Archiv für Februar 2012

Internationaler Frauenkampftag 2012 – die Interventionistische Linke ist dabei

8. März jeden Tag! Für den Feminismus! Die Emanzipation aller Menschen erkämpfen!

Während in den letzten Jahren eine massive sozialstaatliche Umgestaltung vor allem zu Lasten von Frauen* stattfindet, werden in der medialen Öffentlichkeit meist nur „feministische“ Positionen weißer karrierefähiger Frauen* verbreitet, denen der alte Feminismus zu prüde, zu unsexy und zu langweilig scheint. Dadurch wird ein Feminismus formuliert, der für neoliberale Politiken anschlussfähig ist. Vergessen werden dabei all jene (unsichtbar gemachten) Frauen*, die über weniger politische, soziale und kulturelle Ressourcen verfügen. Feminismus als Notwendigkeit gegen neoliberale und konservative „Backlashs“ braucht den Rückblick auf mehr als 100 Jahre soziale Kämpfe, emanzipatorische Bewegungen und kritische Debatten, die immer auch eine Vision einer anderen Gesellschaft entworfen haben. Trotz der Errungenschaften dieser Bewegungen haben die Kämpfe auch heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt – immer noch leisten Frauen* den größten Teil der Reproduktionsarbeit, immer noch werden ungleiche Löhne bezahlt, immer noch ist häusliche Gewalt eine alltägliche Bedrohung,…

Die gesellschaftliche Realität von sozialer Ungleichheit, patriarchalen Unterdrückungsverhältnissen und männlicher Hegemonie zeigt, dass der „historische“ Feminismus nichts von seiner Notwendigkeit verloren hat. Wir wollen anknüpfen an diese feministischen Bewegungen in ihrem Kampf um die Gleichstellung von Frau* und Mann* und gleichzeitig fernab von diesen konstruierten Kategorien Räume für vielfältige Identitäten öffnen. Denn Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität bleiben trotz Aufweichungen im öffentlichen Diskurs entscheidende Strukturelemente in unserer Gesellschaft. Ein 8. März sollte auch die Lebens- und Liebensformen in den Blick nehmen, die nicht in diese heteronormative Matrix passen. In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit all jenen in der Welt, die am 8. März demonstrieren, feiern, streiken, sabotieren und die Verhältnisse zum tanzen bringen.

Aktivitäten in den Städten: (mehr…)

Auf nach Frankfurt! Internationale Solidarität gegen die kapitalistische Krise!

Bewegungen planen europäische Massenproteste gegen Verarmungspolitik

Die 400 Teilnehmer_innen der Aktionskonferenz vom 24. – 26. Februar haben beschlossen, vom 17. bis zum 19. Mai zu Tagen des Protestes gegen das Krisenregime der Europäischen Union aufzurufen. Wir wehren uns gegen gegen die Verwüstung Griechenlands und anderer Länder, gegen die Verarmung und Entrechtung von Millionen und die faktische Abschaffung demokratischer Verfahren in der Folge von Beschlüssen der Troika (EZB, EU und IWF).

Die Frankfurter Protesttage schließen damit direkt an den europaweiten Aktionstag des 12. Mai und an den Jahrestag der ersten Asamblea von Madrid an. Wir setzen so ein unübersehbares Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die sich seit Monaten schon in Europa gegen das Schuldenregime der Troika und die Angriffe auf ihr Leben und ihre Zukunft wehren. Zeitgleich finden in den USA die Proteste gegen den G8- und NATO-Gipfel in Chicago statt.

Die Wahl Frankfurts ergibt sich aus der Rolle, die die Stadt als Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und der mächtigen deutschen und internationalen Banken und Konzerne spielt.

Wir werden am 17. Mai die Anlagen und zentrale Plätze der Stadt besetzen, um uns Raum für Diskussion und inhaltlichen Austausch zu schaffen. Wir werden am 18. Mai den Geschäftsbetrieb der Banken in Frankfurt blockieren, um unsere Wut über die Troika-Politik konkret werden lassen. Wir werden uns dann am 19. Mai zu einer großen Demonstration versammeln und die Breite der Proteste sichtbar machen. Aus vielen Ländern und Regionen der Welt werden Menschen nach Frankfurt reisen und sich an den Tagen des Protest beteiligen.

