Oberhessische Presse: Studenten fordern, Verbindungen aufzulösen

Marburg. Mit einem zweistündigen Marsch durch die Marburger Innenstadt äußerten rund 200 Demonstranten am Samstag ihren Unmut zum „Marburger Diskurs“, einer Veranstaltung der Burschenschaft Germania.
von Katharina Kaufmann

Mit Fahnen und Transparenten zogen am Samstagmittag rund 200 Demonstranten unter strenger Polizeibewachung durch die Marburger Innenstadt. Sie zeigten damit ihre Abneigung gegen den ?Marburger Diskurs?, eine Veranstaltung der Burschenschaft Germania. (Foto: Katharina Kaufmann)(Foto: Katharina Kaufmann)

„Trinkt Burschen, trinkt und macht uns den Haider“, „Diskurs is nich“ und das Zitat von Kurt Tucholsky „Verbindungen sind ein Haufen verhetzter, irregeleiteter, mäßig gebildeter, versoffener und farbentragender junger Deutscher“ zierten die Plakate der rund 200 Demonstraten der antifaschistischen Gruppen aus Marburg, die am Samstag durch die Innenstadt zogen.

Anlass für den Protest der Jugendlichen und Studenten war eine Veranstaltung der Burschenschaft Germania. Diese hatte zum „Marburger Diskurs“ geladen, nach Ansicht der Demonstranten eine Veranstaltung bei der versucht wird, eine Brücke zwischen Konservatismus und extremer Rechten zu schlagen.

Thema des diesjährigen „Marburger Diskurses“ war die Revolte von 1968. Als Referenten traten dazu am Samstag der Ex-Mann von RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Röhl, der Jurist und frühere Wissenschaftspolitiker, Georg Turner, und der Schriftsteller und ehemalige Politiker der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), Peter Schütt, ans Rednerpult.

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