Archiv der Kategorie 'Antifa'

Kundgebung gegen Afd und Rheinfranken am 3. Juni – Das gleiche Paar Schuhe

Die Marburger Burschenschaft Rheinfranken hat Sven Tritschler, einen der Bundesvorsitzenden der Jungen Alternative (JA), für einen Vortrag am 03.06.2016 auf ihr Verbindungshaus eingeladen.
Gleiches Paar Schuhe
Die JA ist die Jugendorganisation der AfD, über deren „Wandel von Lucke zu Petry“ Tritschler referieren will. Seine Gastgeber, die Rheinfranken, gehören zum extrem rechten Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB). (mehr…)

Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am 2. August blockieren! Info- und Mobi-VA in Marburg am 29. Juli!

love2block

Auch dieses Jahr rufen Neonazis, vor allem aus dem norddeutschen Raum, zum „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf am 2. August auf. Bei diesem geschichtsrevisionistische Aufmarsch, werden sie erneut versuchen Täter*innen zu Opfern um zu deuten und ihr nationalistisches, rassistisches Gedankengut zu verbreiten.

Ein breites Bündnis ruft deshalb zur Blockade des Aufmarsches auf. Einige Menschen aus Marburg würden sich gerne daran beteiligen und
zusammen nach Bad Nennendorf fahren.

In diesem Zusammenhang soll es am Dienstag um 20.00 Uhr im DGB-Haus (Bahnhofstraße 6) eine Info- und Mobiveranstaltung geben. Dort wird es einen Bericht über die Historie des Aufmarsches und aktuelle Informationen zur Struktur und Lage vor Ort geben, sowie die Möglichkeit der Absprache zur gemeinsamen Anreise.

Den Aufruf und weitere Informationen findet ihr hier:
http://badnenndorf-blockieren.mobi/

Falls ihr Fragen zu Anreisemöglichkeiten und Sonstigem habt, schreibt uns gerne eine Mail .
Wir sehen uns in Bad Nenndorf. love2block!

Montag 8:30 Uhr Kundgebung: Kein Freispruch von Rassismus!

Kein Freispruch von Rassismus

In den frühen Morgenstunden des 12.Januar 2014 wurde eine Gruppenunterkunft für asylsuchende Menschen in Wohratal angegriffen. Die vier Täter zertrümmerten dabei Fenster des Erdgeschosses und drangen anschließend gewaltsam in die Unterkunft ein. Dort traten sie Türen ein, bedrohten und beschimpften die Bewohner_innen. Noch am gleichen Tag gestanden die vier jungen Männer die Tat, für die sie sich am 23.Juni vor Gericht verantworten müssen. Sie gaben als Motiv Alkoholeinfluss und persönliche Probleme an – Angaben, denen die Polizei, Staatsschutz und Staatsanwaltschaft offensichtlich auf den Leim gegangen sind. Denn angeklagt sind die Täter lediglich für die Tatbestände des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung, nicht aber für (schweren) Landfriedensbruch – ohne den Zusatz einer politisch motivierten Straftat.

Dies erscheint fadenscheinig, fiel doch einer der Täter bereits in der Vergangenheit durch das Rufen verfassungsfeindlicher Parolen vor der Unterkunft auf. Allen vier Männern können Beziehungen in die extrem rechte Szene nachgewiesen werden. Auf die Täter hatten die Bewohner_innen des Dorfes aufmerksam gemacht, was eindeutig belegt, dass deren Gesinnung nicht völlig unbekannt zu sein scheint.

Daher möchten wir diese Tat am Tag des Prozesses als das benennen was sie ist: Rassismus.Der Fall in Wohra ist in Deutschland kein Einzelfall. In den vergangenen Monaten kam es zu zahlreichen Übergriffen in allen Teilen des Landes, die an die Pogrome der frühen 90er Jahre erinnern. Dem Rechtsruck der diesjährigen Wahl zum Europaparlament, seiner menschenverachtenden Asylpolitik und den täglichen Anfeindungen gegen asylsuchende Menschen kann nicht einfach tatenlos hingenommen werden.

Darum stehen wir für uneingeschränkte Solidarität mit den Betroffenen rassistischer Gewalt in Wohratal und überall ein!

Kein Freispruch von Rassismus!

