Archiv der Kategorie 'IL'

Deutschland, Dresden: Alles Opfer

Die GenossInnen von Avanti haben einen eigenen Aufruf für Dresden herausgebracht:

Deutschland, Dresden: Alles Opfer

Im deutschen Geschichtsbild ist Dresden zu einem Symbol geworden für das Leiden der vermeintlich unschuldigen Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs. Indem die Nazis ihren Aufmarsch in Dresden als Gedenken an den Bombenangriff auf die Stadt inszenieren, gelingt es ihnen, an dieses gesamtgesellschaftlich verbreitete Geschichtsbild anzuknüpfen, demzufolge eben auch die Deutschen im Nationalsozialismus vor allem Opfer waren.
Antifaschistischer Aktionstag am 13. Februar 2010
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Dresden 2010 – den Naziaufmarsch blockieren!

Die Interventionistische Linke ruft auf:

„No Pasarán! – sie werden nicht durchkommen!“ ist mehr als nur der Name unseres Bündnisses. Dahinter steckt auch unser Anspruch, dem jährlichen Nazigroßaufmarsch um den 13. Februar aktiven Widerstand entgegen zu setzen.

65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gedenken wir derer, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden sowie derer, die Widerstand geleistet haben gegen das NS-Regime. Dieses Gedenken verpflichtet uns zur Zurückdrängung des erstarkenden Neonazismus und damit zur Verhinderung des Naziaufmarsches in Dresden.

Dafür brauchen wir Eure Unterstützung! Beteiligt Euch an den Massenblockaden gegen den Nazigroßaufmarsch in Dresden!

No Pasarán! – sie werden nicht durchkommen!

www.no-pasaran.mobi

Informationen zu einer Mobilisierungsveranstaltung in Marburg und zur gemeinsamen Anreise per Bus findet ihr demnächst auf diesen Seiten.

[Berlin] Weg mit dem SZ Führungstreffen Wirtschaft 2009!

TREFFEN DER ENT-FÜHRUNGSKRÄFTE 20.11.2009 // 16:00 HUMBOLDT UNI // INNENHOF



Führungstreffen im Adlon

Ein Jahr nach dem Crash auf den Finanzmärkten treffen sich am 20./21.11. Topmanager, Aufsichtsräte und Spitzenpolitikerinnen zum elitären Plausch im noblen Hotel Adlon. Die PropagandistInnen des „Freien Unternehmertums“ und der „Eigenverantwortung“ haben den
Karren in den letzten Jahrzehnten gehörig gegen die Wand gefahren:
Milliardenverluste von Kleinanlegern, Millionen Kurzarbeitende und Erwerbslose, eine dramatische Zunahme von Armut und Hunger weltweit, der drohende Klimakollaps…
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Eine erste Einschätzung aus den Reihen der Interventionistischen Linken (IL): Ungehorsam im CS-Nebel

übernommen von: http://www.dazwischengehen.org

Ein Blick auf BLOCK NATO und die Proteste in Strasbourg

Von den Protesten gegen den NATO-Gipfel werden wohl vor allem die Bilder brennender Gebäude und die Rauchsäulen über Strasbourg in Erinnerung bleiben. Dass Protest zielgerichtet verhindert wurde, davon ist ebenso wenig nach Strasbourg die Rede, wie von den erfolgreichen Blockadeaktionen in der Innenstadt. Eine erste Einschätzung aus den Reihen der Interventionistischen Linken (IL) zu den Fallstricken, Unzulänglichkeiten, Erfolgen und Begleitumständen der Proteste am 4. April. Dieser Artikel wird in der nächsten Ausgabe von ak 538 erscheinen.

