Frankfurts Frühling beginnt 2012 am 31. März:

WER ZU SPÄT KOMMT, DEN BESTRAFT DIE TROIKA!

Es spricht sich schon seit Monaten herum, Gewissheit haben wir seit zwei Wochen: In diesem Frühjahr versuchen die sozialen Bewegungen und Linken in Deutschland endlich, Anschluss zu finden an ihre Freund_innen und Genoss_innen in Athen, Madrid und Rom. Wir wissen, dass Frankfurt dabei zum zentralen Ort der Auseinandersetzung werden wird. Hier sitzen, dicht gedrängt zwischen wenigen Straßen, die EZB, die mächtigsten deutschen und einige wichtige internationale Banken. Hier wurde viel von dem geplant und entschieden, dem sich Hunderttausende vor allem im Süden Europas widersetzen: Mit Demonstrationen, mit Streiks und Generalstreiks, mit der Besetzung der zentralen Plätze in den großen Städten. Es geht um den kalten Putsch in Athen und in Rom, um die Abschaffung der formellen Demokratien auf den Spuren von EU-Sondergipfeln und „Troika“-Missionen. Wieder einmal zeigt sich, dass Kapitalismus nicht auf Demokratie angewiesen ist. Es geht um die Überwältigung ganzer Gesellschaften auf Ansage von privaten Rating-Agenturen.

Die EU- Rettungsschirme sollen die Verwertung des Kapitals retten, nicht die Menschen. Die kapitalistische Profitlogik führt zur Durchsetzung eines Ausnahmezustands, dessen einzige Legitimation die ungeheuerliche Behauptung ist, dass es zu ihm „keine Alternative“ gäbe. Eine herausragende Rolle bei der Formulierung und Durchsetzung dieser Politik spielt die deutsche Bundesregierung. Es geht um die Zerstörung der Lebensperspektiven von Millionen: um die rückhaltlose Plünderung der öffentlichen Güter und der öffentlichen Daseinsvorsorge, um Renten- und Lohnraub, um die systematische Entsicherung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Es geht darum, uns unsere sozialen, kulturellen und politischen Rechte zu nehmen und uns zu Schuldner_innen eines Systems zu machen, dem außer der Plünderung nichts mehr einfällt. Es geht also um einen Kampf, den wir auf Wochen, Monate und Jahre zu führen haben, mit dem wir aber jetzt beginnen. Echte Demokratie – das geht nur ohne Kapitalismus!

Protest braucht Verständigung: Kommt zur Aktionskonferenz am 24.-26. Februar in Franfurt!

Die Interventionistische Linke, Basisgruppen, Gewerkschafter_innen, Aktivist_innen von Occupy, attac, der LINKEN und verschiedene soziale Initiativen laden deshalb vom 24. – 26. Februar zu einer Aktionskonferenz nach Frankfurt ein. Die Konferenz wird über die Form, die Ausrichtung und das Datum der „Tage des Widerstands“ entscheiden, die im Mai 2012 ebenfalls in Frankfurt stattfinden werden. Durch Blockaden, kreative Aktionen und massenhafte Präsenz der Vielen wollen wir das Frankfurter Bankenviertel um die Europäische Zentralbank zum öffentlichen Platz des Widerstands machen. Die Maitage 2012 werden unser „Nein!“ insbesondere zur Rolle der deutschen Bundesregierung und des deutschen Kapitals sein: Ein Zeichen, das wir als Linke in der Metropole den Menschen in Thessaloniki, Barcelona und Mailand schon zu lange schuldig sind. Freund_innen und Genoss_innen aus Italien, Spanien, Griechenland, aus Frankreich und Großbritannien, aus Polen und Russland werden mit uns sein, und die Aktionen selbst werden zeitgleich mit einer Vielzahl von Protesten, Demonstrationen und Besetzungen überall in Europa sein. – Infos: http://european-resistance.org

Antikapitalistisches Warm Up für die rebellischen Maifestspiele 2012: European Day of Action against Capitalism / Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus, Frankfurt, 31. März

Eröffnet wird die internationale Bewegung des Mai 2012 mit einem Day of Action against Capitalism am Samstag, dem 31. März, an dem linken Gruppen und Basisgewerkschaften in verschiedenen Städten Europas demonstrieren. In Deutschland in Frankfurt/Main gegen die Europäische Zentralbank (EZB). – Infos: http://march31.net

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Wir nehmen an dieser Aktion teil und rufen euch deshalb dazu auf, am 31. März nach Frankfurt zu kommen. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Hauptbahnhof: Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger!

Interventionistische Linke – http://dazwischengehen.org