Archiv für Oktober 2014

Demonstration: Solidarität mit Kobanê, Shingal und dem Widerstand in Nordkurdistan und der gesamten Türkei!


Solidarität mit Kobanê, Shingal und dem Widerstand in Nordkurdistan und der gesamten Türkei!

Bi Kobanê, Şengal û berxwedana Bakurê Kurdistan û Tirkiye re piştagirî

Solidarity with Kobanê, Shingal and the resistance in Northern Kurdistan and whole Turkey

Kobanê, Şengal, Kuzey Kürdistan ve Türkiyedeki direnişlerle uluslararsı dayanışma eylemine herkesi katılmaya çağırıyoruz

Solidaridad con Kobanê, Shingal y la resistencia en Kurdistan del norte y Turquía entera

Solidarité avec Kobanê, Shingal et la résistance en Kurdistan du nord et en toute la Turquie

Demo Kurdistan 2014

Wir rufen auf zur Demonstration am 1. Nov. um 15 Uhr / Firmaneiplatz (Deutschhausstraße 12) in Marburg zum internationalen Aktionstag gegen den IS

Meşa piştgiriya: 1ê mijdarê, demjimêr 15 an li qada Firmaneiplatz (Deutschhausstraße 12) a Marburgê

Miting: 1 Kasım‘da, saat 15 de / Firmaneinplatz (Deutschhauserstraße 12.) Marburg’da

Demonstration: 1st of November at 3 pm / Firmaneiplatz (Deutschhausstraße 12) Marburg

Manifestación: 1ero de noviembre a las 3 pm / Firmaneiplatz (Deutschhausstraße 12) en Marburgo

Manifestation: le 1er novembre à 3 heures / Firmaneiplatz (Deutschhausstraße 12) Marburg
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Video über Marktfrühschoppen 2014 veöffentlicht

Wir haben ein Video zu den Protesten gegen den Marktfrühschoppen 2014 veröffentlicht! Viel Spaß damit!
https://vimeo.com/109918534

Kommende Termine Kurdistan Soli MR

Die nächsten Termine in Marburg:

Morgen, Fr (24.10.) 13:30 Uhr Solidaritätsstand für Kobanê am Elisabeth-Blochmann-Platz (neben der Mensa)

Sa (25.10.), 13:15 Uhr, Gemeinsame Fahrt zu den Huseyin- Çelebî-Literaturpreisen in Frankfurt. Interessierte, die gerne mitfahren möchten, können sich bei uns melden. (Programm hier)

Mo (27.10), 16 Uhr – Transpi-malen für den internationalen Aktionstag „Solidarität mit Kobane – gegen den IS“ (in der Rakete im Bettenhaus)

Mo (27.10.), 20 Uhr – Kinoabend „The Silent Revolution“ im Traumakino. (Trailer)

Di. (28.10), 19 Uhr – offenes Soli-Treffen (Hörsaal +1/0030 in der PhilFak)

Mit. (29.10), 19 Uhr – Mobi-VA für den Internationalen Aktionstag ( Hörsaal 00/0030 in der PhilFak)

Sa. (01.11), Internationaler Aktionstag „Solidarität mit Kobane – gegen den IS“ (auch in Marburg, Aufruf wird folgen)

Veranstaltung: Kampf um Kobanê, Ausnahmezustand in der Türkei

Seit Juli wird die kurdische Stadt Kobane vom sogenannten Islamischen Staat belagert. Ein Versuch kurdischer Selbstverwaltung, der sich im Laufe des syrischen Bürgerkrieges konstituiert hatte, steht damit seit Monaten auf dem Spiel. Anfang Oktober gelang es den Kämpfern des IS auf das Stadtgebiet von Kobane vorzudringen ? obwohl die Anti-IS-Koalition unterschiedliche Infrastruktur und Stellungen des IS bombardiert hatte, wurde die internationale Unterstützung von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) vor Ort als nicht ausreichend angesehen. Im Zentrum der kurdischen Kritik standen allerdings nicht die USA oder die internationale Anti-IS-Koalition, sondern die Türkei, welche durch ihre Grenze zu Syrien unmittelbar an die drei kurdischen Kantonen in Syrien und damit auch an Kobane liegt.

Die Türkei verweigerte über Monate nicht nur logistische oder militärische Unterstützung für die YPG (Volksverteidigungskräfte der kurdischen Bewegung in Rojava), vielmehr half sie direkt dem IS ? durch den Transfer von salafistischen Kämpfern, Versorgungsgütern und Waffen. Die Proteste gegen diese Unterstützung des IS haben sich nun in Aufstände entwickelt. Aber der türkische Staat versucht nun wiederum diese niederzuschlagen. Nicht nur mit Hilfe der Polizei, sondern eben auch mit islamistische Gruppen und türkische Faschisten, zum Teil unter den Augen der Polizei. Allein in einer Protestnacht gab es mindestens 18 Tote ? mehr als während der Monate andauernden Gezi Revolte und Ausgangssperren wurden verhängt sowie vom Militär durchgesetzt. Bereits vor seinem Vordringen nach Kobane hatte der IS im Raum Sindshar (Irak) die kurdische Jesiden aus ihren Dörfern vertrieben, viele Hingerichtet. Obwohl viele von Kämpfern der PKK vor ihrem Tod durch Verdurstung aus dem Gebirge oder ihrer Hinrichtung durch den IS gerettet werden konnten, bleibt die Gefahr von Massakern oder gar eines Genozids durch den IS bestehen ? auch in Kobane. Die de facto Unterstützung des IS durch die AKP-Regierung und die Niederschlagung der Solidaritätskundgebungen mit dem Widerstand in Kobane gefährdet nicht zuletzt den laufenden Verhandlungsprozess zwischen AKP und PKK. Im Angesicht des von der AKP zumindest billigend in Kauf genommenen drohenden Völkermordes an Kurden im Irak und Syrien durch den IS wird eine Rückkehr des türkisch-kurdischen Bürgerkriegs auch in der Türkei wahrscheinlich.

Was sind die jüngsten Entwicklungen der Lage? Welche Interessen haben die Türkei, welche die westlichen Staaten? Was kann „der Westen“, d.h.
was können wir tun?

Veranstaltet von der Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t., und dem Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK) Marburg, mit Murat Cakır (RLS Hessen)

Hier der Facebooklink zur Veranstaltung