Strasbourg, 4. April 2009, 6 Uhr: Etwa 400 AktivistInnen von BLOCK NATO versammeln sich auf dem Place de l’Université unweit der beiden nur mit Sonderausweis zugänglichen „orangenen Zonen“. Die meisten von ihnen haben die Nacht im Zentrum von Strasbourg verbracht, andere kommen aus zwei Reisebussen dazu, die wie durch ein Wunder bis hierhin durchgekommen sind. Nach einer Megaphonansage setzt sich die Menge in Richtung des Kongresszentrums in Bewegung, in dem der NATO-Gipfel in wenigen Stunden tagen soll. (mehr…)

Rede der interventionischen Linken in FFM 28.3.


Die IL in FFM

Die IL in Berlin

Das System in dem wir leben gilt als Garant für Demokratie, Wohlstand, Frieden und Menschenrechte. Kapitalismus und Patriarchat gewähren aber keine Demokratie und keine Rechte. Kapitalismus und Patriarchat sind die permanente Entrechtung, die permanente Zurichtung, die permanente Krise. Sie basieren auf Krieg. Nach außen, indem das Kapital der Metropolen versucht die Kontrolle über Rohstoff- und Energievorräten der Welt militärisch zu sichern und das globale Armutsgefälle aufrecht erhält. Aber auch nach innen gegen uns selbst, mit der Produktion eines Heers von Ausgeschlossenen, Entrechteten, Überflüssigen und der Eindämmung gesellschaftlicher Widerstände durch Maßnahmen der innere Sicherheit. (mehr…)

60 JAHRE NATO – KEIN GRUND ZUM FEIERN

1.-5. April Strasbourg | Baden-Baden
Still not loving capitalism – Kein Frieden mit der Nato!


Der Widerspruch könnte größer nicht sein: Festbankette, Gruppenbild mit Dame vor beschaulicher Kulisse, salbungsvolle Einlassungen zum Thema Frieden und Freiheit – um ein Militärbündnis zu feiern, das weltweit in Kriegen und Flüchtlingsabwehr aktiv ist. Für die Nadelstreifen, Kostümchen und Ausgehuniformen mag es tatsächlich Grund zur Freude geben, verdanken sie ihrem gemeinsamen Verein – der Nato – doch die militärische Absicherung ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht. Gegründet als antikommunistisches Militärbündnis der kapitalistischen Staaten gegen die Sowjetunion hat sie auch nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus nicht an Bedeutung verloren. Im Gegenteil finden seit einigen Jahren Erweiterungen und Umstrukturierungen zu einer globalen Interventionsmacht statt, um in Zeiten von Klimawandel, Energie- und Nahrungsmittelkrisen, „unkontrollierter Migration“ und „Terrorismus“ die ökonomische Spitzenposition des Westens und den Zugang zu Rohstoffen für dessen kapitalistische Akkumulation zu sichern.
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NAZIS NO WAY !

Aufruf der Interventionistischen Linken

14. Februar 2009

11.00 Uhr
Hauptbahnhof Dresden

Warum gerade Dresden?

In der Bundesrepublik waren es vor allem Faschisten und Revanchisten, insbesondere der Vertriebenenverbände, die an die offiziellen Propagandalügen des Goebbels’schen Ministeriums, in denen von mehreren hunderttausend Toten die Rede war, anknüpften. Schon in der jungen BRD wurde die Bombardierung zur Relativierung der deutschen Kriegsschuld und zum Aufbau eines deutschen Opferbildes benutzt. Die ewig wiederkehrenden Lügen der Revisionisten fanden offene Ohren und konnten sich beinahe ungehindert in großen Teilen der westdeutschen Gesellschaft festsetzen. Nach 1989 blieb das verbreitete Bild der „verbrecherischen“ Bombardierung mit hunderttausenden Toten zunächst unangegriffen.
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Der spanische Bürgerkrieg und die Linke II

Zweiter Teil unserer Veranstaltungsreihe
***UPDATE Der Workshop um 14.30h mit Ulrich Winter: Sinn vergangenheitspolitischer Debatten und Bedeutung für die Gegenwart: die Linke und der Gefangenentransport fällt leider aus – Der Rest findet wie geplant statt***

