Archiv der Kategorie 'Feminismus'

8. März Frauenkampftagdemo in Marburg voller Erfolg!

An die 500 Menschen gingen unter dem Motto „My body my choice reloaded“ auf die Straße

Gemeinsam gingen wir zum 100-jährigen Bestehen des internationalen Frauenkampftages am 8. März in den Abendstunden zur Demonstration „My body my choice reloaded“ für einen radikalen Feminismus auf die Straße. So zogen 500 Menschen bei guter Stimmung durch die Stadt. Die Demo war an diesem Tag wahrscheinlich die größte in der BRD zum Frauenkampftag und für Marburger Verhältnisse auf jeden Fall ein voller Erfolg.
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Zwei Flyer und eine Demo

Gut erholt von der erfolgreichen Blockade des Naziaufmarschs in Dresden und nach längerer Sendepause melden wir uns mal wieder mit zwei Texten zu Wort.

Anlässlich des 8. März fragen wir uns: 100 Jahre internationaler Frauentag – Ein Grund zum Feiern? In unserem zweiten Flyer versuchen wir, einen kurzen Überblick über die derzeitige Repression gegen soziale Bewegungen in Marburg zu geben und diese in einen größeren Kontext einzuordnen.

Außerdem möchten wir euch ganz herzlich einladen, gemeinsam mit uns den internationalen Frauenkampftag mit einer kraftvollen Demo in Marburg zu begehen. Gemeinsam mit einem Bündnis feministischer, linker, antifaschistischer Gruppen und Initiativen rufen wir auf:

Heraus zum 100. Frauenkampftag!

Frauenkampftag-DEMO – 08.03.2011 – 18 Uhr – Elisabeth-Blochmann-Platz – Marburg

Den Demoaufruf findet ihr auf der Seite von Pro Choice Marburg, am Sonntag, 06.03. findet um 16.30 Uhr noch eine Infoveranstaltung im Rahmen des Antifa-Cafès im Havanna8 statt.

8. März – 100 Jahre internationaler Frauentag – Ein Grund zum feiern?

Hier als PDF-Download.

„Die großen Gleichstellungskämpfe um Abtreibung, Arbeit und Ehe sind ausgefochten, wir haben eine Kanzlerin, und noch nie in der Geschichte waren so viele Frauen so erfolgreich wie heute.“ (Thea Dorn)

Dieses Jahr wird zum 100. Mal der internationale Frauentag gefeiert. Der Ursprung dieses Tages geht auf die Frauenrechtlerin Clara Zetkin und sozialistische Arbeiterinnenkämpfe zurück. Unter schwierigsten Bedingungen setzten sich Frauen damals für das allgemeine Wahlrecht und rechtliche Gleichstellung ein – nicht nur gegen die konservative Mehrheit, sondern auch gegen Widerstände in Teilen der Arbeiterbewegung. Weiterhin verlangten sie ein Recht auf Bildung, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, verbesserte Arbeitsschutzbedingungen und eine Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Am 8. März wird auch heute noch für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern demonstriert und gefeiert, aber brauchen wir das überhaupt noch?

In vielen europäischen Ländern sind Quoten und Gender Mainstreaming in staatlichen Institutionen und Unternehmen fest verankert. In der Bundesrepublik erleichtern Antidiskriminierungsgesetze das Klagen gegen ungerechte Behandlung. Betreuungs- und Sorgearbeit wird zunehmend anerkannt, sei es durch den Ausbau von Betreuungsplätzen auch für Kleinkinder oder den Mindestlohn in Pflegeberufen. Durch die Einführung von Vätermonaten wird versucht, Kindererziehung für Männer attraktiver zu machen.

IST DAS PATRIARCHAT PASSE?

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„Caring For Communism“ – Workshop zu Arbeit und Reproduktion beim …umsGanze!-Kongress

| Samstag, 4.12.2010 | 12.30h – 14.00h | Workshop-Phase II |
| Workshop: „Arbeit und Reproduktion“ mit Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. |

