Archiv der Kategorie 'News'

Veranstaltungsreihe: „Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die umkämpfte Stadt.“

„Ain‘t no room for me in the city? Alte und neue Perspektiven auf die
umkämpfte Stadt.“

Plakat \"Ain\'t no room for me in the city?\"
Flyer "Ain't no room for me in the city?"

Wer wohnt wo, und was wird wo verkauft? Wer kann sich wo in der Stadt
frei aufhalten? Was lächelt dich da vom nächsten Werbeplakat an? Was hat
es eigentlich mit diesem „Recht auf Stadt“ auf sich, von dem immer alle
reden? Für wen und von wem wird dieses Recht erstritten? Und was haben
zum Beispiel die Kämpfe der Refugees auf dem Berliner Oranienplatz mit
Widerstand gegen Zwangsräumungen und mit sozialen Zentren zu tun? Indem
wir uns und euch diese Fragen stellen, wollen wir die immer lauter
werdende Forderung nach einem Recht auf eine Stadt für alle mit anderen
emanzipatorischen Bewegungen und Kämpfen verknüpfen. Es geht dabei um
Rückaneignungen und selbstbestimmte Gestaltung von Räumen, die ansonsten
kapitalistisch verwertet und nach sexistischen und rassistischen Normen
vereinheitlicht werden. So schauen wir etwa auf historische Formen des
Widerstands in Marburg, setzen uns mit postkolonialen Perspektiven auf
Stadt auseinander, fragen nach feministischen Wohn-Utopien und basteln
selber an der bunteren Stadt von morgen.

Hier gibt es das Programm inklusive Ankündigungstexte zu den einzelnen
Veranstaltungen:

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Video-Bericht von der Care-Konferenz

Yea – Hier ein schicker Video-Bereicht zur Care-Revolution-Konferenz:

Wir machen weiter – Den Aufstand aus der Küche auf die Straße tragen!

„Scheiß Bullen-Prozess“ am 14. März in Frankfurt

Die Repression gegen Aktivist*Innen die am 1. Mai 2013 in FFM dabei waren den Naziaufmarsch zu verhindern geht weiter. Kommt zur Kundgebung vor dem Prozess!

„Am 1. Mai 2013 räumten Polizisten gewaltsam rund tausend Antifaschist_innen von den Gleisen am Ostbahnhof. Mit mehreren Blockaden war es zuvor gelungen, eine Nazi-Kundgebung zu verhindern. Ein massives Aufgebot der Polizei kesselte die Blockierer_innen auf den Schienen ein und räumte sie unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken. Alle Anwesenden wurden abgefilmt, die Personalien festgestellt und ca. zwanzig vorübergehend in Gewahrsam genommen. Viele Menschen wurden bei der Räumung verletzt, eine Person so schwer, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus bleiben musste.
Am 14. März steht einer der Blockierer_innen in Frankfurt vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, einen behelmten und mit Schutzschild bewaffneten Polizisten mit der Faust am Kopf verletzt und als „Scheiß Bullen“ beleidigt zu haben. Nicht verhandelt wird die brutale Festnahme und Misshandlung des Angeklagten, der wie viele andere am 1. Mai von der Polizei verletzt wurde.
Wir solidarisieren uns mit dem Angeklagten und fordern die Einstellung aller Verfahren gegen Antifaschist_innen! Antifaschismus bleibt legitim!
Kommt zur Kundgebung vor dem Prozess am Freitag, den 14. März um 9 Uhr vor dem Amtsgericht Frankfurt. Der Prozess beginnt dann um 9.45 Uhr in Gebäude E.“

Workshop: ‚Caring for Communism‘

Am kommenden Montag, den 24.2. veranstalten wir ab 17:30h in der Rakete im Bettenhaus unseren Workshop ‚Caring for Communism‘. Wir wollen pünktlich anfangen!

care-mob-foto

Hier der Ankünigungs-Text:

„Wir befassen uns im Workshop mit der häufig unsichtbaren Seite von Arbeit – auch Care-Arbeit, Reproduktionsarbeit oder Sorgearbeit genannt. Wir alle machen diese Arbeit täglich – im Zeichen neoliberaler Sparpolitiken unter zunehmend prekären Bedingungen. Wir begreifen Care-Arbeit als gesellschaftliches Aushandlungsfeld, auf dem entlang sozialer Ungleichheiten („race, class, gender“) Bedürfnisse ausgehandelt und Abhängigkeiten (re-)produziert werden. Im Workshop wird es darum gehen gemeinsam zu erarbeiten, was Care-Arbeit eigentlich ist, wo sie uns wie in unserem Alltag beschäftigt und wie sie organisiert wird. Ziel ist es erste Ansatzpunkte und Alternativen linker Praxis und Intervention zu finden. Wie können wir Care jenseits von Staat und Kapital organisieren? Wie aktiv werden?“

Das ganze findet im Rahmen diverser Veranstaltungen in Marburg rund um den Frauen*-Kampftag am 8.März statt. Achtet auf weitere Ankündigungen!