  • Hier gibts die Ankündigung und das Programm als PDF
  • Für uns, darauf bestanden wir, und wir hörten es bestätigt von denen, die von den Fronten kamen, war in Spanien die internationale Solidarität zur Abwehr des Faschismus angetreten. Diese Antwort war von absoluter Bestimmtheit (Peter Weiss, Die Ästethik des Widerstands)

    Im Hinblick auf inhaltliche Debatten über das Projekt der Abschaffung aller Verhältnisse, in denen der Menschen ein geknechtetes Wesen (Marx), über dahingehende strategische Fragestellungen, taktische Bündnisse und Allianzen sowie Organisations- und Politikformen kann in der politischen Geschichte der Linken viel gefunden werden – für den Pessimisten ein Sammelsurium an Widersprüchen, Fehlern wie auch dem Scheitern linker Politik; für den Optimisten (bestenfalls?) eine Geschichte des Scheiterns aus dezu lernen sei, um künftige und anstehende Kämpfe schlauer und erfolgreicher führen zu können. Der Spanische Bürgerkriegs war für die zeitgenössische (nicht nur, aber hauptsächlich) europäische Linke ein Kristallisationspunkt und politisches Problem, das ungeheure Hoffnungen, Illusionen und auch Kräfte freizusetzen vermochte – und: mit dem Sieg des spanischen Faschismus, unterstützt vom nationalsozialistischen Deutschland und dem italienischen Faschismus, einer weiteren derben Niederlage und (teilweise auch physischen Vernichtung) der „Linken“ endete.

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    AN DIE LINKE VON HEILIGENDAMM

    Einladung zum Antikapitalistischen Ratschlag am 25.1.2009 in Frankfurt/Main

    An alle GenossInnen, denen die Kritik des herrschenden Elends immer auch eine Frage der praktischen Intervention ist. An die GewerkschaftsaktivistInnen, deren Projekt sich im Kampf um mehr Lohn nicht erschöpft. An alle, für die eine andere Klimapolitik vom Kampf gegen das globale Ausbeutungsgefälle nicht getrennt werden kann. An die AktivistInnen ungezählter sozialer Initiativen, denen die Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse immer auch eine Frage der alltäglichen Lebensweisen ist. An diejenigen in der Partei DIE LINKE, die sich von der Bewegung auf der Straße nicht trennen lassen und für die Politik deshalb im Sprung auf 13%+x nicht aufgeht. An alle, die auf der Suche nach einer kollektiven Form für ihre rebellischen Wünsche nach einer ganz anderen Welt sind. Eröffnen wir gemeinsam eine Debatte um die „K-Frage“: eine Debatte über Krise, Krieg, Klimawandel, Kapitalismus – über ein kommunistisches Danach und die Kämpfe, in denen es Gestalt annimmt.
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    Die K-Frage stellen!

    Die Interventionistische Linke zur Krise des Kapitalismus und den Perspektiven der Transformation

    An die Linke von Heiligendamm. An alle GenossInnen, denen die Kritik des herrschenden Elends immer auch eine Frage der praktischen Intervention ist. An die Gewerkschaftsaktivist/innen, deren Projekt sich im Kampf um 8% mehr Lohn nicht erschöpft. An alle, für die eine andere Klimapolitik vom Kampf gegen das globale Ausbeutungsgefälle nicht getrennt werden kann. An die Aktivist/innen ungezählter sozialer Initiativen, denen die Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse immer auch eine Frage der alltäglichen Lebensweisen ist. An diejenigen in der Partei DIE LINKE, die sich von der Bewegung auf der Straße nicht trennen lassen und für die Politik deshalb im Sprung auf 13%+x nicht aufgeht. An alle, die auf der Suche nach einer kollektiven Form für ihre rebellischen Wünsche nach einer ganz anderen Welt sind:

    Eröffnen wir gemeinsam eine Debatte um die „K-Frage“: eine Debatte über Krise, Krieg, Klimawandel, Kapitalismus – und über ein kommunistisches Danach.