Solidaritäts-Kundgebung – 8:30Uhr – Amtsgericht Marburg

Prozesserklärung zum 16.6. des Marburger Antifaschisten

++Nach längerer Zeugenvernehmung Einstellung wegen Gringfügigkeit gegen geringe Auflagen – Einen Kurzbericht zur Verhandlung von der Roten Hilfe Frankfurt findet ihr hier: http://rhffm.blogsport.eu/archives/980#more-980++

Zum 1. Mai 2013 hatte die NPD zu einer Kundgebung in Frankfurt und anderswo aufgerufen. Ich habe mich an diesem Tag bei den Blockaden beteiligt, die letztlich dazu geführt haben, dass durch Frankfurt an diesem Tag keine Nazis demonstrieren konnten. Das antifaschistische Engagement in Form von zivilem Ungehorsam hat den Nazis und ihren menschenverachtenden Einstellungen hier in Frankfurt an diesem Tag also ganz praktisch den Raum genommen.

Mittels der Blockaden wurde nicht zugelassen, dass Nazis sich hier im öffentlichen Raum versammeln konnten, was immer eine Gefahr und Drohung darstellt, gerade für Menschen, welche nicht in das neonazistische Weltbild passen. Ein derartiger Aufmarsch dient dabei auch als Inszenierung und wichtiger Attraktivitätsfaktor rechter Lebenswelt, den es derselben immer und immer wieder zu nehmen gilt.
(mehr…)

Reminder: Prozesse gegen Antifaschist*Innen in Frankfurt / Gemeinsame Anreise aus Marburg

Am Mittwoch den 25. Juni findet der zweite Prozess gegen ein*E Antifaschist*In, die am 1. Mai 2013 Nazis blockiert hat, in Frankfurt statt.

Anstehende Prozesse gegen Antifaschist*innen in Frankfurt am Main

Am 1. Mai 2013 räumten Polizisten gewaltsam rund tausend Antifaschist*innen von den Gleisen am Ostbahnhof. Mit mehreren Blockaden war es zuvor gelungen, eine Nazi-Kundgebung zu verhindern. Ein massives Aufgebot der Polizei kesselte die Blockierer*innen auf den Schienen ein und räumte sie unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken. Alle Anwesenden wurden abgefilmt, die Personalien festgestellt und einige vorübergehend in Gewahrsam genommen. Viele Menschen wurden bei der Räumung verletzt, eine Person so schwer, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus bleiben musste.

Scheiß Bullen-Prozess am 25. Juni und 2. Juli
Am 25. Juni und 2. Juli steht einer der Blockierer*innen in Frankfurt vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, einen behelmten und mit Schutzschild bewaffneten Polizisten mit der Faust am Kopf verletzt und als ?Scheiß Bullen? beleidigt zu haben. Nicht verhandelt wird die brutale Festnahme und Misshandlung des Angeklagten, der wie viele andere am 1. Mai von der Polizei verletzt wurde.

Wir solidarisieren uns mit den Angeklagten und fordern die Einstellung aller Verfahren gegen Antifaschist*innen! Antifaschismus bleibt legitim!

Kommt zu der Kundgebung vor dem Prozess:

Mittwoch, den 25. Juni, 9.00 Uhr, Konrad-Adenauer-Straße, Ecke Seilerstraße (Nähe Konstablerwache).

Prozess um 9.30 Uhr in Saal II E.
Es wird eine gemeinsame Anreise aus Marburg geben: Treffpunkt ist 7:25 Uhr am Hauptbahnhof in Marburg, Abfahrt um 7:34 Uhr.

Bitte achtet auf Änderungen und Aktualisierungen auf: rhffm.blogsport.eu und gruppedissident.blogsport.de

Prozesse gegen Antifaschist*innen (aus Marburg) in Frankfurt am Main / Gemeinsame Anreise

Anstehende Prozesse gegen Antifaschist*innen in Frankfurt am Main

Am 1. Mai 2013 räumten Polizisten gewaltsam rund tausend Antifaschist*innen von den Gleisen am Ostbahnhof. Mit mehreren Blockaden war es zuvor gelungen, eine Nazi-Kundgebung zu verhindern. Ein massives Aufgebot der Polizei kesselte die Blockierer*innen auf den Schienen ein und räumte sie unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken. Alle Anwesenden wurden abgefilmt, die Personalien festgestellt und einige vorübergehend in Gewahrsam genommen. Viele Menschen wurden bei der Räumung verletzt, eine Person so schwer, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus bleiben musste.