Rassismus tötet! Demo gegen rechte Gewalt.

Rassismus tötet!

Soziale Reproduktion in der Krise – CaRevolution als Perspektive

Mitte März findet in Berlin die Care Revolution Aktionskonferenz statt. Mit dabei sind einige Gruppen aus der IL, die zum Thema QueerFeminismus und Care arbeiten. Auf der Konferenz wird es unter anderem einen gemeinsamen Workshop zum Thema Care auf die Straße tragen! Oder: Wie kann aus unsichtbarer Arbeit sichtbaren Protest werden? mehr Infos. Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

For more information about the actionconference in english, please press here.

Para leer sobre la conferencia en español, empuje aquí porfa.

Bußgeldbescheide 1.Mai Frankfurt

Dieser Tage erreichen die ersten Bußgeldbescheide in Höhe von 63,50€ Aktivist*innen, die am 1. Mai in Frankfurt dabei waren, den Nazi-Aufmarsch zu verhindern. Einen hilfreichen Artikel zum Umgang mit diesem Bescheid findet ihr hier: http://plenum1mai.blogsport.de/
Außerdem gibt es dort stets aktuelle Infos.

Ganz Wichtig: Wenn ihr plant Einspruch dagegen einzulegen, muss dies innerhalb von 14 Tagen geschehen ab Posteingang des Briefes! Ein entsprechendes Formular findet ihr hier: http://ea-frankfurt.org/1-mai-2013-einsprueche-gegen-bussgeldbescheide

Spread the news!
Das Verbrechen heißt Faschismus!

Rote Flora bleibt!

„In Hamburg überschlagen sich derzeit verschiedene Ereignisse. In mehreren ungelösten Konflikten setzt der Senat auf eine harte Linie und Auseinandersetzungen. Besonders dramatisch stellt sich die Situation für die Flüchtlinge aus Lampedusa dar, aber auch die Bewohner_innen der Esso-Häuser auf St. Pauli stehen einem kompromisslosen Senat gegenüber und das seit 24 Jahren besetzte Stadtteilzentrum Rote Flora ist wieder zu einem Ort der Auseinandersetzung geworden. Eine bundesweite und internationale Demonstration am 21. Dezember soll deutlich machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte die Rote Flora angegriffen werden. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei in aktuellen Kämpfen um den Erhalt der Esso-Häuser, dem Bleiberecht der Flüchtlinge und der radikalen Kritik an Repression und Gefahrengebieten.“

Hier gibts den kompletten bundesweiten Aufruf, auch zum selber ausdrucken und verteilen: http://florableibt.blogsport.de/images/flugblattsp.pdf

Jetzt schonmal der Hinweis, dass es wohlmöglich Busse aus Gießen, Kassel und auch Göttingen geben wird – Haltet die Augen offen – Wir informieren euch ggf. über Ankündigungen und wo es wie Tickets geben wird!

Für die Ausweitung der Kämpfe!

Gedenken an die Novemberpogrome vor 75 Jahren

Am 09.11.13 jähren sich zum 75. Mal die Novemberpogrome von 1938. Die Gedenkveranstaltung in Marburg beginnt am Sonntag, 10.11.13 um 16 Uhr am Garten des Gedenkens in der Universitätstraße.
Veranstaltet von der jüdischen Gemeinde Marburg

Blockupy Aktionskonferenz

Blockupy? Weiter geht’s!

Plakat Aktionskonferenz

Vom 22. bis 24. November 2013 findet in Frankfurt/Main die nächste europäische Aktionskonferenz des Blockupy-Bündnisses statt. Wir wollen dort diskutieren, welche Widerstands-Praxen gegen das eurpäische Krisenregime sich in den letzten Jahren entwickelt haben, welche Differenzen und Gemeinsamkeiten unsere Kämpfe ausmachen und natürlich, welche Ideen wir für Blockupy 2014 haben!

Wir werden da sein und freuen uns, wenn ihr auch dabei seit!

Den Aufruf und alle weiteren Infos zu Ort, Anreise, Programm usw. findet ihr auf der Blockupy-Seite .