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    Mit dem Bus nach Köln!

    Den internationalen Kongress von RassistInnen am 20.9. in Köln verhindern!

    Karten für den Bus gibts im Antiquariat Roter Stern am Grün für 15,- .

    Los gehts am Samstag, den 20.9 um 6:00h morgens am Georg-Gaßmann-Stadion

    …AUFGESTANDEN! …HINGESETZT! …BLOCKIERT!

    19.-21.09. in Köln: Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken!

  • Infoveranstaltung in Marburg: 10.9.2008 20.30h Cafe am Grün
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    Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Zu diesem Treffen, das mitten in der Kölner Innenstadt auf einem öffentlichen Platz angekündigt ist, werden mehrere hundert Rassistinnen und Rassisten aus ganz Europa erwartet.

    Für uns als interventionistische Linke versteht es sich von selbst, gegen neonazistische (Groß-)Events vorzugehen, mit dafür zu sorgen, dass ihre Treffen unterbunden werden und ihre Propaganda kein Gehör findet.

    Aus diesem Grund werden wir uns an den Protesten gegen den RassistInnen-Kongress in Köln beteiligen. Ein breites Bündnis (http://www.hingesetzt.mobi) von Antifa-Gruppen über linke Initiativen bis hin zu Gewerkschaften, Fußballfanclubs, SchülerInnenvertretungen, KünstlerInnen und GastwirtInnen ruft dazu auf, sich in Form von Massenblockaden mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den RassistInnen in den Weg zu stellen. (Siehe auch: Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!)
    Der Aufruf der iL und Liste der Veranstaltungen und Aktionstrainings von & mit IL-Gruppen
    Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!
    …aufgestanden! …hingesetzt! …blockiert!
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    Neues Interview

    Unter http://gruppedissident.blogsport.de/stuff/ findet ihr ein Interview zur 2. Offenen Arbeitskonferenz der IL.

    Textsammlung zur offenen Arbeitskonferenz


    von: http://www.akweb.de//ak_s/ak526/reader.htm

    Zur Vorbereitung auf die Arbeitskonferenz legen wir hier eine von der ak-Redaktion zusammengestellte Auswahl von Texten vor, die entweder selbst aus den Reihen der IL stammen oder sich mit ihr beschäftigen. Sie umfassen den Zeitraum von 2004 bis heute, bieten Einblicke in die Anfänge dieses Projekts, resümieren das Agieren der IL vor, während und nach Heiligendamm und streifen die Frage, wie eine interventionistische Politik heute aussehen muss und vor welchen Herausforderungen sie steht.

    download Reader

    Flyer zur 2. Offenen Arbeitskonferenz

    Hier das neue Banner:

    Hier der neue Flyer:

    Flyer zur 2. Offenen Arbeitskonferenz

    Info: Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Das könnt ihr hier tun: Anmeldung

    2. Offene Arbeitskonferenz der Interventionistischen Linken vom 25.- 27. April 2008 in Marburg

    Die 2. Offene Arbeitskonferenz ist offen für alle Menschen und Gruppen, die neugierig auf die Interventionistische Linke sind und sich vorstellen können, an dem Prozess der Organisierung unserer Strömung teilzunehmen. Die Teilnahme verpflichtet zu nichts – außer zur Bereitschaft zur offenen und solidarischen Diskussion.

    Achtung: Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich – und zwar spätestens bis zum 15.4.2007 an: konferenz(at)interventionistische-linke.de – oder auf www.interventionistische-linke.de

    Marburg, 25.- 27. April 2008, Philipps-Universität.

    Für eine Linke, die dazwischen geht.
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    Neue Homepage der IL

    Auf http://www.dazwischengehen.org/ finden sich allerlei Sachen zur geplanten Arbeitskonferenz, Texte der IL und allerlei anderes Nützliches.

