Archiv der Kategorie 'Texte'

Prozesserklärung zum 16.6. des Marburger Antifaschisten

++Nach längerer Zeugenvernehmung Einstellung wegen Gringfügigkeit gegen geringe Auflagen – Einen Kurzbericht zur Verhandlung von der Roten Hilfe Frankfurt findet ihr hier: http://rhffm.blogsport.eu/archives/980#more-980++

Zum 1. Mai 2013 hatte die NPD zu einer Kundgebung in Frankfurt und anderswo aufgerufen. Ich habe mich an diesem Tag bei den Blockaden beteiligt, die letztlich dazu geführt haben, dass durch Frankfurt an diesem Tag keine Nazis demonstrieren konnten. Das antifaschistische Engagement in Form von zivilem Ungehorsam hat den Nazis und ihren menschenverachtenden Einstellungen hier in Frankfurt an diesem Tag also ganz praktisch den Raum genommen.

Mittels der Blockaden wurde nicht zugelassen, dass Nazis sich hier im öffentlichen Raum versammeln konnten, was immer eine Gefahr und Drohung darstellt, gerade für Menschen, welche nicht in das neonazistische Weltbild passen. Ein derartiger Aufmarsch dient dabei auch als Inszenierung und wichtiger Attraktivitätsfaktor rechter Lebenswelt, den es derselben immer und immer wieder zu nehmen gilt.
(mehr…)

Jingle zu Care & Migration

For the action at the Düsseldorf Deportation Airport we‘ve made a Jingle in diferent languages, that can be listened to here.
(languages: german, rumanian, spanish and french)

Para la acción en el areopuerto de deportación de Düsseldorf hemos hecho un „jngle“ en varios idiomas, lo cual se puede descargar escuchar aquí.
(idiomas: alemán, rumano, español, francés)

Zu der Aktion am Düsseldorfer-Flughafen haben wir auch einen mehrsprachigen Jingle gemacht, den ihr euch hier anhören könnt:
(Sprachen: deutsch, rumänisch, spanisch, französich)

Soundcloudlink

Ich will den Kapitalismus lieben…

Zwangsräumungen, hohe Profite mit der steigenden Miete, deutsche VorMachts-Ansprüche in europäischer Krisenpolitik, Gesundheitsversorgung für nur noch 40% der Griech*innen, rassistische Hetze und Pogromstimmung in Hellersdorf und Duisburg, die Alternative für Deutschlang (AfD) fast im Bundestag und Pro-Deutschland auch in Marburg auf populistisch-nationalistischer Wahlkampftour, Betreuungsgeld alias Herdprämie, profitorientierte Pflege wie am Fließband und Alltagssexismus.

Darüber diskutieren und streiten erscheint uns wichtig. Sich Gedanken über die Ausbeutung, Ungleichbehandlung und kaputtmachende Zurichtung von Menschen im Kapitalismus und den diesen zugrunde liegenden Strukturen und Interessen zu machen und zur Tat zu schreiten ebenso.
Wir wollen aber mehr als das! Wir wollen unseren eigenen Anspruch, die Gesellschaft tatsächlich zu verändern ernst nehmen. Hierfür müssen wir uns als Linke aus der Position gesellschaftlicher Irrelevanz befreien. Die Zeichen stehen auf Sturm und für uns bedeutet dies: Rein ins verdammte Handgemenge – Intervention in herrschende Verhältnisse, Prozesse und Kämpfe.

(mehr…)

Care what? Care-Revolution!

caremob-klein
Zwei Wochen sind nun vergangen seit den Blockupy Aktionstagen und wir möchten euch auch nach dem gut besuchten und gemütlichem Nachbereitungs-Grillen noch einen Leckerbissen quasi zum Nachtisch servieren.
Neben unsere unten stehenden Rede zu den gelaufenen Care-Mob-Aktionen möchten wir auch unseren dazugehöriger Flyer ‚who cares?‘ mit euch teilen, hier als pdf zum download.

