Free Ale! Free Domenico!


Fotos von: Rete Studenti Milano

:::Still not loving capitalism:::

Während des G8 University Summit in Turin vom 18- 20. Mai 2009 gingen tausende von Studierende, Beschäftigte und Wissenschaftspersonal auf die Straße um gegen neoliberale Bildungsreformen und den G8, als vermeintliche Institution, welche meint die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Menschen in aller Welt von oben entscheiden zu können, zu demonstrieren. Die Mobilisierung gegen den Gipfel trug ihre Kritik in die Straßen Turins und setzte sich zum Ziel diesen illegitimen Gipfel zu blockieren, zu verhindern, zu delegitimieren. Als die DemonstrantInnen den Gipfel belagern wollten, kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei. An diesem Tag kam es zu 2 Inhafitierungen zweier Genossen Alessandro aus Milano und Domenico. Nach den ersten Vernehmungen nach 48h, wurde richterlich die Sicherheitsingewahrsamnahme bis zum Prozess beschlossen. Dies bedeutet für beide eine Haft auf bisher unbestimmte Zeit.
Wir werden uns nicht beruhigen bis wir sie draußen sehen werden!

Die Bewegung, welche am Dienstag, den 19. Mai in Turin sichtbar und hörbar war, hat entschieden sich nicht delegieren zu lassen, sie hat entschieden die ihrigen Rechte zu verteidigen, eine Kultur, eine Freiheit der Wissenschaft von Verwertungslogiken, für die Mitbestimmung. Dies alles trägt diese Bewegung tagtäglich in Universitäts- und Arbeitsleben und man entschied sich genau diese Ideen und Vorstellung gemeinsam diesem illegitimen G8 Treffen entgegenzustellen, welcher natürlich wie bekanntlich hinter Mauern, gesichert von Tausenden Polizisten mit RektorInnen und WirtschafsvertreterInnen stattfand. Abgeschirmt von genau denen, über deren Zukunft sie meinen entscheiden zu können und zu dürfen.
Ale ist einer von uns, ein Student, der das studieren liebt und verteidigt, der an die Möglichkeit glaubt, neue Orte für eine freie Wissenschaft schaffen zu können, der daran glaubt sich die Straßen zu nehmen, um laut seine Wut herausbrüllen zu können. Ale wurde festgenommen, weil wir unbequem und ungemütlich sind, weil wir viele Dinge zu sagen haben, weil wir viele Ideen haben und weil wir nicht ruhig zu stellen sind!

Wir werden nicht ruhig sein, bis Ale und Domenico frei sein werden!In diesen herrschaftlichen Gesellschaftsverhältnissen, welches immer wieder versucht repressiv gegen uns- eine Bewegung, die ihre Bedürfnisse kollektiv artikuliert, Kraft und Mut zu Veränderung hat und vor allem eine Hoffnung in ein anderes ein besseres Leben- vorzugehen, kommt es nun und wie auch schon immer auf eine Solidarität an, eine internationalistische Solidarität, denn die Ursprünge und die Logik für gegenwärtige neoliberale Umstrukturierungsmaßnahmen sind überall die gleichen. Die Erinnerung, das kollektive Wissen um unsere Bewegung in Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Lateinamerika und überall auf dieser Welt sind unsere Stärke, die wir gestern, heute und morgen genau denen entschieden und entschlossen entgegenhalten, die meinen über uns entscheiden zu dürfen. Ein System, was meint, indem sie Leute in den Knast festsetzt, Probleme lösen zu können.

Für eine sofortige Freilassung von Ale und Domenico!
Für eine internationale Solidarität der Bewegungen- wir werden nicht vergessen; wir werden nicht schweigen!

Weitere Infos und Videos auf www.antifa.de