    Hallo Marburg! sagt die (radikale) Linke

    :::Welcome to the jungle, we have fun and games

    Das Wintersemester hat begonnen und parallel zum Beginn des Semesters und des Studiums der gerade im Uni-Dschungel gestrandeten Neu-StudentInnen, vulgo Ersties, werden auch die Mensatische wieder bunter. In Hochglanz kommen sie daher, die Broschüren der zahlreichen parteipolitischen Hochschulgruppen. In bunten Farben stellt sich das immer noch relativ aktive Milieu der Marburger Hochschulpolitik vor – wenn auch in autistischen Formen wie im Fall des RCDS: „Uni macht man nicht mit links“. Die Wurstbanden aus der Lutherstraße laden dazu ein, in die Welt des deutschen Burschenschafters einzutauchen und „Marburg neu zu sehen und zu erleben“ – viel Spaß auf der weiteren Reise mit der deutschnationalen Brille. Jeder wie er/sie es verdient! Mit diesem Blättchen wollen wir, die Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t., zeigen, dass Marburg politisch mehr zu bieten hat als die hinterwäldlerische Kameraden-Community des Deutschen Burschenschafters. Hier also einige Informationen wer wir sind und was wir tun.

    :::Don‘t look back in anger

    Seit 2000 arbeitet die Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t, entstanden als Spätfolge des bundesweiten StudentInnenstreiks 1997/98, im Marburger Hochschulmilieu an der Ausbreitung kritischer Theorie und Praxis. Inzwischen engagieren sich Studierende, Promovierende, Erwerbslose und Beschäftigte im Rahmen unserer Gruppe für linke und emanzipatorische Politik. Ursprünglich stark in der Hochschule verankert – und somit mit Hochschulpolitik befasst – intervenieren wir mittlerweile auch in andere politische Felder wie der globalisierungskritischen Bewegung oder sozialen Kämpfen von ArbeiterInnen und Erwerbslosen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Gruppe liegt in der antifaschistischen Arbeit. Hier haben wir uns in der Vergangenheit vor allem mit studentischen Verbindungen auseinandergesetzt und deren antiegalitäre und männerbündische Verfasstheit kritisiert.
    Da wir eine Gruppe akademisch geprägter Linker sind und waren, engagierten uns in der Vergangenheit hauptsächlich gegen den Umbau der Hochschule zum ausbildenden Dienstleistungsunternehmen, wie er beispielsweise in der Stärkung des Präsidiums auf Kosten der demokratischen Institutionen der Hochschule, der Einführung modularisierter Studiengänge (Bachelor/Master) und schließlich in der Einführung von allgemeinen Studiengebühren erkennbar wird. An den verschiedenen von StudentInnen, UniversitätsmitarbeiterInnen und Gewerkschaften geführten Protesten haben wir uns stets beteiligt, so u.a. am StudentInnenstreik 2003, den Protesten gegen die Einführung allgemeiner Studiengebühren der letzten Jahre in Hessen oder (im Rahmen des damaligen AStA) der Verfassungsklage gegen diese. Zudem haben wir in den vergangenen vier Jahren als Teil der Koalition das Beratungsangebot und die Politik des AStA getragen.