All dies ist für uns ein Teil feministischer Interventionen, einerseits in die auch eigene Bewegung, Analyse und Kritik. Andererseits auch als weiterer Schritt dazu, dass Unsichtbare sichtbar zu machen, denn: ‚ohne kochen, putzen, pflegen, sorgen, kurz: ohne Care – geht nix mehr!‘
Dabei wollen wir uns auch bei Allen die dabei waren und dabei sind bedanken, ohne eure Unterstützung wer all das Erlebte und Getane so nicht möglich geworden!

In diese Sinne: Auf zum Care-Mob, und hier unsere dazugehörige Rede:
(mehr…)

Interveniert, denn es geht ums Ganze!

ilug
Acht Argumente für eine radikale Linke bei Blockupy

Eine Mitteilung der Interventionistischen Linken & des …ums Ganze! ¬ Bündnisses

iL:BLOCKUPY – weil wir uns gegen eine Krisenpolitik wehren müssen, die unsere Lebensbedingungen verschlechtert und unsere Selbstbestimmung angreift.

Die Krise ist weder abstrakt, noch ist sie weit weg von uns. Sie zeigt sich nicht nur in der sozialen Katastrophe in Griechenland oder in der Massenarbeitslosigkeit in Spanien. Sie begegnet uns nicht nur in den innereuropäischen Armutsflüchtlingen, die noch in einem 400-Euro-Job in der BRD mehr Perspektive sehen als in ihren Herkunftsländern, in denen vielfach Migrant_innen aus nicht-EU-Ländern schuften und um ihren kargen Lohn betrogen werden.
(mehr…)

Ergebnisse der kleinen Umfrage zu Sorgearbeit zum 8.März 2013 Infostand

Auch bei unserer zweiten kleinen Umfrage und den Gesprächen zu Sorgearbeit wurde deutlich, dass die Befragten sehr viele unterschiedlichen Aspekte mit diesem Thema verbinden.
CareRevolution
So wurde im Bezug auf die Frage, was gerade nicht so gut bei der gesellschaftlichen Organisation von Sorgearbeit läuft, erstens auf die ungleiche Verteilung zwischen den Geschlechtern eingegangen. Hauptkritikpunkt war hier, dass die Zuständigkeit für Sorgearbeit nach wie vor eher Frauen zugeschrieben wird. Dabei wurde z.B. die antiquierte Rollenverteilung erwähnt, die sich auch darin niederschlägt, dass es immer noch nicht die Regel ist, dass Männer sich in gleichem Maße an der Erziehung von Kindern beteiligen. Zweitens wurde mehrmals auf den Aspekt der mangelnden gesellschaftlichen Anerkennung von Sorgearbeit eingegangen, was sich auch auf deren Organisation auswirkt. Drittens wurde kritisiert, dass Sorgearbeit, die als Lohnarbeit ausgeführt wird, unter teilweise unzumutbaren Arbeitsbedingungen erledigt und dazu noch viel zu gering bezahlt wird . Viertens wurde auch das Thema von Unterhaltszahlungen sowie die zu geringe Anzahl von Betreuungsplätzen für Kinder angesprochen.
Auch die Antworten zur zweiten Frage, was die Befragten gerne daran ändern würden, drehten sich um die bereits genannten Aspekte. So wurde erstens das Aufbrechen der Rollenvorstellungen und eine Umverteilung von Sorgearbeit als nötige Veränderung beschrieben. Zweitens wurde eine stärkere Anerkennung der gesellschaftlichen Wichtigkeit dieser Arbeit gefordert. So sagte eine Person, dass sie durchaus bereit ist, Sorgearbeit zu leisten, wenn diese mehr gesellschaftliche Wertschätzung erfahren würde. In Bezug auf lohnförmig verrichtete Sorgearbeit wurden bessere Bezahlung sowie Verbesserungen der Arbitsbedingungen, aber auch eine generelle Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten verlangt. Weiterhin wurde gefordert, dass z.B. durch Betriebskindergärten erleichtert werden sollte, Lohnarbeit und die Sorge für Kinder zu verbinden. Auch die finanzielle Unterstützung von einkommensschwachen Personen, die lohnförmig organisierte Sorgearbeit in Anspruch nehmen müssen, weil sie z.B. pflegebedürftig sind, wurde genannt. Mehrere Befragte betonten außerdem, dass es endlich eine generelle Gleichberechtigung der Geschlechter geben muss.

