Archiv für Dezember 2009

Dresden 2010: Entschlossen entgegenstellen – gemeinsam blockieren!

Am Ort der Geschichte
Entschlossen entgegenstellen – gemeinsam blockieren!


Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf, am 13. Februar dem Naziaufmarsch in Dresden entschlossen entgegenzutreten und ihn gemeinsam zu blockieren!
In dem bundesweiten Bündnis No pasarán! haben sich verschiedene linke und antifaschistische Gruppen zusammengeschlossen, um dem jährlich stattfindenden Nazigroßaufmarsch endlich ein Ende zu bereiten.

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Dresden 2010 – den Naziaufmarsch blockieren!

Die Interventionistische Linke ruft auf:

„No Pasarán! – sie werden nicht durchkommen!“ ist mehr als nur der Name unseres Bündnisses. Dahinter steckt auch unser Anspruch, dem jährlichen Nazigroßaufmarsch um den 13. Februar aktiven Widerstand entgegen zu setzen.

65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gedenken wir derer, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden sowie derer, die Widerstand geleistet haben gegen das NS-Regime. Dieses Gedenken verpflichtet uns zur Zurückdrängung des erstarkenden Neonazismus und damit zur Verhinderung des Naziaufmarsches in Dresden.

Dafür brauchen wir Eure Unterstützung! Beteiligt Euch an den Massenblockaden gegen den Nazigroßaufmarsch in Dresden!

No Pasarán! – sie werden nicht durchkommen!

www.no-pasaran.mobi

Informationen zu einer Mobilisierungsveranstaltung in Marburg und zur gemeinsamen Anreise per Bus findet ihr demnächst auf diesen Seiten.

Frieden in Kurdistan, Freiheit für Öcalan!

Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses Rizgarî zu Protesten am 12.12.2009 in Marburg und Gießen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

wir, das „Bündnis Rizgarî“ (Bündnis Befreiung) rufen Sie/Euch dazu auf, sich an dem Protest gegen die anhaltende Verfolgung und Unterdrückung von Kurdinnen und Kurden, sowie die menschenverachtenden Haftbedingungen von Abdullah Öcalan und aller politischen Gefangenen zu beteiligen.
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Protest gegen die brutale Räumung der Unibesetzung in Frankfurt/Main!

Am vergangenen Montag wurde das Casino der Universität Frankfurt/Main von Studierenden und Lehrenden besetzt. Damit wollten sie sich einen Raum für kritische Bildung nehmen und ihren Forderungen für eine soziale und antidiskriminatorische Umgestaltung des Bildungswesens Nachdruck verleihen. Legitimiert wurde dieses Vorgehen im Vorfeld durch eine Vollversammlung der StudentInnen, in der sich eine große Mehrheit der Anwesenden für die Besetzung aussprach. Anstatt sich mit den berechtigten Forderungen der Protestierenden auseinanderzusetzen, schlug der Präsident der Uni, Werner Müller-Esterl, am Mittwoch jedoch ein Gesprächsangebot aus und entschied sich für eine gewaltsame Eskalation der Situation. Die besetzten Räume wurden daraufhin von der herbeigerufenen Polizei mit großer Brutalität geräumt. Fünf Studierende mussten im Krankenhaus mit Fingerbrüchen und anderen Verletzungen behandelt werden, außerdem berichten die AktivistInnen von rassistischen und sexistischen Übergriffen durch die Polizei. Präsident Müller-Esterl glaubt offenbar, dass er sich nicht mit den inhaltlichen Positionen der BesetzerInnen beschäftigen und Verbesserungen umsetzen muss, sondern den Protest unterdrücken kann. Dafür spricht, dass er Anzeigen wegen Hausfriedensbruch gegen die BesetzerInnen gestellt hat und mittlerweile sogar mit Exmatrikulation droht.
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Kein Auftritt für die Boxhamsters im KFZ!

Kein Friede dem Patriarchat!
Kein Auftritt für die Boxhamsters im KFZ!

Am 19. Dezember soll die Punkrockband Boxhamsters im Marburger Kulturladen KFZ auftreten. Die Boxhamsters sind im Jahr 2005 in die szeneinternen Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass der Sänger Martin Coburger nach einem Konzert in Aurich eine Frau vergewaltigt hat. Angeklagt wurde er dafür trotz einer von der Betroffenen gestellten Strafanzeige nie. Die Staatsanwaltschaft hat keinen Zweifel daran, dass der Geschlechtsverkehr nicht von der Betroffenen gewollt war, jedoch war die Staatsanwaltschaft sich nicht sicher, ob Martin Coburger den Alkoholkonsum der Betroffenen für sich juristisch zum Vorteil ausnutzen würde, wodurch die Gefahr bestanden hätte, dass er womöglich nicht verurteilt wird. Deshalb lieber gar kein Gerichtsverfahren. Die Band sagte zwar nach den Ereignissen einige ihrer Konzerte ab und schloss vorsichtshalber ihr Gästebuch auf ihrer Homepage, eine öffentliche Stellungnahme ihrerseits oder des Sängers gab es dazu jedoch nie. Schweigen und Aussitzen bis Gras über die Sache gewachsen ist, war immer schon die beste Strategie der Täter mit derartigen Vorwürfen umzugehen.

Der Fall des Boxhamsterssängers ist paradigmatisch für den Umgang mit Vergewaltigungen. Anstatt sich mit der betroffenen Frau zu solidarisieren, wird der Täter in Schutz genommen, da es ja zu keiner gerichtlichen Verurteilung gekommen sei. Das Gerichtsverfahren wird somit zur Instanz erhoben, die entscheidet, was passiert ist. Der Frau selbst wird jede Mündigkeit und Verantwortungsbewusstsein abgesprochen. Da das Gerichtsverfahren nicht stattgefunden hat, soll es keine Vergewaltigung gegeben haben. So argumentiert auch das KFZ für den Auftritt. Der Betroffenen werden erstmal böse Absichten unterstellt, sie wolle sich an dem Sänger rächen und ihn öffentlich schlecht machen. Vergewaltigten Frauen wird oft eine Mitschuld an dem Geschehenen gegeben. Sie hätte es doch auch gewollt, ihr Rock war zu kurz etc. Falschbeschuldigungen sind jedoch extrem selten. Viel öfter hingegen werden Vergewaltigungen aus Angst und Scham gar nicht angezeigt.

Vergewaltigungen sind keine Einzelfälle. Täglich werden Frauen vergewaltigt. Eine Repräsentativuntersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland hat ergeben, dass insgesamt 40 % der in Deutschland lebenden Frauen in ihrem Erwachsenenleben körperliche oder sexualisierte Gewalt oder beides erleben.

Gerade bei einer Band, die sich – wie die Boxhamsters das tun – als linke und emanzipatorische Kapelle gibt, kann ein sexistischer Übergriff nicht als Beiläufigkeit, Nebensache oder Betriebsunfall abgetan werden. Der Auftritt der Boxhamsters sollte abgesagt werden, weil sie genau das versuchen.

Solidarität mit den Betroffenen sexualisierter Gewalt!