Prozess zur Kriminalisierung antifaschistischen Protests am 16. Juni

Einem Marburger Antifaschisten wird Versuchte Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Am 16. Juni soll vor dem Amtsgericht Frankfurt verhandelt werden.

Scheiß Bullen-Prozess am 25. Juni und 2. Juli
Am 25. Juni und 2. Juli steht einer der Blockierer*innen in Frankfurt vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, einen behelmten und mit Schutzschild bewaffneten Polizisten mit der Faust am Kopf verletzt und als ?Scheiß Bullen? beleidigt zu haben. Nicht verhandelt wird die brutale Festnahme und Misshandlung des Angeklagten, der wie viele andere am 1. Mai von der Polizei verletzt wurde.

Wir solidarisieren uns mit den Angeklagten und fordern die Einstellung aller Verfahren gegen Antifaschist*innen! Antifaschismus bleibt legitim!

Kommt zu der Kundgebung vor dem Prozess:

Montag, den 16. Juni, 13 Uhr, Konrad-Adenauer-Straße, Ecke Seilerstraße (Nähe Konstablerwache).

Prozess um 13.30 Uhr in Raum E.
Es wird eine gemeinsame Anreise aus Marburg geben: Treffpunkt ist 11:25 Uhr am Hauptbahnhof in Marburg, Abfahrt um 11:35 Uhr.

Mittwoch, den 25. Juni, 9.00 Uhr, Konrad-Adenauer-Straße, Ecke Seilerstraße (Nähe Konstablerwache).

Prozess um 9.30 Uhr in Saal II E.

Bitte achtet auf Änderungen und Aktualisierungen auf: http://rhffm.blogsport.eu/ und gruppedissident.blogsport.de

Veranstaltungsreihe: „Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die umkämpfte Stadt.“

„Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die
umkämpfte Stadt.“

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Wer wohnt wo, und was wird wo verkauft? Wer kann sich wo in der Stadt
frei aufhalten? Was lächelt dich da vom nächsten Werbeplakat an? Was hat
es eigentlich mit diesem „Recht auf Stadt“ auf sich, von dem immer alle
reden? Für wen und von wem wird dieses Recht erstritten? Und was haben
zum Beispiel die Kämpfe der Refugees auf dem Berliner Oranienplatz mit
Widerstand gegen Zwangsräumungen und mit sozialen Zentren zu tun? Indem
wir uns und euch diese Fragen stellen, wollen wir die immer lauter
werdende Forderung nach einem Recht auf eine Stadt für alle mit anderen
emanzipatorischen Bewegungen und Kämpfen verknüpfen. Es geht dabei um
Rückaneignungen und selbstbestimmte Gestaltung von Räumen, die ansonsten
kapitalistisch verwertet und nach sexistischen und rassistischen Normen
vereinheitlicht werden. So schauen wir etwa auf historische Formen des
Widerstands in Marburg, setzen uns mit postkolonialen Perspektiven auf
Stadt auseinander, fragen nach feministischen Wohn-Utopien und basteln
selber an der bunteren Stadt von morgen.

Hier gibt es das Programm inklusive Ankündigungstexte zu den einzelnen
Veranstaltungen:

(mehr…)

„Scheiß Bullen-Prozess“ am 14. März in Frankfurt

Die Repression gegen Aktivist*Innen die am 1. Mai 2013 in FFM dabei waren den Naziaufmarsch zu verhindern geht weiter. Kommt zur Kundgebung vor dem Prozess!

„Am 1. Mai 2013 räumten Polizisten gewaltsam rund tausend Antifaschist_innen von den Gleisen am Ostbahnhof. Mit mehreren Blockaden war es zuvor gelungen, eine Nazi-Kundgebung zu verhindern. Ein massives Aufgebot der Polizei kesselte die Blockierer_innen auf den Schienen ein und räumte sie unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken. Alle Anwesenden wurden abgefilmt, die Personalien festgestellt und ca. zwanzig vorübergehend in Gewahrsam genommen. Viele Menschen wurden bei der Räumung verletzt, eine Person so schwer, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus bleiben musste.
Am 14. März steht einer der Blockierer_innen in Frankfurt vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, einen behelmten und mit Schutzschild bewaffneten Polizisten mit der Faust am Kopf verletzt und als „Scheiß Bullen“ beleidigt zu haben. Nicht verhandelt wird die brutale Festnahme und Misshandlung des Angeklagten, der wie viele andere am 1. Mai von der Polizei verletzt wurde.
Wir solidarisieren uns mit dem Angeklagten und fordern die Einstellung aller Verfahren gegen Antifaschist_innen! Antifaschismus bleibt legitim!
Kommt zur Kundgebung vor dem Prozess am Freitag, den 14. März um 9 Uhr vor dem Amtsgericht Frankfurt. Der Prozess beginnt dann um 9.45 Uhr in Gebäude E.“