Wir danken allen Beteiligten für ihre Antworten und die spannenden Gespräche. Wir hoffen, dass wir mit dem Infostand und der Befragung einen weiteren Anstoß liefern konnten, sich über Sorgearbeit in all ihren Facetten Gedanken zu machen und bleiben auf jeden Fall an dem Thema dran.

Daher freuen wir uns auch sehr, falls weitere Menschen Lust haben uns ihre Gedanken zu dem Thema „Sorgearbeit“ mitzuteilen (Kontaktmöglichkeiten siehe unter dem Button „Kontakt“). Die Materialien, die wir beim Infostand dabei hatten, sowie die Umfrage findet ihr im Artikel „Infostand zum Frauenkampftag“. Eine kurze Auswertung zur ersten Umfrage, die wir während der Demo des Krisenbündnisses am 9. Februar 2013 durchgeführt haben, findet ihr hier: http://krisemarburg.blogsport.eu/2013/02/13/sorgearbeit/

Infostand zum Frauenkampftag

Morgen, zum Frauenkampftag am 8. März, stellen wir uns mit einem Infostand auf den Marktplatz, um das Thema Care- und Sorgearbeit etwas unter die Leute zu bringen. Dafür haben wir einen Flyer mit der Überschrift „Kinder, Küche, Kämpfe! Sorgearbeit anerkennen, umverteilen, vergesellschaften!“ sowie eine kleine Befragung vorbereitet. Außerdem legen wir unseren Artikel aus der ak vom 20.8.2010 neu auf („Das Unsichtbare sichtbar machen. Die Care- und Reproduktionskrise in den Blick nehmen“) und geben Gutscheine mit dem Titel „Sorgearbeit umverteilen“ aus. Selbstverständlich trefft ihr uns dann auch auf der Frauen*demo um 17 Uhr ab Elisabeth-Blochmann-Platz (im Link zum Lisa:2 Blog auch weitere Programmpunkte zum Frauenkampftag).

Aufruf: Blockupy Frankfurt!

Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes 
31. Mai und 1. Juni 2013

Erneut rufen wir* zu europäischen Tagen des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europäischen Union auf. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher Banken und Konzerne – den Profiteuren dieser Politik.

Die Verarmungs- und Privatisierungsprogramme, die schon vor Jahrzehnten den Ländern des Globalen Südens aufgezwungen wurden, sind jetzt in Europa angekommen. Die deutsche Agenda 2010 war nur ein Modellprojekt für das, was in noch dramatischerem Umfang jetzt insbesondere in Südeuropa durchgesetzt wird. Diese Verelendung wird sich – auch hier – noch weiter verschärfen, wenn wir uns nicht wehren: der weitere Abbau sozialer und demokratischer Rechte. Damit soll die Zahlungsfähigkeit für die Renditeerwartungen der großen Vermögen erhalten bleiben und durch die Verbilligung und Prekarisierung von Lohnarbeit die „ökonomische Wettbewerbsfähigkeit“ Deutschlands und (Kern-)Europas auf dem kapitalistischen Weltmarkt gesteigert werden.
(mehr…)

Willkommen in Marburg – Let‘s get ready to rumble!