    :::They want you lonely and silent
    Unser Schwerpunkt der Hochschulpolitik liegt und lag darin, die Situation von Studentinnen und Studenten nicht isoliert zu betrachten, sondern als Betroffene eines alle Bereiche der Gesellschaft umfassenden Programms der Verschärfung von Wettbewerbs- und Konkurrenzdruck. Es geht uns darum die Gemeinsamkeiten mit anderen sozialen Protesten gegen diese Phänomene aufzuzeigen.
    Der Umbau der Hochschule hin zu einem reinen Ausbildungsbetrieb, der nur noch berufliche Schlüsselqualifikationen vermittelt, ist Ergebnis eines solchen Programms im Wissenschafts- und Hochschulbildungssektor. Kritische Wissenschaft, die Kompetenzen zur Reflexion der eigenen Involviertheit der AkademikerInnen in Herrschaftsmechanismen vermittelte, wurde in den letzten Jahren fast überall verdrängt – am deutlichsten zeigt sich das in den einschneidenden Veränderungen am Institut für Politikwissenschaft, deren Gipfel die Streichung der Nachfolge-Professur von Frank Deppe ist. Diese Folgen eines konservativen und wirtschaftsliberalen Umbaus machen eine Veränderung von Hochschulpolitik notwendig.
    Mangels einer Position gesellschaftskritischer Wissenschaft, die Solidarität Intellektueller herstellte, versuchen wir darauf hinzuweisen, dass die neoliberalen Angriffe auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche gleichzeitig stattfinden und hieraus die notwendige Solidarität zu begründen. Auch die hauptsächlich aus Mittelschichthaushalten stammenden AkademikerInnen befinden sich zunehmend in unsicheren Arbeits- und Lebensverhältnissen außerhalb sozialer Sicherungssysteme wieder. Wenn sie auch noch weit von der Armut am unteren Drittel der Gesellschaft entfernt sind, werden sie jedoch von der Angst vor Erwerbslosigkeit und gesellschaftlichem Abstieg erfasst. Unserer Meinung nach muss eine gesellschaftliche (radikale) Linke versuchen, die verschiedenen Widerstände in den verunsicherten Milieus in Kommunikation zu bringen und eine Solidarisierung dieser Kämpfe zu erreichen.

    :::vs. die Zurichtung durch die neoliberale Maschinerie
    Doch gerade der hochschulische Alltag ist vermehrt durch eine Entsolidarisierung geprägt. Höchstens die Partikularinteressen einzelner Berufs- oder Statusgruppe sind noch formulierbar, was sich in der Auseinandersetzung einzelner Fachbereiche oder Institute um das viel zu knappe Geld ausdrückt. Die Entsolidarisierung setzt sich jedoch auch zwischen StudentInnen etwa in der Konkurrenz um Seminarplätze fort. Die Verschulung der Universität führt mit vermehrten Prüfungen und Selektion nach dem Bachelorabschluss in ein akademisches Proletariat und die Master-Elite zu einer Zurichtung der AkademikerInnen zu willigen Arbeitskräften und Zersplitterung der Interessen dieser Gruppe. Der angestrebte Wettbewerb während des Studiums setzt Menschen in der gleichen Lebenssituation zueinander in Konkurrenz und fördert den Opportunismus der an der Hochschule ausgebildeten. Das individuelle Durchkommen und Anpassen erscheint zweckmäßiger als ein gemeinsames Lernen und der Kampf um sinnvollere Studienorganisation. Ähnlich – wenn auch nicht so drastisch – wie im Rahmen der Zurichtung von Erwerbslosen durch die Kontrollmechanismen der Erwerbslosenbürokratie sollen den Unternehmen und dem öffentlichen Dienst unterwerfungswillige Arbeitskräfte geliefert werden. Diese sollen sich mit den Zielen ihrer ArbeitgeberInnen identifizieren und aus eigenem Antrieb umsetzen.

