Archiv der Kategorie 'Krise'

Krisenbündnis Marburg: Auftakttreffen für 2013

Liebe Freundinnen und Freunde,

für das Frühjahr 2013 sind bereits einige Aktionen geplant, wie ein Blockupy 2.0.

Auch hier in Marburg möchten wir vereint gegen die Krise kämpfen und unseren Protest mit einer großen Demonstration, die verschiedenste Ausprägungen der Krise vereinen soll, auf die Straße tragen. Des weiteren können wir eine solche Demonstration als Beginn einer Mobilisierungs- und Vorbereitungsphase für Blockupy 2.0 nutzen.

Deshalb lädt euch das Krisenbündnis aus den verschiedensten Zusammenhängen, Gruppen und Organisationen ein, gemeinsam an der Planung einer großen Demonstration in Marburg mitzuwirken. Bringt eure Erfahrungen und Perspektiven auf die Krise ein, lasst uns gemeinsam diskutieren und unsere Schwerpunkte zusammenführen. Lasst uns gemeinsam in Marburg auf eine globale Krise aufmerksam machen und im Frühjahr nach Frankfurt fahren, um dort weiter zu machen!

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit euch bei dem nächsten Treffen des Krisenbündnis!

Wann? Am 14.01.2013 um 20h

Wo? Im DGB Haus (Bahnhofsstr. 6)

Solidarische Grüße, das Krisenbündnis

Gegenprogramm zur EuroFinanceWeek

Frankfurt im November 2012: die EuroFinanceWeek (EFW), das „größte Branchentreffen von Finanz- und Versicherungsindustrie in Europa“ in der Global City Frankfurt am Main lief 14 Jahre relativ unbeobachtet durch Linke und KapitalismuskritikerInnen. Namen großer Player stehen auch in diesem Jahr auf der Redeliste: EZB-Chef Draghi, Asmussen (EZB), Fitschen (Deutsche Bank), Blessing (Commerzbank), Francioni (Börse Ffm) und last but not least Finanzminister Schäuble und Hessens Ministerpräsident Bouffier als „Schirmherren“ der Woche (vom 19.-23.11.2012).
Zugang zu einer dieser Veranstaltungen hat nur, wer eine persönliche Einladung vorweisen – oder sich mindestens 800.- Euro als Eintrittspreis für eine Tagesveranstaltung leisten kann. Exklusivität ist in der Finanzwelt also ausdrücklich erwünscht.

Nach Blockupy 2012 und M 31 steht erneut ein Gegenprogramm zur Propaganda der Herrschenden auf der Agenda.
Mit einer Aktionswoche wenden sich das No-Troika Bündnis Rhein-Main und Blockupy Frankfurt gegen die Legitimierung der autoritären EU-Krisenpolitik durch die ökonomischen und politischen Eliten. Mit einem „time to say good bye“ werden am 19.11. die
KonferenzteilnehmerInnen an der Messe begrüßt werden:

EuroFinanceWeek – das soll Geschichte sein!

19.11. ab 8:30h: Kongresszentrum Messe: „Begrüßung“ der EFW-TeilnehmerInnen – „Time to say good bye“

19.11. 19:30h: Jügelhaus, Campus Bockenheim: Krise – welche Krise? mit Thomas Seibert und VerteterInnen von ver.di, dem Netzwerk „Wem gehört die Stadt?“ Frankfurt und Menschen aus den Bürgerinitiativen gegen die Flughafenerweiterung

20.11. ab 15:00h: IHK am Börsenplatz 4: „Belagernde Kundgebung“ vor dem Immobilien-Kolloquium der EFW

21.11. 19:30h: Jügelhaus, Campus Bockenheim: Protestzone Terminal – Flughagenerweiterung
und Abschiebedrehkreuz

22.11. 19:30h DGB-Jugendclub, Wilh.-Leuschner-Str. 69-77: Aus den Innern der Türme – Wer arbeitet was und welchen Bedingungen in den „Global Banks“?

23.11. 18:00h: Hbf. Ffm zur Alten Oper: Demonstration „In Ruhe dinner is‘ nicht mehr!“
Solidarität gegen Standortkonkurrenz und Spardiktat – weltweit.

Weitere Infos bei NoTroika

Solidaritätserklärung der Interventionistischen Linken (IL) und …Ums Ganze zum europäischen Generalstreik am 14. November

Ein guter Abschluss für 2012, ein Grund zur Freude in düsterer Zeit.

Am 14. November treten Spanien, Portugal, Zypern und Malta in den Massenstreik, Griechenland und Italien folgen. Die länderübergreifende Aktion in Südeuropa versucht, eine Schwäche der bisherigen Kämpfe zu überwinden: ihre Trennung voneinander. Wir freuen uns, dass die Bewegungen, die Vielzahl der Einzelnen, die Deklassierten und Empörten im Süden Europas jetzt einen Schritt weiter gehen wollen. Auch wenn wir dazu noch nicht viel einbringen: Wir erklären unsere Solidarität mit dem ersten länderübergreifenden Generalstreik Europas! Gemeinsam gegen Troika und EZB, gegen das chauvinistische Krisenkommando der EU und seine deutschen Auftraggeber und Nutznießer! Gegen das reaktionäre Phantasma der nationalen Sonderwege und die rassistische Verzerrung des Gemeinsamen!