Hier als PDF-Dokument.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

„Wir freuen uns über den Zuwachs! Sollten die Studierenden Grund zur Klage oder Verbesserungsvorschläge haben, können sie sich jederzeit an die Studiendekane ihres Fachbereichs wenden“, sagt Uni- Präsidentin Krause. Dieses humorvolle Zitat ließ sich kurz vor Beginn des Wintersemesters 2011/2012 der Unihomepage entnehmen. Anlass war der letztjährige Studierendenzuwachs an den Unis. Auch dieses Jahr werden an der Uni Marburg im Wintersemester wieder 1090 Studierende mehr studieren als im letzten Jahr um die gleiche Zeit. Die Studierendenzahl beträgt dann 22. 500, bei einer 80. 000 EinwohnerInnenstadt wie Marburg stimmt der Ausspruch „Marburg hat keine Uni, sondern ist eine Uni“ mehr denn je. Doch was wird eigentlich getan, um den erhöhten Bedarf an Studienplatzen, Wohnraum und städtischer Infrastruktur zu decken? Bisher nahezu nix. Wohnraum ist in Marburg ohnehin Mangelware, seit Jahren gibt es Notbettenlager zu Beginn des Wintersemesters, einige Studis zelten auch – Not macht halt erfinderisch. Erfindungsreich ist auch ein Vorschlag des Studentenwerkes: mit der Kampagne „Wohnen gegen Hilfe“ sollen nun Studis ausgediente Kinderzimmer bewohnen und dafür als Ersatzhausangestellte, Babysitter oder ähnliches herhalten. Neue Wohnheime und bezahlbarer Wohnraum für Studis im Stadtzentrum wurden schon seit Jahren nicht mehr geschaffen. Und wenn studentischer Wohnraum entstand, dann wie im Falle der überteuerten Appartments zwischen Philosophischer Fakultät und Mensa. Und MitbewohnerInnen sind nicht inklusive – gefördert wird hier das individualisierte Wohnen und nicht etwa kollektives und selbstorganisiertes Zusammenleben. Gleichzeitig wird eine immense Aufwertung der Nordstadt durch das Zusammenspiel von Stadt und dem Gründer der deutsche Vermögensberatung AG (DVAG), Rheinfried Pohl vollzogen. Es scheint als strukturiert sich der Investor das Viertel nach belieben um, baut riesengroße Konferenz-Zentren mit dazuge¬hörigen Parkhäusern und Luxusläden, gern auch un¬terstützt durch „großzügige“ Spenden ins Stadtsäckel. Bedürfnisorientiertes Wohnen sieht anders aus. Hier zeigt sich wieder einmal der Irrsin kapitalistisch organisierten Wohnens. Es geht eben um Profit und nicht um unsere Bedürfnisse.

It‘s capitalism stupid: Sparen! Sparen! Sparen!

(mehr…)

Film und Diskussion: Catastroika

Hier als PDF-Dokument.

Während in Deutschland Sozialproteste hauptsächlich unter dem Maßstab
beschädigter Schaufensterschreiben öffentlich diskutiert werden, ist
die deutsche Regierung in Zusammenarbeit mit EU, IWF und Banken aus
ganz Europa gerade für die Verarmung der europäischen Bevölkerung
verantwortlich. Vor allem in Südeuropa lässt sich derzeit beobachten,
wie Millionen Menschen in bittere Armut gestürzt werden, inklusive
Hunger, fehlenden Medikamenten, Obdachlosigkeit, Perspektivlosigkeit.
Dabei spielt die private Bereicherung einiger weniger wie immer bei
solchen „Strukturanpassungen“ oder auch „Sparprogrammen“ eine große Rolle.

Die Gruppe von Debtocracy aus Griechenland analysiert die Verschiebung
von Staatseigentum in private Hände. Der Dokumentarfilm hatte allein
zwei Millionen Zuschauer_innen in Griechenland und wurde auf der
ganzen Welt gezeigt. Die Gruppe reist um die Welt um Informationen
über die Privatisierungen in Industrieländern zu sammeln und um
Hinweise auf die Zukunft Griechenlands nach dem massiven
Privatisierungsprogramm zu finden.

Wir zeigen den Film im griechischen Original mit (verbesserten)
deutschen Untertiteln und wollen danach mit euch drüber diskutieren.
Mit englischen oder anderen Untertiteln kann er kostenfrei unter
Creative-Commons-Lizenz auf catastroika.com gedownloadet werden.

Montag | 22.10 | 18:30h | Café Trauma

^While in Germany social protests are publicly discussed mainly on the
aspect of broken store windows, the German government in collaboration
with the European Union, the IMF and banks all over Europe is
responsible for the depletion of the european population. Especially
in Southern Europe millions of people are dumped to poverty, including
hunger, lack of medicaments, homelessness, lack of prospects. At the
same time with the ’structural adjustments‘ or ‚austerity deals‘ comes
private enrichment as usual.

