Archiv für April 2009

Venceremos – Broschüre zum spanischen Bürgerkrieg erschienen

Vor kurzem hat die Antifaschistische Linke Berlin eine Broschüre über den spanischen Bürgerkrieg herausgebracht. Auch wir beschäftigen uns ja schon länger immer mal wieder mit diesem Thema und haben in der Broschüre einen Artikel veröffentlicht.

Die schicke und sehr lesenswerte Broschüre könnt ihr in Marburg in der Buchhandlung Roter Stern oder an einem Infotisch von uns erwerben.

Außerdem bietet die ALB die Broschüre als PDF zum Download an.

8.Mai Tag der Befreiung! Wir feiern im Bettenhaus!


einen längeren Text von uns zur Bedeutung des 8.Mai gibt es hier
Party am 7.Mai 22h Rakete im Bettenhaus

Im Mai 2009 jährt sich zum 64. Mal der Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus durch die Armeen der UdSSR, Frankreichs, Großbritanniens und der USA. Am 7. und 8. Mai 1945 unterzeichneten Vertreter des faschistischen Deutschlands im französischen Reims und Berlin ihre bedingungslose Kapitulation. Das Ende der nationalsozialistischen Barbarei bedeutete Befreiung: Befreiung für die Menschen, die in den Konzentrationslagern bis zur Ankunft der Alliierten überlebt hatten, Befreiung für die in den Untergrund gezwungenen Menschen, Befreiung für Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti, Befreiung für die Menschen in den von der deutschen Wehrmacht überfallenen Staaten, für die nach Deutschland verschleppten ZwangsarbeiterInnen, Schwule und Lesben, „Asoziale“, Menschen mit Behinderungen, Linke der verschiedensten Organisationen und Strömungen, Demokratinnen und Demokraten, Liberale und viele mehr.

Für die politische Linke ist der 8. Mai ein „Tag der Befreiung“. Neben der konkreten Befreiung der Verfolgten des Naziregimes, die vielen Menschen das Überleben erst ermöglichte, bot die militärische Zerschlagung des deutschen Faschismus, zu der die Linke nicht in der Lage war, auch die potentielle Möglichkeit für gesellschaftliche Veränderungen.

Wir danken den Alliierten für die Befreiung vom Nationalozialismus! Wer nicht feiert, hat verloren!

Party am 7.Mai 22h Rakete im Bettenhaus

Infoveranstaltung zum bundesweiten Naziaufmarsch am 1.Mai in Hannover

Neonazis, überwiegend aus dem Spektrum der Autonomen Nationalisten und Freien Kameradschaften, planen ähnlich wie 2008 in Hamburg unter rassistischem und pseudosozialen Motto eine zentrale 1.Mai Demonstration in Hannover. Das wollen wir verhindern!

Dazu wird es am Mittwoch, den 29.4. in Marburg eine Infoveranstaltung mit der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH] geben.

29.4.2009
20.30h
Café am Grün

Weitere Infos zum Naziaufmarsch findet ihr auf:

http://www.mai-hannover.de.vu/

http://block-it.org/

Eine gemeinsame Anreise ist geplant. Weitere Infos folgen.

9. Mai Köln: Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen!

Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen!

Neuer rassistischer „pro Köln“-Kongress? Wir kommen!

Die extrem rechte Bürgerbewegung „pro Köln/pro NRW“ plant eine Wiederholung ihres so genannten „Anti-Islamisierungskongresses“. Nachdem die RassistInnen im September letzten Jahres an unseren Massenblockaden scheiterten, wollen sie es nun noch einmal versuchen. Erwartet werden erneut VertreterInnen der extremen Rechten aus ganz Europa. Das Spektakel soll einer der Höhepunkte im Wahlkampf vor der Kommunalwahl in NRW werden. Gleichzeitig soll vor der Europawahl demonstriert werden, wie gut die europäischen Rechtsaußenparteien miteinander kooperieren. Spucken wir ihnen wieder in die Suppe!
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1.Mai Nazis in Hannover? Keinen Meter!

KANALB AUSGABE NR_ 34: ENDE DER VERTRETUNG

gefunden auf: http://kanalB.org
deutsch // 56 Min // 10.04.2009

Emmely und der Streik im Einzelhandel

Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Und das während die Gewinne der Unternehmen kontinuierlich ansteigen: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann. (mehr…)

Best of verschrobene Weltsicht der Bandbreitefans

Da wir ja vermehrt Mails von Fans der unsäglichen Band Die Bandbreite erhalten wollen wir den geneigten Leser_innen dieses Blogs eine kleine Auswahl der besten Zitate aus den nicht weniger verschwörungstheoretischen Mails nicht vorenthalten:
Highlight:

Während Ihr glaubt mit Links und Kommunismus die Menschen zu befreien, gibt es für die Bandbreite und deren Anhänger das Konzept des Links gegen Rechts nicht. Von daher habt Ihr sicher recht, dass die Bandbreite auf linken Gegen-Rechts-Veranstaltungen nichts zu suchen hat.

