Veranstaltung: Mit staatlicher Hilfe – Ein Jahr nach der Aufdeckung des NSU

13 Jahre hat die polizeibekannte Neonazi-Gruppe aus dem Untergrund Morde begangen. Sie agierte vor dem Hintergrund rassistischer Einstellungen in der Gesellschaft und entstand in den 1990er Jahren in einer Hochphase der neonazistischen Straßenmobilisierung und des Strukturaufbaus. Unter den Augen der Behörden, zum Teil mit deren Duldung und Förderung, konnten Neonazis Netzwerke aufbauen, die bis heute wirken. Trotz Fahndung konnten die rassistischen Mörder unerkannt bleiben. Stattdessen wurden die Täter im Umfeld der Opfer oder in der organisierten Kriminalität gesucht, in die diese verwickelt gewesen seien sollten.
Aktuell kommen fast täglich neue Beweise für die staatliche Unterstützung bzw. das gewollte Wegsehen ans Licht. Gleichzeitig bleiben Konsequenzen nahezu aus. Weder kommt es zu einer wirklichen Aufarbeitung noch werden die Unterstützer aus der Nazi-Szene zur Rechenschaft gezogen.
Was ist da eigentlich passiert? Was heißt das alles für linke Politik? Welche Schlußfolgerungen sind zu ziehen?

Diese und andere Fragen diskutieren wir mit Paul Wellsow (Mitherausgeber des Buchs „made in Thüringen? Nazi-Terror und Verfassungschutz-Skandal“ und regelmäßiger Autor im „Rechten Rand“).

Dienstag | 23.10 | 20:30h | Café am Grün

Nachtrag: Noch ein interessanter Link zum Thema.


1 Antwort auf “Veranstaltung: Mit staatlicher Hilfe – Ein Jahr nach der Aufdeckung des NSU”


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