Archiv der Kategorie 'Feminismus'

VA: Queer Kurds: Die kurdische LGBTI-Bewegung am 25. Februar

Wir möchten auf eine interessante Veranstaltung der Kurdistan-Soli-Gruppe in Marburg hinweisen:

Queer Kurds: Die kurdische LGBTI-Bewegung
Mittwoch, 25. Februar um 20:30 Uhr
Cafe am Grün Marburg / Am Grün 28

Kurdische LGBTI-Bewegung

Innerhalb des nunmehr seit Jahrzehnten schwelenden Konflikts zwischen der türkischen Regierung und der kurdischen Freiheitsbewegung entwickelte sich dort eine aufstrebende Protestbewegung, die sich u.a. für die Rechte und die Wahrnehmung von Lebensweisen von LGBT-Menschen einsetzt. Diese kurdischen LGBT-Aktivist*innen finden sich in einer vielleicht ganz besonderen Situation wieder: Sie sind eine Minderheit innerhalb der Minderheit und führen einen doppelten Kampf gegen sexuelle und ethnische Diskriminierung in zwei Gesellschaften gleichzeitig. (mehr…)

Jingle zu Care & Migration

For the action at the Düsseldorf Deportation Airport we‘ve made a Jingle in diferent languages, that can be listened to here.
(languages: german, rumanian, spanish and french)

Para la acción en el areopuerto de deportación de Düsseldorf hemos hecho un „jngle“ en varios idiomas, lo cual se puede descargar escuchar aquí.
(idiomas: alemán, rumano, español, francés)

Zu der Aktion am Düsseldorfer-Flughafen haben wir auch einen mehrsprachigen Jingle gemacht, den ihr euch hier anhören könnt:
(Sprachen: deutsch, rumänisch, spanisch, französich)

Soundcloudlink

Marburg went Düsseldorf

may of solidarity

Fight Racism and Sexism in globalised Care Work

Der Düsseldorfer Abschiebeflughafen ist ein Ort der zeigt wie sich die Festung Europa gegenüber Geflüchteten und Migrant_innen aus dem globalen Süden abschirmt.

Hier wird sichtbar, wie Menschen durch eine rassistische und neokoloniale Politik illegalisiert werden. Menschen ohne Papiere werden kriminalisiert und müssen mit Ausweisungen und Abschiebungen rechnen.
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Domestic Utopias – Feministische Wohnutopien der Moderne revisited – Zeit und Ort stehen fest

Zeit und Ort für unsere Veranstaltung mit Felicita Reuschling am 19. Mai stehen endlich fest: 20 Uhr im Hörsaalgebäude, Biegenstr. 14 im Raum +2/0090!

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Hier nochmal der Ankündigungstext:
Das Bild der Revolution war in der Arbeiterbewegung traditionell auf Öffentlichkeit und die Aneignung von zuvor privatisierten industriellen Produktionsmitteln gerichtet. Der Organisation der Lebensform wurde weniger Beachtung geschenkt. Demgegenüber wird der Input – anknüpfend an die Ausstellung »Domestic Utopias« – Konzepte aus dem 20. Jahrhundert für eine »grand domestic revolution« vorstellen.
Im Anschluss an den Input zu den vorwiegend historischen Beispielen gibt es Gelegenheit aktuelle Wünsche und Erfahrungen mit Wohnutopien dazu in ein Verhältnis zu stellen. Was erscheint veraltet oder futuristisch und in welchem Kontext werden heute feministische Wohnutopien diskutiert?