Die Weltwirtschaftskrise offenbart eine tiefgehende Störung der kapitalistischen Produktionsweise und ihres gegenwärtigen Akkumulationregimes. Dass mit der unmittelbaren Produktionssphäre auch eine spezifische Reproduktionsphäre verbunden ist, wird in der radikalen Linken zwar kaum geleugnet, doch findet dieser Aspekt der kapitalistischen Verwertung menschlichen Lebens kaum Eingang in die eigene kritische Analyse. Dabei ist es gerade diese Sphärentrennung, die noch immer unabdingbar für den Produktionsablauf ist. Wir denken deshalb, dass Lohnarbeit nur im Zusammenhang mit reproduktiver Arbeit gültig zu analysieren ist. Die gegenwärtige Krise verdeutlicht auch eine Reproduktionskrise, und wirft die Frage nach einer radikalen gesellschaftlichen Neuorganisation anhand menschlicher Bedürfnisse auf. Eine Kapitalismuskritik, der es ums Ganze geht, darf nicht blind sein für das Verhältnis von Geschlecht und (Re-)Produktion, das sämtliche Sphären der bürgerlichen Gesellschaft – wie auch Nationalstaat und Recht – durchdringt. Ohne eine kritische Analyse dieses Verhältnisses kann eine kommunistische Gesellschaft nicht gedacht und erst recht nicht möglich gemacht werden.

Indymedia: Proteste gegen Burschentag

Am vergangenen Wochenende fand der jährliche Burschentag der Neuen Deutschen Burschenschaft in Marburg statt. Außerdem feierte ebenso das Studentencorps Guestphalia et Suevoborussia ihr 170-jähriges Bestehen.
Ein Bündnis aus örtlichen antifaschistischen Gruppen mobilisierte an diesem Wochenende zu einer Demonstration gegen Verbandstagung unter dem Motto: liberal-national-scheißegal
Wie selbst die örtliche Presse verlauten ließ, wäre diese Tagung der NDB niemals öffentlichkeitswirksam ohne die Aktionen antifaschistischer Kräfte in dieser studentischen Kleinstadt, stark geprägt von Verbindungswesen, geworden. :::weiterlesen:::

NDB-Burschentag in Marburg

Nur gegen Lohnarbeit? Das reicht uns nicht!

Wir dokumentieren hier unsere Rede, die wir auf der bundesweiten Demonstration Endlich wird die Arbeit knapp! Kapitalismus abwracken! am 30.4. in Frankfurt/Main gehalten haben. Wir sind der Ansicht, dass es bei der Debatte um Arbeit um mehr geht als um Lohnarbeit.

Wir sind heute hier auf der Straße, um laut und deutlich zu zeigen, dass der Kapitalismus ein Scheiß‘System ist und mitsamt seiner Lohnarbeit abgeschafft gehört. Oder um im Krisentenor zu sprechen: wir fordern die Abwrackprämie für den Kapitalismus!
Doch wie sich mit der derzeitigen Krise zeigt, hat der Kapitalismus viele Gesichter aus diesem Grunde heisst es für uns „Wilkommen im Krisengebiet“
und stellt uns vor die Herausforderung, uns mit allen Facetten der kapitalistischen Verwertung zu befassen. Und da die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung unabdingbarer Bestandteil dieses Verwertungsprozesses ist, fordern und schreien wir ebenso laut nach der Abwrackprämie für das Patriarchat!
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Neue Zeitung der interventionistischen Linken (iL) zum 1. Mai erschienen

Pünktlich zum 1. Mai hat die Interventionistische Linke ihre Zeitung „Dazwischengehen“ herausgebracht: Täglich kämpfen gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Verschiedene Artikel versuchen die Bedingungen und Möglichkeiten dazu aufzuschlüsseln. Es finden sich folgende Artikel: Land in Sicht / Anmerkungen zu den bestehenden Bedingungen – Sand im Getriebe der Ausbeutung / Lohnarbeit ist kein ZuckerSCHLECKERn – Die Stadt gehört allen – Nutzung städtischen Raums – Mobilität für alle! / Das Sozialticket ist ein Schritt – Jetzt fällt die Entscheidung! / Massenblockaden für eine andere Energiepolitik – Kapitalismus macht krank! / Kopfpauschale verhindern! Kostenlose Gesundheitsversorgung für alle! – Für eine feministisch-emanzipatorische Krisenintervention!Heldengedenken am 1. Mai? / Propagandaoffensive Gewerkschaften im Visier der Inneren Mobilmachung – Propagandaoffensive / Der Kampf der Bundesregierung gegen »Linksextremismus« – Dresden, Köln, Jena, Leipzig. Wie weiter?

PDF Version der Zeitung

Kinder. Küche. Kämpfe.


ausführliche Informationen unter http://care.blogsport.de

eine Veranstaltungsgsreihe von AG Care, AgF Marburg und Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t.

