Archiv der Kategorie 'International'

Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen der Plataforma de los Afectados por la Hipoteca (Plattform der Betroffenen von Zwangsräumungen)

In Folge der Krise werden in Spanien täglich Haushalte zwangsgeräumt. Mittlerweile sind bereits 400.000 Menschen mit Gewalt aus ihren Wohnungen vertrieben worden.
Da es in Spanien keine Privatinsolvenz gibt, werden Menschen nicht nur aus ihren Häusern geworfen weil sie die Kredite nicht bezahlen können, sondern sitzen weiterhin auf ihren Schulden.

Es regt sich aber Widerstand. Immer öfter werden Zwangsräumungen von Anwohner_innen und Aktivist_innen verhindert, die sich gemeinsam gegen die Polizei stellen. In manchen Orten organisieren obdachlos gewordene Menschen die gemeinsame Aneignung von leer stehendem Wohnraum. Außerdem gibt es Bestrebungen für eine Gesetzesinitiative, die die Entschuldung und den Erhalt der Wohnung bei einer vom Einkommen abhängigen Miete regeln soll.
Am Samstag den 8. September werden Mitglieder der Plattform der Betroffenen von Zwangsräumungen im Café Trauma von ihren Kämpfen berichten.

Wohnraum für alle, und zwar umsonst!

Samstag. 08.09/18 Uhr/Café Trauma

Evento de discusión con miembros de la Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH)

A causa de la crisis económica cada día se producen desahucios. Hasta ahora al menos 400 mil personas han hecho desalojad@s de sus viviendas violentamente. No solamente la gente que no puede pagar su deuda está despachada sino que todavía queda cargada de deudas.

Sin embargo se opone resistencia. Cada vez más vecin@s y activistas saben evitar los desahucios en contra de la policia. En algunos lugares la gente desalojada organiza apropriaciones conjuntas de viviendas vacías. Además hay empeños para una ley que regulariza un cabo de deudas y la conservación de viviendas junto a un alquiler dependiente de los incursos de la familia.

El sabado 8 de septiembre miembros de la Plataforma de Afectados por la Hipoteca reportaran sobre su lucha en el Café Trauma (Afföllerwiesen 3a en Marburg).

El derecho de la vivienda para tod@s!

Sabado. 08.09/a las 6/Café Trauma

Italienische Perspektive auf Blockupy

Ein Beitrag von Francesco Raparelli zu den Blockupy-Aktionstagen, ursprünglich auf der italienischen Seite Global Project erschienen, liegt jetzt auf deutsch vor: Der „stählerne Käfig“ und das antikapitalistische Gespenst. Viel Spaß beim Lesen!

Protest lässt sich nicht verbieten – Let’s Blockupy Frankfurt!

Die Stadt Frankfurt möchte Blockupy verbieten und gibt damit ein Musterbeispiel, wie die Sparpolitik autoritär durchgesetzt werden soll. Wir sind optimistisch, dass das Verbot vor Gericht keinen Bestand hat. So oder so aber macht es deutlich: Protest gegen Kürzungen und Entdemokratisierung ist jetzt nötiger denn je! Bitte unterzeichnet die Protestnote - und kommt mit uns nach Frankfurt!

Außerdem möchten wir noch einmal auf zwei Veranstaltungen zur Vorbereitung hinweisen:

Am Freitag werden AktivistInnen aus Griechenland, Italien und Spanien nach Marburg kommen, um darüber zu berichten, welche Folgen die Krise und die Sparpolitik in ihren Ländern haben, aber auch, welche Erfahrungen sie mit kollektivem Widerstand gesammelt haben und welche Perspektiven sie für eine solidarische Gesellschaft sehen. Kommt und diskutiert mit: 11. Mai, Hörsaal im CNMS (Deutschhausstraße 12), 20 Uhr.
FB-Event

