Krise – CaRevolution als Perspektive

Mitte März findet in Berlin die Care Revolution Aktionskonferenz statt. Mit dabei sind einige Gruppen aus der IL, die zum Thema QueerFeminismus und Care arbeiten. Auf der Konferenz wird es unter anderem einen gemeinsamen Workshop zum Thema Care auf die Straße tragen! Oder: Wie kann aus unsichtbarer Arbeit sichtbaren Protest werden? mehr Infos. Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

For more information about the actionconference in english, please press here.

Para leer sobre la conferencia en español, empuje aquí porfa.

(T)Raumklinik bleibt stabil und geht weiter!

Nach Hausbesetzung, Räumung und fettem inhaltlichen Programm geht die praktische Beantwortung der Frage „Wem gehört die Stadt?“ weiter.

(T)Raumklinik

Bei einem Nachbereitungs-Grillen soll es die Möglichkeit geben, in entspannter Atmosphäre Erfahrungen auszutauschen. Beginn ist am Dienstag, 6. August., 18:00 Uhr im Bettenhausgarten.

Weiter gehts mit einem Treffen, auf dem weitere Schritte und Aktionen beraten werden, aber auch ein Umgang mit den Strafanzeigen der Unileitung gefunden werden soll. Donnerstag, 8. August, um 20:30 Uhr im Cafe am Grün.

Blockupy / Care-Mob – Info-Veranstaltung

Let’s care! Let’s blockupy! – feministisch!

superheldinWenn von ‚der Krise‘ die Rede ist, wird oft über Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Akkumulationskrise, Euro-Krise und seit Neuestem von der Vielfach-Krise geredet. Gegen deren vorherrschende Bewältigungsstrategien formiert sich dabei zunehmend auch internationaler Widerstand. Blockupy möchte in diesem Rahmen ein Teil dieser Bewegungen sein – ein Kristallaktionspunkt für (internationale) Vernetzung, Austausch und direktem Eingriff in den kapitalistischen Normalbetrieb.

Zusammen mit euch wollen wir diesen Normalbetrieb stören, unsere Kritik jedoch nicht allein auf vermeintliche Machtzentren fokussieren, sondern die Arbeiten und Bedürfnisse in den Fokus rücken, die für uns ein Zusammenleben erst möglich machen.
Selbige werden im Kapitalismus und Patriarchat jedoch zugunsten von Produktionsarbeit permanent abgewertet, kostengünstig an Frauen* deligiert, ins Private geschoben und unsichtbar gemacht: Uns geht es ums „Fürsorgen, Besorgen, Umsorgen, Entsorgen, Versorgen“ – kurz: Care-Arbeit – früher meist Reproduktionsarbeit genannt.
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Krise – Kritik – Alternativen

VA Sablowski

26.04 | 18 Uhr | CNMS – Deutschhausstraße 12 | Marburg

Veranstaltung mit Thomas Sablowski

„Am 1.Mai 2013 sind alle aufrechten Deutschen dazu aufgerufen, ein machtvolles Zeichen gegen Euro und Großkapital zu setzen.In Frankfurt am Main sitzt mit der Europäischen Zentralbank (EZB) eine der Hauptinstitutionen des politischen Systems und damit eines der Krebsgeschwüre unserer Zeit.“

Aha. So sieht man das also bei der NPD, und deswegen will man am 1. Mai in Frankfurt demonstrieren. Zentralbank und Währung sind schlecht, weil sie europäisch sind und nicht mehr national. Die EZB ist böse, weil sie über die Geldmengenregulierung Geld aus dem Nichts schafft und so Inflation produziert. Darunter leiden die „Völker“. Als hätten nicht schon Reichs- und Bundesbank genauso gearbeitet wie heute die EZB. Was die Leserin jetzt hoffentlich nicht überrascht: In der Analyse der NPD kommen zwar irgendwie wichtige Begriffe vor — Geld, Leitzins, Schulden
usw. — das Ergebnis dieses Assoziationspuzzles fällt aber sehr dümmlich aus. Entsprechend gefährlich sind die politischen Schlussfolgerungen: der übliche Fascho-Quatsch. Grund genug, sich am 1. Mai an der Verhinderung der NPD-Aktion zu beteiligen.