Seit diesem Sommer gilt: Reist deutsches Staatspersonal in südeuropäische Hauptstädte, ist das eine Fahrt in den Ausnahmezustand. In Athen mussten ganze Stadtviertel und Straßenzüge paramilitärisch besetzt werden. Empörung und Verachtung der Leute sind so militant, dass zum „sicheren Geleit“ jeder direkte Kontakt verhindert werden muss.
(mehr…)

Solidarität mit den Streikenden in Südeuropa!

Solidarität mit den Streikenden in Südeuropa!

Erstmals in der Geschichte der Europäischen Union finden am 14. November in Südeuropa mehrere Generalstreiks zeitgleich statt. In Griechenland, Spanien, Portugal, Malta und Zypern gehen die Menschen auf die Straße, um Widerstand gegen die autoritäre Sparpolitik der Troika zu leisten. Erstmals ruft auch der Europäische Gewerkschaftsbund seine Mitgliedsgewerkschaften auf, an diesem Tag zu demonstrieren und sich mit den Streikenden in Südeuropa zu solidarisieren.
In diesem Zusammenhang rufen wir dazu auf, am 14.11.2012 in Marburg an Aktionen teilzunehmen, um den Betroffenen zu zeigen, dass sie in ihrem Kampf gegen die von der Troika diktierte Sparpolitik nicht alleine dastehen.
Soli-Aktionen in Marburg:
12 Uhr Kundgebung – Universitätsklinikum (Lahnberge)
15.30 Uhr Solidaritätskundgebung – Marktplatz

Im Anschluss finden noch dezentrale, kreative Aktionen statt.

KEINE ZUKUNFT OHNE SOLIDARITÄT

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Solidarity with the Strikers in southern Europe!

November 14th marks the first time in European history, when general-strikes are going to take place in several southern European countries at the same time. People are taking to the streets in Greece, Spain, Portugal, Malta and Cyprus to resist the authoritarian austerity-politicies of the Troika. For the first time, also the European trade-union confederation calls their members, to demonstrate in solidarity with the Strikers in southern Europe.
In this context, we are calling you to participate in actions on November 14th in Marburg to declare solidarity with the struggling one’s and show them, that they’ve got support all over Europe.
Actions of Solidarity in Marburg:
12 Uhr ralley – University medical center (Lahnberge)
15.30 Uhr rally of solidarity – Marktplatz

Afterwards there are going to be some decentralized, creative actions in town

NO FUTURE WITHOUT SOLIDARITY

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¡Solidaridad con l@s huelgistas en el sur de Europa!

Por primera vez en la historia de la Unión Europea se realizan huelgas generales en todo el sur de Europa el 14 de noviembre. Al mismo tiempo en Grecia, España, Portugal, Malta y Chipre la gente toma las calles para oponer resistencia contra la política autoritaria de austeridad del grupo de Fráncfort. Por primera vez también la confederación de sindicatos europeos llama a sus sindicatos miembros a las manifestaciones y a la solidaridad con l@s huelgistas en el sur de Europa.
En este contexto te convocamos a ti para tomar parte en acciones en Marburg el 14 de noviembre para mostrar l@s afectad@s que no quedan sol@s en su lucha contra la política de austeridad dictada por el grupo de Fráncfort.
Acciones de solidaridad en Marburg:
A las 12: „Siesta activa“ en frente de la clínica universitaria (Lahnberge)
A las 3 y media: Manifestación de solidaridad en el Marktplatz

Después hay acciones decentrales creativos.

¡NO HAY FUTURO SIN SOLIDARIDAD!

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Solidariedade com os grevistas no sul da Europa!

Por a primeira vez na história da União Europeia, o dia 14 de novembro várias greves generais vão occurer simultaneamente. Na Grécia, em Espanha, Portugal, Malta e Chipre vão a demonstrar para monstrar resistência contra a política de austeridade auoritária da Troika. Por a primeira vez também a Federação dos Sindicatos Europeu, chama os seus sócios a manifestar nesse dia para monstrar solidariedade com os grevistas no sul da Europa.
Neste contexto a gente chama você a participar no dia 14 de Nov. em os ações em Marburg, para monstrar a os afetados, que não estão sozinhos com sua luta contra a política de austeridade ditado da Troika.
Ações de solidariedade em Marburg:
12h: Manifestacao – Hospital universitario (Lahnberge)
15.30h: Manifestacao de solidariedade – Marktplatz

Depois várias ações decentralizados e criativos terá lugar.

NÃO HÁ FUTURO SEM SOLIDARIEDADE!

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Güney Avrupa’daki grevciler ile dayanışma!

Avrupa Birliği’nin tarhin’de ilk kez 14 kasim 2012’ de Güney Avrupa’da birçok
genel grevler aynı zaman’da gerçekleşecek. Yunanistan’da, Ispanya’da, Portekiz’de, Malta’da ve
Kıbrıs’da insanlar Troyka’nın kemer sıkma politikasına karsı eylem günü’de sokaklara dökülecekler.
Ilk defa Avrupa Sendikalar Konfederasyonu üyeli olan sendikalarını o gün eylemlere katılmalarını çağırdı ve Güney Avrupa’daki grevciler ile dayanışmasını söyledi.
Buna ilişkin sana sesleniyoruz ve 14 kasim 2012’de Marbrug’da eylemlere katilmanı ve böylelikle Troyka’nın kemer sıkma politikasına’dan etkilenen insanların yalnız olmadıklarını göstermeni istiyoruz.
Marburg’da dayanışma eylemleri:
saat: 12h etkin öylen molası  yer: Universitätsklinikum (Lahnberge)
saat: 15:30h dayanışma mitingi   yer: Marktplatz

Bunun dışın’da desentral ve yaratıcı eylemler düzenlenecek.

