Archiv der Kategorie 'Soziale Kämpfe'

Nach dem Blockupy-Festival ist vor der EZB-Eröffnung

Blockupy

Aufruf: 18. März 2015: Transnationale Aktionen gegen die EZB-Eröffnungsfeier – Let’s Take Over The Party!

Am 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ihr neues Hauptquartier eröffnen. Für den 185 Meter hohen Zwillingsturm, der mit seinem Sicherheitszaun und Burggraben einer Festung gleicht, wurde die schwindelerregende Summe von 1,3 Milliarden Euro ausgegeben. Diese einschüchternde Architektur der Macht zeigt deutlich die Distanz zwischen den politischen und ökonomischen Eliten und den Menschen.

Die Mitarbeiter_innen und Abteilungen haben schon mit dem Umzug in das neue Gebäude begonnen. Aber die große Eröffnungsfeier – in Anwesenheit von mehreren europäischen Staatschefs und Finanzoligarchen – ist jetzt offiziell für den 18. März angekündigt worden. (mehr…)

Podcast_Decolonize your city _Noa Ha

Der Vortrag von Noa Ha „Decolonize your city. Prozesse von Rassifierung im Kontext neoliberaler Stadtproduktion“ ist jetzt auch online. Das ganze könnt ihr euch hier herunterladen oder hier direkt anhören:

https://soundcloud.com/gruppe_dissident/decolonize-your-city-noa-ha

[Sprache: deutsch]

Noa Ha wir auch auf dem diesjährigen BUKO sein, der Ende dieser Woche in Leipzig unter dem Motto „Alle oder nirgends“ stattfindet.

Jingle zu Care & Migration

For the action at the Düsseldorf Deportation Airport we‘ve made a Jingle in diferent languages, that can be listened to here.
(languages: german, rumanian, spanish and french)

Para la acción en el areopuerto de deportación de Düsseldorf hemos hecho un „jngle“ en varios idiomas, lo cual se puede descargar escuchar aquí.
(idiomas: alemán, rumano, español, francés)

Zu der Aktion am Düsseldorfer-Flughafen haben wir auch einen mehrsprachigen Jingle gemacht, den ihr euch hier anhören könnt:
(Sprachen: deutsch, rumänisch, spanisch, französich)

Soundcloudlink

Marburg went Düsseldorf

may of solidarity

Fight Racism and Sexism in globalised Care Work

Der Düsseldorfer Abschiebeflughafen ist ein Ort der zeigt wie sich die Festung Europa gegenüber Geflüchteten und Migrant_innen aus dem globalen Süden abschirmt.

Hier wird sichtbar, wie Menschen durch eine rassistische und neokoloniale Politik illegalisiert werden. Menschen ohne Papiere werden kriminalisiert und müssen mit Ausweisungen und Abschiebungen rechnen.
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Domestic Utopias – Feministische Wohnutopien der Moderne revisited – Zeit und Ort stehen fest

Zeit und Ort für unsere Veranstaltung mit Felicita Reuschling am 19. Mai stehen endlich fest: 20 Uhr im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14 im Raum +2/0090!

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Hier nochmal der Ankündigungstext:
Das Bild der Revolution war in der Arbeiterbewegung traditionell auf Öffentlichkeit und die Aneignung von zuvor privatisierten industriellen Produktionsmitteln gerichtet. Der Organisation der Lebensform wurde weniger Beachtung geschenkt. Demgegenüber wird der Input – anknüpfend an die Ausstellung »Domestic Utopias« – Konzepte aus dem 20. Jahrhundert für eine »grand domestic revolution« vorstellen.
Im Anschluss an den Input zu den vorwiegend historischen Beispielen gibt es Gelegenheit aktuelle Wünsche und Erfahrungen mit Wohnutopien dazu in ein Verhältnis zu stellen. Was erscheint veraltet oder futuristisch und in welchem Kontext werden heute feministische Wohnutopien diskutiert?