Nur ist damit nicht ausgemacht, wie man denn klüger über die Bedeutung des Euro, die Politik der EZB und die globale Krise redet, die uns inzwischen auch schon über fünf Jahre begleitet. Erst Banken- und Finanzkrise, dann plötzlich allüberall Staatseingriffe in den zuvor heilig gesprochenen „freien Markt“, jetzt eine Staatsschuldenkrise nach
der anderen. Immer dabei: die arroganten TechnokratInnen aus Berlin, Frankfurt, Brüssel und Washington, die den Anderen erklären, welche Teile der öffentlichen Infrastruktur sie verticken sollen, welche Maßnahmen dazu dienen, das Arbeitsrecht zu schleifen, welche Löhne und Sozialleistungen dringend gekürzt werden müssen. Und dann gibt es noch die, die auf einen großen Geldhaufen geboren wurden, und es offenbar für ihr Geburtsrecht halten, dass dieser Haufen immer größer wird. Überall: in Deutschland, in Griechenland, in Italien, in allen Ländern dieser Erde sitzen sie und können tatsächlich zugucken, wie der Haufen wächst.

/Abschaffen, abschaffen?, abschaffen!/

Hat da der Teufel hingeschissen, oder wie funktioniert das? Wie hängen die verschiedenen Seiten und Etappen der Krise miteinander zusammen? Was ist davon zu halten, wenn das, was wir da beobachten, als „strukturell bedingte Krise des Kapitalismus“ bezeichnet wird? Und wenn da was dran ist: Ist es dann überhaupt gerechtfertigt, das Handeln der herrschenden Klasse zu kritisieren, oder können die und EZB, IWF und Bundesregierung auch für alles nix? Oder verhält es sich andersrum, und wir haben es mit einem Zombie namens „deutscher Imperialismus“ zu tun? Haben nicht
zuletzt vielleicht die „schönen Seelen“ Recht, die uns erklären, dass eine Kritik an dem Handeln einzelner Akteure unterkomplex und verkürzt, somit politisch verwerflich und letztlich ohnehin strukturell antisemitisch ist? Wie kann eine zeitgemäße Analyse und Kritik der jüngsten Transformationen des Kapitalismus aussehen, die fernab von Verkürzungen und der Produktion von Illusionen die Perspektive des politischen Handelns einnimmt?

Wichtige Fragen, schließlich wollen sich ab dem 30. Mai die plüschophilen Völkervermischer, die Internationalistinnen und Kosmoproleten, die Gewerkschafterinnen und attacies in Frankfurt versammeln, um vor der EZB die Zelte des Protestes aufzuschlagen. Ist das sinnvoll? Können sie gar einen Beitrag leisten zur Verkürzung des Kapitalismus?

Nazikundgebung am 1.Mai in Frankfurt/Main verhindern

Am 1. Mai 2013 will die NPD unter dem Motto »Raus aus dem Euro—Gegen Euro und Großkapital« eine Kundgebung an der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main abhalten. Das wollen wir gemeinsam mit vielen anderen verhindern. Zum einen, weil wir Neo-Nazis keinen Raum für ihre menschenverachtende Propaganda lassen wollen; zum anderen, weil wir uns als Teil des Blockupy-Bündnisses für eine linke und emazipatorische Kritik an europäischer Krisen-Politik einsetzen – dazu gehört die unbedingte Solidarität mit den Betroffenen der exzessiven „Spar“-Politik und das konsequente Angehen gegen rassistische Hetze, die sich bei der NPD genauso wie in der Bild-Zeitung und anderen deutschen Medien findet.

Gemeinsam mit den Genoss_innen von LISA:2 und der AG5 mobilisieren wir von Marburg aus und rufen zu einer antifaschistischen Zuganfahrt am 01. Mai von Marburg nach Frankfurt auf. Die Abfahrtzeit wird in Kürze bekannt gegeben. Achtet auf weitere Infos!

Mehr Informationen gibt es auf der Mobilisierungsveranstaltung am Dienstag, den 16.04 um 20:30h im Cafe am Grün. Davor wird es ab 20:15h eine KüFa (Küche für Alle) geben, mit gut gefülltem Magen hört es sich ja meist besser zu.