DAYANIŞMA YOKSA GELECEK‘DE YOKTUR!

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Solidarietà con gli scioperanti del Sud Europa!

Il 14 Novembre segnerà la prima volta nella storia europea in cui uno sciopero generale avrà luogo in molti Paesi del Sud Europa. Il popolo occuperà le strade in Grecia, Spagna, Portogallo, Malta e Cipro, per resistere contro le autoritarie politiche di austerity dettate dalla Troika. Per la prima volta, inoltre, la Confederazione Europea dei Sindacati (CES), invita i suoi membri a dimostrare solidarietà con gli scioperanti del Sud Europa.
In questo contesto, ti chiamiamo a partecipare alle azioni del 14 Novembre a Marburg, per dichiarare solidarietà verso coloro che lottano e mostrare loro che avranno sostegno in tutta Europa.
Azione di solidarietà a Marburg:
Ore 12.00 Manifetazione – Centro Medico Universitario (Lahnberge)
Ore 15.30 Manifestazione di solidarietà – Marktplatz

In seguito ci saranno delle azioni creative e decentralizzate per tutta la città.

NESSUN FUTURO SENZA SOLIDARIETÀ

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Piștgirî ji bo Ewropiyên bașûr ên di girêvê de ne!

Di 14‘ê mijdarê de cara pêșîn di dîroka Ewropayê de çend girêvên giștî yên hemwext li bașûrê Ewropa tên lidarxistin. Mirovên li Yewnanîstan, Spanya, Portûgal, Malta û Qibrisê wê ji bo berxwedana li dijî siyaseta qutkirinên otorîte ya rêveberiya sêserî li kolanan bin. Koma sendîkeyên Ewropayê jî ji bo cara pêșîn bang li endamên xwe dike di wê rojê de ji bona piștgirîdayîna kesên li bașûrê Ewropayê di girêvê de bin bimeșin.
Em di vê çarçoveyê de ji bona beșdarbûna te di nav çalakiyên li Marburgê bên lidarxistin de û nîșan dayîna ji kêsên têkildar re ku ew li dijî siyaseta qutkirinan a ji aliyê rêveberiya sêserî ve li ser wan tê ferz kirin ne tenê ne bang li te dikin.
Çalakiyên piștgiriyê li Marburgê:
Rawestana çalak di demjimêr 12’an de li nexweșxane ya zanîngehê (Lahnberge)
Mîtînga piștgiriyê di demjimêr 15:30’an de – Marktplatz

Șûnda wê çalakiyên ne navendî, dahênerî bên lidarxistin.

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Film und Diskussion: Catastroika

Hier als PDF-Dokument.

Während in Deutschland Sozialproteste hauptsächlich unter dem Maßstab
beschädigter Schaufensterschreiben öffentlich diskutiert werden, ist
die deutsche Regierung in Zusammenarbeit mit EU, IWF und Banken aus
ganz Europa gerade für die Verarmung der europäischen Bevölkerung
verantwortlich. Vor allem in Südeuropa lässt sich derzeit beobachten,
wie Millionen Menschen in bittere Armut gestürzt werden, inklusive
Hunger, fehlenden Medikamenten, Obdachlosigkeit, Perspektivlosigkeit.
Dabei spielt die private Bereicherung einiger weniger wie immer bei
solchen „Strukturanpassungen“ oder auch „Sparprogrammen“ eine große Rolle.

Die Gruppe von Debtocracy aus Griechenland analysiert die Verschiebung
von Staatseigentum in private Hände. Der Dokumentarfilm hatte allein
zwei Millionen Zuschauer_innen in Griechenland und wurde auf der
ganzen Welt gezeigt. Die Gruppe reist um die Welt um Informationen
über die Privatisierungen in Industrieländern zu sammeln und um
Hinweise auf die Zukunft Griechenlands nach dem massiven
Privatisierungsprogramm zu finden.

Wir zeigen den Film im griechischen Original mit (verbesserten)
deutschen Untertiteln und wollen danach mit euch drüber diskutieren.
Mit englischen oder anderen Untertiteln kann er kostenfrei unter
Creative-Commons-Lizenz auf catastroika.com gedownloadet werden.

Montag | 22.10 | 18:30h | Café Trauma

^While in Germany social protests are publicly discussed mainly on the
aspect of broken store windows, the German government in collaboration
with the European Union, the IMF and banks all over Europe is
responsible for the depletion of the european population. Especially
in Southern Europe millions of people are dumped to poverty, including
hunger, lack of medicaments, homelessness, lack of prospects. At the
same time with the ’structural adjustments‘ or ‚austerity deals‘ comes
private enrichment as usual.

The greek creators of Debtocracy, a documentary with two million views
broadcasted from Japan to Latin America, analyze the shifting of state
assets to private hands. They travel round the world gathering data on
privatization in developed countries and search for clues on the day
after Greece?s massive privatization program.

We show the movie in its greek original (unfortunately there is no
other version) with german subtitles and want to discuss it afterwards
with you. With its english or other subtitles you can download it for
free under Creative Commons License on catastroika.com. Non-german
speakers and students of german language are welcome!