Zum Gelingen der Tage des Protests bedarf es einer Mobilisierung, die von möglichst vielen aktiv getragen wird: der Occupy-Bewegung, Erwerbsloseninitiativen und Krisenbündnissen, Gewerkschafter_innen, attac-Aktivist_innen, der Umwelt- und Friedensbewegung, antirassistischen und migrantischen, antifaschistischen und linken Gruppen, Jugend- und Studierendenorganisationen, Aktivist_innen der verschiedensten lokalen Kämpfe und der Linkspartei.

In die Zeit der Mobilisierung fallen der europaweite Aktionstag zum 31. März, der internationale 1. Mai und Tarifauseinandersetzungen in Deutschland, denen unsere Solidarität gilt.

via http://european-resistance.org

Veranstaltung zum 8.März: Die Care-Seite der Krise

Diskussionsveranstaltung zum internationalen Frauentag

5. März 18.15h Trauma im G-WerkWenn aus der beruflichen Karriere nichts wird, kannst du immer noch zu Hause bleiben und dich um Kinder, Haushalt und Oma kümmern.“ Solche Äußerungen hört Frau trotz über 100 Jahren frauenbewegter Kämpfe und Bewegungen immer noch in ihrem Alltag. Seit neustem werden sie ergänzt durch Aussagen wie, „naja, wenn Oma nicht mehr kann, dann bekommt sie halt eine 24h-Polin zur Unterstützung.“ Dies offenbart, dass Pflege- und Sorgearbeiten (auch Care-Arbeiten genannt) nach wie vor nicht als gesellschaftlich notwendige und komplexe Arbeiten anerkannt werden. Und es offenbaren sich auch globale Ungleichgewichte bei der Erledigung dieser Arbeiten sowie unterschiedliche Möglichkeiten, diese Arbeiten abzudelegieren, je nachdem wie viel das eigene Portemonnaie so hergibt. Eines der Symptome der krisenhaften Entwicklungen sind die sogenannten „Care-Chains“ (Pflegeketten). (mehr…)

Internationale Solidarität gegen das Krisenkommando der Troika-Mächte!

Einladung zur Europäischen Aktionskonferenz
in Frankfurt am Main
vom 24. bis 26. Februar 2012

2011 war ein Jahr, das vieles in Bewegung gesetzt hat:
Inspiriert vom Aufbruch in Nordafrika demonstrierten rund um den Erdball immer wieder Hunderttausende gegen Unterdrückung und die globale Krise des Kapitals.
In Griechenland fand ein Generalstreik nach dem nächsten statt; in Israel zogen riesige Demonstrationen gegen steigende Lebenskosten durch die Straßen, in Spanien kampierten Zehntausende auf den zentralen Plätze, und mit occupy entstand ausgehend von den USA eine weltweite, auch in Deutschland spürbare Bewegung, die zuletzt im Russland Putins und im nigerianischen Generalstreik Resonanzen fand.
Relativ ruhig blieb es bisher in Deutschland: Höchste Zeit, auch hier einen Punkt zu setzen – ein Zeichen der Solidarität mit dem weltweiten Widerstand, ein Zeichen gegen die Troika und ihre Frankfurter und Berliner Dienstherr_innen.
Dazu trafen sich am 22. Januar 250 Aktive aus verschiedenen Netzwerken in Frankfurt und verabredeten sich zu einer europäischen Aktionskonferenz für einen heißen Frühling 2012.