Flyer zur Aktionskonferenz, die ihr selbst ausdrucken und verteilen könnt, findet ihr hier auf englisch und hier auf deutsch .

Nacht-Tanz-Demo für ein Recht auf Stadt!

Wir unterstützen den Aufruf der (T)Raumklinik und rufen ebenfalls auf zur Teilnahme an der Nacht-Tanz-Demo gegen hohe Mieten und für ein soziales, autonomes Zentrum!

Hier findet ihr den Aufruf:
https://raumklinik.wordpress.com/kommende-veranstaltungen/nacht-tanz-demo-26-10/

Treffpunkt: 26.10. / 19h am Elisabeth-Blochmann-Platz (zwischen Mensa und Erlenring-Center)

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen!

Ich will den Kapitalismus lieben…

Zwangsräumungen, hohe Profite mit der steigenden Miete, deutsche VorMachts-Ansprüche in europäischer Krisenpolitik, Gesundheitsversorgung für nur noch 40% der Griech*innen, rassistische Hetze und Pogromstimmung in Hellersdorf und Duisburg, die Alternative für Deutschlang (AfD) fast im Bundestag und Pro-Deutschland auch in Marburg auf populistisch-nationalistischer Wahlkampftour, Betreuungsgeld alias Herdprämie, profitorientierte Pflege wie am Fließband und Alltagssexismus.

Darüber diskutieren und streiten erscheint uns wichtig. Sich Gedanken über die Ausbeutung, Ungleichbehandlung und kaputtmachende Zurichtung von Menschen im Kapitalismus und den diesen zugrunde liegenden Strukturen und Interessen zu machen und zur Tat zu schreiten ebenso.
Wir wollen aber mehr als das! Wir wollen unseren eigenen Anspruch, die Gesellschaft tatsächlich zu verändern ernst nehmen. Hierfür müssen wir uns als Linke aus der Position gesellschaftlicher Irrelevanz befreien. Die Zeichen stehen auf Sturm und für uns bedeutet dies: Rein ins verdammte Handgemenge – Intervention in herrschende Verhältnisse, Prozesse und Kämpfe.

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Nachtrag zum Care-Mob!

Wir verlinken euch hier einen coolen Radio-Beitrag, der sich angestossen von den feministischen Aktionen im Rahmen von Blockupy, einerseits mit dem dort stattgefundenen ‚Care-Mob‘ sowie insgesamt mit der (Nicht-)Anerkennung von Care-Arbeit beschäftigt und dazu auf Interviews mit Gabriele Winker und einer Blockupy-Aktivistin zurückgreift.

Ihr findet auußerdem unserem Blog ein paar wenige Beiträge vorher unseren Redebeitrag dazu, sowie unseren dazugehörigen Flyer.

Kapitalismus wegschrubben! Für das schöne Leben!

Hier der Beitrag mit schickem Foto:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/kolumnen-sendungen/generator/generator-care-arbeit-im-kapitalismus100.html

ACHTUNG: NPD-Kundgebung in Giessen verhindern! 13.09.

Für Freitag, den 13.09. hat die NPD eine Kundgebung im Rahmen ihrer “Deutschlandtour” in Gießen angekündigt.

Wir rufen zur gemeinsamen Zugfahrt nach Gießen auf, um sich der Gegenkundgebung auf dem Kirchplatz anzuschließen und sich den Nazis entgegen zu stellen!

Gemeinsame Zugfahrt

11.35 Uhr, Hauptbahnhof Marburg, Gleis 4 (Regionalbahn)

DGB Gegenkundgebung

12 Uhr, Gießen, Kirchplatz

NPD Versenken

Gleisblockade 1. Mai Frankfurt – Verwarngelder

Gleisblockade

Seit letzter Woche werden im Zusammenhang mit dem 1. Mai und dem Gleiskessel Verwarngelder von der Bundespolizei verschickt. Wir möchten euch an dieser Stelle auf eine Stellungnahme der Roten Hilfe Frankfurt aufmerksam machen, in der Möglichkeiten des Umgangs dargestellt werden.

Hier gehts zur Stellungnahme.

Für alle (potentiellen) Betroffenen, die die Bußgeldverfahren weiter politisch begleiten wollen, findet am 9. September um 19 Uhr in Frankfurt im Cafe Exzess ein Betroffenenplenum an. Dort soll das weitere politische und finanzielle Vorgehen diskutiert werden.

(T)Raumklinik bleibt stabil und geht weiter!