Am Dienstag darauf, direkt vor den Blockupy-Aktionstagen, treffen wir uns noch einmal, um uns gemeinsam auf die Proteste vorzubereiten. Zu Beginn wird es einen kurzen Überblick über letzte Neuigkeiten und Entwicklungen geben. Danach soll weiter überlegt werden, wie ein gemeinsames Camp für AktivistInnen aus Marburg aussehen kann, bei welchen Aktionen vor Ort ein gemeinsames Vorgehen gewünscht ist und welche Aufgaben wir in Frankfurt übernehmen können, um zum Gelingen der Proteste beizutragen. Auch das Bilden von Bezugsgruppen und eine kurze Übersicht über die eigenen Rechte als DemonstrantIn beim Umgang mit der Polizei sind möglich, falls gewünscht. Darüber hinaus steht natürlich der Raum offen für Fragen und Ergänzungen. Falls ihr bereits eine Bezugsgruppe habt, mit der ihr nach Frankfurt fahrt, sprecht euch bitte möglichst vorher schon ab, an welchem Finger ihr beispielweise bei den Blockaden teilnehmen möchtet, wo eure Grenzen liegen, etc. 15. Mai, DGB-Haus (Bahnhofstraße 6), 18 Uhr.
FB-Event

Eine Übersicht über die geplanten Aktionen und einige der thematischen Finger findet ihr auf blockupy-frankfurt.org/ unter action days.

Veranstaltungen zu Blockupy Frankfurt in Marburg

Das Krisenbündnis Marburg hat eine Vielzahl an Veranstaltungen zur Analyse der europäischen Krisenpolitik, zu demokratischen Alternativen und zur konkreten Vorbereitung auf die Proteste im Mai in Frankfurt vorbereitet. Eine vorläufige Übersicht könnt ihr der Terminbox in der rechten Spalte entnehmen. Besonders hinweisen wollen wir auf die Möglichkeit der Diskussion mit AktivistInnen aus Griechenland, Spanien und Italien, die am 11. Mai im Hörsaal des CNMS (Deutschhausstraße 12) zur Krise in Südeuropa sprechen werden.

Keine Zukunft ohne Solidarität – Junge AktivistInnen aus Südeuropa berichten

Die Zeichen stehen auf Sturm. Der totgesagte Neoliberalismus feiert im Süden Europas ein politisches Comeback. Im Namen der europäischen Stabilität werden Länder wie Griechenland, Spanien und Italien auf Kosten der Bevölkerung kaputt gespart. Dabei spielt Deutschland als stärkste Macht in der EU neben Frankreich eine führende Rolle in der Durchsetzung dieses Angriffs auf die Lebensqualität und die sozialen Rechte der Betroffenen.
Insbesondere junge ArbeiterInnen und Angestellte haben kaum noch eine Chancen auf berufliche und finanzielle Perspektiven. So sind in Griechenland und Spanien die Hälfte und in Italien 30% aller unter 25-jährigen arbeitslos. Eine „europäische Agenda 2020″ soll hier durchgesetzt werden, Arbeiter_innenrechte eingedämmt und der Widerstandswille gebrochen werden. Doch in den Ländern findet ein vielfältiger Widerstand statt. Diesen Kämpfen, den dort gemachten Erfahrungen und den sich daraus ergebenden Perspektiven und Konflikten wollen wir ein Forum bieten und die Möglichkeiten von gelebter Solidarität ausloten. Deshalb haben wir AktivistInnen aus verschiedenen sozialen Kämpfen nach Deutschland eingeladen. Sie erzählen von dem Alltag unter neoliberalem Belagerungszustand, den Protesten auf den Plätzen der Städte, Generalstreiks, Protesten von Studierenden und jungen AktivistInnen, der Verhinderung von Wohnungsräumungen und der Mobilisierung zu den europäischen Aktionstagen in Frankfurt vom 16.-19. Mai.
Griechenland -Haris Triandafilidou (Jugend von SYNASPISMOS – Schwesterpartei der LINKEN) aus Athen
Italien – Shendi Vali (Studentische Aktivistin aus dem linken Netzwerk Unicommon) aus Rom
Spanien – Daniel Nieto Bravo (Teil der Bewegung der „Indignados“, antikapitalistischer Aktivist und Gewerkschaftler) aus Sevilla

