Archiv der Kategorie 'Recht auf Stadt'

Podcast_Decolonize your city _Noa Ha

Der Vortrag von Noa Ha „Decolonize your city. Prozesse von Rassifierung im Kontext neoliberaler Stadtproduktion“ ist jetzt auch online. Das ganze könnt ihr euch hier herunterladen oder hier direkt anhören:

https://soundcloud.com/gruppe_dissident/decolonize-your-city-noa-ha

[Sprache: deutsch]

Noa Ha wir auch auf dem diesjährigen BUKO sein, der Ende dieser Woche in Leipzig unter dem Motto „Alle oder nirgends“ stattfindet.

Domestic Utopias – Feministische Wohnutopien der Moderne revisited – Zeit und Ort stehen fest

Zeit und Ort für unsere Veranstaltung mit Felicita Reuschling am 19. Mai stehen endlich fest: 20 Uhr im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14 im Raum +2/0090!

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Hier nochmal der Ankündigungstext:
Das Bild der Revolution war in der Arbeiterbewegung traditionell auf Öffentlichkeit und die Aneignung von zuvor privatisierten industriellen Produktionsmitteln gerichtet. Der Organisation der Lebensform wurde weniger Beachtung geschenkt. Demgegenüber wird der Input – anknüpfend an die Ausstellung »Domestic Utopias« – Konzepte aus dem 20. Jahrhundert für eine »grand domestic revolution« vorstellen.
Im Anschluss an den Input zu den vorwiegend historischen Beispielen gibt es Gelegenheit aktuelle Wünsche und Erfahrungen mit Wohnutopien dazu in ein Verhältnis zu stellen. Was erscheint veraltet oder futuristisch und in welchem Kontext werden heute feministische Wohnutopien diskutiert?

Veranstaltungsreihe: „Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die umkämpfte Stadt.“

„Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die
umkämpfte Stadt.“

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Wer wohnt wo, und was wird wo verkauft? Wer kann sich wo in der Stadt
frei aufhalten? Was lächelt dich da vom nächsten Werbeplakat an? Was hat
es eigentlich mit diesem „Recht auf Stadt“ auf sich, von dem immer alle
reden? Für wen und von wem wird dieses Recht erstritten? Und was haben
zum Beispiel die Kämpfe der Refugees auf dem Berliner Oranienplatz mit
Widerstand gegen Zwangsräumungen und mit sozialen Zentren zu tun? Indem
wir uns und euch diese Fragen stellen, wollen wir die immer lauter
werdende Forderung nach einem Recht auf eine Stadt für alle mit anderen
emanzipatorischen Bewegungen und Kämpfen verknüpfen. Es geht dabei um
Rückaneignungen und selbstbestimmte Gestaltung von Räumen, die ansonsten
kapitalistisch verwertet und nach sexistischen und rassistischen Normen
vereinheitlicht werden. So schauen wir etwa auf historische Formen des
Widerstands in Marburg, setzen uns mit postkolonialen Perspektiven auf
Stadt auseinander, fragen nach feministischen Wohn-Utopien und basteln
selber an der bunteren Stadt von morgen.

Hier gibt es das Programm inklusive Ankündigungstexte zu den einzelnen
Veranstaltungen:

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Rote Flora bleibt!

„In Hamburg überschlagen sich derzeit verschiedene Ereignisse. In mehreren ungelösten Konflikten setzt der Senat auf eine harte Linie und Auseinandersetzungen. Besonders dramatisch stellt sich die Situation für die Flüchtlinge aus Lampedusa dar, aber auch die Bewohner_innen der Esso-Häuser auf St. Pauli stehen einem kompromisslosen Senat gegenüber und das seit 24 Jahren besetzte Stadtteilzentrum Rote Flora ist wieder zu einem Ort der Auseinandersetzung geworden. Eine bundesweite und internationale Demonstration am 21. Dezember soll deutlich machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte die Rote Flora angegriffen werden. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei in aktuellen Kämpfen um den Erhalt der Esso-Häuser, dem Bleiberecht der Flüchtlinge und der radikalen Kritik an Repression und Gefahrengebieten.“

Hier gibts den kompletten bundesweiten Aufruf, auch zum selber ausdrucken und verteilen: http://florableibt.blogsport.de/images/flugblattsp.pdf

Jetzt schonmal der Hinweis, dass es wohlmöglich Busse aus Gießen, Kassel und auch Göttingen geben wird – Haltet die Augen offen – Wir informieren euch ggf. über Ankündigungen und wo es wie Tickets geben wird!

Für die Ausweitung der Kämpfe!

Nacht-Tanz-Demo für ein Recht auf Stadt!

Wir unterstützen den Aufruf der (T)Raumklinik und rufen ebenfalls auf zur Teilnahme an der Nacht-Tanz-Demo gegen hohe Mieten und für ein soziales, autonomes Zentrum!