The greek creators of Debtocracy, a documentary with two million views
broadcasted from Japan to Latin America, analyze the shifting of state
assets to private hands. They travel round the world gathering data on
privatization in developed countries and search for clues on the day
after Greece?s massive privatization program.

We show the movie in its greek original (unfortunately there is no
other version) with german subtitles and want to discuss it afterwards
with you. With its english or other subtitles you can download it for
free under Creative Commons License on catastroika.com. Non-german
speakers and students of german language are welcome!

Monday | 22.10 | 18:30h | Café Trauma

Italienische Perspektive auf Blockupy

Ein Beitrag von Francesco Raparelli zu den Blockupy-Aktionstagen, ursprünglich auf der italienischen Seite Global Project erschienen, liegt jetzt auf deutsch vor: Der „stählerne Käfig“ und das antikapitalistische Gespenst. Viel Spaß beim Lesen!

Copupy Frankfurt – They did it!

FAZ, 20.05.2012:

„Frankfurt ist das Reich der Banker. An diesem Wochenende mussten sie es räumen – zum allerersten Mal. Das tut weh!“

Vier aufwühlende und anstrengende Tage liegen hinter uns. Vier Tage, in denen ein entfesselter Sicherheitsstaat sein hässliches Gesicht zeigte: Tausende Stadtverbote, hunderte Ingewahrsamsnahmen, willkürliche Durchsuchungen und Kontrollen in der ganzen Stadt und auf der Anreise sprachen eine deutliche Sprache. Die temporäre Aufhebung der Versammlungsfreiheit stellte uns vor ungeahnte Aufgaben und verhinderte Vieles. Und dennoch blicken wir mit einem guten Gefühl auf die vergangenen vier Tage zurück: Wir waren trotz Verbot da – und in der Stadt ging dank der tätigen Mithilfe der Polizei nichts mehr! Der Normalbetrieb war für einige Tage ausgesetzt, während die Provokationsstrategie von Stadt und Polizei ins Leere lief. Mit vielen Freundinnen und Freunden aus Europa und darüber hinaus konnten wir uns verständigen, Erfahrungen des gemeinsamen Widerstandes sammeln. Und mit einer großen, stimmungsvollen und entschlossenen Demonstration konnten wir unsere Inhalte nach Frankfurt, in eines der Zentren der autoritären Sparpolitik, tragen und Kraft für die anstehenden Auseinandersetzungen sammeln.

Das war erst der Anfang! Ihr werdet von uns hören!

Bis dahin sagen wir Danke! Thanx! ευχαριστώ! Grazie! Merci! ¡Gracias! allen Menschen, die mit uns in Frankfurt waren, den lokalen Strukturen & Zentren, dem EA, den Sanis, den Häusern, den Autofahrer_innen, Schlafplatzanbieter_innen, Vokühelfer_innen und allen die sonst noch geholfen, spontan eingesprungen und die Proteste somit möglich gemacht haben! Vielen, vielen Dank!

Blockupy Frankfurt: Versprochen, gehalten? (Erklärung der Interventionistischen Linken)

Kleine Presseschau:
FR: Spottgesänge für die Polizei
Financial Times: Die Ruhe vor dem Turm
FR: Kostümierter Protest
taz: Frohsinn schlägt Härte
taz: Ein fatales Signal
Neues Deutschland: „Alles gegeben, alles gewonnen“
Spiegel: Rave gegen das System
ZDF Heute: Blockupy Frankfurt (17.05.2012)
Hessenschau: Busse gestoppt

PS:
hr-online:

Joachim Stoll, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands, sprach von Einbußen in Höhe von zehn Millionen Euro allein am Samstag. Die Läden hätten an diesem Tag nur 40 bis 85 Prozent ihres normalen Geschäfts gemacht. Auch am Freitag und am Mittwoch seien die Umsätze schwach gewesen, sagte Stoll.

Dokumentation: Kein Bock auf Kapitalismus! Gegen jede Privatisierung!