Kritische Perspektiven auf Pflege- und Haushaltsarbeit im internationalen Kontext
Veranstaltungsreihe in Marburg vom 21.04. – 30.06.2010

Pflege- und Haushaltsarbeit macht den größten Teil der gesellschaftlich verrichteten Arbeit aus, da sie eine der Grundvoraussetzungen für menschliches Leben ist. Trotzdem wird sie immer noch nicht als „echte Erwerbsarbeit“ angesehen, obwohl formelle Beschäftigungsverhältnisse in diesem Bereich immer weiter zunehmen und der ursprünglich informelle Charakter dieser Arbeit abnimmt. Dies ist unmittelbar damit verknüpft, dass diese Tätigkeiten von je her als „weiblich“ angesehen wurden und immer noch zum größten Teil von Frauen verrichtet werden.
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NoPlace-Reader erschienen

Die Kampagne gegen den evangelikalen 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge hat ihren Reader fertigestellt.
Er kann ab sofort im Buchladen Roter Stern und demnächst im AStA Marburg, AStA der FH Frankfurt und im Havanna8 abgeholt werden.

zum onlinelesen: Calaméo
zum download: rapidshare (25mb)

aus Platzgründen konnten folgende Texte nicht mehr aufgenommen werden:

  • Lange Fassung des Textes von W. Schürger
  • Literaturangaben von G. Wolf
  • Resolution des Marburger StuPa
  • In dem Reader ist auch eine gekürzte Version unseres Redebeitrags zu finden. Die Langfassung: Die dunkle Seite der Macht. Zur Beweihräucherung von Vernunft, Hedonismus und Revolution

    8.März Antifa Teheran

    Gemeinsame Zugfahrt aus Marburg

    Treffpunkt für die gemeinsame Anreise zum Antifa Teheran Aktionstag in Frankfurt ist am Marburger Hbf um 15.20 Uhr. Der Zug (RE) fährt um 15.35 Uhr los.

    Infos zu dem bundesweiten Aktionstag mit Vertreter_innen von Antifa Theran im Antifa Cafe: Sonntag, 07. März ab 16.00 Uhr (veranstaltet von der AG5)

    Infos für Marburg hier, bei Lisa:2 und natürlich immer die aktuellsten Termine bei stressmob.de

    8.März – jeden Tag

    8.März – jeden Tag

    Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz der erste Frauentag gefeiert. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848. Außerdem hatte auch die Pariser Commune 1871 im März begonnen.

    Am 8. März 1917 – nach russischem (julianischem) Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite und lösten damit die Februarrevolution aus. Zur Ehre der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt. Nach anderer Darstellung war es nach Aufforderung von Alexandra Kollontaj und anderen Vorkämpferinnen Lenin, der in diesem Jahr, 1921, den 8. März zum „Internationalen Frauentag“ erklärte. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag)

    Antifa Teheran – bundesweiter Aktionstag am 8.März

    Gegen religiösen Fundamentalismus, Sexismus und Homophobie – Nieder mit dem islamistischen Regime im Iran! Solidarität mit den iranischen Feministinnen!
    Aufruf zum 2. bundesweiten Iransoli-Aktionstag am Weltfrauentag, 8. März 2010.

    Eine grimmig dreinblickende Frau mit verrutschtem Kopftuch schleppt eine Hand voll Steine, im Hintergrund rauchende Barrikaden; eine junge Frau schreit und streckt dabei die Faust in die Luft; eine dritte liegt auf dem Boden, Blut rinnt ihr aus Mund und Nase – sie stirbt, erschossen von Milizen auf einer Demo, sie hieß Neda. Diese Bilder aus dem Iran 2009 gingen um die Welt.
    Der iranische Aufstand, der sich zunächst gegen eine allzu dreiste, putschartige Wahlfälschung seitens Präsident Mahmoud Ahmadinedschad richtete, weitete sich aus zu einem Aufstand gegen die herrschende Zustände und für Freiheit, Menschenrechte und eine Lebensperspektive. Getragen wird er hauptsächlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – sie machen 70% der iranischen Gesellschaft aus – und in erster Linie von Frauen; jungen, geschminkten, sich den islamischen Kleidernormen widersetzenden Frauen, die mit ihren Stöckelschuhen auf Pasdaran-Milizen und Polizei losgehen.
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    Kein Auftritt für die Boxhamsters im KFZ!

    Kein Friede dem Patriarchat!
    Kein Auftritt für die Boxhamsters im KFZ!

