Archiv für Oktober 2012

Erasmus-Widerstandstreffen|Erasmus: Europe in Crisis – Meeting|Encuentro de Erasmus en resistencia

Der Kapitalismus ist die Krise!

Die Eurozone steckt in einer tiefen Krise. In allen Ländern Europas werden zur Krisenbewältigung Strukturanpassungsprogramme erstellt und Sparpakete geschnürt. Nicht selten enthalten diese Generalangriff auf Löhne, ArbeitnehmerInnenrechte, Gewerkschaften, den Sozialstaat und letztendlich auf die Demokratie. Dagegen formiert sich Widerstand. Ob in Griechenland, Spanien oder Portugal. Weltweit und in Europa gehen die Menschen auf die Straßen und Plätze und zeigen ihren Unmut gegenüber der herrschenden Politik. Auch in Deutschland gab es mit der versuchten Blockade des Frankfurter Bankenviertels sowie mit Demonstrationen, mehrere Aktionen gegen die herrschende Krisenpolitik.
Um sich international zu vernetzen, sowie von Erfahrungen aus anderen Ländern lernen zu können, laden wir euch ganz herzlich zu einem Erasmus-Widerstandstreffen ein. Wir würden uns freuen mit euch über die Situation in euren Ländern zu unterhalten und Erfahrungen über Aktionen und Proteste gegen die herrschende Politik auszutauschen. Natürlich sind auch alle anderen Internationals, sowie Menschen aus anderen Zusammenhängen als den aktuellen Krisenprotesten herzlich Willkommen.

Montag | 05.11 | 20h | Baari Bar im Cafe Trauma

Capitalism is the Crisis!

The Eurozone is in a deep crisis. In all European countries the governments try to overcome the crisis with structural adjustment programs and austerity packages. Mostly this contains attacks on worker’s rights, trade unions, the welfare state and ultimately democracy – and resistance forms up against this, as well as in Greece, Spain or Portugal. In whole Europe people take the streets and squares back and show their resentment with the current policy.
In Germany too, there was an attempted blockade on Frankfurt’s financial district as well as demonstrations and several actions against the prevailing crisis policy.
To get internationally connected and to share experiences, we would like to invite you to our first Erasmus- Let’s talk about Europe in Crisis – meeting. We are looking forward to talk with you about the situation in the different European countries and exchange experiences about your actions and protests against the ruling politics.
Indeed all other Internationals, as well as people from other contexts then the current crisis protests are very welcome.

Monday | 05.11 | 20h | Baari Bar @ Cafe Trauma

¡El Capitalismo es la crisis!

La zona euro está en su crisis más profunda. En todos países de Europa se entregan „ajustes estructurales“ y „paquetes de medidas de ahorro“ para superar la crisis. Muchas veces incluyen ataques graves a los salarios, derechos laborales, syndicatos, al estado social y a lo sumo a la democracia. En contra se forma la resistencia, en Grecia, en España y en Portugal, en cualquier lado. En todo el mundo y en Europa la gente sale a las plazas y calles para demostrar su disgusto con la política imperante. También en Alemania con el intento de bloquear los bancos en Frankfurt y otras manifestaciones sí había varias acciones en contra la política imperante de crisis.
Para instalar interconexiones internacionales y porque queremos aprender de las experiencias en otros países vos invitamos cordialmente a un encuentro de Erasmus en resistencia. Deseamos charlar con vosotr@s sobre la situación en vuestr@s países e intercambiar experiencias sobre acciones y protestas en contra la política imperante.
¡Invitamos también a tod@s internacionales que vienen de países en otras partes del mundo y de otros contextos que las luchas anti-crisis!

Lunes | 05.11 | 20h | Café Trauma/Baari Bar

Willkommen in Marburg – Let‘s get ready to rumble!

