Archiv für März 2011

Auf ein Neues: Mahnwache gegen Atomkraft

wie jeden Montag 18.00h Elisabeth-Blochmann-Platz

Für den sofortigen Ausstieg aus der Atompolitik

Energiekonzerne enteignen und vergesellschaften.

Es reicht! Seit Jahrzehnten sind die Risiken der Atomkraft bekannt. Der Super-GAU von Tschernobyl ist weniger als 25 Jahre her und schon wieder gibt es eine Atomkatastrophe mit nicht absehbaren Folgen und menschlichem Leid. Das Desaster in Japan verdeutlicht einmal mehr: Die Atompolitik steht im Widerspruch zu den Lebensinteressen der Menschheit. Trotzdem wird in Deutschland an der Atomenergie festgehalten. Während schon der rot-grüne „Atomkonsens“ den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke auf lange Zeit festschrieb, wird das schwarz-gelbe Moratorium daran erst recht nicht viel ändern.

Wer Atomkraftwerke loswerden will, muss die Konzerne entmachten.

Die Ursache für diesen Skandal liegt nicht nur in der Technikgläubigkeit oder der Skrupellosigkeit einiger Entscheidungsträger_innen. Sie liegt vor allem darin, dass die großen Energieerzeuger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall profitorientierte Konzerne sind. Denn der Betrieb von Atomkraftwerken ist ein lohnendes Geschäft mit Milliardengewinnen. Die Entscheidungen in den Konzernen fällen wenige Manager_innen unter dem Zwang der Profitmaximierung – die Auswirkungen aber betreffen alle. Diese Energiepolitik ist antidemokratisch. (mehr…)

8. März Frauenkampftagdemo in Marburg voller Erfolg!

An die 500 Menschen gingen unter dem Motto „My body my choice reloaded“ auf die Straße

Gemeinsam gingen wir zum 100-jährigen Bestehen des internationalen Frauenkampftages am 8. März in den Abendstunden zur Demonstration „My body my choice reloaded“ für einen radikalen Feminismus auf die Straße. So zogen 500 Menschen bei guter Stimmung durch die Stadt. Die Demo war an diesem Tag wahrscheinlich die größte in der BRD zum Frauenkampftag und für Marburger Verhältnisse auf jeden Fall ein voller Erfolg.
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Von Kühl- und Schweinesystemen

Die Katastrophe in Japan verdeutlicht einmal mehr:
Atomkraftwerke sind scheiße. Wer sie loswerden will, muss die Konzerne entmachten.

Wir haben es doch alle gewusst
Dass Atomkraftwerke nicht nur strahlenden Abfall produzieren, der die Menschheit noch über Jahrtausende beschäftigen wird, sondern auch in die Luft fliegen können: Das weiß seit Tschernobyl wohl wirklich jedes Kind. Die deutsche Atomlobby ist allerdings relativ erfolgreich mit der Behauptung, ihre Kraftwerke seien selbstverständlich die sichersten der Welt. Nun handelt es sich bei Japan um das Land mit dem drittgrößten Bruttoinlandsprodukt der Erde – ein hochentwickeltes Industrieland, stinkreich und weltpolitisch ein Spitzenplayer (G7, G8, G20…). Gerade die japanische Hochtechnologie wird global gehandelt. Japan und Deutschland teilen also nicht nur die faschistische Vergangenheit, sondern auch die führende Rolle in der imperialen Weltordnung der Gegenwart. Dass deutsche Kraftwerksbaumeister irgendwie talentierter sein sollen als japanische ist offensichtlich Unfug.

Regierung und Vernunft: Zwei paar Schuhe
Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat im vergangenen Jahr entschieden, den Stromkonzernen den verlängerten Weiterbetrieb ihrer AKWs zu gestatten. Die sind nunmal bereits gebaut und können zur fleißigen Geldvermehrung genutzt werden. Da lässt sich eine „wirtschaftsnahe“ Regierung nicht lumpen und handelt wider alle Vernunft, wenn‘s denen auf der Sonnenseite der Klassengesellschaft noch mehr Reichtum beschert. Auch wenn sie gerade viel dafür tun, das vergessen zu machen: Der rotgrüne „Atomausstieg“ der Schröder/Fischer-Regierung war unterm Strich nicht viel besser. Er war ein fauler Kompromiss, der vor allem den Interessen der Energiekonzerne diente und die Antiatombewegung schwächen sollte. Die Grünen-Spitze rief sogar dazu auf, sich nicht an den Protesten gegen die Castortransporte zu beteiligen.
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Zwei Flyer und eine Demo

Gut erholt von der erfolgreichen Blockade des Naziaufmarschs in Dresden und nach längerer Sendepause melden wir uns mal wieder mit zwei Texten zu Wort.