Veranstaltungsreihe: „Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die umkämpfte Stadt.“

„Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die
umkämpfte Stadt.“

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Wer wohnt wo, und was wird wo verkauft? Wer kann sich wo in der Stadt
frei aufhalten? Was lächelt dich da vom nächsten Werbeplakat an? Was hat
es eigentlich mit diesem „Recht auf Stadt“ auf sich, von dem immer alle
reden? Für wen und von wem wird dieses Recht erstritten? Und was haben
zum Beispiel die Kämpfe der Refugees auf dem Berliner Oranienplatz mit
Widerstand gegen Zwangsräumungen und mit sozialen Zentren zu tun? Indem
wir uns und euch diese Fragen stellen, wollen wir die immer lauter
werdende Forderung nach einem Recht auf eine Stadt für alle mit anderen
emanzipatorischen Bewegungen und Kämpfen verknüpfen. Es geht dabei um
Rückaneignungen und selbstbestimmte Gestaltung von Räumen, die ansonsten
kapitalistisch verwertet und nach sexistischen und rassistischen Normen
vereinheitlicht werden. So schauen wir etwa auf historische Formen des
Widerstands in Marburg, setzen uns mit postkolonialen Perspektiven auf
Stadt auseinander, fragen nach feministischen Wohn-Utopien und basteln
selber an der bunteren Stadt von morgen.

Hier gibt es das Programm inklusive Ankündigungstexte zu den einzelnen
Veranstaltungen:

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Video-Bericht von der Care-Konferenz

Yea – Hier ein schicker Video-Bereicht zur Care-Revolution-Konferenz:

Wir machen weiter – Den Aufstand aus der Küche auf die Straße tragen!

Caring for Comunism!

[los geht’s: Samstag 15.03.14//17h//Franz- Mehring- Platz 1]

Im Rahmen unserer Aktivitäten auf der Care- Revolution Aktionskonferenz in Berlin mobilisieren wir zu einer öffentlichen Aktion: kommt vorbei & macht mit!
Am Samstag den 15.März 2014 wollen wir mit einem großen, kreativen Care-Mob den Kiez rund um das Aktionskonferenzgeschehen unsicher machen und unsere Forderungen und unser Begehren in die Öffentlichkeit tragen!

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Workshop: ‚Caring for Communism‘

Am kommenden Montag, den 24.2. veranstalten wir ab 17:30h in der Rakete im Bettenhaus unseren Workshop ‚Caring for Communism‘. Wir wollen pünktlich anfangen!

care-mob-foto

Hier der Ankünigungs-Text:

„Wir befassen uns im Workshop mit der häufig unsichtbaren Seite von Arbeit – auch Care-Arbeit, Reproduktionsarbeit oder Sorgearbeit genannt. Wir alle machen diese Arbeit täglich – im Zeichen neoliberaler Sparpolitiken unter zunehmend prekären Bedingungen. Wir begreifen Care-Arbeit als gesellschaftliches Aushandlungsfeld, auf dem entlang sozialer Ungleichheiten („race, class, gender“) Bedürfnisse ausgehandelt und Abhängigkeiten (re-)produziert werden. Im Workshop wird es darum gehen gemeinsam zu erarbeiten, was Care-Arbeit eigentlich ist, wo sie uns wie in unserem Alltag beschäftigt und wie sie organisiert wird. Ziel ist es erste Ansatzpunkte und Alternativen linker Praxis und Intervention zu finden. Wie können wir Care jenseits von Staat und Kapital organisieren? Wie aktiv werden?“

Das ganze findet im Rahmen diverser Veranstaltungen in Marburg rund um den Frauen*-Kampftag am 8.März statt. Achtet auf weitere Ankündigungen!

Soziale Reproduktion in der Krise – CaRevolution als Perspektive

Mitte März findet in Berlin die Care Revolution Aktionskonferenz statt. Mit dabei sind einige Gruppen aus der IL, die zum Thema QueerFeminismus und Care arbeiten. Auf der Konferenz wird es unter anderem einen gemeinsamen Workshop zum Thema Care auf die Straße tragen! Oder: Wie kann aus unsichtbarer Arbeit sichtbaren Protest werden? mehr Infos. Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

For more information about the actionconference in english, please press here.

Para leer sobre la conferencia en español, empuje aquí porfa.

Nachtrag zum Care-Mob!