Wer sich intensiver auf die Aktion vorbereiten möchte, z.B. weil mensch noch nie oder lange nicht mehr auf Aktionen war, sollte am 27.04. zum Aktionstraining mit Skills for Action kommen. Los geht es um 15h beim Radio RUM (Rudolf-Bultmann-Str. 2b), Ende ist gegen 19h.

Und am 26.4. wird es noch eine inhaltliche Veranstaltung zu regressiver und rechter Krisenpolitik mit Thomas Sablowski geben. Hier sind wir noch in den Planung, ein ausführlicher Veranstaltungshinweis folgt in Kürze.

Die Termine findet ihr auch alle noch mal auf dem Flyer, den ihr gerne weiter verbreiten könnt.

Wenn ihr euch ein Bild über die bisherige Mobilisierungen machen wollt, bieten sich die folgenden Webseiten an:
Bündnis Frankfurt Nazifrei
Linksradikales Bündnis Stürmische Zeiten
Aufruf des Internationalistisches Aktionsbündnis FFM
Aufruf von No Troika FFM

Gegenprogramm zur EuroFinanceWeek

Frankfurt im November 2012: die EuroFinanceWeek (EFW), das „größte Branchentreffen von Finanz- und Versicherungsindustrie in Europa“ in der Global City Frankfurt am Main lief 14 Jahre relativ unbeobachtet durch Linke und KapitalismuskritikerInnen. Namen großer Player stehen auch in diesem Jahr auf der Redeliste: EZB-Chef Draghi, Asmussen (EZB), Fitschen (Deutsche Bank), Blessing (Commerzbank), Francioni (Börse Ffm) und last but not least Finanzminister Schäuble und Hessens Ministerpräsident Bouffier als „Schirmherren“ der Woche (vom 19.-23.11.2012).
Zugang zu einer dieser Veranstaltungen hat nur, wer eine persönliche Einladung vorweisen – oder sich mindestens 800.- Euro als Eintrittspreis für eine Tagesveranstaltung leisten kann. Exklusivität ist in der Finanzwelt also ausdrücklich erwünscht.

Nach Blockupy 2012 und M 31 steht erneut ein Gegenprogramm zur Propaganda der Herrschenden auf der Agenda.
Mit einer Aktionswoche wenden sich das No-Troika Bündnis Rhein-Main und Blockupy Frankfurt gegen die Legitimierung der autoritären EU-Krisenpolitik durch die ökonomischen und politischen Eliten. Mit einem „time to say good bye“ werden am 19.11. die
KonferenzteilnehmerInnen an der Messe begrüßt werden:

EuroFinanceWeek – das soll Geschichte sein!

19.11. ab 8:30h: Kongresszentrum Messe: „Begrüßung“ der EFW-TeilnehmerInnen – „Time to say good bye“

19.11. 19:30h: Jügelhaus, Campus Bockenheim: Krise – welche Krise? mit Thomas Seibert und VerteterInnen von ver.di, dem Netzwerk „Wem gehört die Stadt?“ Frankfurt und Menschen aus den Bürgerinitiativen gegen die Flughafenerweiterung

20.11. ab 15:00h: IHK am Börsenplatz 4: „Belagernde Kundgebung“ vor dem Immobilien-Kolloquium der EFW

21.11. 19:30h: Jügelhaus, Campus Bockenheim: Protestzone Terminal – Flughagenerweiterung
und Abschiebedrehkreuz

22.11. 19:30h DGB-Jugendclub, Wilh.-Leuschner-Str. 69-77: Aus den Innern der Türme – Wer arbeitet was und welchen Bedingungen in den „Global Banks“?

23.11. 18:00h: Hbf. Ffm zur Alten Oper: Demonstration „In Ruhe dinner is‘ nicht mehr!“
Solidarität gegen Standortkonkurrenz und Spardiktat – weltweit.