Hier findet ihr den Aufruf:
https://raumklinik.wordpress.com/kommende-veranstaltungen/nacht-tanz-demo-26-10/

Treffpunkt: 26.10. / 19h am Elisabeth-Blochmann-Platz (zwischen Mensa und Erlenring-Center)

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen!

(T)Raumklinik bleibt stabil und geht weiter!

Nach Hausbesetzung, Räumung und fettem inhaltlichen Programm geht die praktische Beantwortung der Frage „Wem gehört die Stadt?“ weiter.

(T)Raumklinik

Bei einem Nachbereitungs-Grillen soll es die Möglichkeit geben, in entspannter Atmosphäre Erfahrungen auszutauschen. Beginn ist am Dienstag, 6. August., 18:00 Uhr im Bettenhausgarten.

Weiter gehts mit einem Treffen, auf dem weitere Schritte und Aktionen beraten werden, aber auch ein Umgang mit den Strafanzeigen der Unileitung gefunden werden soll. Donnerstag, 8. August, um 20:30 Uhr im Cafe am Grün.

Zwangsräumungen verhindern! Wohnraum vergesellschaften!

Solidaritätserklärung im Rahmen der Aktion „Zwangsräumungen verhindern!“

Am Mittwoch, den 27.02. 2013, sollte die 67- jährige Rosemarie F. aus ihrer Wohnung in Berlin Reinickendorf geräumt werden – wegen vermeintlicher Mietschulden, für die das Sozialamt aufkommen muss und obwohl ihr, laut ihrem den Aussagen ihres Arztes „[…] der Stress einer Wohnungsräumung absolut nicht zumutbar […]“ sei. In letzter Sekunde wurde die Räumung per Gericht mindestens bis zum 6. März ausgesetzt – ein erster Teilerfolg für die 200 UnterstützterInnen vor Ort. Die übertriebene Polizeipräsenz und das bereits begonnen worden war die Wohnungsschlösser auszutauschen, hätten sich die Behörden also getrost sparen können.
Reinickendorf

Fälle wie der von Rosemarie F. häufen sich. In Berlin gibt es ca. 20 Zwangsräumungen pro Tag. So wurde erst vor zwei Wochen die Familie Gülbol durch ein massives Polizeiaufgebot aus ihrer Wohnung in Berlin Kreuzberg geräumt – trotz dem solidarischen Protest von 1000 AnwohnerInnen. Dies zeigt, dass Zwangsräumungen nicht mehr still und leise durchgeführt werden können, sondern auf lauten und entschlossenen Widerstand treffen!
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Forderungen der BesetzerInnen der Fronhofschule

Wir dokumentieren die Forderungen der BesetzerInnen der Fronhofschule:

Wir, die Besetzer_innen der alten Fronhofschule, wollen hier unsere Bedürfnisse und Forderungen artikulieren:

Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Gerade Menschen mit geringen Einkünften müssen die Möglichkeiten haben in jedem Teil der Stadt wohnen und leben zu können.

Wohnraum muss geschaffen werden und erschwinglich sein, jenseits kapitalistischer Profit- und Verwertungslogik! Das bedeutet einen demokratischen Prozess von der Entstehung bis zur Umsetzung!

Einen so gestalteten sozialen Wohnungsbau fordern wir von der Stadt Marburg! Denn Wohnraumknappheit bedeutet besonders eine Zuspitzung der Verhältnisse für diejenigen, die sich kein Haus kaufen können.

Wir fordern einen Stopp der Privatisierung öffentlichen Raumes! Es darf nicht sein, dass die Stadtverwaltung Gebäude, wie die alte Fronhofschule, in private Hände gibt. Im Gegensatz dazu wollen wir eine Vergesellschaftung von Wohnraum!

Wir fordern, dass die demokratische Gestaltung des öffentlichens Raums einen höheren Stellenwert als Privateigentum hat und sich damit einer kapitalistischen Logik entzieht!

Es kommt auch darauf an wie der Wohnraum beschaffen ist: Wir wollen keine anonymen Wohnblöcke, sondern Platz für gemeinschaftliches, selbstverwaltetes gutes Wohnen!

Für ein soziales, selbstverwaltetes, politisches Zentrum!

Wir wollen einen Raum zur Organisierung kulturellen, sozialen, politischen und generationsübergreifenden Zusammenlebens! Dieser Raum soll frei zur kreativen und gemeinschaftlichen Gestaltung im Stadtteil sein! Er soll unseren Bedürfnisse angepasst und möglichst zugänglich sein!

Was bedeutet solch ein Freiraum für uns? Freiraum bedeutet für uns die Möglichkeit eines unkommerziellen Raumes ohne Diskrimierungen! Gleichzeitig wollen wir eine größtmögliche Offenheit!

Wir wollen diesen Raum zum Beispiel nutzen für Stadtteilpolitik, politische Infoveranstaltungen, Musik, Theater, Workshops, Graffiti, Seniorencafe, Spieleecke oder einen Proberaum. Die konkrete Ausprägung des Zentrums wird sich im Prozess ergeben und konkretisieren. Dabei sind wir für alle Ideen offen.