Hier als PDF-Dokument.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

„Wir freuen uns über den Zuwachs! Sollten die Studierenden Grund zur Klage oder Verbesserungsvorschläge haben, können sie sich jederzeit an die Studiendekane ihres Fachbereichs wenden“, sagt Uni- Präsidentin Krause. Dieses humorvolle Zitat ließ sich kurz vor Beginn des Wintersemesters 2011/2012 der Unihomepage entnehmen. Anlass war der letztjährige Studierendenzuwachs an den Unis. Auch dieses Jahr werden an der Uni Marburg im Wintersemester wieder 1090 Studierende mehr studieren als im letzten Jahr um die gleiche Zeit. Die Studierendenzahl beträgt dann 22. 500, bei einer 80. 000 EinwohnerInnenstadt wie Marburg stimmt der Ausspruch „Marburg hat keine Uni, sondern ist eine Uni“ mehr denn je. Doch was wird eigentlich getan, um den erhöhten Bedarf an Studienplatzen, Wohnraum und städtischer Infrastruktur zu decken? Bisher nahezu nix. Wohnraum ist in Marburg ohnehin Mangelware, seit Jahren gibt es Notbettenlager zu Beginn des Wintersemesters, einige Studis zelten auch – Not macht halt erfinderisch. Erfindungsreich ist auch ein Vorschlag des Studentenwerkes: mit der Kampagne „Wohnen gegen Hilfe“ sollen nun Studis ausgediente Kinderzimmer bewohnen und dafür als Ersatzhausangestellte, Babysitter oder ähnliches herhalten. Neue Wohnheime und bezahlbarer Wohnraum für Studis im Stadtzentrum wurden schon seit Jahren nicht mehr geschaffen. Und wenn studentischer Wohnraum entstand, dann wie im Falle der überteuerten Appartments zwischen Philosophischer Fakultät und Mensa. Und MitbewohnerInnen sind nicht inklusive – gefördert wird hier das individualisierte Wohnen und nicht etwa kollektives und selbstorganisiertes Zusammenleben. Gleichzeitig wird eine immense Aufwertung der Nordstadt durch das Zusammenspiel von Stadt und dem Gründer der deutsche Vermögensberatung AG (DVAG), Rheinfried Pohl vollzogen. Es scheint als strukturiert sich der Investor das Viertel nach belieben um, baut riesengroße Konferenz-Zentren mit dazuge¬hörigen Parkhäusern und Luxusläden, gern auch un¬terstützt durch „großzügige“ Spenden ins Stadtsäckel. Bedürfnisorientiertes Wohnen sieht anders aus. Hier zeigt sich wieder einmal der Irrsin kapitalistisch organisierten Wohnens. Es geht eben um Profit und nicht um unsere Bedürfnisse.

It‘s capitalism stupid: Sparen! Sparen! Sparen!

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Veranstaltung: Mit staatlicher Hilfe – Ein Jahr nach der Aufdeckung des NSU

13 Jahre hat die polizeibekannte Neonazi-Gruppe aus dem Untergrund Morde begangen. Sie agierte vor dem Hintergrund rassistischer Einstellungen in der Gesellschaft und entstand in den 1990er Jahren in einer Hochphase der neonazistischen Straßenmobilisierung und des Strukturaufbaus. Unter den Augen der Behörden, zum Teil mit deren Duldung und Förderung, konnten Neonazis Netzwerke aufbauen, die bis heute wirken. Trotz Fahndung konnten die rassistischen Mörder unerkannt bleiben. Stattdessen wurden die Täter im Umfeld der Opfer oder in der organisierten Kriminalität gesucht, in die diese verwickelt gewesen seien sollten.
Aktuell kommen fast täglich neue Beweise für die staatliche Unterstützung bzw. das gewollte Wegsehen ans Licht. Gleichzeitig bleiben Konsequenzen nahezu aus. Weder kommt es zu einer wirklichen Aufarbeitung noch werden die Unterstützer aus der Nazi-Szene zur Rechenschaft gezogen.
Was ist da eigentlich passiert? Was heißt das alles für linke Politik? Welche Schlußfolgerungen sind zu ziehen?

Diese und andere Fragen diskutieren wir mit Paul Wellsow (Mitherausgeber des Buchs „made in Thüringen? Nazi-Terror und Verfassungschutz-Skandal“ und regelmäßiger Autor im „Rechten Rand“).

Dienstag | 23.10 | 20:30h | Café am Grün

Nachtrag: Noch ein interessanter Link zum Thema.

Film und Diskussion: Catastroika

Hier als PDF-Dokument.

Während in Deutschland Sozialproteste hauptsächlich unter dem Maßstab
beschädigter Schaufensterschreiben öffentlich diskutiert werden, ist
die deutsche Regierung in Zusammenarbeit mit EU, IWF und Banken aus
ganz Europa gerade für die Verarmung der europäischen Bevölkerung
verantwortlich. Vor allem in Südeuropa lässt sich derzeit beobachten,
wie Millionen Menschen in bittere Armut gestürzt werden, inklusive
Hunger, fehlenden Medikamenten, Obdachlosigkeit, Perspektivlosigkeit.
Dabei spielt die private Bereicherung einiger weniger wie immer bei
solchen „Strukturanpassungen“ oder auch „Sparprogrammen“ eine große Rolle.

Die Gruppe von Debtocracy aus Griechenland analysiert die Verschiebung
von Staatseigentum in private Hände. Der Dokumentarfilm hatte allein
zwei Millionen Zuschauer_innen in Griechenland und wurde auf der
ganzen Welt gezeigt. Die Gruppe reist um die Welt um Informationen
über die Privatisierungen in Industrieländern zu sammeln und um
Hinweise auf die Zukunft Griechenlands nach dem massiven
Privatisierungsprogramm zu finden.

Wir zeigen den Film im griechischen Original mit (verbesserten)
deutschen Untertiteln und wollen danach mit euch drüber diskutieren.
Mit englischen oder anderen Untertiteln kann er kostenfrei unter
Creative-Commons-Lizenz auf catastroika.com gedownloadet werden.