Monday | 22.10 | 18:30h | Café Trauma

Solidarity with Greece

We know you don’t want her. We don’t want her either! On the occasion of chancellor Merkel’s visit to Greece we express our solidarity with and our admiration for the struggle of the Greek people: We stand behind you!


Pretending to support Greece, Merkel is pushing forward devastating neoliberal politics all around Europe. We deeply oppose the German austerity policy that is destroying Greece and the livelihood of the Greek population, and we welcome the increasing number of people that carry their rage to the streets.



Your courage gives us hope and even more reasons to criticize and to fight the German government and the German business.



The complete ban on protests and assemblies in the Athens city center is a political move that disgusts us – social rights have been taken away from the Greek people, and now in the interest of Merkel’s visit, the few remaining rights of expression are being denied. Today’s massive police presence shows us once again that the Troika-regime does not and has never cared about people’s needs, its sole objective is to protect capitalist power. Neither austerity policies nor repression can stop the struggle of people moved by the idea of a better life without capitalism. Our solidarity doesn’t know national borders, solidarity is a weapon!

We have to use it!

… another world – another europe is possibile!



interventionistische linke (il) 9.10.12

Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen der Plataforma de los Afectados por la Hipoteca (Plattform der Betroffenen von Zwangsräumungen)

In Folge der Krise werden in Spanien täglich Haushalte zwangsgeräumt. Mittlerweile sind bereits 400.000 Menschen mit Gewalt aus ihren Wohnungen vertrieben worden.
Da es in Spanien keine Privatinsolvenz gibt, werden Menschen nicht nur aus ihren Häusern geworfen weil sie die Kredite nicht bezahlen können, sondern sitzen weiterhin auf ihren Schulden.

Es regt sich aber Widerstand. Immer öfter werden Zwangsräumungen von Anwohner_innen und Aktivist_innen verhindert, die sich gemeinsam gegen die Polizei stellen. In manchen Orten organisieren obdachlos gewordene Menschen die gemeinsame Aneignung von leer stehendem Wohnraum. Außerdem gibt es Bestrebungen für eine Gesetzesinitiative, die die Entschuldung und den Erhalt der Wohnung bei einer vom Einkommen abhängigen Miete regeln soll.
Am Samstag den 8. September werden Mitglieder der Plattform der Betroffenen von Zwangsräumungen im Café Trauma von ihren Kämpfen berichten.

Wohnraum für alle, und zwar umsonst!

Samstag. 08.09/18 Uhr/Café Trauma

Evento de discusión con miembros de la Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH)

A causa de la crisis económica cada día se producen desahucios. Hasta ahora al menos 400 mil personas han hecho desalojad@s de sus viviendas violentamente. No solamente la gente que no puede pagar su deuda está despachada sino que todavía queda cargada de deudas.

Sin embargo se opone resistencia. Cada vez más vecin@s y activistas saben evitar los desahucios en contra de la policia. En algunos lugares la gente desalojada organiza apropriaciones conjuntas de viviendas vacías. Además hay empeños para una ley que regulariza un cabo de deudas y la conservación de viviendas junto a un alquiler dependiente de los incursos de la familia.

El sabado 8 de septiembre miembros de la Plataforma de Afectados por la Hipoteca reportaran sobre su lucha en el Café Trauma (Afföllerwiesen 3a en Marburg).

El derecho de la vivienda para tod@s!

Sabado. 08.09/a las 6/Café Trauma

Blockupy Nachtrag: Goldene Kamera für Maredo-Geschäftsführer

turn*left Frankfurt berichtet über unsere gemeinsam mit der Linkspartei im Rahmen der Blockupy-Aktionstage organisierte Verleihung der Goldenen Kamera. Diese wurde dem Geschäftsführer des Maredo-Restaurants in der Fressgass‘ für seine „herausragende Bekämpfung der Rechte von Arbeiter_innen“ überreicht.

„Ein rundum gelungenes Social Event mit Starauftritt der Restaurantleitung, einer flammenden Laudatio und nicht zuletzt einer wunderbaren Law&Order Performance der anwesenden Polizei.“ – dem können wir uns nur voll und ganz anschließen!

Bericht
Die Laudatio:

Weiteres zur Maredo-Soli: blogsport, facebook

David Graeber-Lesekreis: „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“

Hell Yeah,
Got to get this paper,
I‘m down for the caper,
We steady on the grind!
(dead prez)

Die Blockupy-Aktionstage sind mit einer beeindruckenden Demonstration zu Ende gegangen und haben uns mit ihrem teilweisen Erfolg Mut gemacht, dass eine gemeinsame, antikapitalistische Antwort auf die Krise auch in Deutschland möglich ist. Aber zu jeder erfolgreichen Praxis gehört auch eine rebellische Theorie. Daher laden wir alle Interessierten ein, mit uns David Graebers „Schulden. Die ersten 5000 Jahre zu lesen“.
David Graeber ist intellektueller Mitbegründer der Occupy-Bewegung und Anarchist, und lehrt derzeit als Ethnologe in London. In seinem neuen Buch wirft er einen „befreienden“ (FAS) Blick auf die Wurzeln der Schuldenkrise. Schulden sind für ihn ein moralisches Prinzip, das nur die Macht der Herrschenden stützt.
Wir wollen uns mit seiner Kapitalismuskritik beschäftigen und uns die Frage stellen, ob und wenn ja welche Praxis davon ausgehend entwickelt werden kann. Wir freuen uns auf interessante Diskussionen mit euch!
Erstes Treffen:
Donnerstag, 07. Juni, 19 Uhr im Bettenhaus (Emil-Mannkopfstraße 6)
Die Kopiervorlage findet ihr in der Pol-Bib, den Text der ersten Sitzung auch hier.

