Archiv der Kategorie 'Antimil'

Mit Trauer, Wut und Bestürzung

Erklärung der Interventionistischen Linken (iL) zu den Morden an 3 kurdischen Aktivistinnen in Paris am 09.01.2013

Mit Trauer, Wut und Bestürzung haben wir von den Morden an den 3 kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez am 09.Januar 2013 in Paris erfahren.

Wie auch die kurdischen Genoss_innen fordern wir die umgehende, lückenlose Aufklärung des Verbrechens.

Besondere Bedeutung bekommt die Tat, weil es ein Angriff auf die revolutionäre, kurdische Frauenbewegung darstellt, in der die 3 Frauen aktiv waren. Für den Prozess zum Frieden und zur Lösung der kurdischen Frage ist es ein schwerer Schlag, für die Demokratisierung der Gesellschaft und die Befreiung der Geschlechter ein noch größerer.

Wir verurteilen die fortgesetzte Praxis extralegaler Hinrichtungen von als „Terrorist_innen“ bezeichneten Menschen, nun auch mitten in Europa. Dies und die undifferenzierte Berichterstattung über dieses Thema zeigen die Grenzen des Modells „westliche Demokratie“ auf, welches gerade auch in die Nahost-Region und nach Kurdistan exportiert werden soll.

Nötig sind jedoch keine Patriot-Einheiten und andere Exportprodukte aus Europa, sondern eine Friedenslösung für die Region, die auf der Autonomie der Bevölkerung basiert. Genau hier waren die drei Frauen aktiv.
Trotz der Morde, trotz Waffenlieferungen, trotz Geheimdienstoperationen: Kurdistan wird frei sein. Keine Frage.
Hasta siempre compañeras!

In Solidarität,
Interventionistische Linke, Düsseldorf, 21.01.2013

Antifa Teheran – bundesweiter Aktionstag am 8.März

Gegen religiösen Fundamentalismus, Sexismus und Homophobie – Nieder mit dem islamistischen Regime im Iran! Solidarität mit den iranischen Feministinnen!
Aufruf zum 2. bundesweiten Iransoli-Aktionstag am Weltfrauentag, 8. März 2010.

Eine grimmig dreinblickende Frau mit verrutschtem Kopftuch schleppt eine Hand voll Steine, im Hintergrund rauchende Barrikaden; eine junge Frau schreit und streckt dabei die Faust in die Luft; eine dritte liegt auf dem Boden, Blut rinnt ihr aus Mund und Nase – sie stirbt, erschossen von Milizen auf einer Demo, sie hieß Neda. Diese Bilder aus dem Iran 2009 gingen um die Welt.
Der iranische Aufstand, der sich zunächst gegen eine allzu dreiste, putschartige Wahlfälschung seitens Präsident Mahmoud Ahmadinedschad richtete, weitete sich aus zu einem Aufstand gegen die herrschende Zustände und für Freiheit, Menschenrechte und eine Lebensperspektive. Getragen wird er hauptsächlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – sie machen 70% der iranischen Gesellschaft aus – und in erster Linie von Frauen; jungen, geschminkten, sich den islamischen Kleidernormen widersetzenden Frauen, die mit ihren Stöckelschuhen auf Pasdaran-Milizen und Polizei losgehen.
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Frieden in Kurdistan, Freiheit für Öcalan!

Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses Rizgarî zu Protesten am 12.12.2009 in Marburg und Gießen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

wir, das „Bündnis Rizgarî“ (Bündnis Befreiung) rufen Sie/Euch dazu auf, sich an dem Protest gegen die anhaltende Verfolgung und Unterdrückung von Kurdinnen und Kurden, sowie die menschenverachtenden Haftbedingungen von Abdullah Öcalan und aller politischen Gefangenen zu beteiligen.
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Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. international

Hier zwei Fotoimpressionen aus Kurdistan.

Kurdistan1

Kurdistan2
Aufgenommen während des Internationalen Camps im Rahmen des Mesopotamischen Sozialforums (MSF) in Amed/ Nordkurdistan.
Amed Camp 2009

Edit: Leider sind die Bilder sowie die Seite des Amed Camps nicht mehr online.