Rassismus tötet! Demo gegen rechte Gewalt.

Rassismus tötet!

Bußgeldbescheide 1.Mai Frankfurt

Dieser Tage erreichen die ersten Bußgeldbescheide in Höhe von 63,50€ Aktivist*innen, die am 1. Mai in Frankfurt dabei waren, den Nazi-Aufmarsch zu verhindern. Einen hilfreichen Artikel zum Umgang mit diesem Bescheid findet ihr hier: http://plenum1mai.blogsport.de/
Außerdem gibt es dort stets aktuelle Infos.

Ganz Wichtig: Wenn ihr plant Einspruch dagegen einzulegen, muss dies innerhalb von 14 Tagen geschehen ab Posteingang des Briefes! Ein entsprechendes Formular findet ihr hier: http://ea-frankfurt.org/1-mai-2013-einsprueche-gegen-bussgeldbescheide

Spread the news!
Das Verbrechen heißt Faschismus!

Gedenken an die Novemberpogrome vor 75 Jahren

Am 09.11.13 jähren sich zum 75. Mal die Novemberpogrome von 1938. Die Gedenkveranstaltung in Marburg beginnt am Sonntag, 10.11.13 um 16 Uhr am Garten des Gedenkens in der Universitätstraße.
Veranstaltet von der jüdischen Gemeinde Marburg

ACHTUNG: NPD-Kundgebung in Giessen verhindern! 13.09.

Für Freitag, den 13.09. hat die NPD eine Kundgebung im Rahmen ihrer “Deutschlandtour” in Gießen angekündigt.

Wir rufen zur gemeinsamen Zugfahrt nach Gießen auf, um sich der Gegenkundgebung auf dem Kirchplatz anzuschließen und sich den Nazis entgegen zu stellen!

Gemeinsame Zugfahrt

11.35 Uhr, Hauptbahnhof Marburg, Gleis 4 (Regionalbahn)

DGB Gegenkundgebung

12 Uhr, Gießen, Kirchplatz

NPD Versenken

Gleisblockade 1. Mai Frankfurt – Verwarngelder

Gleisblockade

Seit letzter Woche werden im Zusammenhang mit dem 1. Mai und dem Gleiskessel Verwarngelder von der Bundespolizei verschickt. Wir möchten euch an dieser Stelle auf eine Stellungnahme der Roten Hilfe Frankfurt aufmerksam machen, in der Möglichkeiten des Umgangs dargestellt werden.

Hier gehts zur Stellungnahme.

Für alle (potentiellen) Betroffenen, die die Bußgeldverfahren weiter politisch begleiten wollen, findet am 9. September um 19 Uhr in Frankfurt im Cafe Exzess ein Betroffenenplenum an. Dort soll das weitere politische und finanzielle Vorgehen diskutiert werden.

Zugabfahrt am 1. Mai

Liebe Reisegenoss_innen,

am 1. Mai treffen wir uns allerspätestens um 8.49 Uhr am Marburger Hauptbahnhof um zusammen nach Frankfurt zu fahren. Letzte Infos gibt es morgen, am 30.4. ab 20.30 Uhr in eurer Lieblingskollektivkneipe Havanna8. Weitere Infos zum Tag wie Ticker, EA etc. könnt ihr z.B. dem Stürmische Zeiten Blog entnehmen. Zeitungsartikel zum lästigen Nazi-Pack gibt es zur Genüge, z.B. unter dem Titel „Vasallen, Volkstod, EZB“ bei der Jungle World.
Bestes und schöne Tage!
Eure gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t.