Italienische Perspektive auf Blockupy

Ein Beitrag von Francesco Raparelli zu den Blockupy-Aktionstagen, ursprünglich auf der italienischen Seite Global Project erschienen, liegt jetzt auf deutsch vor: Der „stählerne Käfig“ und das antikapitalistische Gespenst. Viel Spaß beim Lesen!

Copupy Frankfurt – They did it!

FAZ, 20.05.2012:

„Frankfurt ist das Reich der Banker. An diesem Wochenende mussten sie es räumen – zum allerersten Mal. Das tut weh!“

Vier aufwühlende und anstrengende Tage liegen hinter uns. Vier Tage, in denen ein entfesselter Sicherheitsstaat sein hässliches Gesicht zeigte: Tausende Stadtverbote, hunderte Ingewahrsamsnahmen, willkürliche Durchsuchungen und Kontrollen in der ganzen Stadt und auf der Anreise sprachen eine deutliche Sprache. Die temporäre Aufhebung der Versammlungsfreiheit stellte uns vor ungeahnte Aufgaben und verhinderte Vieles. Und dennoch blicken wir mit einem guten Gefühl auf die vergangenen vier Tage zurück: Wir waren trotz Verbot da – und in der Stadt ging dank der tätigen Mithilfe der Polizei nichts mehr! Der Normalbetrieb war für einige Tage ausgesetzt, während die Provokationsstrategie von Stadt und Polizei ins Leere lief. Mit vielen Freundinnen und Freunden aus Europa und darüber hinaus konnten wir uns verständigen, Erfahrungen des gemeinsamen Widerstandes sammeln. Und mit einer großen, stimmungsvollen und entschlossenen Demonstration konnten wir unsere Inhalte nach Frankfurt, in eines der Zentren der autoritären Sparpolitik, tragen und Kraft für die anstehenden Auseinandersetzungen sammeln.

Das war erst der Anfang! Ihr werdet von uns hören!

Bis dahin sagen wir Danke! Thanx! ευχαριστώ! Grazie! Merci! ¡Gracias! allen Menschen, die mit uns in Frankfurt waren, den lokalen Strukturen & Zentren, dem EA, den Sanis, den Häusern, den Autofahrer_innen, Schlafplatzanbieter_innen, Vokühelfer_innen und allen die sonst noch geholfen, spontan eingesprungen und die Proteste somit möglich gemacht haben! Vielen, vielen Dank!

Blockupy Frankfurt: Versprochen, gehalten? (Erklärung der Interventionistischen Linken)

Kleine Presseschau:
FR: Spottgesänge für die Polizei
Financial Times: Die Ruhe vor dem Turm
FR: Kostümierter Protest
taz: Frohsinn schlägt Härte
taz: Ein fatales Signal
Neues Deutschland: „Alles gegeben, alles gewonnen“
Spiegel: Rave gegen das System
ZDF Heute: Blockupy Frankfurt (17.05.2012)
Hessenschau: Busse gestoppt

PS:
hr-online:

Joachim Stoll, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands, sprach von Einbußen in Höhe von zehn Millionen Euro allein am Samstag. Die Läden hätten an diesem Tag nur 40 bis 85 Prozent ihres normalen Geschäfts gemacht. Auch am Freitag und am Mittwoch seien die Umsätze schwach gewesen, sagte Stoll.

Protest lässt sich nicht verbieten – Let’s Blockupy Frankfurt!

Die Stadt Frankfurt möchte Blockupy verbieten und gibt damit ein Musterbeispiel, wie die Sparpolitik autoritär durchgesetzt werden soll. Wir sind optimistisch, dass das Verbot vor Gericht keinen Bestand hat. So oder so aber macht es deutlich: Protest gegen Kürzungen und Entdemokratisierung ist jetzt nötiger denn je! Bitte unterzeichnet die Protestnote - und kommt mit uns nach Frankfurt!

Außerdem möchten wir noch einmal auf zwei Veranstaltungen zur Vorbereitung hinweisen:

Am Freitag werden AktivistInnen aus Griechenland, Italien und Spanien nach Marburg kommen, um darüber zu berichten, welche Folgen die Krise und die Sparpolitik in ihren Ländern haben, aber auch, welche Erfahrungen sie mit kollektivem Widerstand gesammelt haben und welche Perspektiven sie für eine solidarische Gesellschaft sehen. Kommt und diskutiert mit: 11. Mai, Hörsaal im CNMS (Deutschhausstraße 12), 20 Uhr.
FB-Event