Veranstaltungsreihe: „Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die umkämpfte Stadt.“

„Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die
umkämpfte Stadt.“

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Wer wohnt wo, und was wird wo verkauft? Wer kann sich wo in der Stadt
frei aufhalten? Was lächelt dich da vom nächsten Werbeplakat an? Was hat
es eigentlich mit diesem „Recht auf Stadt“ auf sich, von dem immer alle
reden? Für wen und von wem wird dieses Recht erstritten? Und was haben
zum Beispiel die Kämpfe der Refugees auf dem Berliner Oranienplatz mit
Widerstand gegen Zwangsräumungen und mit sozialen Zentren zu tun? Indem
wir uns und euch diese Fragen stellen, wollen wir die immer lauter
werdende Forderung nach einem Recht auf eine Stadt für alle mit anderen
emanzipatorischen Bewegungen und Kämpfen verknüpfen. Es geht dabei um
Rückaneignungen und selbstbestimmte Gestaltung von Räumen, die ansonsten
kapitalistisch verwertet und nach sexistischen und rassistischen Normen
vereinheitlicht werden. So schauen wir etwa auf historische Formen des
Widerstands in Marburg, setzen uns mit postkolonialen Perspektiven auf
Stadt auseinander, fragen nach feministischen Wohn-Utopien und basteln
selber an der bunteren Stadt von morgen.

Hier gibt es das Programm inklusive Ankündigungstexte zu den einzelnen
Veranstaltungen:

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Video-Bericht von der Care-Konferenz

Yea – Hier ein schicker Video-Bereicht zur Care-Revolution-Konferenz:

Wir machen weiter – Den Aufstand aus der Küche auf die Straße tragen!

Caring for Comunism!

[los geht’s: Samstag 15.03.14//17h//Franz- Mehring- Platz 1]

Im Rahmen unserer Aktivitäten auf der Care- Revolution Aktionskonferenz in Berlin mobilisieren wir zu einer öffentlichen Aktion: kommt vorbei & macht mit!
Am Samstag den 15.März 2014 wollen wir mit einem großen, kreativen Care-Mob den Kiez rund um das Aktionskonferenzgeschehen unsicher machen und unsere Forderungen und unser Begehren in die Öffentlichkeit tragen!

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Rote Flora bleibt!

„In Hamburg überschlagen sich derzeit verschiedene Ereignisse. In mehreren ungelösten Konflikten setzt der Senat auf eine harte Linie und Auseinandersetzungen. Besonders dramatisch stellt sich die Situation für die Flüchtlinge aus Lampedusa dar, aber auch die Bewohner_innen der Esso-Häuser auf St. Pauli stehen einem kompromisslosen Senat gegenüber und das seit 24 Jahren besetzte Stadtteilzentrum Rote Flora ist wieder zu einem Ort der Auseinandersetzung geworden. Eine bundesweite und internationale Demonstration am 21. Dezember soll deutlich machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte die Rote Flora angegriffen werden. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei in aktuellen Kämpfen um den Erhalt der Esso-Häuser, dem Bleiberecht der Flüchtlinge und der radikalen Kritik an Repression und Gefahrengebieten.“

Hier gibts den kompletten bundesweiten Aufruf, auch zum selber ausdrucken und verteilen: http://florableibt.blogsport.de/images/flugblattsp.pdf

Jetzt schonmal der Hinweis, dass es wohlmöglich Busse aus Gießen, Kassel und auch Göttingen geben wird – Haltet die Augen offen – Wir informieren euch ggf. über Ankündigungen und wo es wie Tickets geben wird!

Für die Ausweitung der Kämpfe!

Blockupy Aktionskonferenz

Blockupy? Weiter geht’s!

Plakat Aktionskonferenz

Vom 22. bis 24. November 2013 findet in Frankfurt/Main die nächste europäische Aktionskonferenz des Blockupy-Bündnisses statt. Wir wollen dort diskutieren, welche Widerstands-Praxen gegen das eurpäische Krisenregime sich in den letzten Jahren entwickelt haben, welche Differenzen und Gemeinsamkeiten unsere Kämpfe ausmachen und natürlich, welche Ideen wir für Blockupy 2014 haben!

Wir werden da sein und freuen uns, wenn ihr auch dabei seit!

Den Aufruf und alle weiteren Infos zu Ort, Anreise, Programm usw. findet ihr auf der Blockupy-Seite .

Flyer zur Aktionskonferenz, die ihr selbst ausdrucken und verteilen könnt, findet ihr hier auf englisch und hier auf deutsch .

Nacht-Tanz-Demo für ein Recht auf Stadt!