Das nächste Treffen der Initiative findet am Donnerstag um 20:30 Uhr im Cafe am Grün statt! Kommt zahlreich – dort beschließen wir unsere weiteren Aktionen!

Transpiaufschriften:
„Mietenwahnsinn stoppen“
„Den Hausfrieden aufkündigen“
„Ob Marburg, Göttingen oder Westend – Hauptsache besetzt“
„Luxus für alle“
„Besetzt Häuser keine Länder“

Erklärung der BesetzerInnen der Fronhofschule

Hier wollen auch wir den Aufruf des Plenums der Besetzer_innen der alten Fronhofschule veröffentlichen:

Für unser Recht auf unsere Stadt!

Wohnraum vergesellschaften, soziale Zentren schaffen!

Wohnraum wird in Marburg und anderswo zunehmend unbezahlbar, während ganze Städte für Investor_innen und Makler_innenbüros ein immer attraktiverer Standort werden. Menschen werden aus der Innenstadt und ihren Wohnungen gedrängt und auf Wohnungssuche werden wir zu anderen Menschen in Konkurrenz gesetzt. Die Probleme Wohnungsnot, Mietwahnsinn und die Zurückdrängung öffentlichen Raumes kommen nicht von ungefähr.

Die Stadt setzt seit Jahren auf freien Wohnungsmarkt statt sozialen Wohnungsbau, auf private Investor_innen statt auf die Finanzierung von Wohnungsbaugenossenschaften, auf freien Markt statt Sozialquote, auf Verwertung statt Selbstverwaltung.

Es reicht! Wir nehmen uns heute dieses Haus und setzen so ein deutliches Zeichen und gehen die Probleme nun selbst und gemeinsam an!

Wir wissen, dass die herrschende Situation Ausdruck politischer Entscheidungen und kapitalistischer Inwertsetzung ist. Auch der Umgang mit diesem Haus wurde selbiger Logik unterworfen. So wurde auch das Gebäude der Fronhofschule von der Stadt dem freien Markt zugänglich gemacht, schließlich an die meistbietende Person für 1,1 Millionen Euro verkauft und damit privatisiert.

2006 wurden die Bewohner_innen des selbstverwalteten antifaschistischen studentischen Wohnheims „Collegium Gentium“ von der Uni alternativlos aus ihren Wohnungen geschmissen. Die anschließende Besetzung der ehemaligen Frauenklinik wurde noch in der selben Nacht auf Veranlassung der Uni geräumt und das Gebäude danach unbewohnbar gemacht – ja, wir sprechen über die Frauenklinik, die bis vor wenigen Wochen ganze 6 Jahre lang stand. Aber eben leer!

Dagegen setzen wir unseren Widerstand! Kommt rein ins Haus! Beantworten wir endlich gemeinsam die Frage „Was tun?“

Ideen gibt es genug: In Berlin wurde nach spanischem Vorbild vor kurzem mit mehreren Menschen gemeinsam mehrfach eine Zwangsräumung verhindert. Deswegen erklären wir uns auch mit der heutigen Demo in Berlin solidarisch – keine Zwangsräumungen nicht in Berlin und nirgendwo!

Auch in in Frankfurt/Main kam es im Dezember und in Göttingen erst vor wenigen Wochen ebenfalls zu Hausbesetzungen. Außerdem beweisen lokale Mietshäusersyndikate wie das Bettenhaus oder andere Hausprojekte tagtäglich, dass es möglich ist den eigenen Wohnraum bezahlbar zu gestalten und ihn selbst und demokratisch zu verwalten. Voraussetzung dafür ist aber, Häuser dem Markt, also der kapitalistischen Verwaltungs- und Eigentumslogik zu entziehen!

Wir wollen nicht nur wohnen, sondern auch leben! Dafür braucht es mehr selbstverwaltete und öffentliche Räume, die auf nicht kommerzieller Basis für politische Arbeit, Veranstaltungen, Theater, Bandproben oder einfach als Aufenthaltsort zur Verfügung stehen.

Wir sind der Meinung, dass wir alle an der Produktion und Reproduktion dieser Stadt und was sie ausmacht beteiligt sind. Wir haben alle das kollektive Recht nicht nur auf das Entstandene, sondern auch auf die Entscheidung darüber, was wo und wie entstehen soll Einfluss zu nehmen.

Dafür nehmen wir uns heute dieses Haus, setzen gemeinsam ein Zeichen und schaffen einen Raum für Diskussion und Planung: Ein Haus für alle die nicht einverstanden sind! Ein herrschaftsfeier Raum ohne Ausgrenzung, mit gegenseitigem Respekt – die Tür ist offen! Die Verwertungslogik zurückdrängen! Bedürfnisse statt Profite!

Wohnraum vergesellschaften. Soziale Zentren schaffen!

Für unser Recht auf unsere Stadt! KOMMT VORBEI!

+++ 9./10. Februar 2013 +++ alte Fronhofschule +++ Schulstraße 14 +++ Marburg +++