Am Dienstag darauf, direkt vor den Blockupy-Aktionstagen, treffen wir uns noch einmal, um uns gemeinsam auf die Proteste vorzubereiten. Zu Beginn wird es einen kurzen Überblick über letzte Neuigkeiten und Entwicklungen geben. Danach soll weiter überlegt werden, wie ein gemeinsames Camp für AktivistInnen aus Marburg aussehen kann, bei welchen Aktionen vor Ort ein gemeinsames Vorgehen gewünscht ist und welche Aufgaben wir in Frankfurt übernehmen können, um zum Gelingen der Proteste beizutragen. Auch das Bilden von Bezugsgruppen und eine kurze Übersicht über die eigenen Rechte als DemonstrantIn beim Umgang mit der Polizei sind möglich, falls gewünscht. Darüber hinaus steht natürlich der Raum offen für Fragen und Ergänzungen. Falls ihr bereits eine Bezugsgruppe habt, mit der ihr nach Frankfurt fahrt, sprecht euch bitte möglichst vorher schon ab, an welchem Finger ihr beispielweise bei den Blockaden teilnehmen möchtet, wo eure Grenzen liegen, etc. 15. Mai, DGB-Haus (Bahnhofstraße 6), 18 Uhr.
FB-Event

Eine Übersicht über die geplanten Aktionen und einige der thematischen Finger findet ihr auf blockupy-frankfurt.org/ unter action days.

Blockupy Mobivideo

Schickes Blockupy Mobi-Video von turn*left

Veranstaltungen zu Blockupy Frankfurt in Marburg

Das Krisenbündnis Marburg hat eine Vielzahl an Veranstaltungen zur Analyse der europäischen Krisenpolitik, zu demokratischen Alternativen und zur konkreten Vorbereitung auf die Proteste im Mai in Frankfurt vorbereitet. Eine vorläufige Übersicht könnt ihr der Terminbox in der rechten Spalte entnehmen. Besonders hinweisen wollen wir auf die Möglichkeit der Diskussion mit AktivistInnen aus Griechenland, Spanien und Italien, die am 11. Mai im Hörsaal des CNMS (Deutschhausstraße 12) zur Krise in Südeuropa sprechen werden.

Keine Zukunft ohne Solidarität – Junge AktivistInnen aus Südeuropa berichten

Die Zeichen stehen auf Sturm. Der totgesagte Neoliberalismus feiert im Süden Europas ein politisches Comeback. Im Namen der europäischen Stabilität werden Länder wie Griechenland, Spanien und Italien auf Kosten der Bevölkerung kaputt gespart. Dabei spielt Deutschland als stärkste Macht in der EU neben Frankreich eine führende Rolle in der Durchsetzung dieses Angriffs auf die Lebensqualität und die sozialen Rechte der Betroffenen.
Insbesondere junge ArbeiterInnen und Angestellte haben kaum noch eine Chancen auf berufliche und finanzielle Perspektiven. So sind in Griechenland und Spanien die Hälfte und in Italien 30% aller unter 25-jährigen arbeitslos. Eine „europäische Agenda 2020″ soll hier durchgesetzt werden, Arbeiter_innenrechte eingedämmt und der Widerstandswille gebrochen werden. Doch in den Ländern findet ein vielfältiger Widerstand statt. Diesen Kämpfen, den dort gemachten Erfahrungen und den sich daraus ergebenden Perspektiven und Konflikten wollen wir ein Forum bieten und die Möglichkeiten von gelebter Solidarität ausloten. Deshalb haben wir AktivistInnen aus verschiedenen sozialen Kämpfen nach Deutschland eingeladen. Sie erzählen von dem Alltag unter neoliberalem Belagerungszustand, den Protesten auf den Plätzen der Städte, Generalstreiks, Protesten von Studierenden und jungen AktivistInnen, der Verhinderung von Wohnungsräumungen und der Mobilisierung zu den europäischen Aktionstagen in Frankfurt vom 16.-19. Mai.
Griechenland -Haris Triandafilidou (Jugend von SYNASPISMOS – Schwesterpartei der LINKEN) aus Athen
Italien – Shendi Vali (Studentische Aktivistin aus dem linken Netzwerk Unicommon) aus Rom
Spanien – Daniel Nieto Bravo (Teil der Bewegung der „Indignados“, antikapitalistischer Aktivist und Gewerkschaftler) aus Sevilla

Blockupy Frankfurt!

Widerstand gegen das Spardiktat von Troika und Regierung – Für internationale Solidarität und Demokratisierung aller Lebensbereiche

Wir rufen auf zu europäischen Tagen des Protestes gegen das Krisenregime der Europäischen Union vom 16. – 19. Mai in Frankfurt am Main. Wir wollen den Widerstand gegen ein Krisenregime, das Millionen Menschen in vielen Ländern Europas in Not und Elend stürzt, an einen seiner Ausgangspunkte tragen: mitten ins Frankfurter Bankenviertel, an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler mächtiger deutscher Banken und Konzerne. Wir widersetzen uns dem Versuch, mit nationalistischen Parolen die Beschäftigten, die Erwerbslosen, die Prekären in Deutschland und Griechenland, in Italien und Frankreich oder in anderen Ländern gegeneinander aufzuhetzen. Wir setzen dagegen ein Zeichen der Solidarität mit allen Menschen und Bewegungen, die sich seit Monaten schon in Europa gegen die Angriffe auf ihr Leben und ihre Zukunft wehren. Wir werden gegen die Politik von EU und Troika demonstrieren, die EZB blockieren und die öffentlichen Plätze im Frankfurter Finanzzentrum okkupieren – wir sind BLOCKUPY!