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Eine erste Einschätzung aus den Reihen der Interventionistischen Linken (IL): Ungehorsam im CS-Nebel

übernommen von: http://www.dazwischengehen.org

Ein Blick auf BLOCK NATO und die Proteste in Strasbourg

Von den Protesten gegen den NATO-Gipfel werden wohl vor allem die Bilder brennender Gebäude und die Rauchsäulen über Strasbourg in Erinnerung bleiben. Dass Protest zielgerichtet verhindert wurde, davon ist ebenso wenig nach Strasbourg die Rede, wie von den erfolgreichen Blockadeaktionen in der Innenstadt. Eine erste Einschätzung aus den Reihen der Interventionistischen Linken (IL) zu den Fallstricken, Unzulänglichkeiten, Erfolgen und Begleitumständen der Proteste am 4. April. Dieser Artikel wird in der nächsten Ausgabe von ak 538 erscheinen.

Strasbourg, 4. April 2009, 6 Uhr: Etwa 400 AktivistInnen von BLOCK NATO versammeln sich auf dem Place de l’Université unweit der beiden nur mit Sonderausweis zugänglichen „orangenen Zonen“. Die meisten von ihnen haben die Nacht im Zentrum von Strasbourg verbracht, andere kommen aus zwei Reisebussen dazu, die wie durch ein Wunder bis hierhin durchgekommen sind. Nach einer Megaphonansage setzt sich die Menge in Richtung des Kongresszentrums in Bewegung, in dem der NATO-Gipfel in wenigen Stunden tagen soll. (mehr…)

Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus


Vom 20.-24.Mai soll in Marburg der 6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge stattfinden.

Hierbei handelt es sich um einen Kongress von evangelikalen ChristInnen. Die ReferentInnen wollen in Gebäuden der Stadt und der Uni ihr „auf Dildogröße eingedampftes evangelikales Weltbild zum Besten gegeben.“

Dagegen hat sich vor kurzem das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ gegründet.

Jenseits des Helfersysdroms – Erster bundesweiter Scheiß-Streik

Finden wir gut:
http://www.jenseits-des-helfersyndroms.de

Für das Geld machen wir den Scheiss nicht mehr… weg!!!

Als Beschäftigte im Bereich der ambulanten Pflege und persönlichen Assistenz von Behinderten haben wir genug von ständigen Lohnabsenkungen, Reallohnverlusten und immer katastrophaleren Arbeitsbedingungen. Es reicht!

Gegen die anhaltende Abwertung unserer Arbeit wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Deshalb rufen wir alle in diesem Sektor Beschäftigten dazu auf: Beteiligt Euch am SCHEISS-STREIK I
>>> Aktionszeitraum 27. April bis 27. Mai 2009 >>>

Wir werden den täglich anfallenden Scheiß nicht mehr einfach still schweigend entsorgen, sondern den Scheißefluss unmittelbar zu all den Akteuren umleiten, die für die zunehmend beschissenen Arbeitsbedingungen in diesem Sektor verantwortlich sind. Aus diesem Grund versenden wir vom 27. April 2009 einen Monat lang mit Scheiße befüllte Kotröhrchen an unterschiedliche private und gemeinnützige Pflegedienstanbieter, an die paritätischen Wohlfahrtsverbände, politischen Entscheidungsträger, Zeitarbeitsfirmen, Vermittler von ausländischen Billigpflegekräften und alle anderen, die als einzigartiges Interessenskartell dafür sorgen, den gesamten Pflegebereich in den Niedriglohnsektor zu drücken.

Die Bandbreite hat nix auf linken Veranstaltungen zu suchen!

Da uns vermehrt Emails erreichen, deren AutorInnen uns vorwerfen den Auftritt von der Band Die Banbreite auf der Demo am 28.3. in Frankfurt verhindert zu haben, hier ein kurzes Statement von uns:

Die Band Die Bandbreite wollte wohl gerne auf der Abschlusskundgebung in Frankfurt spielen, dies war zumindest auf ihrer Website zu lesen. Auch wir, andere haben das auch getan, haben uns dafür eingesetzt, dass diese Band nicht spielen wird.

Wir sehen mit der Band Die Bandbreite keinerlei inhaltlichen Überschneidungen. Unser Kommunismus sieht anders aus.

Wir haben mit Verschwörungstheorien nix am Hut und arbeiten nicht mit Sexisten zusammen. Beides findet sich bei Die Bandbreite. Wer die Mitschuld Japans am 2.Weltkrieg bezweifelt und den Kriegseintritt der USA zur Befreiung der Welt vom Faschismus bejammert hat unserer Ansicht keinerlei Berechtigung bei linken Veranstaltungen aufzutreten. Es waren Millionen von JüdInnen und andere Verfolgte, genauso wie der proletarische Widerstand auf den Kriegseintritt der USA und der Alliierten angewiesen. Die Sowjetunion hätte dies alleine nicht schaffen können. Leider wurde viel zu spät eingegriffen und die KZs und hunderttausendfaches Morden konnten viel zu lange betrieben werden. Wer den USA den 11.9. als Inside Job vorwirft hat unserer Ansicht auch nix auf linken Veranstaltungen zu suchen. Dies hat nichts mit emanzipatorischer Gesellschaftsanalyse zu tun, es ist einfach nur dumme Verschwörungstheorie. (siehe hierzu das Lied „Selbst gemacht“).

Wer, wie in den Liedern „Man kennt uns“ und „Miesmuschel“, so unverblümt sexistisch Frauen als Dinge ansieht, gegen Emanzen hetzt und für ein plattes gesellschaftliches Schönheitsideal eintritt, hat auf linken Veranstaltungen auch nichts zu suchen. Wir verstehen uns als FeministInnen und unser Kommunismus funktioniert nur als die Befreiung aller Menschen.