Weitere Infos bei NoTroika

Soliparty für den Refugee Protest March

Am 19. März 2012 begannen Flüchtlinge in Würzburg eine neue Ära des Protestes gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen und das miserable Asylrecht in Deutschland.“ (refugeetentaction.net). Seit dem hat sich Einiges getan. Ein Teil der Refugees hat die unglaubliche Strecke von über 600 km zu Fuß zurückgelegt und am Oranienplatz in Berlin ein Protestcamp eröffnet. Mit ihren Aktionen widersetzen sich die Refugees den diskriminierenden Aufenthaltsgesetzen der Bundesrepublik, welche bspw. für Asylbewerber*inne
n eine verpflichtende Unterbringung in Lagern und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch die sogenannte Residenzpflicht verordnen. Mittlerweile haben sich Refugees und Unterstützer*innen aus ganz Europa den Protesten angeschlossen. Auch Frankfurt wurde am 20.10. ein Protestcamp an der Hauptwache eingerichtet. Wintereinbruch, anhaltende Polizeigewalt sowie die Streichung der Asylleistungen erschweren derzeit die Proteste. Daher möchten wir die Protestierenden mit dem Erlös der Soli-Party finanziell unterstützen. Das gesammelte Geld soll zur einen Hälfte an den Flüchtlingsprotest Hessen und zur anderen an die Geflüchteten vom Refugee Protest March gehen.

MUSIK:

In_stereonuts (feminismusic / MR)

Violet line (Kuschelmobpunkrock / MR)

Los Maldita Sea (Ritmo Fino, tropical bass / cumbia digital
/Schloßkeller DA/ Kolumbien&Venezuela)

k.f.e.t. (minimal/techno)

Beginn 19 Uhr Vortrag, 21 Uhr Konzertbeginn, 23 Uhr Party

5-10 Euro für alles, 3-7 Euro für nur Party

See also NoBorderMarburg

Nazis, Burschis und Nationalsymbole natürlich unerwünscht

Erasmus-Widerstandstreffen|Erasmus: Europe in Crisis – Meeting|Encuentro de Erasmus en resistencia

Der Kapitalismus ist die Krise!

Die Eurozone steckt in einer tiefen Krise. In allen Ländern Europas werden zur Krisenbewältigung Strukturanpassungsprogramme erstellt und Sparpakete geschnürt. Nicht selten enthalten diese Generalangriff auf Löhne, ArbeitnehmerInnenrechte, Gewerkschaften, den Sozialstaat und letztendlich auf die Demokratie. Dagegen formiert sich Widerstand. Ob in Griechenland, Spanien oder Portugal. Weltweit und in Europa gehen die Menschen auf die Straßen und Plätze und zeigen ihren Unmut gegenüber der herrschenden Politik. Auch in Deutschland gab es mit der versuchten Blockade des Frankfurter Bankenviertels sowie mit Demonstrationen, mehrere Aktionen gegen die herrschende Krisenpolitik.
Um sich international zu vernetzen, sowie von Erfahrungen aus anderen Ländern lernen zu können, laden wir euch ganz herzlich zu einem Erasmus-Widerstandstreffen ein. Wir würden uns freuen mit euch über die Situation in euren Ländern zu unterhalten und Erfahrungen über Aktionen und Proteste gegen die herrschende Politik auszutauschen. Natürlich sind auch alle anderen Internationals, sowie Menschen aus anderen Zusammenhängen als den aktuellen Krisenprotesten herzlich Willkommen.

Montag | 05.11 | 20h | Baari Bar im Cafe Trauma

Capitalism is the Crisis!

The Eurozone is in a deep crisis. In all European countries the governments try to overcome the crisis with structural adjustment programs and austerity packages. Mostly this contains attacks on worker’s rights, trade unions, the welfare state and ultimately democracy – and resistance forms up against this, as well as in Greece, Spain or Portugal. In whole Europe people take the streets and squares back and show their resentment with the current policy.
In Germany too, there was an attempted blockade on Frankfurt’s financial district as well as demonstrations and several actions against the prevailing crisis policy.
To get internationally connected and to share experiences, we would like to invite you to our first Erasmus- Let’s talk about Europe in Crisis – meeting. We are looking forward to talk with you about the situation in the different European countries and exchange experiences about your actions and protests against the ruling politics.
Indeed all other Internationals, as well as people from other contexts then the current crisis protests are very welcome.