Eine erste Einschätzung aus den Reihen der Interventionistischen Linken (IL): Ungehorsam im CS-Nebel

übernommen von: http://www.dazwischengehen.org

Ein Blick auf BLOCK NATO und die Proteste in Strasbourg

Von den Protesten gegen den NATO-Gipfel werden wohl vor allem die Bilder brennender Gebäude und die Rauchsäulen über Strasbourg in Erinnerung bleiben. Dass Protest zielgerichtet verhindert wurde, davon ist ebenso wenig nach Strasbourg die Rede, wie von den erfolgreichen Blockadeaktionen in der Innenstadt. Eine erste Einschätzung aus den Reihen der Interventionistischen Linken (IL) zu den Fallstricken, Unzulänglichkeiten, Erfolgen und Begleitumständen der Proteste am 4. April. Dieser Artikel wird in der nächsten Ausgabe von ak 538 erscheinen.

Strasbourg, 4. April 2009, 6 Uhr: Etwa 400 AktivistInnen von BLOCK NATO versammeln sich auf dem Place de l’Université unweit der beiden nur mit Sonderausweis zugänglichen „orangenen Zonen“. Die meisten von ihnen haben die Nacht im Zentrum von Strasbourg verbracht, andere kommen aus zwei Reisebussen dazu, die wie durch ein Wunder bis hierhin durchgekommen sind. Nach einer Megaphonansage setzt sich die Menge in Richtung des Kongresszentrums in Bewegung, in dem der NATO-Gipfel in wenigen Stunden tagen soll. (mehr…)

Rede der interventionischen Linken in FFM 28.3.


Die IL in FFM

Die IL in Berlin

Das System in dem wir leben gilt als Garant für Demokratie, Wohlstand, Frieden und Menschenrechte. Kapitalismus und Patriarchat gewähren aber keine Demokratie und keine Rechte. Kapitalismus und Patriarchat sind die permanente Entrechtung, die permanente Zurichtung, die permanente Krise. Sie basieren auf Krieg. Nach außen, indem das Kapital der Metropolen versucht die Kontrolle über Rohstoff- und Energievorräten der Welt militärisch zu sichern und das globale Armutsgefälle aufrecht erhält. Aber auch nach innen gegen uns selbst, mit der Produktion eines Heers von Ausgeschlossenen, Entrechteten, Überflüssigen und der Eindämmung gesellschaftlicher Widerstände durch Maßnahmen der innere Sicherheit. (mehr…)

Kommt zum antikapitalistischen / antimilitaristischen Block auf der 28.März-Demo

Treffpunkt/Auftakt: 12 Uhr am Hbf Kasierstraße/Elbestraße

Zu diesem kämpferischen antikapitalistisch-antimilitaristischen Block laden ein: das regionale NoNato-Aktionskomitee, Gruppen der Interventionistischen Linken (iL) aus Rhein-Main, Mittelhessen und Mittel- und Süddeutschland, Gruppen aus der Erwerbslosen- und Hartz IV Bewegung, antikapitalistische und antifaschistische Gruppen.
Unser Block steht für die Absage an den „Rettungspakt für Deutschlad“, für den Kampf gegen Militarismus und Krieg – und dafür, nicht auf den Staat zu vertrauen, sondern die Sache selber in die Hand zu nehmen. Um auf der ansonsten wohl ziemlich gewerkschaftlich und Linkspartei dominierten Demo eine starke und linksradikale Note zu prägen ist unser Treffpunkt so gewählt um entsprechend weit vorn die Demo anzuführen.
Wir werden dort mit eigenem Lauti und einem Fronttranspi „Die Krise heißt – Kapitalismus – ist Krieg. Für die soziale Revolution“ präsent sein.

Kapitalismus heißt Krieg, globale Ausbeutung und Ungleichheit!
Die Krise verschärft Unsicherheit und treibt die globale Konkurrenz an und führt zu neuen Spaltungen. Diese sind Nährboden autoritärer Lösungen. Damit einher geht eine permanente Kriegs- und Interventionspolitik aller Staaten, die um die globale Vorherrschaft ringen. Standortnationalismus und protektionistische Tendenzen der ‘Mitte’ können auch ‘völkische’ Antworten der Rechten auf die Krise stärken. Dagegen müssen wir nach transnationalen Wegen des Widerstands und der Solidarität suchen.