Montag | 22.10 | 18:30h | Café Trauma

^While in Germany social protests are publicly discussed mainly on the
aspect of broken store windows, the German government in collaboration
with the European Union, the IMF and banks all over Europe is
responsible for the depletion of the european population. Especially
in Southern Europe millions of people are dumped to poverty, including
hunger, lack of medicaments, homelessness, lack of prospects. At the
same time with the ’structural adjustments‘ or ‚austerity deals‘ comes
private enrichment as usual.

The greek creators of Debtocracy, a documentary with two million views
broadcasted from Japan to Latin America, analyze the shifting of state
assets to private hands. They travel round the world gathering data on
privatization in developed countries and search for clues on the day
after Greece?s massive privatization program.

We show the movie in its greek original (unfortunately there is no
other version) with german subtitles and want to discuss it afterwards
with you. With its english or other subtitles you can download it for
free under Creative Commons License on catastroika.com. Non-german
speakers and students of german language are welcome!

Monday | 22.10 | 18:30h | Café Trauma

Nehmen wir uns die Stadt

Save the Date:
20.10. Ab 12 Uhr nehmen wir uns die Stadt! Informationen Diskussionen
21. 10. Ab 10 Uhr Blockupy 2013: Aktions-und Bewegungs- ratschlag
19.-23.11. Euro Finance Week Gegenprogramm

Die Blockupy-Aktionstage im Mai 2012 markieren einen neuen Abschnitt für die Krisenproteste in Deutschland. Wir waren massenhaft und entschlossen nach Frankfurt gefahren und haben unsere Ablehnung mit der herrschenden Krisenpolitik zum Ausdruck gebracht. Durch die Kurzfristigkeit der Vorbereitung und die Überraschung über das Ausmaß der Repression ist manches nicht so geworden, wie wir es uns vorgestellt hatten. Aber die meisten Gruppen, Organisationen und AktivistInnen waren sich einig:

Blockupy 2012 war nur der Anfang – wir kommen wieder!

Deswegen mobilisieren wir als Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. am 20. und 21. Oktober wieder nach Frankfurt am Main um einmal das nachzuholen, was im Mai nicht stattfinden konnte und zum anderen mit euch über Blockupy 2013 zu beraten.

Nehmen wir uns die Stadt! Komm und diskutiere mit! Frankfurt am Main, Römerberg, 20. Oktober 2012 12 Uhr

Deshalb kommt alle am 20. Oktober zu unserem Diskussion- und Informationsmeeting nach Frankfurt auf den Römerberg. Hier könnt ihr euch das aktuelle Programm anschauen.

BLOCKUPY 2013: Aktions- und Bewegungsratschlag Frankfurt am Main, Römerberg, 21. Oktober 2012 10 Uhr

Am 21.Oktober laden wir euch herzlich zum Aktions- und Bewegungsratschlag ein, der auch in Frankfurt auf dem Römerberg stattfinden wird. Der Aktions- und Bewegungsratschlag beginnt um 10.00 Uhr mit Inputs – wozu auch die konkreten Aktions- und Terminvorschläge verschiedender Akteu- rInnen gehören. Es folgt eine erste Plenumsaussprache zu den Überlegungen für Blockupy 2013. Danach soll in Arbeitsgruppen die Ideen zu den Aktionen, zu Camps und Unterbringung, zur Mobilisierung oder zum inhaltli- chen Programm genauer besprochen werden können. Am Schluss kommen wir wieder zu einem Plenum zusammen, um gemeinsame Aktions- und Terminvor- schläge zu beschließen, die wir in die europäischen Treffen geben können. Ende soll gegen 16.00 Uhr sein.

Solidarity with Greece

We know you don’t want her. We don’t want her either! On the occasion of chancellor Merkel’s visit to Greece we express our solidarity with and our admiration for the struggle of the Greek people: We stand behind you!


Pretending to support Greece, Merkel is pushing forward devastating neoliberal politics all around Europe. We deeply oppose the German austerity policy that is destroying Greece and the livelihood of the Greek population, and we welcome the increasing number of people that carry their rage to the streets.



Your courage gives us hope and even more reasons to criticize and to fight the German government and the German business.



The complete ban on protests and assemblies in the Athens city center is a political move that disgusts us – social rights have been taken away from the Greek people, and now in the interest of Merkel’s visit, the few remaining rights of expression are being denied. Today’s massive police presence shows us once again that the Troika-regime does not and has never cared about people’s needs, its sole objective is to protect capitalist power. Neither austerity policies nor repression can stop the struggle of people moved by the idea of a better life without capitalism. Our solidarity doesn’t know national borders, solidarity is a weapon!

We have to use it!

… another world – another europe is possibile!



interventionistische linke (il) 9.10.12