Internationaler Frauenkampftag 2012 – die Interventionistische Linke ist dabei

8. März jeden Tag! Für den Feminismus! Die Emanzipation aller Menschen erkämpfen!

Während in den letzten Jahren eine massive sozialstaatliche Umgestaltung vor allem zu Lasten von Frauen* stattfindet, werden in der medialen Öffentlichkeit meist nur „feministische“ Positionen weißer karrierefähiger Frauen* verbreitet, denen der alte Feminismus zu prüde, zu unsexy und zu langweilig scheint. Dadurch wird ein Feminismus formuliert, der für neoliberale Politiken anschlussfähig ist. Vergessen werden dabei all jene (unsichtbar gemachten) Frauen*, die über weniger politische, soziale und kulturelle Ressourcen verfügen. Feminismus als Notwendigkeit gegen neoliberale und konservative „Backlashs“ braucht den Rückblick auf mehr als 100 Jahre soziale Kämpfe, emanzipatorische Bewegungen und kritische Debatten, die immer auch eine Vision einer anderen Gesellschaft entworfen haben. Trotz der Errungenschaften dieser Bewegungen haben die Kämpfe auch heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt – immer noch leisten Frauen* den größten Teil der Reproduktionsarbeit, immer noch werden ungleiche Löhne bezahlt, immer noch ist häusliche Gewalt eine alltägliche Bedrohung,…

Die gesellschaftliche Realität von sozialer Ungleichheit, patriarchalen Unterdrückungsverhältnissen und männlicher Hegemonie zeigt, dass der „historische“ Feminismus nichts von seiner Notwendigkeit verloren hat. Wir wollen anknüpfen an diese feministischen Bewegungen in ihrem Kampf um die Gleichstellung von Frau* und Mann* und gleichzeitig fernab von diesen konstruierten Kategorien Räume für vielfältige Identitäten öffnen. Denn Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität bleiben trotz Aufweichungen im öffentlichen Diskurs entscheidende Strukturelemente in unserer Gesellschaft. Ein 8. März sollte auch die Lebens- und Liebensformen in den Blick nehmen, die nicht in diese heteronormative Matrix passen. In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit all jenen in der Welt, die am 8. März demonstrieren, feiern, streiken, sabotieren und die Verhältnisse zum tanzen bringen.

Aktivitäten in den Städten: (mehr…)

Einladung zu Aktionen gegen kapitalistische Krisenpolitik

Liebe Genossinnen und Genossen, Freundinnen und Freunde, indignad@s,

Einladung zu Aktionen gegen kapitalistische Krisenpolitik

Seit 2011 findet die Krise ihren Widerhall endlich auch in einer Vielzahl von Assambleas und Besetzungen weltweit: Tunis, Kairo, Madrid, Barcelona, Tel Aviv, Athen, New York, Oakland… Seit Monaten belagern Zelte der occupy-Bewegung auch die EZB in Frankfurt. Den Finanzplatz Frankfurt im Visier zu behalten, ist von entscheidender Bedeutung: hier trifft sich die Troika von EZB, IWF und EU-Kommission, hier wird ausgehandelt, was die deutsche Bundesregierung und ihre Verbündeten europaweit durchsetzen wollen.

Deshalb wollen wir mit einer europaweiten Mobilisierung nach Frankfurt ein unübersehbares Zeichen der internationalen Solidarität und des antikapitalistischen Widerstandes setzen. Wir wollen zeigen, dass auch in Deutschland, dem Herzen der Bestie der europäischen Krise, keine Ruhe mehr herrscht. Wir wollen zeigen, dass sich die Bewegungen in Europa nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern den Kampf gegen die Kürzungsdiktate der Troika gemeinsam führen. Wir wollen zeigen, dass handzahmer Protest gegen die sozialen Angriffe nicht ausreichend ist, sondern dass es europaweit massenhaften und entschlossenen Widerstand geben muss.

Deshalb rufen wir zu ungehorsamen Massenaktionen im Mai auf: Machen wir Frankfurt dicht, blockieren wir den Verkehr, die Banken, die ganze Stadt. Unterbrechen wir das Geschäft derer, die uns für ihre Krise in Haft nehmen wollen …

Die Idee von Aktionstagen in Frankfurt im Mai wird gegenwärtig nicht nur von uns, sondern von einer Vielzahl von politischen Bewegungen, Gruppen und Spektren diskutiert. Es ist etwas in Bewegung und wird sich verdichten zu Blockaden, zu ungehorsamen Massenaktionen, zu einer großen internationalen Demonstration, zu einer weiteren Agora der Bewegungen.