* Globale Solidarität statt globaler Kapitalismus!
* Bekämpfung der Armut statt Bekämpfung der Armen!
* Auflösung der Nato! Weltweite Abrüstung statt weiterer Militarisierung!

Wenn die Herrschenden eine „Neugründung des Kapitalismus“ (Sarkozy und Merkel) fordern, sagen wir: Der Kapitalismus kann die globalen Probleme wie Armut, Unsicherheit, Klimawandel und Umweltzerstörung, Kriege und Demokratieabbau nicht lösen – er verursacht sie! Da hilft auch kein Appell an die Politik und der Glaube an den Staat. Unsere Kämpfe für die konkreten Verbesserungen unserer Lebensbedingungen sind Ausgangspunkt für eine grundsätzlich andere, globale Gesellschaftsordnung – jenseits von Krise und Kapitalismus!

Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft! Politischer Streik gegen die Krisenfolgen!
Gegen die Krisenfolgen – für eine Welt ohne Kapitalismus:
Gemeinsam gegen Standortkonkurrenz – für globale Solidarität!

WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE!
EINE WELT ZU GEWINNEN —
JENSEITS VON KRISE, KRIEG UND KAPITALISMUS!
SO WIE ES IST, BLEIBT ES NICHT.

Double Feature

Wir Zahlen nicht für eure Krise! – 28. März 2009 – Kommt zu den Demonstrationen!

Nato Summit 2009 – Pappsatt

60 JAHRE NATO – KEIN GRUND ZUM FEIERN

1.-5. April Strasbourg | Baden-Baden
Still not loving capitalism – Kein Frieden mit der Nato!


Der Widerspruch könnte größer nicht sein: Festbankette, Gruppenbild mit Dame vor beschaulicher Kulisse, salbungsvolle Einlassungen zum Thema Frieden und Freiheit – um ein Militärbündnis zu feiern, das weltweit in Kriegen und Flüchtlingsabwehr aktiv ist. Für die Nadelstreifen, Kostümchen und Ausgehuniformen mag es tatsächlich Grund zur Freude geben, verdanken sie ihrem gemeinsamen Verein – der Nato – doch die militärische Absicherung ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht. Gegründet als antikommunistisches Militärbündnis der kapitalistischen Staaten gegen die Sowjetunion hat sie auch nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus nicht an Bedeutung verloren. Im Gegenteil finden seit einigen Jahren Erweiterungen und Umstrukturierungen zu einer globalen Interventionsmacht statt, um in Zeiten von Klimawandel, Energie- und Nahrungsmittelkrisen, „unkontrollierter Migration“ und „Terrorismus“ die ökonomische Spitzenposition des Westens und den Zugang zu Rohstoffen für dessen kapitalistische Akkumulation zu sichern.
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EINE WELT ZU GEWINNEN — JENSEITS VON KRISE, KRIEG UND KAPITALISMUS

SAMSTAG | 28. MÄRZ 2009 | 12 UHR | FRANKFURT/MAIN | Hauptbahnhof | antikapitalistischer & antimilitaristischer Block


Globaler Sozialer Widerstand gegen ein Abwälzen der Krisenfolgen – Alternativen zum Kapitalismus erkämpfen!

Generalstreik in Frankreich, Proteste in Griechenland und Italien. In Island wird die Regierung in die Wüste geschickt. Massenproteste gegen koloniale Ungleichheit und Armut auf Guadeloupe. Hungerrevolten in vielen Ländern des ‘globalen Südens’. Weltweit stehen wir vor einer neuen Welle von sozialen Kämpfen, einige Länder sind schon mittendrin.

Am 28.März werden international Menschen gegen die Folgen der kapitalistischen Krise und für solidarische Lösungen demonstrieren. In diesen Kämpfen und ihrer globalen Perspektive steckt unsere Hoffnung. In den Bewegungen gegen die Krise kämpfen wir für eine neue Perspektive der Überwindung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Eine solidarische Gesellschaft ist nur durch den Bruch mit dem Kapitalismus möglich.
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