Monday | 05.11 | 20h | Baari Bar @ Cafe Trauma

¡El Capitalismo es la crisis!

La zona euro está en su crisis más profunda. En todos países de Europa se entregan „ajustes estructurales“ y „paquetes de medidas de ahorro“ para superar la crisis. Muchas veces incluyen ataques graves a los salarios, derechos laborales, syndicatos, al estado social y a lo sumo a la democracia. En contra se forma la resistencia, en Grecia, en España y en Portugal, en cualquier lado. En todo el mundo y en Europa la gente sale a las plazas y calles para demostrar su disgusto con la política imperante. También en Alemania con el intento de bloquear los bancos en Frankfurt y otras manifestaciones sí había varias acciones en contra la política imperante de crisis.
Para instalar interconexiones internacionales y porque queremos aprender de las experiencias en otros países vos invitamos cordialmente a un encuentro de Erasmus en resistencia. Deseamos charlar con vosotr@s sobre la situación en vuestr@s países e intercambiar experiencias sobre acciones y protestas en contra la política imperante.
¡Invitamos también a tod@s internacionales que vienen de países en otras partes del mundo y de otros contextos que las luchas anti-crisis!

Lunes | 05.11 | 20h | Café Trauma/Baari Bar

Veranstaltung: Mit staatlicher Hilfe – Ein Jahr nach der Aufdeckung des NSU

13 Jahre hat die polizeibekannte Neonazi-Gruppe aus dem Untergrund Morde begangen. Sie agierte vor dem Hintergrund rassistischer Einstellungen in der Gesellschaft und entstand in den 1990er Jahren in einer Hochphase der neonazistischen Straßenmobilisierung und des Strukturaufbaus. Unter den Augen der Behörden, zum Teil mit deren Duldung und Förderung, konnten Neonazis Netzwerke aufbauen, die bis heute wirken. Trotz Fahndung konnten die rassistischen Mörder unerkannt bleiben. Stattdessen wurden die Täter im Umfeld der Opfer oder in der organisierten Kriminalität gesucht, in die diese verwickelt gewesen seien sollten.
Aktuell kommen fast täglich neue Beweise für die staatliche Unterstützung bzw. das gewollte Wegsehen ans Licht. Gleichzeitig bleiben Konsequenzen nahezu aus. Weder kommt es zu einer wirklichen Aufarbeitung noch werden die Unterstützer aus der Nazi-Szene zur Rechenschaft gezogen.
Was ist da eigentlich passiert? Was heißt das alles für linke Politik? Welche Schlußfolgerungen sind zu ziehen?

Diese und andere Fragen diskutieren wir mit Paul Wellsow (Mitherausgeber des Buchs „made in Thüringen? Nazi-Terror und Verfassungschutz-Skandal“ und regelmäßiger Autor im „Rechten Rand“).

Dienstag | 23.10 | 20:30h | Café am Grün

Nachtrag: Noch ein interessanter Link zum Thema.

Film und Diskussion: Catastroika

Hier als PDF-Dokument.

Während in Deutschland Sozialproteste hauptsächlich unter dem Maßstab
beschädigter Schaufensterschreiben öffentlich diskutiert werden, ist
die deutsche Regierung in Zusammenarbeit mit EU, IWF und Banken aus
ganz Europa gerade für die Verarmung der europäischen Bevölkerung
verantwortlich. Vor allem in Südeuropa lässt sich derzeit beobachten,
wie Millionen Menschen in bittere Armut gestürzt werden, inklusive
Hunger, fehlenden Medikamenten, Obdachlosigkeit, Perspektivlosigkeit.
Dabei spielt die private Bereicherung einiger weniger wie immer bei
solchen „Strukturanpassungen“ oder auch „Sparprogrammen“ eine große Rolle.

Die Gruppe von Debtocracy aus Griechenland analysiert die Verschiebung
von Staatseigentum in private Hände. Der Dokumentarfilm hatte allein
zwei Millionen Zuschauer_innen in Griechenland und wurde auf der
ganzen Welt gezeigt. Die Gruppe reist um die Welt um Informationen
über die Privatisierungen in Industrieländern zu sammeln und um
Hinweise auf die Zukunft Griechenlands nach dem massiven
Privatisierungsprogramm zu finden.