  • Anlässlich der aktuellen Konflikte um die geplanten Stellenstreichungen am privatisierten Unikilinikum Marburg/Giessen holen wir hier ein Flugblatt von uns aus dem Jahr 2005 aus unserer Flyerkiste hervor. Der Blick in die Geschichte lohnt um die Hintergründe neuer Entwicklungen besser zu verstehen. Bereits damals war der Personalabbau absehbar.
  • kein bock auf kapitalismus! gegen jede privatisierung!

    Die Landesregierung will die Kliniken in Giessen und Marburg privatisieren. Ein Projekt, das bei seinen KritikerInnen nicht nur auf Ablehnung stößt. Lediglich die Form ist noch strittig.

    Nach den Plänen der hessischen Landesregierung sollen die Unikliniken von Marburg und Giessen noch im Laufe diesen Jahres fusioniert werden und zum 1. Januar 2006 an einen Privatbetreiber abgetreten werden. Ein entsprechendes Gesetz wurde am 15. März im Landtag in erster Lesung verabschiedet. Anders geht es nicht, ist man sich in Wiesbaden sicher. Deshalb schrieb die CDU-Landtagsfraktion in ihrem Gesetzesentwurf in der Einleitung unter dem Punkt D „Alternativen“ auch gleich mal „Keine“. Geradewegs so, als ob es sich nicht um eine politische Entscheidung, sondern um die Exekution eines Sachzwangs handelt. Für die Beschäftigten bedeutet diese Entwicklung, dass ihre Jobs akut gefährdet sind. Das hat auch die Landesregierung begriffen und fordert Investoren dazu auf bis 2010 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Schon heute haben allerdings viele Beschäftigte nur befristete Verträge oder sind bereits wie die Reinigungskräfte an der Uni längst nicht mehr beim Land, sondern bei privaten Unternehmen angestellt. Zudem ist es nicht ersichtlich, warum ein Wirtschaftsunternehmen Rücksicht auf Kostenfaktoren aka Personal nehmen sollte, da es schließlich immer noch die Erwirtschaftung von Gewinn zum Ziel hat. Genauso unklar bleibt, wie sich die Privatisierung auf Forschung und Lehre auswirken wird. Zu guter Letzt darf nicht vergessen werden, dass ein privates Unternehmen nicht verpflichtet ist, jede/n Patientin/en zu behandeln. Konsequenz dessen wird eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung sowie eine Erschwerung des Zugangs für ohnehin schon benachteiligte Gruppen sein.

    Unwidersprochen kann diese Entwicklung nicht bleiben. Deshalb beteiligen wir uns an den Aktionen gegen die Privatisierung. Diese trifft alle hier lebenden Menschen – egal ob sie nun StudentInnen, SchülerInnen, Erwerbslose oder Beschäftigte der Kliniken sind.

    (mehr…)

    Willkommen in Marburg, let’s get ready to rumble!

    Keine Wohnung? Voller Hörsaal? Keinen Seminarplatz? Zu wenig Lehrbücher? Keine Kohle?

    Willkommen in Marburg, let‘s get ready to rumble!

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht

    „Wir freuen uns über den Zuwachs! Sollten die Studierenden Grund zur Klage oder Verbesserungsvorschläge haben, können sie sich jederzeit an die Studiendekane ihres Fachbereichs wenden“, sagt Uni-Präsidentin Krause. Dieses humorvolle Zitat ließ sich kürzlich der Uni-Homepage entnehmen. Anlass ist der aktuelle Studierendenzuwachs an den Unis aufgrund doppelter Abiturjahrgänge und der Abschaffung der Wehrpfl icht. So werden auch an der Uni Marburg im Wintersemester 1090 Studierende mehr studieren als noch letztes Jahr um die gleiche Zeit. Die Studierendenzahl beträgt dann 22.500, bei einer 80.000 EinwohnerInnenstadt wie Marburg stimmt der Ausspruch „Marburg hat keine Uni, sondern ist eine Uni“ mehr denn je. Doch was wird eigentlich getan, um den erhöhten Bedarf an Studienplatzen, Wohnraum und städtischer Infrastruktur zu decken? Bisher nahezu nix. Wohnraum ist in Marburg ohnehin Mangelware, seit Jahren gibt es Notbettenlager zu Beginn des Wintersemesters, einige Studis zelten auch – Not macht halt erfinderisch. Erfindungsreich ist auch ein Vorschlag des Studentenwerkes: mit der Kampagne „Wohnen gegen Hilfe“ sollen nun Studis ausgediente Kinderzimmer bewohnen und dafür als Ersatzhausangestellte, Babysitter oder ähnliches herhalten. Neue Wohnheime und bezahlbarer Wohnraum für Studis im Stadtzentrum wurden schon seit Jahren nicht mehr geschaffen. Und wenn studentischer Wohnraum entstand, dann wie im Falle der überteuerten Appartments zwischen Philosophischer Fakultät und Mensa. Und MitbewohnerInnen sind nicht inklusive – gefördert wird hier das individualisierte Wohnen und nicht etwa kollektives und selbstorganisiertes Zusammenleben.
    Hier zeigt sich wieder einmal der Irrsin kapitalistisch organisierten Wohnens. Es geht eben um Profit und nicht um unsere Bedürfnisse.