Anlässlich des 8. März fragen wir uns: 100 Jahre internationaler Frauentag – Ein Grund zum Feiern? In unserem zweiten Flyer versuchen wir, einen kurzen Überblick über die derzeitige Repression gegen soziale Bewegungen in Marburg zu geben und diese in einen größeren Kontext einzuordnen.

Außerdem möchten wir euch ganz herzlich einladen, gemeinsam mit uns den internationalen Frauenkampftag mit einer kraftvollen Demo in Marburg zu begehen. Gemeinsam mit einem Bündnis feministischer, linker, antifaschistischer Gruppen und Initiativen rufen wir auf:

Heraus zum 100. Frauenkampftag!

Frauenkampftag-DEMO – 08.03.2011 – 18 Uhr – Elisabeth-Blochmann-Platz – Marburg

Den Demoaufruf findet ihr auf der Seite von Pro Choice Marburg, am Sonntag, 06.03. findet um 16.30 Uhr noch eine Infoveranstaltung im Rahmen des Antifa-Cafès im Havanna8 statt.

Eine kurze Dokumentation der jüngsten Auswüchse politischer Justiz in Marburg

Eine kurze Dokumentation der jüngsten Auswüchse politischer Justiz in Marburg

Als Mitte des letzten Jahres Studierende gegen die weiteren Kürzungen im Bildungsbereich durch den Hochschulpakt auf die Strasse gingen und protestierten, hatte ihr Protest eine harsche Antwort seitens des Staates zur Folge. Der Einsatz für freie Bildung und gegen die weitere Ökonomisierung der Uni wurde – und wird – versucht, ihnen als Nötigung, also eine Straftat mit entsprechenden Konsequenzen, auszulegen. Während einige Prozesse nun die Zahlung eines Bußgeldes von 600 Euro zur Folge hatte, stehen weitere Verfahren noch aus. Die Härte, mit denen dem legitimen Protest begegnet wird, stellt ein neues Level an politischer Justiz in Marburg dar. Drohen, Einschüchtern und Abstrafen sind die Maßnahmen, mit denen hier dem Engagement für Meinungs- und Wissensfreiheit begegnet wird und versucht wird, Protest im Keim zu ersticken. Die gleiche Tendenz zur Verstärkung der Repression zeigen auch Verfahren gegen AktivistInnen, die beim friedlichen aber entschlossenen Protest gegen die rechtspopulistische und sexistische Neue Deutsche Burschenschaft und andere rechte Widerwärtigkeiten in Marburg ihren Unmut über illegale Polizeiaktivitäten kundtaten, was u.a. als „Beleidigung“ ausgelegt werden soll.

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8. März – 100 Jahre internationaler Frauentag – Ein Grund zum feiern?

Hier als PDF-Download.

„Die großen Gleichstellungskämpfe um Abtreibung, Arbeit und Ehe sind ausgefochten, wir haben eine Kanzlerin, und noch nie in der Geschichte waren so viele Frauen so erfolgreich wie heute.“ (Thea Dorn)

Dieses Jahr wird zum 100. Mal der internationale Frauentag gefeiert. Der Ursprung dieses Tages geht auf die Frauenrechtlerin Clara Zetkin und sozialistische Arbeiterinnenkämpfe zurück. Unter schwierigsten Bedingungen setzten sich Frauen damals für das allgemeine Wahlrecht und rechtliche Gleichstellung ein – nicht nur gegen die konservative Mehrheit, sondern auch gegen Widerstände in Teilen der Arbeiterbewegung. Weiterhin verlangten sie ein Recht auf Bildung, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, verbesserte Arbeitsschutzbedingungen und eine Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Am 8. März wird auch heute noch für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern demonstriert und gefeiert, aber brauchen wir das überhaupt noch?

In vielen europäischen Ländern sind Quoten und Gender Mainstreaming in staatlichen Institutionen und Unternehmen fest verankert. In der Bundesrepublik erleichtern Antidiskriminierungsgesetze das Klagen gegen ungerechte Behandlung. Betreuungs- und Sorgearbeit wird zunehmend anerkannt, sei es durch den Ausbau von Betreuungsplätzen auch für Kleinkinder oder den Mindestlohn in Pflegeberufen. Durch die Einführung von Vätermonaten wird versucht, Kindererziehung für Männer attraktiver zu machen.

IST DAS PATRIARCHAT PASSE?

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