Wir schlagen vor, mit dem 15. Mai 2012 zu beginnen, dem Jahrestag der ersten großen Versammlung in Madrid. Am Mittwoch, dem 16. Mai tagt in Frankfurt der EZB-Rat. Freitag, der 18. Mai könnte unser Hauptaktionstag werden: In mehreren europäischen Ländern haben viele Menschen wegen eines vorangegangenen Feiertags frei, aber die Banken und Unternehmen in Frankfurt haben geöffnet, so dass wir die Geschäfte real unterbrechen können. Am 19. Mai könnte dann eine europäische Großdemonstration stattfinden. In relativer Nähe zu Frankfurt, im 250 km entfernten Erfurt, wird vom 17.-20. Mai der 34. Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) mit der Fragestellung „Was heißt radikal global heute?“ stattfinden – wir können uns eine Vernetzung von Debatte und Aktion gut vorstellen.

Ein erster gemeinsamer Ratschlag eines breiteren Initiativkreises wird stattfinden am Sonntag, 22.1.2012 um 11 Uhr im Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69, Frankfurt am Main. Es wird entscheidend sein, den Wunsch vieler Aktivist_innen nach Aktionen, die in ihrer Massenhaftigkeit und Radikalität dem Ausmaß der Angriffe angemessen sind, bereits dort zur Sprache zu bringen.

Auf dem Treffen wird eine große europäische Aktionskonferenz vorbereitet, die vom 24. bis 26. Februar in Frankfurt stattfinden soll. Dort sollen dann konkrete Verabredungen getroffen und ein internationaler Aufruf für Aktionen im Mai in Frankfurt beschlossen werden.

Wenn ihr dabei sein wollt, wenn ihr Mitinitiatorin der Konferenz und des Aufrufs werden wollt, meldet euch bitte so schnell wie möglich per E-Mail bei frankfurt@riseup.net

Interventionistische Linke, 22.12.2012

Minireihe: Krise. Aufstand. Revolution?

PEDRAM SHAHYAR: DIE REVOLUTION IN ÄGYPTEN

27.10.2011 | 19.00h | Hörsaal im CMNS (Orientzentrum)

In Zusammenarbeit mit attac Marburg

Den arabischen Frühling hatten wohl die wenigsten möglich gehalten. Die Ereignisse haben uns gezeigt, dass das „Ende der Geschichte“ noch lange nicht erreicht ist.

Der arabische Frühling und die Revolution in Ägypten sind seit geraumer Zeit wieder aus der medialen Wahrnehmung verschwunden. Wenn doch etwas berichtet wird sind es negative Schlagzeilen, wie die Angriffe auf die israelische Botschaft, harte Urteile gegen Kritiker des Militärs oder Tote bei Demonstrationen. Unsicherheit kommt auf, ob die Revolution nicht vor allem den reaktionären Kräften wie Militär und islamistischen Gruppierungen genutzt hat. Eine Einschätzung wie die Kräfteverhältnisse in dem Land tatsächlich aussehen fällt vielen schwer.

Wir haben Pedram Shahyar eingeladen um mit ihm über die Ereignisse zu diskutieren. Pedram war mehrere Male in Ägypten und hat dort mittlerweile viele Kontakte mit Aktivist_innen vor Ort.

Wie ist es überhaupt zu den Ereignissen in Ägypten gekommen und was ist aus dem „spontanen Kommunismus“ auf Kairos Strassen geworden? Was machen die Stadtteilkommitees jetzt? Was bedeuten die Ereignisse für die Situation der Frauen? Wie gehen die Aktivist_innen mit der wachsenden Repression durch das Militär um? Welche Perspektiven haben linke und andere fortschrittliche Kräfte?

KARL HEINZ ROTH: DAS MULTIVERSUM

Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven
Band 2 des Projekts
„Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven“

31.10.2011 | 20.00h | Hörsaal im CMNS (Orientzentrum)

Im ersten Band des Projekts „Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven“ stand die globalen Krise von 2007ff. im Zentrum der Analyse. Im zweiten Band kehrt Karl Heinz Roth die Perspektive um und zeigt, dass aus der Systemkrise ein vielschichtiges Multiversum der Unterklassen hervorgeht, das in der Lage sein könnte, auf das Krisenmanagement der herrschenden Eliten selbstbestimmt zu antworten. Jetzt werden die globalen Proletarisierungsprozesse, die den vergangenen Zyklus mitprägten, daraufhin untersucht, was auf die unteren Klassen weltweit zukommt. Auf die Betrachtung des Multiversums der Eigentumslosen folgt die Analyse möglicher Varianten der Krisenüberwindung im Spannungsfeld von Multiversum und Kapital.