Wir verlinken euch hier einen coolen Radio-Beitrag, der sich angestossen von den feministischen Aktionen im Rahmen von Blockupy, einerseits mit dem dort stattgefundenen ‚Care-Mob‘ sowie insgesamt mit der (Nicht-)Anerkennung von Care-Arbeit beschäftigt und dazu auf Interviews mit Gabriele Winker und einer Blockupy-Aktivistin zurückgreift.

Ihr findet auußerdem unserem Blog ein paar wenige Beiträge vorher unseren Redebeitrag dazu, sowie unseren dazugehörigen Flyer.

Kapitalismus wegschrubben! Für das schöne Leben!

Hier der Beitrag mit schickem Foto:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/kolumnen-sendungen/generator/generator-care-arbeit-im-kapitalismus100.html

Care what? Care-Revolution!

caremob-klein
Zwei Wochen sind nun vergangen seit den Blockupy Aktionstagen und wir möchten euch auch nach dem gut besuchten und gemütlichem Nachbereitungs-Grillen noch einen Leckerbissen quasi zum Nachtisch servieren.
Neben unsere unten stehenden Rede zu den gelaufenen Care-Mob-Aktionen möchten wir auch unseren dazugehöriger Flyer ‚who cares?‘ mit euch teilen, hier als pdf zum download.

All dies ist für uns ein Teil feministischer Interventionen, einerseits in die auch eigene Bewegung, Analyse und Kritik. Andererseits auch als weiterer Schritt dazu, dass Unsichtbare sichtbar zu machen, denn: ‚ohne kochen, putzen, pflegen, sorgen, kurz: ohne Care – geht nix mehr!‘
Dabei wollen wir uns auch bei Allen die dabei waren und dabei sind bedanken, ohne eure Unterstützung wer all das Erlebte und Getane so nicht möglich geworden!

In diese Sinne: Auf zum Care-Mob, und hier unsere dazugehörige Rede:
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Blockupy / Care-Mob – Info-Veranstaltung

Let’s care! Let’s blockupy! – feministisch!

superheldinWenn von ‚der Krise‘ die Rede ist, wird oft über Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Akkumulationskrise, Euro-Krise und seit Neuestem von der Vielfach-Krise geredet. Gegen deren vorherrschende Bewältigungsstrategien formiert sich dabei zunehmend auch internationaler Widerstand. Blockupy möchte in diesem Rahmen ein Teil dieser Bewegungen sein – ein Kristallaktionspunkt für (internationale) Vernetzung, Austausch und direktem Eingriff in den kapitalistischen Normalbetrieb.

Zusammen mit euch wollen wir diesen Normalbetrieb stören, unsere Kritik jedoch nicht allein auf vermeintliche Machtzentren fokussieren, sondern die Arbeiten und Bedürfnisse in den Fokus rücken, die für uns ein Zusammenleben erst möglich machen.
Selbige werden im Kapitalismus und Patriarchat jedoch zugunsten von Produktionsarbeit permanent abgewertet, kostengünstig an Frauen* deligiert, ins Private geschoben und unsichtbar gemacht: Uns geht es ums „Fürsorgen, Besorgen, Umsorgen, Entsorgen, Versorgen“ – kurz: Care-Arbeit – früher meist Reproduktionsarbeit genannt.
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Lets Care! Lets Dance! Lets Blockupy! – feministisch!

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – care revolution!

Blockupy ruft auch in diesem Jahr zu europäischen Tagen des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europäischen Union auf. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir zusammen den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher

Banken und Konzerne – Profiteuren dieser Politik.

Wir sind Teil dieses Protestes und wollen ihn mit queer-feministischen Interventionen verschärfen: Am Freitag wird es vormittags eine queer-feministische Tanzblockade geben. Wir wollen die herrschenden Verhältnisse zum Tanzen bringen! Gleichzeitig werden sich schon am Morgen kleinere Care-mobs bilden, die mit verschiedenen Aktionsformen und Blockaden dezentral in der Stadt unterwegs sein werden. Ziel der Care-mobs könnte sein, Reproduktionsverhältnisse und die Krise der Reproduktion sichtbar zu machen. Am Nachmittag werden wir uns dann zu einem größeren Care-mob zusammenschließen. Auf der Demonstration am Samstag werden wir unsere Kritik deutlich machen und im Rahmen eines queer-feministischen Blocks zur “Care revolution” aufrufen! Kommt im Camp vorbei, erkundigt euch, tragt mit euren Ideen dazu bei, den Widerstand gegen die Krise und die Einschränkung unserer Leben in die Öffentlichkeit zu tragen.