Krise – Kritik – Alternativen

VA Sablowski

26.04 | 18 Uhr | CNMS – Deutschhausstraße 12 | Marburg

Veranstaltung mit Thomas Sablowski

„Am 1.Mai 2013 sind alle aufrechten Deutschen dazu aufgerufen, ein machtvolles Zeichen gegen Euro und Großkapital zu setzen.In Frankfurt am Main sitzt mit der Europäischen Zentralbank (EZB) eine der Hauptinstitutionen des politischen Systems und damit eines der Krebsgeschwüre unserer Zeit.“

Aha. So sieht man das also bei der NPD, und deswegen will man am 1. Mai in Frankfurt demonstrieren. Zentralbank und Währung sind schlecht, weil sie europäisch sind und nicht mehr national. Die EZB ist böse, weil sie über die Geldmengenregulierung Geld aus dem Nichts schafft und so Inflation produziert. Darunter leiden die „Völker“. Als hätten nicht schon Reichs- und Bundesbank genauso gearbeitet wie heute die EZB. Was die Leserin jetzt hoffentlich nicht überrascht: In der Analyse der NPD kommen zwar irgendwie wichtige Begriffe vor — Geld, Leitzins, Schulden
usw. — das Ergebnis dieses Assoziationspuzzles fällt aber sehr dümmlich aus. Entsprechend gefährlich sind die politischen Schlussfolgerungen: der übliche Fascho-Quatsch. Grund genug, sich am 1. Mai an der Verhinderung der NPD-Aktion zu beteiligen.

Nur ist damit nicht ausgemacht, wie man denn klüger über die Bedeutung des Euro, die Politik der EZB und die globale Krise redet, die uns inzwischen auch schon über fünf Jahre begleitet. Erst Banken- und Finanzkrise, dann plötzlich allüberall Staatseingriffe in den zuvor heilig gesprochenen „freien Markt“, jetzt eine Staatsschuldenkrise nach
der anderen. Immer dabei: die arroganten TechnokratInnen aus Berlin, Frankfurt, Brüssel und Washington, die den Anderen erklären, welche Teile der öffentlichen Infrastruktur sie verticken sollen, welche Maßnahmen dazu dienen, das Arbeitsrecht zu schleifen, welche Löhne und Sozialleistungen dringend gekürzt werden müssen. Und dann gibt es noch die, die auf einen großen Geldhaufen geboren wurden, und es offenbar für ihr Geburtsrecht halten, dass dieser Haufen immer größer wird. Überall: in Deutschland, in Griechenland, in Italien, in allen Ländern dieser Erde sitzen sie und können tatsächlich zugucken, wie der Haufen wächst.

/Abschaffen, abschaffen?, abschaffen!/

Hat da der Teufel hingeschissen, oder wie funktioniert das? Wie hängen die verschiedenen Seiten und Etappen der Krise miteinander zusammen? Was ist davon zu halten, wenn das, was wir da beobachten, als „strukturell bedingte Krise des Kapitalismus“ bezeichnet wird? Und wenn da was dran ist: Ist es dann überhaupt gerechtfertigt, das Handeln der herrschenden Klasse zu kritisieren, oder können die und EZB, IWF und Bundesregierung auch für alles nix? Oder verhält es sich andersrum, und wir haben es mit einem Zombie namens „deutscher Imperialismus“ zu tun? Haben nicht
zuletzt vielleicht die „schönen Seelen“ Recht, die uns erklären, dass eine Kritik an dem Handeln einzelner Akteure unterkomplex und verkürzt, somit politisch verwerflich und letztlich ohnehin strukturell antisemitisch ist? Wie kann eine zeitgemäße Analyse und Kritik der jüngsten Transformationen des Kapitalismus aussehen, die fernab von Verkürzungen und der Produktion von Illusionen die Perspektive des politischen Handelns einnimmt?

Wichtige Fragen, schließlich wollen sich ab dem 30. Mai die plüschophilen Völkervermischer, die Internationalistinnen und Kosmoproleten, die Gewerkschafterinnen und attacies in Frankfurt versammeln, um vor der EZB die Zelte des Protestes aufzuschlagen. Ist das sinnvoll? Können sie gar einen Beitrag leisten zur Verkürzung des Kapitalismus?