Das sind die Fragen, die wir mit euch allen und unseren Freund_innen, Kolleg_innen und Genoss_innen aus verschiedenen Ländern auf der Aktionskonferenz diskutieren wollen: Wie können wir deutlich machen, dass es so nicht weiter gehen kann? Was können wir tun, damit es so nicht weiter geht? Wie lassen sich Protest und Widerstand gegen das autoritäre Krisenregime von Regierungen, Banken und Konzernen weiterentwickeln? Wie können wir der deutschen Regierung in den Rücken fallen? Wie zu einer transnationalen Organisierung der Bewegungen beitragen? Mit welchen Forderungen wollen wir mobilisieren? Wollen wir die EU demokratisieren oder auflösen? Wie verbinden wir die Kritik am kapitalistischen System mit alltäglichen sozialen Kämpfen? Wie lassen sich Massenhaftigkeit und Entschiedenheit kombinieren?
Es wird mit Workshops, Plena, Arbeitsgruppen, Talksshows und Murmelrunden viel Raum geben, um zu sich zu verständigen, zu planen, zu organisieren. Gehen wir’s an! Lasst uns gemeinsam diskutieren, streiten, weiterdenken, entwickeln wir Neues und lassen wir unseren Worten gemeinsam Taten folgen

Das sind die Aktionsideen, über die wir auf der Konferenz entscheiden wollen:
Nach der Demonstration an der EZB-Baustelle im Rahmen eines europäischen Aktionstags am 31.März wird der 1. Mai ein gemeinsamer Tag des Protests in Solidarität mit Lohnabhängigen, Erwerbslosen und den Kolleg_innen der Gewerkschaften. Ebenfalls am 31. März wird ein europäisches Vorbereitungstreffen in Mailand stattfinden, um die transnationale Koordination rund um die nächsten globalen Aktionstage zwischen dem 12. und 15. Mai 2012 zu intensivieren. An diesen Tagen wird es auch in Deutschland dezentrale, in die weltweiten Aktionen sich einbindende Aktionstage geben. Den Wind der globalen Proteste im Rücken wird es im Mai eine Vielzahl von Aktionen zentral in Frankfurt geben, dazu wird europaweit mobilisiert: Lasst uns das Finanzviertel blockieren wie die Occupistas in Oakland den Hafen. Ziel ist es, mit gleichermaßen massenhaften wie entschiedenen Aktionen ein unübersehbares Zeichen der Solidarität zu setzen. Gemeinsam, entschlossen, solidarisch, erfolgreich! Lasst uns so fruchtbare Bedingungen für einen heißen Herbst setzen, zum Jahrestag von Occupy Wallstreet im September, nach den Banken dann auch direkt gegen die Regierungen!
Über die genauen Termine zwischen dem „global actionday“ und Ende Mai wird auf der Aktionskonferenz entschieden. Ebenso über die Verstetigung der Proteste weit über den Sommer hinaus. Die Aktionskonferenz wird am Freitag, 24.2., um 19.30 Uhr mit einer zentralen Abendveranstaltung beginnen und am Sonntag 13 Uhr mit einem gemeinsamen Plenum enden. Es wird mit Workshops, Plena, Arbeitsgruppen, Talksshows und Murmelrunden viel Raum geben, um sich zu verständigen, zu planen, zu organisieren.

Weitere Informationen zu den Zielen, den EinladerInnen und dem Ablauf der Konferenz findet ihr unter European Resistance. Wir sehen uns in Frankfurt!

15.02.12 – Solidarität mit dem Aufstand in Griechenland!

Weg mit dem Sparpaket, weg mit der „Troika“ und endlich Schluss mit Staat und Kapital!
Solidarität mit dem Aufstand in Griechenland!

Kundgebung von „No Troika“ Frankfurt & autonome antifa [f]

15.02.12 – 17:00 – Willy Brandt Platz Frankfurt

Frankfurts Frühling beginnt 2012 am 31. März:

WER ZU SPÄT KOMMT, DEN BESTRAFT DIE TROIKA!