Unsere Doppelbelastung heißt Kapitalismus und Patriarchat!
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Mehr Frauen* werden

Bei d.i.s.s.i.d.e.n.t. beschäftigen wir uns gerade mit den Geschlechterverhältnissen in der eigenen Gruppe. Dabei ist deutlich
geworden, dass wir gerne mehr Frauen* werden wollen. Zu dieser Beschäftigung gehört auch die Frage, inwiefern wir in unserer Gruppe ein ungleiches Geschlechterverhältnis, z.B. durch Politikverständnis, Arbeitsweisen und Habitus als Teil unserer politischen Praxis fortschreiben.
Dies alles würden wir auch gerne mit dir/ euch diskutieren, hiermit also die unverbindliche Einladung an alle Frauen* in und um Marburg die gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. näher kennen zu lernen. Wir freuen uns auf euch!

Außerdem planen wir bald eine Veranstaltung zum Thema “Frauen* und linksradikale Politik” zu machen, eventuell in Form einer Lesung oder Ausstellung.

Ergebnisse der kleinen Umfrage zu Sorgearbeit zum 8.März 2013 Infostand

Auch bei unserer zweiten kleinen Umfrage und den Gesprächen zu Sorgearbeit wurde deutlich, dass die Befragten sehr viele unterschiedlichen Aspekte mit diesem Thema verbinden.
CareRevolution
So wurde im Bezug auf die Frage, was gerade nicht so gut bei der gesellschaftlichen Organisation von Sorgearbeit läuft, erstens auf die ungleiche Verteilung zwischen den Geschlechtern eingegangen. Hauptkritikpunkt war hier, dass die Zuständigkeit für Sorgearbeit nach wie vor eher Frauen zugeschrieben wird. Dabei wurde z.B. die antiquierte Rollenverteilung erwähnt, die sich auch darin niederschlägt, dass es immer noch nicht die Regel ist, dass Männer sich in gleichem Maße an der Erziehung von Kindern beteiligen. Zweitens wurde mehrmals auf den Aspekt der mangelnden gesellschaftlichen Anerkennung von Sorgearbeit eingegangen, was sich auch auf deren Organisation auswirkt. Drittens wurde kritisiert, dass Sorgearbeit, die als Lohnarbeit ausgeführt wird, unter teilweise unzumutbaren Arbeitsbedingungen erledigt und dazu noch viel zu gering bezahlt wird . Viertens wurde auch das Thema von Unterhaltszahlungen sowie die zu geringe Anzahl von Betreuungsplätzen für Kinder angesprochen.
Auch die Antworten zur zweiten Frage, was die Befragten gerne daran ändern würden, drehten sich um die bereits genannten Aspekte. So wurde erstens das Aufbrechen der Rollenvorstellungen und eine Umverteilung von Sorgearbeit als nötige Veränderung beschrieben. Zweitens wurde eine stärkere Anerkennung der gesellschaftlichen Wichtigkeit dieser Arbeit gefordert. So sagte eine Person, dass sie durchaus bereit ist, Sorgearbeit zu leisten, wenn diese mehr gesellschaftliche Wertschätzung erfahren würde. In Bezug auf lohnförmig verrichtete Sorgearbeit wurden bessere Bezahlung sowie Verbesserungen der Arbitsbedingungen, aber auch eine generelle Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten verlangt. Weiterhin wurde gefordert, dass z.B. durch Betriebskindergärten erleichtert werden sollte, Lohnarbeit und die Sorge für Kinder zu verbinden. Auch die finanzielle Unterstützung von einkommensschwachen Personen, die lohnförmig organisierte Sorgearbeit in Anspruch nehmen müssen, weil sie z.B. pflegebedürftig sind, wurde genannt. Mehrere Befragte betonten außerdem, dass es endlich eine generelle Gleichberechtigung der Geschlechter geben muss.