Wir unterstützen den Aufruf der (T)Raumklinik und rufen ebenfalls auf zur Teilnahme an der Nacht-Tanz-Demo gegen hohe Mieten und für ein soziales, autonomes Zentrum!

Hier findet ihr den Aufruf:
https://raumklinik.wordpress.com/kommende-veranstaltungen/nacht-tanz-demo-26-10/

Treffpunkt: 26.10. / 19h am Elisabeth-Blochmann-Platz (zwischen Mensa und Erlenring-Center)

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen!

Nachtrag zum Care-Mob!

Wir verlinken euch hier einen coolen Radio-Beitrag, der sich angestossen von den feministischen Aktionen im Rahmen von Blockupy, einerseits mit dem dort stattgefundenen ‚Care-Mob‘ sowie insgesamt mit der (Nicht-)Anerkennung von Care-Arbeit beschäftigt und dazu auf Interviews mit Gabriele Winker und einer Blockupy-Aktivistin zurückgreift.

Ihr findet auußerdem unserem Blog ein paar wenige Beiträge vorher unseren Redebeitrag dazu, sowie unseren dazugehörigen Flyer.

Kapitalismus wegschrubben! Für das schöne Leben!

Hier der Beitrag mit schickem Foto:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/kolumnen-sendungen/generator/generator-care-arbeit-im-kapitalismus100.html

(T)Raumklinik bleibt stabil und geht weiter!

Nach Hausbesetzung, Räumung und fettem inhaltlichen Programm geht die praktische Beantwortung der Frage „Wem gehört die Stadt?“ weiter.

(T)Raumklinik

Bei einem Nachbereitungs-Grillen soll es die Möglichkeit geben, in entspannter Atmosphäre Erfahrungen auszutauschen. Beginn ist am Dienstag, 6. August., 18:00 Uhr im Bettenhausgarten.

Weiter gehts mit einem Treffen, auf dem weitere Schritte und Aktionen beraten werden, aber auch ein Umgang mit den Strafanzeigen der Unileitung gefunden werden soll. Donnerstag, 8. August, um 20:30 Uhr im Cafe am Grün.

Care what? Care-Revolution!

caremob-klein
Zwei Wochen sind nun vergangen seit den Blockupy Aktionstagen und wir möchten euch auch nach dem gut besuchten und gemütlichem Nachbereitungs-Grillen noch einen Leckerbissen quasi zum Nachtisch servieren.
Neben unsere unten stehenden Rede zu den gelaufenen Care-Mob-Aktionen möchten wir auch unseren dazugehöriger Flyer ‚who cares?‘ mit euch teilen, hier als pdf zum download.

All dies ist für uns ein Teil feministischer Interventionen, einerseits in die auch eigene Bewegung, Analyse und Kritik. Andererseits auch als weiterer Schritt dazu, dass Unsichtbare sichtbar zu machen, denn: ‚ohne kochen, putzen, pflegen, sorgen, kurz: ohne Care – geht nix mehr!‘
Dabei wollen wir uns auch bei Allen die dabei waren und dabei sind bedanken, ohne eure Unterstützung wer all das Erlebte und Getane so nicht möglich geworden!

In diese Sinne: Auf zum Care-Mob, und hier unsere dazugehörige Rede:
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„Wir sind alle Çapulcu! Wir sind alle Marodeure! Taksim ist überall!“

Aufruf der Interventionistischen Linken (iL)

taksimWir schreiben diese Zeilen am Tag des Versuchs der türkischen Polizei, den Taksim-Platz und den Gezipark zu räumen. Nach 14 Stunden harter Kämpfe zunächst zum Rückzug gezwungen, griff die Polizei am Abend erneut, diesmal noch brutaler an, wortwörtlich dem Ministerpräsidenten Erdogan folgend, der zuvor das „Ende der Toleranz“ für die „Marodeure“ des Taksim-Platzes erklärt hatte: „Wir werden Provokateure und Terroristen verfolgen – niemand wird davon kommen“. Im Augenblick ist nicht klar, welchen Verlauf diese Nacht nehmen wird. Doch wird die Auseinandersetzung nicht nur in Istanbul, sondern auch in vielen anderen Städten der Türkei fortgesetzt, auch in den nächsten Tagen und Nächten.