Schließlich widmet sich Roth den Umrissen einer konkreten Utopie. Dabei fokussiert er den Blick auf einige konzeptionelle und praktisch-politische Handlungsfelder, aus denen ein neuer Kompass zur globalen Durchsetzung von sozialer Selbstbestimmung entstehen könnte. Es geht also um nichts weniger als die Umrisse einer alternativen Krisenüberwindung, die in einen globalen Transformationsprozess einmünden könnte. Zum anderen arbeitet Roth die Herausforderungen der aktuellen Entwicklungstendenzen der globalen Arbeitsverhältnisse an die Theorie heraus und entwickelt erste Hypothesen für eine über Marx hinausgehende Synthese von Arbeitsgeschichte und Kritik der politischen Ökonomie der Arbeit.

… die Erfahrung gemeinsamer Revolte kann euch und uns allen nicht mehr genommen werden …

Solidarität mit den Aufständen gegen die arabischen Diktaturen

Seit den Demonstrationen gegen die Ben Ali-Diktatur in Tunesien gerät die ganze nordafrikanische und westasiatische Region in Bewegung. Als sei ein bis dahin unüberwindlicher Staudamm aus Angst und Lethargie mit einem Mal gebrochen, erheben sich die Menschen von einem Land zum andern gegen ihre Diktatoren. Hunderttausende strömen auf die Straßen und Plätze und trotzen der Brutalität der Herrschenden und ihrer Schläger trotz hunderten von Toten und tausenden von Verletzten. Ihr Aufbruch folgt keinem Plan und braucht keinen Führung, die Menschen organisieren sich selbst in einer vielstimmigen Bewegung, in der unterschiedliche Ziele und Mittel wie von selbst in einem zusammenkommen: dem Willen, jetzt sofort und gemeinsam Schluss zu machen mit Jahrzehnten der Unterdrückung, der Erniedrigung und der Lüge, Schluss zu machen auch mit einer zuletzt immer schamloser betrieben Ausplünderung.
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Solidarität mit den sozialen Kämpfen in Europa!

Wir leben in aufregenden Zeiten: Soziale Kämpfe gegen die Abwälzung der Krisenlasten erschüttern derzeit eine Vielzahl von europäischen Ländern. So kam es in u.a. in Großbritannien, Frankreich und vielen Ländern Südeuropas zu Streiks und Aufständen.

Ein Zentrum dieser Auseinandersetzungen ist Italien, dass neben der ökonomischen auch eine schwere politische Krise erlebt: Die Regierung Berlusconi wurde durch den Austritt einer Gruppe von ParlamentarierInnen um den Altfaschisten Fini schwer erschüttert. Unser Augenmerk liegt jedoch nicht auf diesen Rissen innerhalb der herrschenden Klasse, sondern auf den zeitgleich stattfindenden außerparlamentarischen Mobilisierungen. Diese haben weite Teile des Landes lahmgelegt. Seite an Seite kämpfen Studierende und GewerkschafterInnen, Prekäre und MigrantInnen entschlossen dagegen, dass sie die Lasten der Wirtschaftskrise tragen sollen. Einen neuen Höhepunkt erreichten die Auseinandersetzungen am vergangenen Dienstag, als sich Berlusconi nur durch offensichtliche Bestechung eine Mehrheit im Parlament sichern und so das gegen ihn angestrebte Misstrauensvotum überstehen konnte. Am gleichen Tag fanden in Rom, Mailand und anderen Städten soziale Massenmobilisierungen statt, deren message klar war: Die Regierung der Faschisten und Rassisten stürzen!

Auch wenn die Regierung am 14. Dezember nicht gestürzt wurde, so zeugen großflächige und vielfältige Proteste, die die Börse, Bahnhöfe, Fluglandebahnen und Autobahnen besetzten, von einer Bewegung, der es Ernst ist! Eine Bewegung, die gegen die Krisenregulationen rebelliert, die vor zwei Jahren den mittlerweile europaweit genutzen Slogan „wir zahlen nicht für eure Krise!“ prägte und die Zukunft selbst in die Hand nehmen will. Eine Zukunft fernab von leistungseffizienter Verwertungslogik und Rassismus.

Wir solidarisieren uns mit den Kämpfen in Italien und Europa, weil sie auch unsere Kämpfe sind! Wir solidarisieren uns mit den AktivistInnen auf den Straßen, welche die Absurdität der kapitalistischen Proftmaximierung und seine Krisenhaftigkeit in Frage stellen! Wir solidarisieren uns mit den Gefangenen in den Knästen, fordern deren Freilassungen und Einstellungen der Verfahren!