    :::Kapitulation? Intervention!
    Wie gut die Identifizierung funktioniert, zeigt u.a. die relativ reibungslose Umsetzung der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe durch Sachbearbeiterinnen und pädagogische Kräfte in Wohlfahrtsverbänden, Arbeitsagentur und Jobcentern. Gerade weil AkademikerInnen an diesen Entwicklungen beteiligt sind und sie teilweise auch vorantreiben, unterstützten wir die Proteste gegen Hartz IV. Wir haben versucht mit anderen sozialen Gruppen solidarisch zu handeln. So haben wir gemeinsam mit der Erwerbsloseninitiative Marburg an der Kampagne „Agenturschluss“ teilgenommen, in der Arbeitsagenturen zur Einführung von Hartz IV besucht und blockiert werden sollten. Darüber hinaus versuchten wir StudentInnen für die Solidarität mit den Beschäftigten der Universitätsklinika Marburg und Gießen zu gewinnen, die von der hessischen Landesregierung – als „Leuchttürme“ für die weitere Privatisierung des Gesundheitssektors und anderer staatlicher Sektoren – an den Gesundheitskonzern Rhön verkauft wurden. Wir beteiligten uns deshalb an der BürgerInneninitiative „Rettet die Klinika“, Demonstrationen in Marburg und Gießen, dem Volksbegehren gegen die Privatisierung und organisierten eine Veranstaltungsreihe zu Privatisierungsbestrebungen im Gesundheitssystem.
    Der Weg unserer Politik heraus aus dem engen Fokus der Hochschulpolitik hat dazu geführt, dass wir zwar weiterhin an Kämpfen von StudentInnen teilnehmen, aber auch deren Lebenssituation jenseits der Hochschule in den Blick nehmen. StudentInnen zahlen nämlich nicht nur Studiengebühren und haben in der Hochschule immer mehr Leistungen zu erbringen, sondern werden auch noch im Supermarkt oder der Bahnhofsbuchhandlung als billige Arbeitskräfte ausgebeutet oder, wenn sie keinen deutschen Pass besitzen, von der Ausländerbehörde drangsaliert. Auch Akademikerinnen sind Ziele antifeministischer Kampagnen. Sie werden etwa im Rahmen der Debatte um den Rückgang der Geburtenrate zum Objekt einer neuen Geburtenkontrollpolitik. Mit der Forderung, dass sie mehr Kinder bekommen sollen, geht die Vorstellung einher, es könne sowohl die Geburtenrate stabilisiert werden, wie auch die Bildung der – dem akademischen Milieu entstammenden – Kinder gesichert werden. Die individuelle Entfaltung der Frauen interessiert dabei nicht. Diese bleibt in derartigen Vorstellungen allein ihren Partnern vorbehalten.

    …im Zentrum der letzten beiden Jahren stand

    …blocking g8…
    Wir haben uns an der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel beteiligt und begreifen uns als Teil der globalisierungskritischen Bewegung, die in ihrer bundesrepublikanischen Ausprägung in Heiligendamm und Rostock zum ersten Mal sichtbar wurde. Gemeinsam mit umweltpolitischen, internationalistischen, linken und linksradikalen Gruppen haben wir das Marburger Bündnis gegen den G8-Gipfel gegründet und die lokale Mobilisierung getragen.

    …Interventionen gegen Zurichtungsmaßnahmen des Kapitals…
    Wir haben im Augenblick im Bereich soziale Kämpfe unseren inhaltlichen Schwerpunkt. Wir diskutieren derzeit über verschiedene Ansätze, die den Widerstand gegen Sozialabbau erneut aufleben lassen sollen. Ziel ist es, das Potential der globalisierungskritischen Bewegung auch in lokale Kämpfe einzubringen. Privatisierung und geistiges Eigentum etwa sind ebenso Themen die öffentliche Güter in der BRD betreffen wie in der so genannten Dritten Welt. Gesundheit, Pflege oder Wissen werden zu Marktpreisen gehandelt. Vom Zugang zu diesen Gütern werden sowohl hier wie auch international Menschen ausgeschlossen. Soziale Bewegungen müssen diesen Ausschluss sowohl global als auch lokal thematisieren. Allerdings beschäftigen uns jenseits dieser bundesweit oder in der Kommune stattfindenden Kämpfe um die öffentliche Infrastruktur auch die in den letzten Jahren wieder zunehmenden Streiks und Möglichkeiten diese zu unterstützen.