Wir rufen dazu auf, den Widerstand auch auf die Plätze deutscher Städte zu tragen. Ein breites Bündnis deutscher, türkischer und kurdischer Linker plant schon zum kommenden Samstag (15. Juni) Demonstrationen vermutlich in Hannover, Düsseldorf, Mannheim und Berlin, für die darauf folgende Woche wird eine zentrale Kundgebung in Köln vorbereitet. Wir werden dabei sein.

Frankfurt und Istanbul. Weltweit gleichen sich die Bilder – trotz der Unterschiede im Ausmaß und in der Intensität dessen, was sie sichtbar machen: Brutalisierte Polizeieinheiten kesseln Demonstrant*innen ein, jagen die Menschen mit Wasserwerfern über Straßen und Plätze, stürzen sich zu dritt oder zu viert auf Einzelne, verdrehen Festgenommenen Arme und Beine, setzen ohne jede Rücksicht auf Unbeteiligte, ohne Rücksicht auch auf Alte oder Kinder Tränen- und Pfeffergas ein, schlagen mit ihren Knüppeln gezielt auf Journalist*innen, Sanitäter*innen, Rechtsanwält*innen ein. Wer auch immer ihr jeweiliger Dienstherr ist, der türkische oder der hessische Innenminister: umstandslos eignen sich die paramilitärisch hochgerüsteten Rollkommandos vorgeblich demokratischer Staatsmacht zum Einsatz auch im Auftrag diktatorischer Regimes. Daran ändert sich nichts, wenn das Oberkommando der Polizei eine Woche später Grußsignale über alle Frequenzen sendet: Wir wissen, dass sie bei nächster Gelegenheit wieder zuschlagen werden, unter der Anleitung irgendeines anderen Ministers, irgendeines anderen Ordnungsdezernenten.
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Willkommen in der marktkonformen Demokratie – Zum Blockupy-Polizeieinsatz

Unter dem Artikel findet ihr noch weitere Links sowie eine kleine Presseschau.

Anmerkungen zum Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demonstration in Frankfurt, garniert mit Zitaten aus dem Ticker der Frankfurter Rundschau. Der Text stammt von einem, der nicht dabei sein konnte – detaillierte Vor-Ort-Berichterstattung kann er nicht bieten. Die Schilderungen der Ereignisse sind unterschiedlichen Presseberichten, Livetickern und Twitterkanälen entnommen.

13.01 Uhr: Die Polizei plant offenbar, die Demo zu spalten. Der linksradikale Block zu Beginn der Demo soll vom Rest des Aufzuges getrennt werden. Es habe „massive Straftaten“ gegeben, sagt die Polizei. So seien Menschen vermummt und mit Schutzkleidung passiv bewaffnet.

Bereits kurz nach Beginn der Demonstration kam es zu ersten organisierten Gewalttaten: Bewaffnete Vermummte drängelten sich in großer Zahl von außen mitten durch die friedliche Demonstration, wer im Weg stand und nicht schnell genug auswich, wurde zur Seite gestoßen. Der Zug wurde zweigeteilt, der vordere Teil komplett umringt und abgeriegelt – kein Vor und kein Zurück mehr für die mehreren hundert Eingekreisten. Protest gegen dieses rüpelhafte Verhalten wurde wiederum mit Schubsereien, Schlägen und Pfefferspray beantwortet.
So sieht es aus, wenn die Polizei einen großen Demonstrationszug „stoppt“ und den antikapitalistischen Block an seiner Spitze einkesselt. Begründung für den Einsatz: „Schwere Straftaten“, nämlich die Vermummung einzelner Teilnehmer_innen und das Mitführen „passiver Bewaffnung“.
Bewaffnung ist eigentlich dazu da, andere anzugreifen und zu verletzen. Bei der passiven Bewaffnung allerdings sollte man das Wort „passiv“ betonen und sich auf der Zunge zergehen lassen: So werden im deutschen Versammlungsrecht Kleidungsstücke und andere Gegenstände bezeichnet, die dazu dienen können, die Wirkung von Gewalttaten seitens der Exekutive abzuschwächen. Dabei gibt es einen großen Auslegungsspielraum. Helme werden z.B. dazu gezählt, manchmal Lederjacken – ein Stoß mit dem Schlagstock in die Nieren tut eben weniger weh, wenn er auf eine Leder- anstelle einer Baumwolljacke trifft – oder Schutzbrillen, die verhindern, dass Reizgas direkt in die Augen gelangt. Manchmal auch Regenkleidung, die nicht nur bei Regen, sondern auch bei Wasserwerfereinsätzen dafür sorgen kann, dass ihre Trägerin trocken bleibt. Am Samstag in Frankfurt also will die Polizei im antikapitalistischen Block viele Menschen ausgemacht haben, die sich mit derlei Ausrüstung gegen Polizeigewalt gewappnet und so gegen das Versammlungsrecht verstoßen haben.
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Blockupy / Care-Mob – Info-Veranstaltung