    Am 19. Dezember soll die Punkrockband Boxhamsters im Marburger Kulturladen KFZ auftreten. Die Boxhamsters sind im Jahr 2005 in die szeneinternen Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass der Sänger Martin Coburger nach einem Konzert in Aurich eine Frau vergewaltigt hat. Angeklagt wurde er dafür trotz einer von der Betroffenen gestellten Strafanzeige nie. Die Staatsanwaltschaft hat keinen Zweifel daran, dass der Geschlechtsverkehr nicht von der Betroffenen gewollt war, jedoch war die Staatsanwaltschaft sich nicht sicher, ob Martin Coburger den Alkoholkonsum der Betroffenen für sich juristisch zum Vorteil ausnutzen würde, wodurch die Gefahr bestanden hätte, dass er womöglich nicht verurteilt wird. Deshalb lieber gar kein Gerichtsverfahren. Die Band sagte zwar nach den Ereignissen einige ihrer Konzerte ab und schloss vorsichtshalber ihr Gästebuch auf ihrer Homepage, eine öffentliche Stellungnahme ihrerseits oder des Sängers gab es dazu jedoch nie. Schweigen und Aussitzen bis Gras über die Sache gewachsen ist, war immer schon die beste Strategie der Täter mit derartigen Vorwürfen umzugehen.

    Der Fall des Boxhamsterssängers ist paradigmatisch für den Umgang mit Vergewaltigungen. Anstatt sich mit der betroffenen Frau zu solidarisieren, wird der Täter in Schutz genommen, da es ja zu keiner gerichtlichen Verurteilung gekommen sei. Das Gerichtsverfahren wird somit zur Instanz erhoben, die entscheidet, was passiert ist. Der Frau selbst wird jede Mündigkeit und Verantwortungsbewusstsein abgesprochen. Da das Gerichtsverfahren nicht stattgefunden hat, soll es keine Vergewaltigung gegeben haben. So argumentiert auch das KFZ für den Auftritt. Der Betroffenen werden erstmal böse Absichten unterstellt, sie wolle sich an dem Sänger rächen und ihn öffentlich schlecht machen. Vergewaltigten Frauen wird oft eine Mitschuld an dem Geschehenen gegeben. Sie hätte es doch auch gewollt, ihr Rock war zu kurz etc. Falschbeschuldigungen sind jedoch extrem selten. Viel öfter hingegen werden Vergewaltigungen aus Angst und Scham gar nicht angezeigt.

    Vergewaltigungen sind keine Einzelfälle. Täglich werden Frauen vergewaltigt. Eine Repräsentativuntersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland hat ergeben, dass insgesamt 40 % der in Deutschland lebenden Frauen in ihrem Erwachsenenleben körperliche oder sexualisierte Gewalt oder beides erleben.

    Gerade bei einer Band, die sich – wie die Boxhamsters das tun – als linke und emanzipatorische Kapelle gibt, kann ein sexistischer Übergriff nicht als Beiläufigkeit, Nebensache oder Betriebsunfall abgetan werden. Der Auftritt der Boxhamsters sollte abgesagt werden, weil sie genau das versuchen.

    Solidarität mit den Betroffenen sexualisierter Gewalt!

    Veranstaltung: Ende der Vertretung | 23.7. | 20.30h

    Emmely und der Streik im Einzelhandel


    Filmvorführung und Diskussion mit Berliner AktivistInnen

    Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Und das während die Gewinne der Unternehmen kontinuierlich ansteigen: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann.

    Der Film begleitet die Streikenden über mehrere Monate. Zu Wort kommen Frauen, die seit Jahrzehnten im Einzelhandel arbeiten. Viele streiken zum ersten Mal in ihrem Leben. Oft sind sie allein erziehend, in Teilzeit und mit so wenig Lohn, dass sie sich ihr Essen „bei der Familie zusammensuchen“ müssen. Manchen wird ihr Engagement im Streik zum Verhängnis, Emmely zum Beispiel. Nachdem sie in ihrer Kaiser’s Filiale den Streik organisiert hat, wird ihr unter dem Vorwand, dass sie Pfandbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen hatte, fristlos gekündigt. Als sie auf Wiedereinstellung klagt bekommt sie die ganze Wucht des einseitig an den Interessen der Unternehmen ausgerichteten deutschen Arbeitsrechts zu spüren.

    Der Film sucht nach Antworten auf die Frage, weshalb die Beschäftigten und ihre Organisationen nicht in der Lage sind, sich gegen die Arbeitgeber durchzusetzen. Er erkundet das Engagement der ArbeiterInnen im Streik und analysiert das Vorgehen der Streikleitung und die Rolle der Betriebsräte.

    Anschließend werden zwei AktivistInnen, die den Streik in Berlin unterstützt haben, von ihren Erfahrungen berichten und mit uns darüber diskutieren, wie eine linke Intervention in Arbeits- und Betriebeskämpfe aussehen kann.

    Donnerstag | 23.Juli | 20.30h | Café am Grün

    eine gemeinsame Veranstaltung von DGB Jugend, Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t., Linke Fachschaft 03, Arbeitsgemeinschaft für gewerkschaftliche Fragen

    Feminismus feiern – Das FemArchiv wird 20! Wir wünschen alles Gute!