Wir zeigen den Film im griechischen Original mit (verbesserten)
deutschen Untertiteln und wollen danach mit euch drüber diskutieren.
Mit englischen oder anderen Untertiteln kann er kostenfrei unter
Creative-Commons-Lizenz auf catastroika.com gedownloadet werden.

Montag | 22.10 | 18:30h | Café Trauma

^While in Germany social protests are publicly discussed mainly on the
aspect of broken store windows, the German government in collaboration
with the European Union, the IMF and banks all over Europe is
responsible for the depletion of the european population. Especially
in Southern Europe millions of people are dumped to poverty, including
hunger, lack of medicaments, homelessness, lack of prospects. At the
same time with the ’structural adjustments‘ or ‚austerity deals‘ comes
private enrichment as usual.

The greek creators of Debtocracy, a documentary with two million views
broadcasted from Japan to Latin America, analyze the shifting of state
assets to private hands. They travel round the world gathering data on
privatization in developed countries and search for clues on the day
after Greece?s massive privatization program.

We show the movie in its greek original (unfortunately there is no
other version) with german subtitles and want to discuss it afterwards
with you. With its english or other subtitles you can download it for
free under Creative Commons License on catastroika.com. Non-german
speakers and students of german language are welcome!

Monday | 22.10 | 18:30h | Café Trauma

Nehmen wir uns die Stadt

Save the Date:
20.10. Ab 12 Uhr nehmen wir uns die Stadt! Informationen Diskussionen
21. 10. Ab 10 Uhr Blockupy 2013: Aktions-und Bewegungs- ratschlag
19.-23.11. Euro Finance Week Gegenprogramm

Die Blockupy-Aktionstage im Mai 2012 markieren einen neuen Abschnitt für die Krisenproteste in Deutschland. Wir waren massenhaft und entschlossen nach Frankfurt gefahren und haben unsere Ablehnung mit der herrschenden Krisenpolitik zum Ausdruck gebracht. Durch die Kurzfristigkeit der Vorbereitung und die Überraschung über das Ausmaß der Repression ist manches nicht so geworden, wie wir es uns vorgestellt hatten. Aber die meisten Gruppen, Organisationen und AktivistInnen waren sich einig:

Blockupy 2012 war nur der Anfang – wir kommen wieder!

Deswegen mobilisieren wir als Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. am 20. und 21. Oktober wieder nach Frankfurt am Main um einmal das nachzuholen, was im Mai nicht stattfinden konnte und zum anderen mit euch über Blockupy 2013 zu beraten.

Nehmen wir uns die Stadt! Komm und diskutiere mit! Frankfurt am Main, Römerberg, 20. Oktober 2012 12 Uhr

Deshalb kommt alle am 20. Oktober zu unserem Diskussion- und Informationsmeeting nach Frankfurt auf den Römerberg. Hier könnt ihr euch das aktuelle Programm anschauen.

BLOCKUPY 2013: Aktions- und Bewegungsratschlag Frankfurt am Main, Römerberg, 21. Oktober 2012 10 Uhr

Am 21.Oktober laden wir euch herzlich zum Aktions- und Bewegungsratschlag ein, der auch in Frankfurt auf dem Römerberg stattfinden wird. Der Aktions- und Bewegungsratschlag beginnt um 10.00 Uhr mit Inputs – wozu auch die konkreten Aktions- und Terminvorschläge verschiedender Akteu- rInnen gehören. Es folgt eine erste Plenumsaussprache zu den Überlegungen für Blockupy 2013. Danach soll in Arbeitsgruppen die Ideen zu den Aktionen, zu Camps und Unterbringung, zur Mobilisierung oder zum inhaltli- chen Programm genauer besprochen werden können. Am Schluss kommen wir wieder zu einem Plenum zusammen, um gemeinsame Aktions- und Terminvor- schläge zu beschließen, die wir in die europäischen Treffen geben können. Ende soll gegen 16.00 Uhr sein.