Let’s care! Let’s blockupy! – feministisch!

superheldinWenn von ‚der Krise‘ die Rede ist, wird oft über Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Akkumulationskrise, Euro-Krise und seit Neuestem von der Vielfach-Krise geredet. Gegen deren vorherrschende Bewältigungsstrategien formiert sich dabei zunehmend auch internationaler Widerstand. Blockupy möchte in diesem Rahmen ein Teil dieser Bewegungen sein – ein Kristallaktionspunkt für (internationale) Vernetzung, Austausch und direktem Eingriff in den kapitalistischen Normalbetrieb.

Zusammen mit euch wollen wir diesen Normalbetrieb stören, unsere Kritik jedoch nicht allein auf vermeintliche Machtzentren fokussieren, sondern die Arbeiten und Bedürfnisse in den Fokus rücken, die für uns ein Zusammenleben erst möglich machen.
Selbige werden im Kapitalismus und Patriarchat jedoch zugunsten von Produktionsarbeit permanent abgewertet, kostengünstig an Frauen* deligiert, ins Private geschoben und unsichtbar gemacht: Uns geht es ums „Fürsorgen, Besorgen, Umsorgen, Entsorgen, Versorgen“ – kurz: Care-Arbeit – früher meist Reproduktionsarbeit genannt.
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Lets Care! Lets Dance! Lets Blockupy! – feministisch!

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – care revolution!

Blockupy ruft auch in diesem Jahr zu europäischen Tagen des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europäischen Union auf. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir zusammen den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher

Banken und Konzerne – Profiteuren dieser Politik.

Wir sind Teil dieses Protestes und wollen ihn mit queer-feministischen Interventionen verschärfen: Am Freitag wird es vormittags eine queer-feministische Tanzblockade geben. Wir wollen die herrschenden Verhältnisse zum Tanzen bringen! Gleichzeitig werden sich schon am Morgen kleinere Care-mobs bilden, die mit verschiedenen Aktionsformen und Blockaden dezentral in der Stadt unterwegs sein werden. Ziel der Care-mobs könnte sein, Reproduktionsverhältnisse und die Krise der Reproduktion sichtbar zu machen. Am Nachmittag werden wir uns dann zu einem größeren Care-mob zusammenschließen. Auf der Demonstration am Samstag werden wir unsere Kritik deutlich machen und im Rahmen eines queer-feministischen Blocks zur “Care revolution” aufrufen! Kommt im Camp vorbei, erkundigt euch, tragt mit euren Ideen dazu bei, den Widerstand gegen die Krise und die Einschränkung unserer Leben in die Öffentlichkeit zu tragen.

Unsere Doppelbelastung heißt Kapitalismus und Patriarchat!
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Interveniert, denn es geht ums Ganze!

ilug
Acht Argumente für eine radikale Linke bei Blockupy

Eine Mitteilung der Interventionistischen Linken & des …ums Ganze! ¬ Bündnisses

iL:BLOCKUPY – weil wir uns gegen eine Krisenpolitik wehren müssen, die unsere Lebensbedingungen verschlechtert und unsere Selbstbestimmung angreift.