Nach Hausbesetzung, Räumung und fettem inhaltlichen Programm geht die praktische Beantwortung der Frage „Wem gehört die Stadt?“ weiter.

(T)Raumklinik

Bei einem Nachbereitungs-Grillen soll es die Möglichkeit geben, in entspannter Atmosphäre Erfahrungen auszutauschen. Beginn ist am Dienstag, 6. August., 18:00 Uhr im Bettenhausgarten.

Weiter gehts mit einem Treffen, auf dem weitere Schritte und Aktionen beraten werden, aber auch ein Umgang mit den Strafanzeigen der Unileitung gefunden werden soll. Donnerstag, 8. August, um 20:30 Uhr im Cafe am Grün.

Care what? Care-Revolution!

caremob-klein
Zwei Wochen sind nun vergangen seit den Blockupy Aktionstagen und wir möchten euch auch nach dem gut besuchten und gemütlichem Nachbereitungs-Grillen noch einen Leckerbissen quasi zum Nachtisch servieren.
Neben unsere unten stehenden Rede zu den gelaufenen Care-Mob-Aktionen möchten wir auch unseren dazugehöriger Flyer ‚who cares?‘ mit euch teilen, hier als pdf zum download.

All dies ist für uns ein Teil feministischer Interventionen, einerseits in die auch eigene Bewegung, Analyse und Kritik. Andererseits auch als weiterer Schritt dazu, dass Unsichtbare sichtbar zu machen, denn: ‚ohne kochen, putzen, pflegen, sorgen, kurz: ohne Care – geht nix mehr!‘
Dabei wollen wir uns auch bei Allen die dabei waren und dabei sind bedanken, ohne eure Unterstützung wer all das Erlebte und Getane so nicht möglich geworden!

In diese Sinne: Auf zum Care-Mob, und hier unsere dazugehörige Rede:
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„Wir sind alle Çapulcu! Wir sind alle Marodeure! Taksim ist überall!“

Aufruf der Interventionistischen Linken (iL)

taksimWir schreiben diese Zeilen am Tag des Versuchs der türkischen Polizei, den Taksim-Platz und den Gezipark zu räumen. Nach 14 Stunden harter Kämpfe zunächst zum Rückzug gezwungen, griff die Polizei am Abend erneut, diesmal noch brutaler an, wortwörtlich dem Ministerpräsidenten Erdogan folgend, der zuvor das „Ende der Toleranz“ für die „Marodeure“ des Taksim-Platzes erklärt hatte: „Wir werden Provokateure und Terroristen verfolgen – niemand wird davon kommen“. Im Augenblick ist nicht klar, welchen Verlauf diese Nacht nehmen wird. Doch wird die Auseinandersetzung nicht nur in Istanbul, sondern auch in vielen anderen Städten der Türkei fortgesetzt, auch in den nächsten Tagen und Nächten.

Wir rufen dazu auf, den Widerstand auch auf die Plätze deutscher Städte zu tragen. Ein breites Bündnis deutscher, türkischer und kurdischer Linker plant schon zum kommenden Samstag (15. Juni) Demonstrationen vermutlich in Hannover, Düsseldorf, Mannheim und Berlin, für die darauf folgende Woche wird eine zentrale Kundgebung in Köln vorbereitet. Wir werden dabei sein.

Frankfurt und Istanbul. Weltweit gleichen sich die Bilder – trotz der Unterschiede im Ausmaß und in der Intensität dessen, was sie sichtbar machen: Brutalisierte Polizeieinheiten kesseln Demonstrant*innen ein, jagen die Menschen mit Wasserwerfern über Straßen und Plätze, stürzen sich zu dritt oder zu viert auf Einzelne, verdrehen Festgenommenen Arme und Beine, setzen ohne jede Rücksicht auf Unbeteiligte, ohne Rücksicht auch auf Alte oder Kinder Tränen- und Pfeffergas ein, schlagen mit ihren Knüppeln gezielt auf Journalist*innen, Sanitäter*innen, Rechtsanwält*innen ein. Wer auch immer ihr jeweiliger Dienstherr ist, der türkische oder der hessische Innenminister: umstandslos eignen sich die paramilitärisch hochgerüsteten Rollkommandos vorgeblich demokratischer Staatsmacht zum Einsatz auch im Auftrag diktatorischer Regimes. Daran ändert sich nichts, wenn das Oberkommando der Polizei eine Woche später Grußsignale über alle Frequenzen sendet: Wir wissen, dass sie bei nächster Gelegenheit wieder zuschlagen werden, unter der Anleitung irgendeines anderen Ministers, irgendeines anderen Ordnungsdezernenten.
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Willkommen in der marktkonformen Demokratie – Zum Blockupy-Polizeieinsatz

Unter dem Artikel findet ihr noch weitere Links sowie eine kleine Presseschau.