Wir danken allen Beteiligten für ihre Antworten und die spannenden Gespräche. Wir hoffen, dass wir mit dem Infostand und der Befragung einen weiteren Anstoß liefern konnten, sich über Sorgearbeit in all ihren Facetten Gedanken zu machen und bleiben auf jeden Fall an dem Thema dran.

Daher freuen wir uns auch sehr, falls weitere Menschen Lust haben uns ihre Gedanken zu dem Thema „Sorgearbeit“ mitzuteilen (Kontaktmöglichkeiten siehe unter dem Button „Kontakt“). Die Materialien, die wir beim Infostand dabei hatten, sowie die Umfrage findet ihr im Artikel „Infostand zum Frauenkampftag“. Eine kurze Auswertung zur ersten Umfrage, die wir während der Demo des Krisenbündnisses am 9. Februar 2013 durchgeführt haben, findet ihr hier: http://krisemarburg.blogsport.eu/2013/02/13/sorgearbeit/

Infostand zum Frauenkampftag

Morgen, zum Frauenkampftag am 8. März, stellen wir uns mit einem Infostand auf den Marktplatz, um das Thema Care- und Sorgearbeit etwas unter die Leute zu bringen. Dafür haben wir einen Flyer mit der Überschrift „Kinder, Küche, Kämpfe! Sorgearbeit anerkennen, umverteilen, vergesellschaften!“ sowie eine kleine Befragung vorbereitet. Außerdem legen wir unseren Artikel aus der ak vom 20.8.2010 neu auf („Das Unsichtbare sichtbar machen. Die Care- und Reproduktionskrise in den Blick nehmen“) und geben Gutscheine mit dem Titel „Sorgearbeit umverteilen“ aus. Selbstverständlich trefft ihr uns dann auch auf der Frauen*demo um 17 Uhr ab Elisabeth-Blochmann-Platz (im Link zum Lisa:2 Blog auch weitere Programmpunkte zum Frauenkampftag).

Feministische Kämpfe in Indien

Weil es gerade stark im öffentlichen Diskurs ist (z.B. hier und hier in der Tagesschau), kurz ein paar informative Links zur weiteren Information über die gerade stattfindenden feministischen Kämpfe in Indien. Leider kommen ja in den hiesigen Medien hauptsächlich die Forderungen nach Strafverschärfungen vor – dass es um sehr viel mehr geht zeigt das Interview mit Arundhati Roy sowie die Links.

- Indisches Nachrichtenportal mit Sonderseite zu Vergewaltigungen
- Kritisches indisches Portal mit vielen Texten indischer Autorinnen
- Women against sexual violence and state repression: hauptsächlich in ländlich geprägten Bundesstaaten Indiens aktives politisches Netzwerk

Against patriarchy, pro feminist struggles! Now and everywhere!!

PS: Leider konnten wir den Link zum Video der indischen Feministin nicht mehr finden, die die Forderung nach Strafverschärfung als kontraproduktiv bewertete und einen breiten gesellschaftlichen Diskurs über Gewalt, Patriarchat und Kapitalismus forderte. Wir freuen uns über Hinweise, z.B. per Kommentar.