Es spricht sich schon seit Monaten herum, Gewissheit haben wir seit zwei Wochen: In diesem Frühjahr versuchen die sozialen Bewegungen und Linken in Deutschland endlich, Anschluss zu finden an ihre Freund_innen und Genoss_innen in Athen, Madrid und Rom. Wir wissen, dass Frankfurt dabei zum zentralen Ort der Auseinandersetzung werden wird. Hier sitzen, dicht gedrängt zwischen wenigen Straßen, die EZB, die mächtigsten deutschen und einige wichtige internationale Banken. Hier wurde viel von dem geplant und entschieden, dem sich Hunderttausende vor allem im Süden Europas widersetzen: Mit Demonstrationen, mit Streiks und Generalstreiks, mit der Besetzung der zentralen Plätze in den großen Städten. Es geht um den kalten Putsch in Athen und in Rom, um die Abschaffung der formellen Demokratien auf den Spuren von EU-Sondergipfeln und „Troika“-Missionen. Wieder einmal zeigt sich, dass Kapitalismus nicht auf Demokratie angewiesen ist. Es geht um die Überwältigung ganzer Gesellschaften auf Ansage von privaten Rating-Agenturen.

Die EU- Rettungsschirme sollen die Verwertung des Kapitals retten, nicht die Menschen. Die kapitalistische Profitlogik führt zur Durchsetzung eines Ausnahmezustands, dessen einzige Legitimation die ungeheuerliche Behauptung ist, dass es zu ihm „keine Alternative“ gäbe. Eine herausragende Rolle bei der Formulierung und Durchsetzung dieser Politik spielt die deutsche Bundesregierung. Es geht um die Zerstörung der Lebensperspektiven von Millionen: um die rückhaltlose Plünderung der öffentlichen Güter und der öffentlichen Daseinsvorsorge, um Renten- und Lohnraub, um die systematische Entsicherung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Es geht darum, uns unsere sozialen, kulturellen und politischen Rechte zu nehmen und uns zu Schuldner_innen eines Systems zu machen, dem außer der Plünderung nichts mehr einfällt. Es geht also um einen Kampf, den wir auf Wochen, Monate und Jahre zu führen haben, mit dem wir aber jetzt beginnen. Echte Demokratie – das geht nur ohne Kapitalismus!

Protest braucht Verständigung: Kommt zur Aktionskonferenz am 24.-26. Februar in Franfurt!

Die Interventionistische Linke, Basisgruppen, Gewerkschafter_innen, Aktivist_innen von Occupy, attac, der LINKEN und verschiedene soziale Initiativen laden deshalb vom 24. – 26. Februar zu einer Aktionskonferenz nach Frankfurt ein. Die Konferenz wird über die Form, die Ausrichtung und das Datum der „Tage des Widerstands“ entscheiden, die im Mai 2012 ebenfalls in Frankfurt stattfinden werden. Durch Blockaden, kreative Aktionen und massenhafte Präsenz der Vielen wollen wir das Frankfurter Bankenviertel um die Europäische Zentralbank zum öffentlichen Platz des Widerstands machen. Die Maitage 2012 werden unser „Nein!“ insbesondere zur Rolle der deutschen Bundesregierung und des deutschen Kapitals sein: Ein Zeichen, das wir als Linke in der Metropole den Menschen in Thessaloniki, Barcelona und Mailand schon zu lange schuldig sind. Freund_innen und Genoss_innen aus Italien, Spanien, Griechenland, aus Frankreich und Großbritannien, aus Polen und Russland werden mit uns sein, und die Aktionen selbst werden zeitgleich mit einer Vielzahl von Protesten, Demonstrationen und Besetzungen überall in Europa sein. – Infos: http://european-resistance.org

Antikapitalistisches Warm Up für die rebellischen Maifestspiele 2012: European Day of Action against Capitalism / Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus, Frankfurt, 31. März

Eröffnet wird die internationale Bewegung des Mai 2012 mit einem Day of Action against Capitalism am Samstag, dem 31. März, an dem linken Gruppen und Basisgewerkschaften in verschiedenen Städten Europas demonstrieren. In Deutschland in Frankfurt/Main gegen die Europäische Zentralbank (EZB). – Infos: http://march31.net

m31 banner

Wir nehmen an dieser Aktion teil und rufen euch deshalb dazu auf, am 31. März nach Frankfurt zu kommen. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Hauptbahnhof: Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger!

Interventionistische Linke – http://dazwischengehen.org