Die Revolten in Nordafrika brachten im vergangenen Jahr ein jahrzehntelang zementiertes Machtgefüge ins Wanken. Dieses Signal des Aufbruchs ging um die Welt, hat inspiriert und Mut gemacht. Auch in den USA und in Europa wurden Zelte zum Symbol des Protests. Zehntausende eroberten in Spanien die zentralen Plätze und forderten „Echte Demokratie!“. In Tel Aviv wurden ganze Straßenzüge in ein Camp verwandelt; große Demonstrationen stellten die steigenden Lebenshaltungskosten in den Mittelpunkt. In Griechenland kam es wegen der Spardiktate und neoliberalen Zumutungen zu massenhaftem Aufruhr und einer Reihe von Generalstreiks.

Ausgehend von Occupy Wall Street ist wie aus dem Nichts eine weltweite Bewegung gegen Entdemokratisierung und soziale Angriffe entstanden. Hunderttausende sind weltweit gegen Internetzensur auf die Straße gegangen. Auch das Camp vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt besteht weiter.

Bewegungen und Proteste in vielen Ländern der Europäischen Union richten sich gegen die massiven Sparprogramme, die von den Regierungen, gleich welchen politischen Lagers, durchgesetzt werden. Löhne werden gesenkt und das Rentenalter wird erhöht, Stellen im öffentlichen Dienst werden gestrichen und soziale Einrichtungen werden reihenweise geschlossen. In fast allen Ländern wird im Gesundheits- und Bildungsbereich gekürzt. Von den Milliardenbeträgen der „Eurorettung“ bekommen die Menschen in den betroffenen Ländern keinen Cent, der Hauptteil fließt direkt an die Banken zurück.

Dieses Krisendiktat der von den Regierungen Frankreichs und Deutschlands dominierten Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) schafft demokratische Verfahren faktisch ab. So wurden in Griechenland und Italien ohne Wahlen „Technokratenregierungen“ eingesetzt, die die Spardiktate aus Frankfurt und Brüssel nur noch umsetzen.

Setzen wir unsere Solidarität gegen ihre Politik der Spardiktate! Machen wir deutlich, dass wir nicht weiter zulassen werden, dass die Krise auf den Rücken von abhängig Beschäftigten, Erwerbslosen, Pensionierten, Prekären, Studierenden, Flüchtlingen und vielen anderen Betroffenen abgeladen wird, weder anderswo, noch hier.

Die Frankfurter Protesttage schließen direkt an den globalen Aktionstag am 12. Mai und an den Jahrestag der ersten Asamblea von Madrid an. Zeitgleich finden in den USA die Aktionen gegen den G8-Gipfel statt, der aus Furcht vor den Protesten schon von Chicago nach Camp David verlagert wurde.

Wir werden am 17. Mai die Anlagen und zentrale Plätze der Stadt besetzen und uns Raum für Diskussion und inhaltlichen Austausch schaffen. Wir werden am 18. Mai den Geschäftsbetrieb der Banken in Frankfurt blockieren, um unsere Wut über die Troika-Politik konkret werden zu lassen. Wir werden uns dann am 19. Mai zu einer großen Demonstration versammeln und die Breite der Proteste sichtbar machen. Aus vielen Ländern und Regionen der Welt werden Menschen nach Frankfurt reisen und sich an den Tagen des Protests beteiligen.

  1. Mittwoch, 16.05. Anreise und Aktionen bei der Sitzung des EZB-Rats
  2. Donnerstag, 17.05. Besetzung der Plätze, Versammlungen, Veranstaltungen und Kultur
  3. Freitag, 18.05. Blockade der EZB und des Bankenviertels
  4. Samstag, 19.05. Internationale Demonstration

BLOCKUPY FRANKFURT, das sind Gruppen und Aktivist_innen aus der Occupy-Bewegung, den Erwerbsloseninitiativen und Krisenbündnissen, Gewerkschafter_innen, Attac-Aktivist_innen, aus der Umwelt- und Friedensbewegung, antirassistischen und migrantischen, antifaschistischen Initiativen, Gruppen und Organisationen der radikalen Linken, Jugend- und Studierendenorganisationen, Aktivist_innen der verschiedensten lokalen Kämpfe, linker Parteien.

Dokumentation: Kein Bock auf Kapitalismus! Gegen jede Privatisierung!

  • Anlässlich der aktuellen Konflikte um die geplanten Stellenstreichungen am privatisierten Unikilinikum Marburg/Giessen holen wir hier ein Flugblatt von uns aus dem Jahr 2005 aus unserer Flyerkiste hervor. Der Blick in die Geschichte lohnt um die Hintergründe neuer Entwicklungen besser zu verstehen. Bereits damals war der Personalabbau absehbar.
  • kein bock auf kapitalismus! gegen jede privatisierung!

    Die Landesregierung will die Kliniken in Giessen und Marburg privatisieren. Ein Projekt, das bei seinen KritikerInnen nicht nur auf Ablehnung stößt. Lediglich die Form ist noch strittig.