Internationaler Frauenkampftag 2012 – die Interventionistische Linke ist dabei

8. März jeden Tag! Für den Feminismus! Die Emanzipation aller Menschen erkämpfen!

Während in den letzten Jahren eine massive sozialstaatliche Umgestaltung vor allem zu Lasten von Frauen* stattfindet, werden in der medialen Öffentlichkeit meist nur „feministische“ Positionen weißer karrierefähiger Frauen* verbreitet, denen der alte Feminismus zu prüde, zu unsexy und zu langweilig scheint. Dadurch wird ein Feminismus formuliert, der für neoliberale Politiken anschlussfähig ist. Vergessen werden dabei all jene (unsichtbar gemachten) Frauen*, die über weniger politische, soziale und kulturelle Ressourcen verfügen. Feminismus als Notwendigkeit gegen neoliberale und konservative „Backlashs“ braucht den Rückblick auf mehr als 100 Jahre soziale Kämpfe, emanzipatorische Bewegungen und kritische Debatten, die immer auch eine Vision einer anderen Gesellschaft entworfen haben. Trotz der Errungenschaften dieser Bewegungen haben die Kämpfe auch heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt – immer noch leisten Frauen* den größten Teil der Reproduktionsarbeit, immer noch werden ungleiche Löhne bezahlt, immer noch ist häusliche Gewalt eine alltägliche Bedrohung,…

Die gesellschaftliche Realität von sozialer Ungleichheit, patriarchalen Unterdrückungsverhältnissen und männlicher Hegemonie zeigt, dass der „historische“ Feminismus nichts von seiner Notwendigkeit verloren hat. Wir wollen anknüpfen an diese feministischen Bewegungen in ihrem Kampf um die Gleichstellung von Frau* und Mann* und gleichzeitig fernab von diesen konstruierten Kategorien Räume für vielfältige Identitäten öffnen. Denn Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität bleiben trotz Aufweichungen im öffentlichen Diskurs entscheidende Strukturelemente in unserer Gesellschaft. Ein 8. März sollte auch die Lebens- und Liebensformen in den Blick nehmen, die nicht in diese heteronormative Matrix passen. In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit all jenen in der Welt, die am 8. März demonstrieren, feiern, streiken, sabotieren und die Verhältnisse zum tanzen bringen.

Aktivitäten in den Städten: (mehr…)

Veranstaltung zum 8.März: Die Care-Seite der Krise

Diskussionsveranstaltung zum internationalen Frauentag

5. März 18.15h Trauma im G-WerkWenn aus der beruflichen Karriere nichts wird, kannst du immer noch zu Hause bleiben und dich um Kinder, Haushalt und Oma kümmern.“ Solche Äußerungen hört Frau trotz über 100 Jahren frauenbewegter Kämpfe und Bewegungen immer noch in ihrem Alltag. Seit neustem werden sie ergänzt durch Aussagen wie, „naja, wenn Oma nicht mehr kann, dann bekommt sie halt eine 24h-Polin zur Unterstützung.“ Dies offenbart, dass Pflege- und Sorgearbeiten (auch Care-Arbeiten genannt) nach wie vor nicht als gesellschaftlich notwendige und komplexe Arbeiten anerkannt werden. Und es offenbaren sich auch globale Ungleichgewichte bei der Erledigung dieser Arbeiten sowie unterschiedliche Möglichkeiten, diese Arbeiten abzudelegieren, je nachdem wie viel das eigene Portemonnaie so hergibt. Eines der Symptome der krisenhaften Entwicklungen sind die sogenannten „Care-Chains“ (Pflegeketten). (mehr…)

Die Bockwurstparty ist vorbei!

Gegen Rassismus & Antifeminismus unter dem
Deckmantel der Islamkritik

Die Linke Fachschaft 03 veranstaltet vom 20. Juni – 11. Juli eine Vortragsreihe mit dem Titel „Islam, Islamismus und die Linke“. Innerhalb dieser Reihe sollte am 27. Juni Thomas Maul auftreten. Maul vertritt in seinen Werken und Vorträgen rassistische und antifeministische Thesen. Nach Protesten verschiedener linker und feministischer Gruppen hat sich die Linke Fachschaft 03 entschieden, Thomas Maul keine Bühne zu bieten. Diese Entscheidung begrüßen wir sehr. Dennoch halten Einzelpersonen aus dem Vorbereitungskreis daran fest, dass die Veranstaltung stattfinden soll. Wir fordern weiterhin die Absage der geplanten Veranstaltung! (mehr…)