Nazikundgebung am 1.Mai in Frankfurt/Main verhindern

Am 1. Mai 2013 will die NPD unter dem Motto »Raus aus dem Euro—Gegen Euro und Großkapital« eine Kundgebung an der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main abhalten. Das wollen wir gemeinsam mit vielen anderen verhindern. Zum einen, weil wir Neo-Nazis keinen Raum für ihre menschenverachtende Propaganda lassen wollen; zum anderen, weil wir uns als Teil des Blockupy-Bündnisses für eine linke und emazipatorische Kritik an europäischer Krisen-Politik einsetzen – dazu gehört die unbedingte Solidarität mit den Betroffenen der exzessiven „Spar“-Politik und das konsequente Angehen gegen rassistische Hetze, die sich bei der NPD genauso wie in der Bild-Zeitung und anderen deutschen Medien findet.

Gemeinsam mit den Genoss_innen von LISA:2 und der AG5 mobilisieren wir von Marburg aus und rufen zu einer antifaschistischen Zuganfahrt am 01. Mai von Marburg nach Frankfurt auf. Die Abfahrtzeit wird in Kürze bekannt gegeben. Achtet auf weitere Infos!

Mehr Informationen gibt es auf der Mobilisierungsveranstaltung am Dienstag, den 16.04 um 20:30h im Cafe am Grün. Davor wird es ab 20:15h eine KüFa (Küche für Alle) geben, mit gut gefülltem Magen hört es sich ja meist besser zu.

Wer sich intensiver auf die Aktion vorbereiten möchte, z.B. weil mensch noch nie oder lange nicht mehr auf Aktionen war, sollte am 27.04. zum Aktionstraining mit Skills for Action kommen. Los geht es um 15h beim Radio RUM (Rudolf-Bultmann-Str. 2b), Ende ist gegen 19h.

Und am 26.4. wird es noch eine inhaltliche Veranstaltung zu regressiver und rechter Krisenpolitik mit Thomas Sablowski geben. Hier sind wir noch in den Planung, ein ausführlicher Veranstaltungshinweis folgt in Kürze.

Die Termine findet ihr auch alle noch mal auf dem Flyer, den ihr gerne weiter verbreiten könnt.

Wenn ihr euch ein Bild über die bisherige Mobilisierungen machen wollt, bieten sich die folgenden Webseiten an:
Bündnis Frankfurt Nazifrei
Linksradikales Bündnis Stürmische Zeiten
Aufruf des Internationalistisches Aktionsbündnis FFM
Aufruf von No Troika FFM

[MR] Outing: Nazi Burschenschafter aus Marburg

Wer sich ein paar Hackfressen ansehen will kann das hier tun: „Bekanntlich sollte Scheiße nicht nach Geschmack sortiert werden. Dennoch outen wir hiermit einige Mitglieder der Burschenschaftlichen Gemeinschaft aus Marburg. Keine der vier Marburger Verbindungen, die im Dachverband Deutsche Burschenschaft organisiert sind, ist formales Mitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft. Umso interessanter sind die Einzelmitgliedschaften im offen neonazistischen Flügel der DB.“

Sachsen dreht Freistaat

Erklärung der Interventionistischen Linken (iL) zur Verurteilung des Genossen Tim in Dresden

Pünktlich einen Monat vor den antifaschistischen Blockade-Aktionen zum 13. Februar in Dresden versucht die sächsische Justiz Aktivist_innen einzuschüchtern und den Widerstand gegen Naziaufmärsche zu kriminalisieren. Richter Hlavka verurteilte den Antifaschisten Tim wegen vermeintlicher „Rädelsführerschaft bei besonders schwerem Landfriedensbruch“ ohne konkrete Beweise zu 22 Monaten Haft- ohne Bewährung. In dem politisch motivierte Urteil wird dem Aktivisten lediglich vorgeworfen Megafondurchsagen gemacht zu haben.

Die Sächsische Justiz knüpft damit an eine Geschichte von politisch motivierter Rechtsprechung gegen Anti-Nazi Aktivist_innen und das Bündnis Dresden nazifrei an. Die Geschichte dieser Repression ist aber auch eine Geschichte von gelebter Solidarität zahlreicher Antifaschist_innen: Wir lassen uns nicht einschüchtern, wir lassen uns nicht in gute und böse Antifaschist_innen spalten und wir werden selbstverständlich auch weiterhin Naziaufmärsche blockieren! Wir sind solidarisch mit allen von der sächsischen Justiz verfolgten Antifaschist_innen, wir sind alle Dresden Nazifrei!