    Nach den Plänen der hessischen Landesregierung sollen die Unikliniken von Marburg und Giessen noch im Laufe diesen Jahres fusioniert werden und zum 1. Januar 2006 an einen Privatbetreiber abgetreten werden. Ein entsprechendes Gesetz wurde am 15. März im Landtag in erster Lesung verabschiedet. Anders geht es nicht, ist man sich in Wiesbaden sicher. Deshalb schrieb die CDU-Landtagsfraktion in ihrem Gesetzesentwurf in der Einleitung unter dem Punkt D „Alternativen“ auch gleich mal „Keine“. Geradewegs so, als ob es sich nicht um eine politische Entscheidung, sondern um die Exekution eines Sachzwangs handelt. Für die Beschäftigten bedeutet diese Entwicklung, dass ihre Jobs akut gefährdet sind. Das hat auch die Landesregierung begriffen und fordert Investoren dazu auf bis 2010 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Schon heute haben allerdings viele Beschäftigte nur befristete Verträge oder sind bereits wie die Reinigungskräfte an der Uni längst nicht mehr beim Land, sondern bei privaten Unternehmen angestellt. Zudem ist es nicht ersichtlich, warum ein Wirtschaftsunternehmen Rücksicht auf Kostenfaktoren aka Personal nehmen sollte, da es schließlich immer noch die Erwirtschaftung von Gewinn zum Ziel hat. Genauso unklar bleibt, wie sich die Privatisierung auf Forschung und Lehre auswirken wird. Zu guter Letzt darf nicht vergessen werden, dass ein privates Unternehmen nicht verpflichtet ist, jede/n Patientin/en zu behandeln. Konsequenz dessen wird eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung sowie eine Erschwerung des Zugangs für ohnehin schon benachteiligte Gruppen sein.

    Unwidersprochen kann diese Entwicklung nicht bleiben. Deshalb beteiligen wir uns an den Aktionen gegen die Privatisierung. Diese trifft alle hier lebenden Menschen – egal ob sie nun StudentInnen, SchülerInnen, Erwerbslose oder Beschäftigte der Kliniken sind.

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    M31: Katze steigt in Kiste

    Sooo cute!

    m31 banner

    Demo: Solidarität mit den Klinikumsbeschäftigen

    Ein Aufruf des Aktionsbündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“

    Gemeinsam für unser Klinikum – Gesundheit ist keine Ware!

    Trotz steigender Patientenzahlen und einem Rekordgewinn im letzten Jahr von 15,2 Millionen plant die Rhön-Klinikum AG einen drastischen Stellenabbau am Uniklinikum Gießen und Marburg. Stellen werden bereits schleichend abgebaut. Zu der schon vorhandenen Überbelastung der Beschäftigten sollen nun weitere 500 Stellen gestrichen werden. Dadurch wird die medizinische Versorgung in Mittelhessen gefährdet!

    Auf Initiative einer engagierten Bürgerin, Helga Scherer, haben sich Bürger1, Beschäftigte, Ärzte, Gewerkschaftsvertreter und Politiker fast aller Parteien und die Betriebsräte beider Standorte zum Bündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“ zusammengeschlossen.
    Das Aktionsbündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“ fordert:

    • einen sofortigen Stopp des Stellenabbaus am Uniklinikum Gießen und Marburg!
    • eine nachhaltige Sicherung der Patientenversorgung in Mittelhessen!
    • den Erhalt der Unikliniken als attraktiven Standort für Forschung und Lehre!
    Demonstration am Samstag, den 17. März 2012 in Marburg
    Gemeinsam für unser Klinikum Gesundheit ist keine Ware
    Start um 14:00 Uhr auf dem Parkplatz des Georg-Gaßmann-Stadions Abschluss-Kundgebung auf dem Marktplatz

    Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung! Kommen Sie zur Demonstration und unterschreiben Sie gegen den Stellenabbau am Uniklinikum Gießen und Marburg!
    Unsere Unterschriftenaktion finden Sie unter www.buergerbegehren-marburg.de
    Das Aktionsbündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“ wird unterstützt von:
    engagierten Bürgerinnen und Bürgern
    Betriebsräte UKGM
    Ver.di/Ver.di Jugend
    Notruf 113
    Piratenpartei im Studierendenparlament DKP
    PriMa e.G.
    SPD Stadtverband
    Kreisverband Bündnis 90/DIE GRÜNEN
    DGB/DGB Senioren
    Die Linke Marburg
    Arbeitskreis Marburger Psychoanalytiker/innen

    1. Zum besseren Verständnis verwenden wir durchgängig die männliche Schreibweise [Anmerkung Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t.: Das findet sich leider so im originalen Aufruftext. Gerade beim Thema Klinikum und Gesundheitsversorgung wirkt diese Fußnote besonders absurd. Gerade in Pflegeberufen arbeiten besonders viele Frauen und werden vor allem von den Entlassungen betroffen sein.] [zurück]

    Krisenbündnis: Marburg kriegt die Krise

    In Marburg hat sich ein Krisenbündnis aus verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen gegründet. Das Krisenbündnis bietet den Rahmen sich über schon geplante Aktionen und Veranstaltungen zur Krise auseinanderzusetzen, sich zu informieren, Handlungsperspektiven zu diskutieren und vor allem selbst aktiv zu werden. Als Fixpunkt für die Arbeit des Bündnisses gelten dabei die großen Demos und Aktionstage gegen die Krise und die Politik der Troika am 31.März (Demo) und 17.-19.Mai (Aktionstage) in Frankfurt/Main.

    Das nächste Treffen findet am 12.3.2012 um 19 Uhr im DGB-Haus (Bahnhofstraße 6) statt. Alle Interessierten sind eingeladen.

    weitere Infos gibt es bald auf www.krise-marburg.org
    Infos zu den europaweiten Aktionen: www.european-resistance.org