Archiv für Juli 2009

Immer wieder ein Highlight: Klassenbewusst in Frankfurt

Es ist schon ein bischen älter, aber dieser Panorama-Beitrag lohnt sich immer. Beim diesjährigen Opernball wurde mal wieder Klassenbewusstsein demonstriert. Auch wir fragen uns, wo ist eigentlich die Krise?

Edit: Leider wurde der Panorama-Beitrag bei youtube „aufgrund von Urheberrechtsverstößen“ gesperrt.

Linkupdate

Wir wollen euch kurz über zwei Links informieren, die sich lohnen mal zu besuchen.

  • HelferInnenvertretung des fib: Der fib ist neben der Uni wohl der größte Arbeitgeber für Studis in Marburg. Nicht nur deshalb ist es lohnenswert sich mal die Vertretung der HelferInnen anzusehen. Eine gute Sache für die Interessenvertretung der Beschäftigten.
  • Notruf 113: Der Notruf beschäftigt sich mit den Folgen der Privatisierung der Uni-Kliniken. Dazu interessant: Kritischer Beitrag des WDR Magazins Monitor

Wenn ihr mit euren Initiativen verlinkt werden wollt, schreibt uns eine kurze Mail an 4dissident [at] gmx.de

Arbeitskampf auf südkoreanisch

Auf http://www.labournet.de findet ihr aktuelle Infos zu dem Arbeitskampf bei der Ssongyang-Motorenfabrik.


Streikposten
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Abschiebungen in Wetzlar und anderswo

Auf dem Youtube Kanal des jugendnetzwetzlar gibt es Videos zur rassistischen, menschenverachtenden Abschiebepraxis in Deutschland und des Widerstands dagegen.

  • 2008 wurden 7 778 Menschen auf dem Luftweg abgeschoben, das sind über 20 Menschen am Tag
  • Allein vom Flughafen Frankfurt/Main wurden 3729 Menschen abgeschoben, mehr als 10 Menschen am Tag
  • 616 Abschiebungen wurden auf dem Landweg vollzogen
  • um nur mal die größten Widerlichkeiten aufzulisten. Zurückweisungen an der Grenze sind hier noch nicht mit aufgezählt.

    Kein Mensch ist illegal!
    Abschiebehäfen fluten!

    Sonderseite Dalai Lama

    In den Weiten des WWW haben wir eine Seite zum bevorstehenden Dalai Lama Besuch am 3. August in Marburg entdeckt:
    http://lamainmarburg.blogsport.de/

    Hier gibt es gute Infos, eine kleine Presseschau und das schon legendäre Quiz von den stressmobs.

    Veranstaltung: Ende der Vertretung | 23.7. | 20.30h

    Emmely und der Streik im Einzelhandel


    Filmvorführung und Diskussion mit Berliner AktivistInnen

    Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Und das während die Gewinne der Unternehmen kontinuierlich ansteigen: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann.

    Der Film begleitet die Streikenden über mehrere Monate. Zu Wort kommen Frauen, die seit Jahrzehnten im Einzelhandel arbeiten. Viele streiken zum ersten Mal in ihrem Leben. Oft sind sie allein erziehend, in Teilzeit und mit so wenig Lohn, dass sie sich ihr Essen „bei der Familie zusammensuchen“ müssen. Manchen wird ihr Engagement im Streik zum Verhängnis, Emmely zum Beispiel. Nachdem sie in ihrer Kaiser’s Filiale den Streik organisiert hat, wird ihr unter dem Vorwand, dass sie Pfandbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen hatte, fristlos gekündigt. Als sie auf Wiedereinstellung klagt bekommt sie die ganze Wucht des einseitig an den Interessen der Unternehmen ausgerichteten deutschen Arbeitsrechts zu spüren.

    Der Film sucht nach Antworten auf die Frage, weshalb die Beschäftigten und ihre Organisationen nicht in der Lage sind, sich gegen die Arbeitgeber durchzusetzen. Er erkundet das Engagement der ArbeiterInnen im Streik und analysiert das Vorgehen der Streikleitung und die Rolle der Betriebsräte.

    Anschließend werden zwei AktivistInnen, die den Streik in Berlin unterstützt haben, von ihren Erfahrungen berichten und mit uns darüber diskutieren, wie eine linke Intervention in Arbeits- und Betriebeskämpfe aussehen kann.

    Donnerstag | 23.Juli | 20.30h | Café am Grün

    eine gemeinsame Veranstaltung von DGB Jugend, Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t., Linke Fachschaft 03, Arbeitsgemeinschaft für gewerkschaftliche Fragen

    Raven gegen Krise! 16.7.09

    Raven gegen Krise!
    Eines dürfte uns allen klar sein: Wir haben die aktuellen Krisen nicht verursacht. Und damit ist es nur logisch, dass wir auch nicht bereit sind ihre Konsequenzen und Kosten zu tragen!

    Die Krise, das sind viele!
    Alle reden von der Krise und meinen nur die eine, die Finanz-/ Wirtschaftskrise. Wir sprechen von vielen Krisen, denn sieht man sich genauer um, so ist unser aller Lebensumfeld durchzogen von krisengeschüttelten Systemen. Seien es Schul- und Hochschulsystem, deren Missstände nicht erst seit dem Bildungsstreik vor vier Wochen mehr als offensichtlich sind, oder sei es das Pflege- und Gesundheitssystem, dessen Finanzierung und Leistung seit Jahren sinkt. Auch die Krise im Beschäftigungsbereich, durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Zeitarbeitsfirmen, zunehmende Arbeitslosigkeit und faktischen Reallohnsenkungen, drängt sich durch zunehmende Streiks in den letzten Jahren, zuletzt durch der Streik der Erzieher_innen, mehr und mehr ins öffentliche Bewusstsein.
    Weniger offensichtliche Erosionserscheinungen sind der Rückgang öffentlicher Freiräume durch Privatisierung, Kommerzialisierung, Überwachung und verschärfte, gesetzliche Regelungen sowie die Krise der inhaltlichen Ausrichtung des Systems, dessen „Versprechungen“ nicht gehalten werden und dessen „Lösungen“ keine sind.
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    Feminismus feiern – Das FemArchiv wird 20! Wir wünschen alles Gute!

    Das erste und einzige feministische Archiv in Marburg wird 20 Jahre alt. Wir gratulieren herzlich zu 20 Jahren konsequent feministischer Arbeit!

    Aus diesem Anlass wollen wir auf eine Tagung des FemArchivs in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg (Referat für Geschlechterpolitik), gender trouble – feministische frauenlesbenliste (FFLL) und dem trauma im g-werk hinweisen:

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