Wir sind das Morgen und wir zahlen nicht für eure Krise!
:to the government we stick our middlefinger:
Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t.

Revolutionärer Prozess auf allen Ebenen?

„La Comuna im Aufbau“

Film und Diskussion mit Dario Azzellini,
Thomas Muhr und Andres Otálvaro

Donnerstag, 30.9.2010, 19:30 bis 22 Uhr

Orientzentrum (Deutschhausstr. 12, Raum 00A26)

Am Sonntag konnte die regierende Sozialistische Einheitspartei bei der Parlamentswahl in Venezuela erneut die große Mehrheit der Stimmen für sich verbuchen. Sie ist bestätigt, auch wenn durch den Antritt einer vereinigten Opposition die Zwei-Drittel-Mehrheit verloren ging. Über Wahlen, Parteien und besonders die Führungsfigur Chávez wird hierzulande regelmäßig berichtet. Dies geschieht zwar oft auf unsägliche Weise, vor allem werden bei der Berichterstattung aber Prozesse an der Basis in Venezuela völlig ausgeblendet. Wir zeigen einen Film, in dem Basisaktivistinnen und Aktivisten zu Wort kommen und nicht Chávez! (mehr…)

4.6. | 20.30 | Südafrika – Die Grenzen der Befreiung

Südafrika im Jahr der Fußball-WM
Buchvorstellung – „Südafrika – Die Grenzen der Befreiung“

In Anspielung auf die bestehend hohe Streikbereitschaft der an der Vorbereitung zur WM beteiligten Belegschaften rief Südafrikas Präsident Jacob Zuma vor einigen Tagen eindringlich dazu auf, den sozialen Frieden zu wahren: „Lasst uns unsere Probleme für einen Moment vergessen. In diesen Zeiten brauchen wir gute Südafrikaner. Lasst sie für vier Wochen gut sein. Nur für vier Wochen.“ Der Druck ist offensichtlich groß und das nicht nur aufgrund des schleppenden Ticketverkaufs. Steht doch Südafrikas Ruf als „Rainbow Nation“, als eine Erfolgsgeschichte eines politisch-sozialen Transformationsprozesses nach dem Ende der Apartheid auf dem Spiel.
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Kinder. Küche. Kämpfe.


ausführliche Informationen unter http://care.blogsport.de

eine Veranstaltungsgsreihe von AG Care, AgF Marburg und Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t.

Kritische Perspektiven auf Pflege- und Haushaltsarbeit im internationalen Kontext
Veranstaltungsreihe in Marburg vom 21.04. – 30.06.2010

Pflege- und Haushaltsarbeit macht den größten Teil der gesellschaftlich verrichteten Arbeit aus, da sie eine der Grundvoraussetzungen für menschliches Leben ist. Trotzdem wird sie immer noch nicht als „echte Erwerbsarbeit“ angesehen, obwohl formelle Beschäftigungsverhältnisse in diesem Bereich immer weiter zunehmen und der ursprünglich informelle Charakter dieser Arbeit abnimmt. Dies ist unmittelbar damit verknüpft, dass diese Tätigkeiten von je her als „weiblich“ angesehen wurden und immer noch zum größten Teil von Frauen verrichtet werden.
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Internationales Antifanetzwerk gegründet

Neues internationales Antifanetzwerk gegründet
Unter www.antifaresistance.org findet ihr ein neues Antifa Debatten- und Solidaritätsnetzwerk. Immer mal wieder soll es auch Radiosendungen zu verschiedenen Themen geben. Momentan wohl erstmal auf italienisch, weitere Sprachen folgen.

8.März Antifa Teheran

Gemeinsame Zugfahrt aus Marburg

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise zum Antifa Teheran Aktionstag in Frankfurt ist am Marburger Hbf um 15.20 Uhr. Der Zug (RE) fährt um 15.35 Uhr los.

Infos zu dem bundesweiten Aktionstag mit Vertreter_innen von Antifa Theran im Antifa Cafe: Sonntag, 07. März ab 16.00 Uhr (veranstaltet von der AG5)

Infos für Marburg hier, bei Lisa:2 und natürlich immer die aktuellsten Termine bei stressmob.de

8.März – jeden Tag

8.März – jeden Tag

Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz der erste Frauentag gefeiert. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848. Außerdem hatte auch die Pariser Commune 1871 im März begonnen.