Anmerkungen zum Polizeieinsatz bei der Blockupy-Demonstration in Frankfurt, garniert mit Zitaten aus dem Ticker der Frankfurter Rundschau. Der Text stammt von einem, der nicht dabei sein konnte – detaillierte Vor-Ort-Berichterstattung kann er nicht bieten. Die Schilderungen der Ereignisse sind unterschiedlichen Presseberichten, Livetickern und Twitterkanälen entnommen.

13.01 Uhr: Die Polizei plant offenbar, die Demo zu spalten. Der linksradikale Block zu Beginn der Demo soll vom Rest des Aufzuges getrennt werden. Es habe „massive Straftaten“ gegeben, sagt die Polizei. So seien Menschen vermummt und mit Schutzkleidung passiv bewaffnet.

Bereits kurz nach Beginn der Demonstration kam es zu ersten organisierten Gewalttaten: Bewaffnete Vermummte drängelten sich in großer Zahl von außen mitten durch die friedliche Demonstration, wer im Weg stand und nicht schnell genug auswich, wurde zur Seite gestoßen. Der Zug wurde zweigeteilt, der vordere Teil komplett umringt und abgeriegelt – kein Vor und kein Zurück mehr für die mehreren hundert Eingekreisten. Protest gegen dieses rüpelhafte Verhalten wurde wiederum mit Schubsereien, Schlägen und Pfefferspray beantwortet.
So sieht es aus, wenn die Polizei einen großen Demonstrationszug „stoppt“ und den antikapitalistischen Block an seiner Spitze einkesselt. Begründung für den Einsatz: „Schwere Straftaten“, nämlich die Vermummung einzelner Teilnehmer_innen und das Mitführen „passiver Bewaffnung“.
Bewaffnung ist eigentlich dazu da, andere anzugreifen und zu verletzen. Bei der passiven Bewaffnung allerdings sollte man das Wort „passiv“ betonen und sich auf der Zunge zergehen lassen: So werden im deutschen Versammlungsrecht Kleidungsstücke und andere Gegenstände bezeichnet, die dazu dienen können, die Wirkung von Gewalttaten seitens der Exekutive abzuschwächen. Dabei gibt es einen großen Auslegungsspielraum. Helme werden z.B. dazu gezählt, manchmal Lederjacken – ein Stoß mit dem Schlagstock in die Nieren tut eben weniger weh, wenn er auf eine Leder- anstelle einer Baumwolljacke trifft – oder Schutzbrillen, die verhindern, dass Reizgas direkt in die Augen gelangt. Manchmal auch Regenkleidung, die nicht nur bei Regen, sondern auch bei Wasserwerfereinsätzen dafür sorgen kann, dass ihre Trägerin trocken bleibt. Am Samstag in Frankfurt also will die Polizei im antikapitalistischen Block viele Menschen ausgemacht haben, die sich mit derlei Ausrüstung gegen Polizeigewalt gewappnet und so gegen das Versammlungsrecht verstoßen haben.
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Blockupy / Care-Mob – Info-Veranstaltung

Let’s care! Let’s blockupy! – feministisch!

superheldinWenn von ‚der Krise‘ die Rede ist, wird oft über Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Akkumulationskrise, Euro-Krise und seit Neuestem von der Vielfach-Krise geredet. Gegen deren vorherrschende Bewältigungsstrategien formiert sich dabei zunehmend auch internationaler Widerstand. Blockupy möchte in diesem Rahmen ein Teil dieser Bewegungen sein – ein Kristallaktionspunkt für (internationale) Vernetzung, Austausch und direktem Eingriff in den kapitalistischen Normalbetrieb.

Zusammen mit euch wollen wir diesen Normalbetrieb stören, unsere Kritik jedoch nicht allein auf vermeintliche Machtzentren fokussieren, sondern die Arbeiten und Bedürfnisse in den Fokus rücken, die für uns ein Zusammenleben erst möglich machen.
Selbige werden im Kapitalismus und Patriarchat jedoch zugunsten von Produktionsarbeit permanent abgewertet, kostengünstig an Frauen* deligiert, ins Private geschoben und unsichtbar gemacht: Uns geht es ums „Fürsorgen, Besorgen, Umsorgen, Entsorgen, Versorgen“ – kurz: Care-Arbeit – früher meist Reproduktionsarbeit genannt.
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