2. Offene Arbeitskonferenz der Interventionistischen Linken vom 25.- 27. April 2008 in Marburg

Die 2. Offene Arbeitskonferenz ist offen für alle Menschen und Gruppen, die neugierig auf die Interventionistische Linke sind und sich vorstellen können, an dem Prozess der Organisierung unserer Strömung teilzunehmen. Die Teilnahme verpflichtet zu nichts – außer zur Bereitschaft zur offenen und solidarischen Diskussion.

Achtung: Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich – und zwar spätestens bis zum 15.4.2007 an: konferenz(at)interventionistische-linke.de – oder auf www.interventionistische-linke.de

Marburg, 25.- 27. April 2008, Philipps-Universität.

Für eine Linke, die dazwischen geht.

Hier die vorläufige Tagesordnung – und für alle, die die IL noch nicht kennen, eine kurze Vorstellung. Wir freuen uns auf die gemeinsame Debatte – und auf die Schlüsse, die wir praktisch und theoretisch daraus ziehen werden, wiederum gemeinsam. Leitet diese Einladung bitte weiter. Make capitalism history.

Kurze Vorstellung: IL

In den Protesten und Aktionen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm hat die radikale Linke ein deutliches Zeichen setzen können. Ein zentraler Akteur waren wir, die Interventionistische Linke (IL), ein bundesweiter Zusammenschluss von Einzelpersonen und Gruppen aus der undogmatischen und post-autonomen Linken. Wir konnten das werden, weil wir eben kein Anti-G8-Bündnis waren und sind: Mit den deutlich sichtbaren Rissen, die sich in der neoliberalen Hegemonie zeigen, scheint uns vielmehr die Zeit für ein neues antagonistisches Projekt überfällig zu sein. Ein solches Projekt wird allerdings nicht das Werk einer einzelnen politischen Organisation oder Strömung sein können, und es wird sich nicht nur auf die beziehen können, die schon auf den Antagonismus setzen. Zur IL gehört daher eine strategische Bündnisorientierung, die die Zusammenarbeit mit anderen Strömungen sowohl der radikalen wie der moderaten Linken nicht nur für konkrete, kurzfristige Projekte anstrebt, sondern als Voraussetzung für die Schaffung gesellschaftlicher Gegenmacht ansieht. Aus dem gleichen Grund ist die IL auch kein Ansatz zur Gründung einer weiteren, parteiförmigen Organisation in Konkurrenz zu bereits bestehenden, sondern ein offenes Projekt, das sich durch Intervention in praktische Kämpfe entwickeln soll. Wir sind der Überzeugung, dass diese Überlegungen nicht nur von den jetzt schon beteiligten Gruppen und Personen geteilt werden und deshalb offen für alle, die ähnliches wollen.

Zur Zeit sind dabei: Antifaschistische Linke Berlin, FelS Berlin, Antifaschistische Linke International Göttingen, Organisierte Autonomie Nürnberg, Radikale Linke Nürnberg, Projekt Interventionistische Linke Köln, Redaktion analyse&kritik, Redaktion fantômas, Kampagne Libertad!, Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. Marburg, Avanti – Projekt undogmatische Linke (Norddeutschland), Antifa KOK Düsseldorf, Institut für Theologie und Politik Münster, Rote Aktion Kornstraße Hannover sowie viele GenossInnen, die als Einzelne bei der IL sind und ansonsten in anderen Zusammenhängen aktiv sind: in Gewerkschaften und sozialen Initiativen und Netzwerken, bei attac, in publizistischen Projekten.

Vorläufige Tagesordnung

  • Freitag, 25.4.2008
  • Öffentliche Veranstaltung

    Linksradikale Organisierung – die internationale Perspektive

    Podiumsgespräch u.a. mit GenossInnen aus Italien, Griechenland und Frankreich

  • Samstag, 26.4.2008
  • Eröffnungsplenum:

    Begrüßung. Was will die IL mit dieser Arbeitskonferenz?

    Drei Anschnitte: Was will wer in der IL und mit der IL?

    Moderierte Aussprache zum Lockermachen. Dann:

    Felder interventionistischer Politik, in parallelen Panels diskutiert, 2 vormittags, 3 nachmittags, fortgesetzt in kleinen AGs von 10-12 TeilnehmerInnen.

    Soziale Kämpfe // Krieg und Sicherheit //.

    Klimapolitik // Antifaschismus // Antirassismus-Globale Soziale Rechte.

    Bei der Betrachtungen einer Auswahl unserer (möglichen) Politikfelder geht es nicht um Fachvorträge oder Wissensvermittlung, sondern immer um die Fragestellung: Wie kann eine interventionistische Politik im jeweiligen Politikfeld aussehen? Welchen Beitrag kann unsere Praxis im jeweiligen Politikfeld für das Projekt einer grundsätzlichen Gesellschaftsveränderung leisten?

    Abendpodium:

    Je später der Abend, desto radikaler die Gäste?

    Sechs IL-GenossInnen unterschiedlicher Generationen berichten über ihre jeweiligen Organisationserfahrungen und diskutieren, was sie heute in einem neuen Projekt zusammengebracht hat.

    Auswertung der Diskussionen des Tages über Wandzeitungen

  • Sonntag, 27.4.2008
  • Plenum:

    Die Organisierung interventionistischer Politik

    Wendung der Debatten in der Perspektive: Was können, was sollen wir gemeinsam tun? Und wie, in welchen Strukturen sollen wir es tun?

    Panels und Arbeitsgruppen:

    What’s next?

    Strategische Bündnisorientierung // Aktionsformen // Organisationsformen.