    …antifa action…
    Nicht nur, aber vor allem die Wahlerfolge der NPD und die Übergriffe von Neonazis zeigen, dass Antifaschismus die Geschäftsgrundlage linker Politik in Deutschland bleiben muss. Wir werden auch weiterhin antifaschistische Aktionen gegen die verschiedensten Manifestationen von Rassismus, Nationalismus und Deutschtümelei organisieren und mittragen – Ideologien, die auch bei vermeintlichen „Demokratinnen und Demokraten“ wieder salonfähig sind.

    Revolution ist kein Zuschauersport
    Bundesweit arbeiten wir seit der Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in der Interventionistischen Linken (IL) mit. Da wir die Frage linker Organisierung seit Jahren diskutieren, erscheint uns die Konstitution eines neuen linken Akteurs eine Chance für einen Fortschritt linksradikaler Politik. In der Interventionistischen Linken haben sich verschiedene linksradikale Einzelpersonen und Gruppen zusammengeschlossen, um soziale Bewegungen wieder in die Offensive zu bringen: Die Lebensverhältnisse der Menschen in der BRD und weltweit sollen sich deutlich verbessern, Alternativen zur militärischen Interventionen ergründet und der sie begleitende Terror zurückgedrängt werden und utopische Projekte wieder gesucht werden. Dazu muss die Zersplitterung undogmatisch linker Gruppen und Projekte und die Bedeutungslosigkeit einer gesellschaftlichen Linken jenseits der Linkspartei überwunden werden.
    Der bundesweite Erfolg der Linkspartei zeigt zwar, dass die Kritik an Sozialabbau, Privatisierung und an der Unterordnung der Bedürfnisse der Erwerbslosen, Beschäftigten, StudentInnen, etc. unter den Standort D zugenommen hat, aber auch, dass die Hoffnung auf einen Stellvertreter der eigenen Bedürfnisse immer noch groß ist. Staatsgläubigkeit und die damit verbundene Vorstellung, gesellschaftliche Veränderungen müssten an die Politik delegiert werden, prägt immer noch große Teile der Bevölkerung. Die Erkenntnis, dass nur die eigene Tätigkeit die eigenen Interessen und Bedürfnisse zur Geltung bringen kann, scheint sich trotz der negativen Erfahrungen mit der SPD und den Grünen – das Absorption kritischer Ansätze durch den parlamentarischen Apparat – nicht durchgesetzt zu haben. Darin liegt auch unsere Skepsis gegenüber dem Hochschulverband der Linkspartei begründet. Unsere Perspektive dagegen ist die Formierung einer gesellschaftlichen Linken (mit einer radikalen Strömung), die verschiedene Kämpfe miteinander und linken Gruppen in Kontakt bringt und voneinander lernen lässt. Die Bedürfnisse der AktivistInnen dieser Bewegungen müssen von ihnen selbst durchgesetzt werden und nicht von einer sie repräsentierenden Organisation. Im Rahmen des noch in den Kinderschuhen steckenden Projektes der Interventionistischen Linken hoffen wir eine Praxis zu entwickeln, die die Autonomie der Kämpfe zur Voraussetzung hat und gleichzeitig grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erneut realistisch werden lässt.

    In diesem Semester werden wir wieder verschiedenste Veranstaltungen organisieren und über die Möglichkeit, die widerständigen Protestformen der G8-Proteste in Marburg fortzusetzen, nachdenken. Haltet Ausschau nach weiteren Ankündigungen!
    Wenn ihr Ideen für Aktionen habt und nach Unterstützung sucht oder uns Anregungen für unsere politische Arbeit mitteilen wollt, freuen wir uns, wenn Ihr uns an Infoständen oder Aktionen ansprecht oder per e-mail kontaktiert. Natürlich könnt ihr auch bei uns mitarbeiten. Wenn ihr Interesse habt, schreibt uns eine e-mail und wir treffen uns mit euch, um zu sehen ob es menschlich und politisch passt.