Die sprichwörtlich gewordene „Sächsische Demokratie“ treibt immer neue Blüten, nach Razzien wegen Plakaten, Funkzellenabfrage von über 250.000 Telefonen, IMSI-catcher und geheimdienstlicher Bespitzelung, Verfahren wegen „Bildung einer kriminellen Vereinigung“, ist das Urteil gegen Tim ein neuer Versuch mit aller Gewalt Antifaschismus zu kriminalisieren.

Als Interventionistische Linke haben wir uns in den Bündnissen „No Pasaran“ und „Dresden nazifrei“ seit 2008 intensiv beteiligt. Durch eine spektrenübergreifende und vertrauensvolle Bündnispolitik, gut organisierte Massenblockaden und entschlossenes kollektives Handeln ist es gelungen den größten regelmäßigen Naziaufmarsch Europas zu verhindern und auch die Debatte um Legitimität von kollektiven Regelverstöße und Zivilem Ungehorsam zu verbreitern.
An diese Erfolge werden wir auch in Zukunft anknüpfen, wir werden weiterhin entschlossen Naziaufmärsche blockieren und jede Spaltung zurückweisen!

Wir sind alle Dresden nazifrei.
NoPasaran!


20. Januar 2013, interventionistische Linke (iL)

[siehe auch: http://www.dresden-nazifrei.com/]

JN-Fackelmarsch in Hünfeld am 10.11. verhindern – gemeinsame Busanreise von Marburg aus

Am 10. November 2012 hat die JN-Hessen einen Fackelmarsch in Hünfeld angemeldet. Das Datum ist bewusst einen Tag nach dem Jahrestag der Pogromnacht, die vom 9. auf den 10. November 1938 stattgefunden hat, gewählt. Der Fackelmarsch soll eine gemeinsame Aktion von diversen NPD-Ortsverbänden und autonomen Kameradschaftsverbänden sein. Auch nordhessische Neonazi-Gruppen rufen dazu auf.
Aus Marburg wird es eine gemeinsame Busfahrt zu den Gegenaktionen nach Hünfeld (bei Fulda) am 10.11.2012 geben. Busfahrkarten gibt es ab sofort im Antiquariat Roter Stern. Für 5 Euro seid ihr dabei.
Weitere Infos zu dem Bus demnächst bei LISA:2. Achtet auf weitere Infos!
Wenn ihr selbst noch mobilisieren wollt, findet ihr Flyer und Plakate im Asta.
Weitere Informationen auch auf Hünfeld Nazifrei.

Veranstaltung: Mit staatlicher Hilfe – Ein Jahr nach der Aufdeckung des NSU

13 Jahre hat die polizeibekannte Neonazi-Gruppe aus dem Untergrund Morde begangen. Sie agierte vor dem Hintergrund rassistischer Einstellungen in der Gesellschaft und entstand in den 1990er Jahren in einer Hochphase der neonazistischen Straßenmobilisierung und des Strukturaufbaus. Unter den Augen der Behörden, zum Teil mit deren Duldung und Förderung, konnten Neonazis Netzwerke aufbauen, die bis heute wirken. Trotz Fahndung konnten die rassistischen Mörder unerkannt bleiben. Stattdessen wurden die Täter im Umfeld der Opfer oder in der organisierten Kriminalität gesucht, in die diese verwickelt gewesen seien sollten.
Aktuell kommen fast täglich neue Beweise für die staatliche Unterstützung bzw. das gewollte Wegsehen ans Licht. Gleichzeitig bleiben Konsequenzen nahezu aus. Weder kommt es zu einer wirklichen Aufarbeitung noch werden die Unterstützer aus der Nazi-Szene zur Rechenschaft gezogen.
Was ist da eigentlich passiert? Was heißt das alles für linke Politik? Welche Schlußfolgerungen sind zu ziehen?

Diese und andere Fragen diskutieren wir mit Paul Wellsow (Mitherausgeber des Buchs „made in Thüringen? Nazi-Terror und Verfassungschutz-Skandal“ und regelmäßiger Autor im „Rechten Rand“).

Dienstag | 23.10 | 20:30h | Café am Grün

Nachtrag: Noch ein interessanter Link zum Thema.