    Das erste und einzige feministische Archiv in Marburg wird 20 Jahre alt. Wir gratulieren herzlich zu 20 Jahren konsequent feministischer Arbeit!

    Aus diesem Anlass wollen wir auf eine Tagung des FemArchivs in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg (Referat für Geschlechterpolitik), gender trouble – feministische frauenlesbenliste (FFLL) und dem trauma im g-werk hinweisen:

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    Veranstaltung zur Kritik der Religion und Esoterik

    Veranstaltung am Samstag, den 23.5. 2009 19h Alte Mensa mit Manuel Kellner

    Marburg hat dieses Jahr einiges an Kuriositäten aus der Mottenkiste der Religionen zu bieten. Kürzlich luden die Kameraden der Burschenschaft Rheinfranken den Chef deutscher Pius-Brüder Schmidberger ein, vom 20.5-25.5 findet ein evangelikaler Seelsorgekongress statt und im August wird Dainzin Gyaco, dem 14. Dalai Lama, die Ehrendoktorwürde von der Uni Marburg verliehen.

    Für uns ist dies der Anlass uns genauer mit der Kritik der Religion und Esoterik zu beschäftigen und haben dazu Manuel Kellner eingeladen, der gerade dazu einen Band in der Reihe theorie.org im Schmetterling Verlag herausgibt.


    Von der Seite des Schmetterling Verlag:

    In der arabischen Welt ist theokratischer Islamismus auf dem Vormarsch, in den U.S.A. grassieren fundamentalistische evangelische Sekten, die Anläufe unternehmen, Darwins Evolutionstheorie durch biblische Offenbarungen zu ersetzen und in den ehemaligen Ostblockländern sind die christlichen Konfessionen auf dem Vormarsch. Angesichts dieser Entwicklungen liegt es nahe, die bisher verwendeten Argumentationsmuster der Religionskritik Revue passieren zu lassen und nachzufragen, ob sie für das 21. Jahrhundert unverändert taugen. Oder haben etwa doch diejenigen Recht, die behaupten, das religiöse Bewusstsein gehöre nun einmal zum Menschen und müsse daher weiterbestehen, solange es Menschen gibt?
    Kellner verfolgt deshalb verschiedene Formen der Religionskritik von der Frühscholastik über die Aufklärung und Hegels Ansatz, den personifizierten Gott durch die Logik oder den Weltgeist zu ersetzen. Als Wendepunkt der Religionskritik macht er Feuerbach aus, der die Frage, ob es Gott gibt oder nicht, für überholt erklärt und sich der Frage widmet, wie Gott in die Köpfe der Menschen kommt. Ein Ansatz, der fast unweigerlich zu Marx führt, der fordert, dass von der Kritik der Religion zur Kritik des Jammertals übergegangen werden müsse, auf dessen Boden Religion gedeihe, und zu Freud, für den religiöse Inhalte Projektionen des menschlichen Familienlebens sind. Schließlich bezieht Kellner wichtige Thesen moralisch motivierter Religionskritiker, wie Bucharin und Most, in seine Überlegungen ein.

    Die dunkle Seite der Macht – Zur Beweihräucherung von Vernunft, Hedonismus und Revolution

    I.

    Als Karl Marx 1844 seine „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“ verfasste, eröffnete er mit dem Satz: „Für Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.„Die Voraussetzung war erfüllt, und das kritische Denken konnte sich neuen und wichtigeren Aufgaben zuwenden. Marx ließ sich allerdings nicht nehmen, zuerst noch einmal den Diskussionsstand in Sachen Religionskritik zu präsentieren:
    Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. Dieser Staat, diese Sozietät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewußtsein, weil sie eine verkehrte Welt sind.
    Die Religion ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.
    Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.
    Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege.
    Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, daß der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.

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    KANALB AUSGABE NR_ 34: ENDE DER VERTRETUNG

    gefunden auf: http://kanalB.org
    deutsch // 56 Min // 10.04.2009

    Emmely und der Streik im Einzelhandel

    Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Und das während die Gewinne der Unternehmen kontinuierlich ansteigen: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann. (mehr…)

    Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus


    Vom 20.-24.Mai soll in Marburg der 6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge stattfinden.

    Hierbei handelt es sich um einen Kongress von evangelikalen ChristInnen. Die ReferentInnen wollen in Gebäuden der Stadt und der Uni ihr „auf Dildogröße eingedampftes evangelikales Weltbild zum Besten gegeben.“

    Dagegen hat sich vor kurzem das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ gegründet.