    (mehr…)

    Von Kühl- und Schweinesystemen

    Die Katastrophe in Japan verdeutlicht einmal mehr:
    Atomkraftwerke sind scheiße. Wer sie loswerden will, muss die Konzerne entmachten.

    Wir haben es doch alle gewusst
    Dass Atomkraftwerke nicht nur strahlenden Abfall produzieren, der die Menschheit noch über Jahrtausende beschäftigen wird, sondern auch in die Luft fliegen können: Das weiß seit Tschernobyl wohl wirklich jedes Kind. Die deutsche Atomlobby ist allerdings relativ erfolgreich mit der Behauptung, ihre Kraftwerke seien selbstverständlich die sichersten der Welt. Nun handelt es sich bei Japan um das Land mit dem drittgrößten Bruttoinlandsprodukt der Erde – ein hochentwickeltes Industrieland, stinkreich und weltpolitisch ein Spitzenplayer (G7, G8, G20…). Gerade die japanische Hochtechnologie wird global gehandelt. Japan und Deutschland teilen also nicht nur die faschistische Vergangenheit, sondern auch die führende Rolle in der imperialen Weltordnung der Gegenwart. Dass deutsche Kraftwerksbaumeister irgendwie talentierter sein sollen als japanische ist offensichtlich Unfug.

    Regierung und Vernunft: Zwei paar Schuhe
    Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat im vergangenen Jahr entschieden, den Stromkonzernen den verlängerten Weiterbetrieb ihrer AKWs zu gestatten. Die sind nunmal bereits gebaut und können zur fleißigen Geldvermehrung genutzt werden. Da lässt sich eine „wirtschaftsnahe“ Regierung nicht lumpen und handelt wider alle Vernunft, wenn‘s denen auf der Sonnenseite der Klassengesellschaft noch mehr Reichtum beschert. Auch wenn sie gerade viel dafür tun, das vergessen zu machen: Der rotgrüne „Atomausstieg“ der Schröder/Fischer-Regierung war unterm Strich nicht viel besser. Er war ein fauler Kompromiss, der vor allem den Interessen der Energiekonzerne diente und die Antiatombewegung schwächen sollte. Die Grünen-Spitze rief sogar dazu auf, sich nicht an den Protesten gegen die Castortransporte zu beteiligen.
    (mehr…)

    Willkommen im Krisengebiet!

    Pünktlich zum Semesterstart herrscht an der Philipps-Universität schlechte Stimmung in Sachen Hochschulpolitik: Präsidium, Senat, DekanInnen und andere Profs, das Studierendenparlament und der AStA – alle machen mobil gegen Kürzungspläne der hessischen Landesregierung in der Hochschullandschaft. Was ist da los? Und was bleibt da für die Linke zu tun?

    Diese und andere Fragen stellen wir uns in unserem aktuellen Flugblatt.