Am 8. März 1917 – nach russischem (julianischem) Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite und lösten damit die Februarrevolution aus. Zur Ehre der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt. Nach anderer Darstellung war es nach Aufforderung von Alexandra Kollontaj und anderen Vorkämpferinnen Lenin, der in diesem Jahr, 1921, den 8. März zum „Internationalen Frauentag“ erklärte. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag)

Antifa Teheran – bundesweiter Aktionstag am 8.März

Gegen religiösen Fundamentalismus, Sexismus und Homophobie – Nieder mit dem islamistischen Regime im Iran! Solidarität mit den iranischen Feministinnen!
Aufruf zum 2. bundesweiten Iransoli-Aktionstag am Weltfrauentag, 8. März 2010.

Eine grimmig dreinblickende Frau mit verrutschtem Kopftuch schleppt eine Hand voll Steine, im Hintergrund rauchende Barrikaden; eine junge Frau schreit und streckt dabei die Faust in die Luft; eine dritte liegt auf dem Boden, Blut rinnt ihr aus Mund und Nase – sie stirbt, erschossen von Milizen auf einer Demo, sie hieß Neda. Diese Bilder aus dem Iran 2009 gingen um die Welt.
Der iranische Aufstand, der sich zunächst gegen eine allzu dreiste, putschartige Wahlfälschung seitens Präsident Mahmoud Ahmadinedschad richtete, weitete sich aus zu einem Aufstand gegen die herrschende Zustände und für Freiheit, Menschenrechte und eine Lebensperspektive. Getragen wird er hauptsächlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – sie machen 70% der iranischen Gesellschaft aus – und in erster Linie von Frauen; jungen, geschminkten, sich den islamischen Kleidernormen widersetzenden Frauen, die mit ihren Stöckelschuhen auf Pasdaran-Milizen und Polizei losgehen.
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Gegen den Militärputsch in Honduras und seine deutschen Kollaborateure von der FDP!

Wir unterstützen den Aufruf und die Aktion der Lateinamerikagruppe Marburg:

Gegen den Militärputsch in Honduras und seine deutschen Kollaborateure von der FDP! Solidarität mit den Sozialen Bewegungen in Honduras! Samstag, 6.2., 11.00h vor dem Welcome Hotel am Pilgrimstein 29

Am 6. Februar richtet die „Friedrich-Naumann-Stiftung FÜR DIE FREIHEIT“ (FNSt, die Partei nahe Stiftung der FDP) ein Tagesseminar „Studierende und Entwicklungszusammenarbeit“ im Welcome Hotel Marburg aus. Dabei soll auch eine Veranstaltung zu „Politikberatung in der Entwicklungszusammenarbeit am Beispiel lateinamerikanischer Länder“ stattfinden. Wie die Politikberatung und Entwicklungszusammenarbeit der FNSt aussieht, hat sich bei der Unterstützung des Putsches in Honduras vom 28. Juni 2009, der Putschregierung, undemokratischer „Wahlen“ sowie der anhaltenden Repression gegen Soziale Bewegungen in Honduras gezeigt.
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Stoppen wir die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal!

Der afro-amerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal sitzt seit über 28 Jahren in der Todeszelle. Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und Klassenjustiz. Schon zweimal konnten Proteste eine Hinrichtung verhindern. Momentan ist jederzeit mit der Ansetzung eines neuen Hinrichtungstermins zu rechnen. Stoppen wir die Hinrichtung von Mumia!

Kundgebung am 3. Tag nach der Bekanntgabe des Hinrichtungstermins auf dem Marktplatz in Marburg um 18 Uhr.

Weitere Informationen bei der Roten Hilfe.

Frieden in Kurdistan, Freiheit für Öcalan!

Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses Rizgarî zu Protesten am 12.12.2009 in Marburg und Gießen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

wir, das „Bündnis Rizgarî“ (Bündnis Befreiung) rufen Sie/Euch dazu auf, sich an dem Protest gegen die anhaltende Verfolgung und Unterdrückung von Kurdinnen und Kurden, sowie die menschenverachtenden Haftbedingungen von Abdullah Öcalan und aller politischen Gefangenen zu beteiligen.
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Video: Karl Heinz Roth Die globale Krise

GenossInnen aus Münster haben die Veranstaltung mit Karl Heinz Roth aufgenommen.

Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5