Die Krise ist weder abstrakt, noch ist sie weit weg von uns. Sie zeigt sich nicht nur in der sozialen Katastrophe in Griechenland oder in der Massenarbeitslosigkeit in Spanien. Sie begegnet uns nicht nur in den innereuropäischen Armutsflüchtlingen, die noch in einem 400-Euro-Job in der BRD mehr Perspektive sehen als in ihren Herkunftsländern, in denen vielfach Migrant_innen aus nicht-EU-Ländern schuften und um ihren kargen Lohn betrogen werden.
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Krise – Kritik – Alternativen

VA Sablowski

26.04 | 18 Uhr | CNMS – Deutschhausstraße 12 | Marburg

Veranstaltung mit Thomas Sablowski

„Am 1.Mai 2013 sind alle aufrechten Deutschen dazu aufgerufen, ein machtvolles Zeichen gegen Euro und Großkapital zu setzen.In Frankfurt am Main sitzt mit der Europäischen Zentralbank (EZB) eine der Hauptinstitutionen des politischen Systems und damit eines der Krebsgeschwüre unserer Zeit.“

Aha. So sieht man das also bei der NPD, und deswegen will man am 1. Mai in Frankfurt demonstrieren. Zentralbank und Währung sind schlecht, weil sie europäisch sind und nicht mehr national. Die EZB ist böse, weil sie über die Geldmengenregulierung Geld aus dem Nichts schafft und so Inflation produziert. Darunter leiden die „Völker“. Als hätten nicht schon Reichs- und Bundesbank genauso gearbeitet wie heute die EZB. Was die Leserin jetzt hoffentlich nicht überrascht: In der Analyse der NPD kommen zwar irgendwie wichtige Begriffe vor — Geld, Leitzins, Schulden
usw. — das Ergebnis dieses Assoziationspuzzles fällt aber sehr dümmlich aus. Entsprechend gefährlich sind die politischen Schlussfolgerungen: der übliche Fascho-Quatsch. Grund genug, sich am 1. Mai an der Verhinderung der NPD-Aktion zu beteiligen.

Nur ist damit nicht ausgemacht, wie man denn klüger über die Bedeutung des Euro, die Politik der EZB und die globale Krise redet, die uns inzwischen auch schon über fünf Jahre begleitet. Erst Banken- und Finanzkrise, dann plötzlich allüberall Staatseingriffe in den zuvor heilig gesprochenen „freien Markt“, jetzt eine Staatsschuldenkrise nach
der anderen. Immer dabei: die arroganten TechnokratInnen aus Berlin, Frankfurt, Brüssel und Washington, die den Anderen erklären, welche Teile der öffentlichen Infrastruktur sie verticken sollen, welche Maßnahmen dazu dienen, das Arbeitsrecht zu schleifen, welche Löhne und Sozialleistungen dringend gekürzt werden müssen. Und dann gibt es noch die, die auf einen großen Geldhaufen geboren wurden, und es offenbar für ihr Geburtsrecht halten, dass dieser Haufen immer größer wird. Überall: in Deutschland, in Griechenland, in Italien, in allen Ländern dieser Erde sitzen sie und können tatsächlich zugucken, wie der Haufen wächst.

/Abschaffen, abschaffen?, abschaffen!/

Hat da der Teufel hingeschissen, oder wie funktioniert das? Wie hängen die verschiedenen Seiten und Etappen der Krise miteinander zusammen? Was ist davon zu halten, wenn das, was wir da beobachten, als „strukturell bedingte Krise des Kapitalismus“ bezeichnet wird? Und wenn da was dran ist: Ist es dann überhaupt gerechtfertigt, das Handeln der herrschenden Klasse zu kritisieren, oder können die und EZB, IWF und Bundesregierung auch für alles nix? Oder verhält es sich andersrum, und wir haben es mit einem Zombie namens „deutscher Imperialismus“ zu tun? Haben nicht
zuletzt vielleicht die „schönen Seelen“ Recht, die uns erklären, dass eine Kritik an dem Handeln einzelner Akteure unterkomplex und verkürzt, somit politisch verwerflich und letztlich ohnehin strukturell antisemitisch ist? Wie kann eine zeitgemäße Analyse und Kritik der jüngsten Transformationen des Kapitalismus aussehen, die fernab von Verkürzungen und der Produktion von Illusionen die Perspektive des politischen Handelns einnimmt?

Wichtige Fragen, schließlich wollen sich ab dem 30. Mai die plüschophilen Völkervermischer, die Internationalistinnen und Kosmoproleten, die Gewerkschafterinnen und attacies in Frankfurt versammeln, um vor der EZB die Zelte des Protestes aufzuschlagen. Ist das sinnvoll? Können sie gar einen Beitrag leisten zur Verkürzung des Kapitalismus?