    Neue Zeitung der interventionistischen Linken (iL) zum 1. Mai erschienen

    Pünktlich zum 1. Mai hat die Interventionistische Linke ihre Zeitung „Dazwischengehen“ herausgebracht: Täglich kämpfen gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Verschiedene Artikel versuchen die Bedingungen und Möglichkeiten dazu aufzuschlüsseln. Es finden sich folgende Artikel: Land in Sicht / Anmerkungen zu den bestehenden Bedingungen – Sand im Getriebe der Ausbeutung / Lohnarbeit ist kein ZuckerSCHLECKERn – Die Stadt gehört allen – Nutzung städtischen Raums – Mobilität für alle! / Das Sozialticket ist ein Schritt – Jetzt fällt die Entscheidung! / Massenblockaden für eine andere Energiepolitik – Kapitalismus macht krank! / Kopfpauschale verhindern! Kostenlose Gesundheitsversorgung für alle! – Für eine feministisch-emanzipatorische Krisenintervention!Heldengedenken am 1. Mai? / Propagandaoffensive Gewerkschaften im Visier der Inneren Mobilmachung – Propagandaoffensive / Der Kampf der Bundesregierung gegen »Linksextremismus« – Dresden, Köln, Jena, Leipzig. Wie weiter?

    PDF Version der Zeitung

    Demonstration in Goßfelden am 17.04.2010

    Antifa Aufruf.
    Aufruf des Bündnis gegen Rechts Marburg. ACHTUNG Uhrzeit falsch, die Demo beginnt um 12 Uhr!

    Für weitere Hintergrundinfos der Indymediaartikel: Link

    Unser Aufruf

    Demonstration 17/04/2010 12h Goßfelden/Festplatz

    Nazis entschlossen bekämpfen!
    Für eine befreite Gesellschaft!

    Die Gemeinde Lahntal geriet seit dem Sommer 2009 immer wieder in die Schlagzeilen, da sich gewalttätige Übergriffe von Neonazis auf Andersdenkende häuften. Doch nicht erst seit dem Sommer 2009 ist dies ein Problem. Schon seit einiger Zeit konnte sich dort eine neonazistische Szene etablieren, die mittlerweile Kontakte zu erfahreneren Naziaktivisten pflegt.

    In der Gemeinde Lahntal riefen die Gewalttaten Empörung hervor, wenn auch zuerst leise, zögerlich und sicherlich nicht vom ganzen Ort getragen. Als Reaktion gründeten einige Menschen das „Bürgerforum gewaltfreies Lahntal“. Jedoch scheute man sich lange das Offensichtliche beim Namen zu nennen. Das Naziproblem wurde als allgemeines Gewaltproblem verzerrt. Lange zögerte man eindeutig Stellung zu beziehen. Die Nazis wurden dadurch in ihrem Handeln nicht eingeschränkt, man wollte lieber mit ihnen diskutieren.
    (mehr…)

    NoPlace-Reader erschienen

    Die Kampagne gegen den evangelikalen 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge hat ihren Reader fertigestellt.
    Er kann ab sofort im Buchladen Roter Stern und demnächst im AStA Marburg, AStA der FH Frankfurt und im Havanna8 abgeholt werden.

    zum onlinelesen: Calaméo
    zum download: rapidshare (25mb)

    aus Platzgründen konnten folgende Texte nicht mehr aufgenommen werden:

  • Lange Fassung des Textes von W. Schürger
  • Literaturangaben von G. Wolf
  • Resolution des Marburger StuPa
  • In dem Reader ist auch eine gekürzte Version unseres Redebeitrags zu finden. Die Langfassung: Die dunkle Seite der Macht. Zur Beweihräucherung von Vernunft, Hedonismus und Revolution

    Aus den Archiven der Autonomen

    Wir wollen hier auf 3 Texte hinweisen, die zwar schon „uralt“ sind, aber dennoch auch für heutige Debatten aktuell und gewinnbringend sind. Das heißt nicht, dass wir alles darin teilen. Linksradikale Politik hat sich ja glücklicherweise zumindest ein Stück weiterentwickelt. Ein Überblick auch hier: http://www.die-autonomen.de/Organisiserungsdebatte.htm
    Unter anderem aus diesen Debatten hat sich seit den 1990er Jahren das entwickelt, was heute als postautonom gilt.
    (mehr…)